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  • l'actif et le passif / Aktiv und Passiv

    Allgemein Passivsätze werden gebildet mit einer Form von être + Participe passé des Verbs. Das Participe passé gleicht sich in Geschlecht und Zahl dem Subjekt an. Beispiele: Le garage est nettoyé. Les fleurs sont coupées. Bildung Wandelt man einen Aktivsatz in einen Passivsatz um, wird das direkte Objekt des Aktivsatzes zum Subjekt des Passivsatzes, das Subjekt des Aktivsatzes - falls erforderlich - mit par angeschlossen. Beispiel: Marc nettoie les fenêtres. → Les fenêtres sont nettoyées (par Marc). Das Passiv kann wie das Aktiv in allen Zeiten und Modi gebildet werden.

  • l'adjectif / Adjektiv

    Allgemein Adjektive beschreiben Eigenschaften eines Substantivs (Nomens) und richten sich in Geschlecht (Genus) und Zahl (Numerus) immer nach diesem Substantiv. Le genre (Geschlecht) In den meisten Fällen bildet man das Femininum durch Anhängen eines -e an das Maskulinum. Beispiel: un garçon français → une fille française Beim weiblichen Adjektiv wird der Endkonsonant ausgesprochen. Beispiele: vert(s) [vεr] → verte(s) [vεrt], grand(s) [grã] → grande(s) Endet das Maskulinum auf -e, bleibt das Femininum unverändert. Beispiele: moderne, difficile, possible, triste, optimiste Die...

  • l'adverbe / Adverb

    Allgemein Adverbien bezeichnen die genaueren Umstände, z. B. von Tätigkeiten, Ereignissen oder Verhältnissen. Anders als im Deutschen haben die Adverbien im Französischen eine eigene Form, die sie von der Form des Adjektivs unterscheidet. Es gibt abgeleitete und ursprüngliche Adverbien. Merkmale und Formen Adverbien dienen zur näheren Bestimmung eines Verbs (1.), eines Adjektivs (2.), eines anderen Adverbs (3.) oder eines ganzen Satzes (4.) Tu fais bien la cuisine. Ta salade est vraiment bonne. Nous mangeons trop peu de fruits. Heureusement, ils vont venir. Abgeleitete Adverbien Die meisten...

  • l'argumentation / Argumentation

    Allgemein Eine Argumentation muss für den Leser nachvollziehbar und überzeugend sein. Zuerst müssen in Stichpunkten die Argumente zusammengetragen werden, bevor sie in einem zweiten Schritt geordnet werden. Erst wenn der genaue Argumentationsablauf in Stichpunkten festgelegt ist, wird mit der Ausformulierung begonnen. Es gibt bestimmte Aufgabentypen, die eine Argumentation verlangen: eine Auseinandersetzung mit Gründen für oder gegen eine Entscheidung. Beispiel: Trouvez des raisons pour et contre un uniforme à l'école. eine Auseinandersetzung mit der Meinung einer anderen Person oder...

  • l'article contracté / zusammengezogener Artikel

    Allgemein Stehen vor le und les die Präpositionen à oder de, so verschmelzen le und les mit den Präpositionen zu einem zusammengezogenen Artikel (article contracté), la und l’ verschmelzen nicht. Überblick à de à + le → au de + le → du à + la / l' → à la / l' de + la / l' → de la / l' à + les → aux de + les → des Beispiele: à + le: Il va au collège. à + les: Nous allons aux Etats-Unis. de + le: Ils parlent du film. de + les: Ils discutent des problèmes. aber: Elle pense à la fête, elle ne pense pas à l’école.

  • l'article de journal / Zeitungsartikel

    Allgemein Artikel in Tages- und Wochenzeitungen befriedigen in erster Linie das Informationsbedürfnis der Leser und berichten über aktuelle Ereignisse des öffentlichen Lebens. Beispiele für Zeitungsartikel sind z. B. die Nachricht / Meldung, der Bericht und die Reportage. Nachricht / Meldung Die Nachricht oder Meldung ist eine kurze Form der Berichterstattung. Sie liefert eine objektive Darstellung eines Ereignisses und seiner Umstände. Im ersten Absatz werden meist schon die Fragen qui, quoi, où, quand, comment und pourquoi beantwortet. Beispiel: Pendant la nuit du 24 au 25 mai (quand), il s...

  • l'article défini / bestimmter Artikel

    Allgemein Der bestimmte Artikel weist auf bestimmte Personen und Sachen hin. Formen und Gebrauch Maskulinum Femininum Singular le, l' (vor stummem Vokal) la, l' (vor stummem Vokal) Plural les les Der bestimmte Artikel steht bei Kontinenten, Ländern und Regionen. Bei Ländern, deren Genus Femininum ist, entfällt der Artikel nach den Präpositionen en und de. Beispiele: l'Europe, la France, le Languedoc / Il est en Allemagne. / Il revient de Suède. bei Beschreibungen von Körperteilen. Beispiel: Elle a les yeux bleus et les cheveux longs. bei Gattungsnamen. Beispiel: Les chiens sont fidèles. nach...

  • l'article indéfini / unbestimmter Artikel

    Allgemein Der unbestimmte Artikel weist auf eine unbestimmte Person oder Sache hin und hat im Unterschied zum Deutschen eine Pluralform. Formen und Gebrauch Maskulinum Femininum Singular un une Plural des des Die Pluralform des wird im Deutschen nicht übersetzt. Beispiel: Ce sont des avocats. → Das sind Avocados. un / une / des wird in der Verneinung zu pas de / plus de. Im Deutschen wird pas de mit „kein“ /„keine“ übersetzt, plus de mit „kein mehr“ / „keine mehr“. Beispiele: Il a un vélo. → Elle n’a pas de vélo. / As-tu des questions? → Je n’ai plus de questions.

  • l'article partitif / Teilungsartikel

    Allgemein Im Französischen drückt der Teilungsartikel du, de la / l’, des eine unbestimmte Menge eines nicht zählbaren Stoffes aus. Im Deutschen gibt es diesen Artikel nicht. Unbestimmte Mengen stehen im Deutschen ohne Artikel. Gebrauch Der Teilungsartikel steht bei einer unbestimmten Menge. Beispiel: J’achète du fromage, de la salade et des fruits. (Ich kaufe Käse, Salat und Früchte.) bei abstrakten Begriffen. Beispiel: Aujourd’hui je fais de la musique. Nach einer Mengenangabe steht nur de oder d’ vor dem Substantiv. Mengenangaben sind z. B.: pas de, plus de: Il ne boit plus de coca. (kein...

  • l'heure / Zeitangabe

    Die inoffizielle Zeitangabe Im Französischen erfolgt die umgangssprachliche Zeitangabe anders als im Deutschen. Bildung 1 h 00 1 h 05 1 h 10 1 h 15 1 h 20 Il est une heure. Il est une heure cinq. Il est une heure dix. Il est une heure et quart. Il est une heure vingt. 1 h 25 1 h 30 2 h 35 2 h 40 2 h 45 Il est une heure vingt-cinq. Il est une heure et demie. Il est trois heures moins vingt-cinq. Il est trois heures moins vingt. Il est trois heures moins le quart. 12 h 12 h 15 Il est midi. Il est midi et quart. 24 h 24 h 30 Il est minuit. Il est minuit et demie. Merkmale und Gebrauch Die...

  • l'impératif / Imperativ

    Allgemein Den Imperativ (Befehlsform) verwendet man im Französischen für Aufforderungen und Vorschläge, bei denen eine oder mehrere Personen persönlich angesprochen werden. Es gibt den Imperativ also für die 2. Person Singular (tu), die 1. Person Plural (nous) und die 2. Person Plural (vous). Bildung Die Verbformen werden vom Präsens der 1. Person Singular (je) und der 1. und 2. Person Plural (nous, vous) abgeleitet. Beispiele: manger dormir faire mange dors fais mangeons dormons faisons mangez dormez faites Ausnahme: Das Verb aller bildet den Imperativ im Singular aus der 3. Person Singular...

  • l'infinitif complément / Infinitivergänzung

    Allgemein Ein Verb kann nicht nur durch ein Objekt (le complément d'objet), sondern auch durch einen Infinitiv ergänzt werden. Dabei unterscheidet man: die Infinitivergänzung ohne Präposition und die Infinitivergänzung mit Präposition. Infinitivergänzung ohne Präposition Eine Infinitivergänzung kann, wie im Deutschen, ein Infinitiv ohne Präposition sein, z. B. nach devoir, pouvoir, savoir oder vouloir. Beispiele: On devrait organiser une compétition. (Man sollte einen Wettkampft organisieren.) Ils peuvent danser toute la nuit. (Sie können die ganze Nacht tanzen.) Vous savez jouer aux échecs?...

  • l'interrogation indirecte / indirekte Frage

    Allgemein Was jemand fragt oder gefragt hat, kann in der indirekten Frage (l'interrogation indirecte) wiedergegeben werden. Die indirekte Frage unterliegt den gleichen Zeitenregeln wie die indirekte Rede. Merkmale und Gebrauch In der indirekten Frage wird eine Frage durch ein Verb des Sagens oder Fragens eingeleitet. Beispiele: Qui va venir? → Dis-moi qui va venir. Où es-tu? → Elle demande où tu es. Tu prends lequel? → Il aimerait savoir lequel tu vas prendre. Die Wortstellung nach dem Fragewort ist Subjekt + Verb + Ergänzung ohne Komma. qu’est-ce qui und que werden in der indirekten Frage zu...

  • l'interview / Interview

    Allgemein Das Interview (l’interview) ist eine schriftliche Form des Dialogs, das den Leser über eine besondere Person informiert, die zu den Fragen des Journalisten Stellung nimmt, bzw. ihre ganz persönliche Meinung darlegt. Aufbau In der Einleitung wird die interviewte Person vorgestellt. Bei sehr bekannten Persönlichkeiten fällt dieser Teil des Interviews weg. Im Hauptteil des Interviews wird die Person z. B. zu ihrem Leben, zu ihrer Meinung / Einschätzung oder ihrem Kommentar zu einem bestimmten Thema befragt. Beispiel: Tonton David, qui fête aujourd'hui ses dix ans de carrière de...

  • l'objet / Objekt

    Allgemein Ein Satz im Französischen wird meist auf die gleiche Art gebildet: Subjekt (sujet) + Verb (verbe) + Ergänzung (complément). Häufig ist die Ergänzung ein Objekt. Wie im Deutschen wird auch im Französischen zwischen dem direkten und dem indirekten Objekt unterschieden. Direktes und indirektes Objekt Das direkte und das indirekte Objekt lassen sich so unterscheiden: Das direkte Objekt schließt sich ohne Präposition an das Verb an. Beispiel: Je vois Patricia et Manon. Das indirekte Objekt schließt sich mit einer Präposition an das Verb an. Beispiel: Annie parlait tout le temps à Marie...

  • la caractérisation / Charakterisierung

    Allgemein Die Charakterisierung (la caractérisation) ist eine Form der Beschreibung. Sie wird in literarischen Texten (romans, récits und contes), aber auch in journalistischen Texten benutzt, damit sich der Leser eine Vorstellung von den agierenden Personen (caractères) machen kann. Der Autor eines Textes kann Personen direkt oder indirekt beschreiben (siehe auch les personnages). Merkmale und Aufbau Gegenstand einer Charakterisierung sind das Aussehen, die Eigenschaften, die Verhaltensweisen und die Entwicklung einer Person. Sie sollte möglichst anschaulich formuliert sein, um die...

  • la conjonction / Konjunktion

    Allgemein Konjunktionen verbinden Wortgruppen, Teilsätze oder Sätze miteinander. Sie sind unveränderlich. Man unterscheidet zwei Arten von Konjunktionen: nebenordnende und unterordnende Konjunktionen. Nebenordnende Konjunktionen Die nebenordnende Konjunktion (la conjonction de coordination) verbindet Hauptsätze oder gleichwertige Satzglieder. Sie hängen nicht voneinander ab. Zu den nebenordnenden Konjunktionen zählen: et (und), ou (oder), mais (aber), ne … ni … ni (weder … noch), car (denn), donc (also). Beispiele: Il est sympa et il est venu d’un autre lycée. Je viendrai lundi ou mardi. Je...

  • la date / Datum

    Allgemein Für das Datum werden die Grundzahlen verwendet. Ausnahme: Für den 1. Tag eines Monats steht die Ordnungszahl. Beispiel: le quatorze juillet, le premier mai Die Wochentage lauten: lundi, mardi, mercredi, jeudi, vendredi, samedi, dimanche. Die Monate lauten: janvier, février, mars, avril, mai, juin, juillet, août, septembre, octobre, novembre, décembre. Bildung und Gebrauch Bei der Angabe des Datums mit Monat steht immer der bestimmte Artikel.Je finis le cours le 8 novembre. Il revient le samedi 23 mai. Für die Datumsangabe verwendet man nous sommes le + Datum oder on est le + Datum...

  • la description d'une image / Bildbeschreibung

    Allgemein Die Bildbeschreibung (la description d'une image) vermittelt dem Leser oder Zuhörer, der das Bild nicht kennt, eine genaue Vorstellung von Gegenstand, Aufbau und Wirkung der Abbildung. Für die gesamte Beschreibung wird das Présent benutzt. Aufbau 1. Einleitung Die Einleitung (l'introduction) liefert konkrete Fakten und eine Aussage zur Gesamtansicht. Beispiel: La photo, qui a été récemment prise, montre un paysage typique de la Provence. Nützliche Ausdrücke: La photo, qui a été récemment prise, … L’image / le tableau a été peint, e … La BD (bande dessinée) / la caricature a été...

  • la formation des mots / Wortbildung

    Es gibt verschiedene Arten der Wortbildung. Hier ein Überblick: Zusammensetzungen Hinzufügen einer Vorsilbe Hinzufügen einer Nachsilbe le passeport le tire-bouchon la machine à écrire l’auberge de jeunesse (f) antipathique impossible l’intolérance (f) surcharger l’organisation (f) le coiffeur simplement le totalitarisme

  • la formation du pluriel / Pluralbildung

    Allgemein Ein Substantiv (Nomen) kann im Singular (Einzahl) oder im Plural (Mehrzahl) gebraucht werden. Bildung Bei den meisten Substantiven hängt man im Plural ein -s an, das jedoch nicht gesprochen wird. Beispiele: le livre – les livres, un balcon – des balcons Bei den Substantiven auf -s, -z, -x entspricht der Plural dem Singular. Beispiele: le fils – les fils, le nez – les nez, le prix – les prix Bei den Substantiven auf -eau und -eu hängt man im Plural -x an. Beispiele: le bateau – les bateaux, le cheveu – les cheveux (aber: le pneu – les pneus) Substantive auf -al werden zu -aux...

  • la mise en relief / Hervorhebung

    Allgemein Unter la mise en relief versteht man die Hervorhebung von Wörtern oder Wortgruppen mithilfe von c'est ... qui und c'est ... que. Bildung Zwischen c'est ... qui/que steht entweder ein Substantiv oder ein unverbundenes Personalpronomen. Beispiele: C'est moi qui suis venu(e) à l'heure. C'est mon vélo que j'ai nettoyé. Im Deutschen wird diese Konstruktion in der gesprochenen Sprache meist durch die Betonung des Wortes oder der Wortgruppe wiedergegeben. Beispiele: Ich war pünktlich. Ich habe mein Fahrrad geputzt. Bei c'est ... qui richtet sich das folgende Verb immer nach der...

  • la phrase / Satz

    Allgemein Es gibt verschiedene Satzarten. Man unterscheidet grundsätzlich zwischen Hauptsätzen und Nebensätzen. la phrase principale (Hauptsatz) Es gibt verschiedene Arten von Hauptsätzen: la phrase déclarative (Aussagesatz) la phrase interrogative (Fragesatz) la phrase impérative (Aufforderungssatz) Merkmale Hauptsätze können allein stehen. Sie können auch mit einem weiteren Hauptsatz durch nebenordnende Konjunktionen (et, mais, donc …) verbunden sein. Beispiele: Elle est sévère. / Elle est sévère, mais elle est juste. Hauptsätze können mit einem Nebensatz verbunden sein. Beispiel: Je suis...

  • la phrase circonstancielle / Adverbialsatz

    Allgemein Adverbialsätze sind Nebensätze, die die Funktion einer adverbialen Bestimmung haben. Sie werden durch unterordnende Konjunktionen eingeleitet und werden deshalb manchmal auch als konjunktionale Nebensätze bezeichnet. Beispiele: Appelle-moi dès ton arrivée. Appelle-moi dès que tu seras arrivé. Merkmale Je nach der inhaltlichen Bedeutung der Konjunktion unterscheidet man: Temporalsatz: quand (wenn), depuis que (seit) Beispiel: Il est de bonne humeur depuis qu’il travaille. Kausalsatz: parce que (weil), comme (da) Beispiel: Faisons une pause parce que je suis fatigué. Finalsatz: pour...

  • la phrase conditionnelle / Bedingungssatz

    Allgemein Ein Bedingungssatzgefüge besteht aus dem konditionalen Nebensatz, der eine Bedingung ausdrückt, und dem Hauptsatz, der die Folge ausdrückt, die sich aus dieser Bedingung ergibt. Gebrauch und Bildung Der Konditionalsatz (si-Satz) wird durch die Konjunktion si (wenn, falls) eingeleitet. Vor il und ils wird si zu s’. Beispiele: Si tu viens, nous irons à la patinoire. (Falls …) Si tu veux, je te prête mes patins. (Wenn …) S’il fait beau, nous ferons du surf. Die Kommasetzung erfolgt wie bei den Adverbialsätzen: Beginnt das Satzgefüge mit dem Bedingungssatz, schließt der Hauptsatz mit...

  • la phrase déclarative / Aussagesatz

    Allgemein Es gibt bejahte und verneinte Aussagesätze. Sie können im Aktiv oder Passiv stehen und die Wortstellung ist weitgehend durch feste Regeln vorgegeben. Bejahter Aussagesatz Die Wortstellung in einem bejahten Aussagesatz (la phrase affirmative) ist immer Subjekt + Verb (+ Ergänzung). Ergänzungen können sein: direkte Objekte (wen?, was?), indirekte Objekte (wem?), adverbiale Bestimmungen (wo?, wann?, wie?, warum?) oder prädikative Ergänzungen. Subjekt Verb Ergänzung Je lis un roman. Tu écris à ton frère. Nous habitons dans la banlieue. Notre quartier est calme. Adverbiale Bestimmungen...

  • la phrase impérative / Aufforderungssatz

    Allgemein Mit dem Imperativ wird ein Befehl oder ein Ratschlag ausgedrückt. Der Satz enthält kein Subjektpronomen. Ein Ausrufezeichen ist nicht immer nötig. Beispiele: Range ta chambre! Ne ferme pas la fenêtre! Mangeons une pomme chaque jour. Ne répondez pas tous en même temps. Bejahter und verneinter Aufforderungssatz Die Objektpronomen stehen im bejahten Aufforderungssatz nach dem Verb und werden damit durch einen Bindenstrich verbunden. me und te werden zu moi und toi. Beispiele: Calmez-vous, s’il vous plaît. Attends-moi devant la poste. Im verneinten Aufforderungssatz stehen die...

  • la phrase interrogative / Fragesatz

    Allgemein Im Französischen gibt es verschiedene Arten von Fragesätzen. Man kann sie in zwei Kategorien unterteilen: nach formalen Aspekten (Fragetypen): Intonationsfrage, est-ce-que-Frage, einfache Inversionsfrage, absolute Fragestellung nach inhaltlichen Aspekten: Entscheidungs- und Ergänzungsfragen Informationen zur indirekten Frage (l'interrogation indirecte) findest du hier. Fragetypen Das Französische verfügt über vier Fragetypen, die in unterschiedlichen Sprechanlässen verwendet werden. Intonationsfrage Die Intonationsfrage ist ein Aussagesatz, der durch Anheben der Stimme am Ende zur...

  • la phrase relative / Relativsatz

    Allgemein Ein Relativsatz gibt nähere Informationen zu Personen oder Sachen, die zuvor im Hauptsatz erwähnt worden sind. Beispiel: Hier, j’ai vu un film qui m’a plu. Merkmale Ein Relativsatz ist ein Nebensatz, der durch ein Relativpronomen mit dem Hauptsatz verbunden ist. Die Relativpronomen sind: Relativpronomen Beispiele qui C’est un garçon qui aime le sport automobile. L’ami avec qui je sors ce soir s’appelle Louis. que Le joueur que tu admires est brésilien. où La maison où ils habitent est neuve. dont Le magasin dont je t’ai parlé va fermer. lequel Les jeux auxquels tu joues sont trop...

  • la préposition / Präposition

    Allgemein Präpositionen sind Strukturwörter, die in ihrer Form unveränderlich sind. Sie setzen Wörter zueinander in Beziehung oder präzisieren Beziehungen. Präpositionen stehen vor Substantiven (Nomen): La maison sera finie avant l’automne. Pronomen: Je partirai sans elle. Adjektiven: Nous sommes arrivés vers dix heures. Infinitiven: Il travaille pour gagner de l’argent. Funktionen Zwei wichtige Funktionen von Präpositionen sind die Angabe der Zeit und die Angabe des Ortes oder der Richtung. Man unterscheidet deshalb: les prépositions de temps (Präpositionen der Zeit) les prépositions de lieu...

  • Lab

    Labferment (Lab, Rennin): ein proteinspaltendes Enzym im Magen des Kalbs, dessen Hauptwirkung in der Milchgerinnung besteht. Dabei wird das Casein der Milch in Gegenwart von Ca2+-Ionen in eine unlösliche Form überführt. – Lab wird in der Käserei als Gerinnungsenzym verwendet.

  • Labor

    (chemisches Laboratorium): Ein Raum mit besonderen technischen Einrichtungen, der zur Ausführung chemischer Reaktionen dient. Zur Ausrüstung gehören neben den Laborgeräten i. d. R. ein gekachelter Arbeitsplatz, ein Abzug (ein mit einem Schiebefenster verschließbarer und mit einer Absaugeinrichtung versehener Raum) und Sicherheitsvorrichtungen wie eine Notbrause.

  • Laborgeräte

    (chemische Geräte): Arbeitsgeräte und Apparate aus chemisch und thermisch widerstandsfähigen Materialien (v. a. Glas, Porzellan, Platin, Blei, Kunststoffe), die im Laboratorium verwendet werden.

  • Lackmus

    Aus Flechten gewonnener Naturfarbstoff, dessen wässrige Lösungen vor der Entwicklung empfindlicherer synthetischer Farbstoffe als Indikator zum Nachweis von (Arrhenius-)Säuren (Rotfärbung) und (Arrhenius-)Basen (Blaufärbung) dienten.

  • Lactation

    Lactation: die Absonderung der Milch während der Stillperiode der Mammalia (Säugetiere).

  • Lagebeziehungen im Raum

    Mit dem Begriff „Lagebeziehung“ fasst man man in der Geometrie die Fragen nach Parallelität, Orthogonalität und gemeinsamen Punkten (Schnittpunkten bzw. -geraden) von Objekten zusammen. Während dies in der Ebene (also der zweidimensionalen Geometrie) oft noch relativ leicht zu beantworten ist (im Zweifelsfall mithilfe der Winkelfunktionen), braucht man im Raum dafür die Mittel der Analytischen Geometrie. Im Einzelnen betrachtet man Die Lage zweier Geraden: Wenn zwei Geraden keine gemeinsamen Punkte haben, sind sie parallel oder windschief, andernfalls haben sie entweder genau einen...

  • Lagebeziehungen von Funktionsgraphen

    Die Lagebeziehungen von Funktionsgraphen sind im Prinzip sehr ähnlich wie bei Geraden im Raum, allerdings beschränkt man sich zum einen auf die zweidimensionale Ebene mit dem kartesischen Koordinatensystem („Achsenkreuz“) und erlaubt dafür zum anderen auch gekrümmte Kurven, sofern sie als Graph einer differenzierbaren Funktion gegeben sind. Die Graphen von linearen Funktionen sind Geraden. Sind zwei solche Geraden durch die Funktionsgleichungen f1(x) = m1x + b1 und f2(x) = m2x + b2 gegeben, dann erhält man die x-Koordinate ihres Schnittpunkts durch Gleichsetzen der Funktionsgleichungen m1x +...

  • Lagemaße

    Ein Lagemaß ist ein statistischer Parameter (bzw. eine Kenngröße oder Maßzahl), die Auskunft über die Lage der Mehrzahl der Datenwerte einer Stichprobe gibt. Anders gesagt beantwortet ein Lagemaß die Frage: „Wie kann ich mit einem Wert bzw. einer Zahl meinen kompletten Datensatz möglichst gut zusammenfassen?“. Die wichtigsten Lagemaße sind: Mittelwerte (z. B. arithmetisches oder geometrisches Mittel) Median (Zentralwert) und allgemeiner Quantile Modalwert (Modus) Nicht jedes Lagemaß kann bei jedem Datensatz bestimmt werden. Für Median, Quantile und die verschiedenen Mittelwerte muss man die...

  • Lamarckismus

    Lamarckismus: Eine von Jean-Baptiste de Lamarck (1744-1829) aufgestellte Evolutionstheorie. Wesentlicher Aspekt der Theorie von Lamarck ist, dass Organismen Eigenschaften an ihre Nachkommen vererben können, die sie erst während ihres Lebens erworben haben. Das im Darwinismus zentrale Prinzip der natürlichen Selektion war Lamarck gänzlich fremd; siehe auch: Deszendenztheorie.

  • Lampenbürstenchromosom

    Lampenbürstenchromosomen: eine besondere Form der Chromosomen. Bei einigen Tiergruppen, besonders deutlich bei Amphibien, findet man während der Prophase der Meiose Chromosomen im Lampenbürstenstadium: Bestimmte Chromomeren der gepaarten Chromosomen sind entspiralisiert und als große Schleifen seitlich ausgestülpt. In diesem Stadium, das mehrere Monate dauern kann, wird an den Schleifen lebhaft RNA synthetisiert. Die Schleifen sollen den Puffs der Riesenchromosomen entsprechen.

  • Längeneinheiten

    Längeneinheiten sind Vergleichswerte, mit den man Abstände oder Streckenlängen zahlenmäßig angeben kann. Die Grundeinheit oder Basiseinheit heißt Meter (m). Früher war 1 m als ein Vierzigmillionstel des Erdumfangs festgelegt, heute wird die Einheit auf ziemlich komplizierte, aber dafür umso genauere Weise mithilfe der Lichtgeschwindigkeit definiert. Für Längen, die deutlich größer oder kleiner als ein Meter sind, benutzt man Einheitenvorsätze: 1 Millimeter = 1 mm = \(\displaystyle \frac{1}{10}\) cm 1 Zentimeter = 1 cm = 10 mm = \(\displaystyle \frac{1}{10}\) dm 1 Dezimeter = 1 dm = 10 cm = \(...

  • Längenkontraktion

    Als Längenkontraktion bezeichnet man in der Speziellen Relativitätstheorie die Verkürzung von Maßstäben bzw. Längen, wenn sich der Beobachter (d. h. das gerade gewählte Bezugssystem) mit hinreichend großer Geschwindigkeit \(v\) an ihnen vorbeibewegt. Mit der Lichtgeschwindigkeit c gilt für die Länge L des Maßstabs im sich bewegenden Bezugssystem und die Länge L0 des Maßstabs in seinem Ruhesystem: \(L = \dfrac {L_0} \beta; \quad \beta = \dfrac 1 {\sqrt{1-v^2/c^2} }\) Achtung: Man könnte fragen, welche Länge des Maßstabs denn nun die richtige ist, L oder L0. Dies ist aber völlig unphysikalisch –...

  • Langerhans-Inseln

    Langerhans-lnseln: reich durchblutete Zellgruppen in der Bauchspeicheldrüse, die die antagonistisch wirkenden Hormone Insulin (in sog. B-Zellen) und Glucagon (in sog. A-Zellen) erzeugen. Die Gesamtheit der Langerhans-Inseln bildet eine Hormondrüse, das Inselorgan.

  • Laplace-Experiment

    Ein Laplace-Experiment ist ein Zufallsexperiment, bei dem alle Ergebnisse gleich wahrscheinlich sind. Das typische Beispiel dafür ist das Werfen von einem fairen Würfel – alle sechs Augenzahlen haben die gleiche Wahrscheinlichkeit 1/6. Allgemein beträgt bei einem Laplace-Experiment mit n möglichen Ausgängen (also mit einer Ergebnismenge aus n Elementen; \(|\Omega | = n\)) die Wahrscheinlichkeit der n Ergebnisse ai jeweils \(P(a_i)=\displaystyle \frac 1 n\). Benannt ist das Laplace-Experiment nach Pierre-Simon Laplace (1749–1827), einem der Begründer der Wahrscheinlichkeitsrechnung. Für ein...

  • Larkin, Philip

    Philip Larkin, englischer Lyriker, geb. am 09.08.1922 in Coventry, gest. am 02.12.1985 in Kingston upon Hull. Larkin arbeitete als Bibliothekar. Werke (Auswahl) Larkin schrieb zwei erfolglose Romane, bevor ihm mit seinem dritten volume of poetry (Gedichtband) The Less Deceived (1955) der Durchbruch gelang. Spätere Sammlungen sind The Whitsun Weddings (1964), High Windows (1974) und Aubade (1977). Zu seinen bekanntesten Gedichten zählt z. B. This be the verse (ca. 1971). Themen Äußerst realistische, nüchterne (sober), pessimistische Darstellungen des menschlichen Daseins (existence) und...

  • Larve

    Larve: Das Jugendstadien von Tieren, bei denen die Entwicklung vom Ei zum geschlechtsreifen Tier nicht direkt erfolgt, sondern durch Metamorphose über ein oder mehrere Larvenstadien. Die Larven können sich im Körperbau, in ihren Organen und ihrer Lebensweise erheblich vom geschlechtsreifen Tier unterscheiden. Kriechtiere, Vögel und Säuger haben keine Larven.

  • Laser

    Der Laser war eine der wichtigsten Erfindungen des 20. Jahrhunderts. Der Name ist ein einglisches Akronym (aus Anfangsbuchstaben gebildetes Wort) und steht für light amplification by stimulated emission of radiation, auf Deutsch „Lichtverstärkung durch stimulierte Strahlungsemission“. Laserstrahlung zeichnet sich dadurch aus, dass alle Photonen praktisch denselben Quantenzustand besitzen. Dies bedeutet: sie ist monochromatisch, d. h. besitzt eine exakt festgelegte Wellenlänge (bzw. ein extrem schmalbandiges Spektrum), sie ist extrem scharf gebündelt und sie ist kohärent, d. h., alle Teilwellen...

  • Laserkühlung

    Laserkühlung ist ein Verfahren zur Erzeugung tiefster Temperaturen durch gezielte Verlangsamung von schnellen Atomen oder Molekülen eines Gases. Dies erreicht man, indem eine Laser so auf die Gasatome gerichtet wird, dass die Atome, die etwas schneller als der Durchschnitt sind, bevorzugt die Photonen des Laserstrahls absorbieren. Der damit verbundene Impulsübertrag bremst dann diese Atome ab. Dadurch verringert sich die mittlere Geschwindigkeit der Atome, die ist aber direkt proportional zur Temperatur des Gases – je langsamer die Atome im Mittel sind, desto kälter ist das Gas.

  • Lasker-Schüler, Else

    Geboren in Elberfeld (heute zu Wuppertal) am 11.2.1869, gestorben in Jerusalem am 22.1.1945: Lasker-Schüler stammte aus einer großbürgerlich-jüdischen Familie und gehörte zur Berliner Boheme des frühen 20.Jh. Zu ihren Freunden zählten neben ihrem dichterischen Vorbild Peter Hille zahlreiche Künstler, u.a. Franz Marc, Oskar Kokoschka und ihr Förderer Karl Kraus. Nach der Ehe mit dem Arzt Berthold Lasker war sie von 1903 bis 1912 mit dem expressionistischen Autor und Herausgeber des Sturm, Herwarth Walden, verheiratet. 1933 emigrierte Lasker-Schüler in die Schweiz. Seit 1934 reiste sie oft nach...

  • Latein

    Latein, die über alle Völker hinweg geltende Verwaltungssprache im Römischen Reich. Latein beeinflusste die Sprachen der Provinzbewohner in einigen Gegenden nachhaltig. Auch im Deutschen haben zahlreiche Worte ihre Wurzeln im Lateinischen: Schule, Fenster, Keller, Familie. Auch nach dem Ende des Römischen Reichs blieb Latein die grundlegende Sprache zur Verständigung in Europa. Bis ins Mittelalter und noch darüber hinaus wurden alle wichtigen Bücher in Latein verfasst.

  • Lateinamerikanische Hochkulturen

    Lateinamerikanische Hochkulturen, bereits vor der Entdeckung Amerikas durch die Europäer in Mittel- und Südamerika bestehende hochentwickelte Gesellschaften, die eine eigene Schrift, zahlreiche Kenntnisse von Wissenschaft und Technik sowie eine arbeitsteilige Wirtschaft besaßen. Sie werden auch zu den frühen Hochkulturen gezählt. Die wichtigsten Hochkulturen waren die Maya, die Azteken und die Inka. Sie alle wurden im 16. Jahrhundert von den Europäern, die wirtschaftliche und militärische Ziele verfolgten, innerhalb kurzer Zeit durch die Conquista zerstört.

  • Latente Wärme

    Latente Wärme (von lat. latere »verborgen sein“) nennt man die Energiemenge, die nötig ist, um einen Körper ohne Temperaturerhöhung aus dem festen in den flüssigen (Schmelzwärme) oder dem flüssigen in den gasförmigen Aggregatzustand (Verdampfungswärme) zu überführen. Beim umgekehrten Übergang vom gasförmigen in den flüssigen bzw. vom flüssigen in den festen Aggregatzustand wird die latente Wärme wieder frei. Die latente Wärme von atmosphärischem Wasserdampf spielt in der Meteorologie eine große Rolle, da sie einen erheblichen Teil der in einer Luftmasse enthaltenen Energie ausmachen kann.

  • Laubfall

    Laubfall (Blattfall): die durch verschiedene Pflanzenhormone (Wuchsstoffe) gesteuerte Abtrennung von Blättern, die bei allen Holzgewächsen eine viel kürzere Lebensdauer als die Sprossachse haben. Auch Umweltfaktoren wie Licht, Temperatur, Wasser- und Nährstoffversorgung können den L. beeinflussen. Stoffwechselveränderungen wie Abnahme des Chlorophyllgehalts, Zunahme der Anthocyane, Abtransport von Mineralstoffen sind die Vorerscheinungen beim Abwurf der Laubblätter. Die letzten zur Ablösung führenden Schritte sind Zellwand- bzw. Zellauflösungen.

  • Lautlehre

    Andere Bezeichnung: Phonologie Definition Die „Lautlehre“ ist derjenige Bestandteil einer Grammatik (genauer: Grammatikdarstellung), der das Lautsystem der Sprache beschreibt und erklärt.

  • Lautmalerei

    Die Lautmalerei ist eine Klanggestalt der Lyrik und zählt damit zu den rhetorischen Figuren. Sie ist eine Häufung von Vokalen oder Konsonanten zum Hervorheben bestimmter Stimmungen. Beispiele: plätschern, zischen, summen

  • Lautregeln

    (A) s-zu-r-Regel In der Position zwischen Vokalen wird s zu r; z.B.: ÷ Nom.Sg. mōs m. Sitte hat Gen.Sg. mōr-is (aus *mōs-is). ÷ esse sein hat den Stamm es-; dieser ist im Wortauslaut und vor Konsonant erhalten, z.B.: es du bist, es-t er ist; vor Vokal erscheint er-, z.B.: er-am (aus *es-am) ich war, er-ō (aus *es-ō) ich werde sein. Ausnahme: s bleibt zwischen Vokalen erhalten, wenn es aus einer Konsonantenkombination entstanden ist; z.B.: ÷ claudere schließen, Perfektstamm: (claud-s-ī >) clausī, Supinstamm: (*claud-s-um >) clausum. (B) ĭ-zu-ĕ-Regel In der Position vor r oder am Wortende wird ĭ...

  • Lautsprecher und Mikrofon

    Lautsprecher und Mikrofon sind elektrotechnische Bauteile, mit denen Schall- und elektromagnetische Schwingungen ineinander umgewandelt werden können (man nennt sie daher auch Wandler), wobei der prinzipielle Aufbau der gleiche ist: Lautsprecher setzen elektromagnetische Schwingungen (z. B. aus einem Telefonkabel oder vom Auslesekopf eines CD-Players) in mechanische Schwingungen einer Membran um, die daraufhin Schallwellen aussendet; im Mikrofon wird eine Membran von eintreffenden Schallwellen in Schwingungen versetzt, die daraufhin ein im Gleichtakt schwingendes elektrisches Signal erzeugt...

  • Lautstärke

    Die Lautstärke ist physikalisch gesehen ein Maß für das subjektive Empfinden der Intensität von Schall, also etwa eines Tons oder Geräuschs. Sie hängt von der Größe des Schalldrucks und von der Tonfrequenz (Tonhöhe) ab. Gemessen und angegeben wird die Lautstärke als sog. Lautstärkepegel in der Einheit Phon (die Hörschwelle liegt bei 4 Phon, die Schmerzgrenze bei 130 Phon).

  • Lautsystem

    Definition Das „Lautsystem“ einer Sprache ist (a) die Gesamtheit aller Sprachlaute, die eine Sprache zu Bau und Unterscheidung von Wörtern verwendet. (Fachbegriff: Phoneme.) Im weiteren Sinne umfasst das „Lautsystem“ zusätzlich (b) die erlaubten Lautverbindungen in Silben, Wörtern und Sätzen, (c) die Lautregeln, nach denen die Laute in Wörtern und Sätzen verändernd aufeinander wirken und unerlaubte Lautverbindungen in erlaubte umgewandelt werden, (d) die Intonation von Silben, Wörtern und Sätzen einschließlich des Akzents. Hinweis: (a) beschreiben wir auf dieser Seite unten; (b)...

  • le comparatif / Komparativ

    Allgemein Das Französische unterscheidet wie das Deutsche zwei Steigerungsstufen: den Komparativ und den Superlativ. Der Komparativ ist die erste Steigerungsstufe. Der regelmäßige Komparativ Der Komparativ wird gebildet, indem man plus (1.), moins (2.) oder aussi (3.) vor das Adjektiv setzt. Nach dem Adjektiv wird que (wie, als) verwendet. Das gesteigerte Adjektiv passt sich in Geschlecht (Genus) und Zahl (Numerus) immer dem Substantiv (Nomen) an, auf das es sich bezieht (4). Beispiele: Lyon est plus grand que Bonn. (Lyon ist größer als Bonn.) Lyon est moins grand que Berlin. (Lyon ist kleiner...

  • le complément d'objet / substantivische Ergänzung

    Allgemein Bei den Verbergänzungen unterscheidet man die substantivische (nominale) Ergänzung (le complément d'objet) und die Infinitivergänzung (l'infinitivf complément). Merkmale Eine substantivische Ergänzung kann ein direktes Objekt sein. Es steht ohne Präposition und entspricht dem Akkusativobjekt. Beispiel: Il a acheté une nouvelle moto. ein indirektes Objekt mit der Präposition à sein und entspricht dem Dativobjekt. Beispiel: Il la montre à ses amis. Wenn zwei substantivische Ergänzungen vorhanden sind, steht das direkte Objekt in der Regel an erster Stelle. Beispiel: Il montre sa moto à...

  • le complément du verbe / Verbergänzung

    Allgemein Die meistens Verben stehen nicht für sich allein, sondern ziehen eine oder mehrere Ergänzungen nach sich. Eine Ergänzung kann ein Substantiv (Nomen) oder ein Verb in der Grundform (Infinitiv) sein. Arten von Ergänzungen Man unterscheidet substantivische (nominale) Ergänzungen (le complément d'objet) und Infinitivergänzungen (l'infinitif complément). Beispiele: substantivische (nominale) Ergänzungen Infinitivergänzungen ohne Präposition: Il écrit un roman. ohne Präposition: Il adore faire du kayac. mit Präposition: Je téléphone à Nicolas. Il me parle de son roman. mit der Präposition...

  • le courrier du lecteur / Leserbrief

    Allgemein Der Leserbrief (le courrier du lecteur) ist ein von einem Leser an eine Zeitung oder Zeitschrift gerichteter Brief. In dieser Form des Kommentars erhält der Leser die Möglichkeit, sich mit seiner Meinung zu einem Thema oder einem Problem an die Öffentlichkeit der Leserschaft des jeweiligen Printmediums zu richten. Form Der Leserbrief ist an keine besondere Form gebunden. Er ist wie ein persönlicher Brief verfasst, in dem sich der Leser zu einem bestimmten Thema äußert. Es gibt zwei verschiedene Sorten von Briefen: Der Leserbrief bezieht sich auf einen Zeitungs- oder...

  • le déterminant / Begleiter

    Allgemein Die französischen Substantive (Nomen) haben nur zwei grammatische Geschlechter: Maskulinum und Femininum. Das Geschlecht eines Substantivs erkennt man an seinem Begleiter. Dieser passt sich in Geschlecht (Genus) und Zahl (Numerus) dem bei ihm stehenden Substantiv an. Übersicht Les déterminants (Begleiter) im Überblick l'article défini (bestimmter Artikel) le, la, les l'article indéfini (unbestimmter Artikel) un, une, des l'article partitif (Teilungsartikel) du, de la / l’, des le déterminant possessif (Possessivbegleiter) mon, ma, mes… le déterminant demonstratif...

  • le déterminant demonstratif / Demonstrativbegleiter

    Allgemein Der Demonstrativbegleiter weist direkt auf eine Person oder einen Gegenstand hin, die schon genannt wurden und also bekannt sind. In Geschlecht (Genus) und Zahl (Numerus) beziehen sie sich auf dieses Substantiv (Nomen). Formen und Besonderheiten Maskulinum Femininum Singular ce / cet (vor Vokal oder stummem h) cette Plural ces ces Beginnt ein maskulines Substantiv mit einem Vokal oder einem stummen h, so steht cet. Beispiele: cet arbre, cet hôtel cet und cette werden gleich ausgesprochen. Der Demonstrativbegleiter kann durch Anfügen von -ci oder -là näher bestimmt werden. Beispiele...

  • le déterminant indéfini / Indefinitbegleiter

    Allgemein Der Indefinitbegleiter bezeichnet eine Anzahl oder eine Menge. Er steht vor dem Substantiv (Nomen), mit dem er in Geschlecht (Genus) und Zahl (Numerus) übereinstimmt. Formen und Gebrauch chaque, aucun / e und quelques, plusieurs chaque ist unveränderlich. Beispiel: Chaque élève était préparé. ( jeder) aucun / e steht mit dem Verneinungspartikel ne vor dem konjugierten Verb. Beispiele: Aucun élève n’a compris. (kein) / Mais aucune question n’a été posée. (keine) quelques wird meistens im Plural gebraucht. Beispiel: Quelques élèves sont malades. (einige) plusieurs ist unveränderlich...

  • le déterminant interrogatif / Fragebegleiter quel

    Allgemein Der Fragebegleiter quel richtet sich in Geschlecht (Genus) und Zahl (Numerus) nach dem Substantiv (Nomen), auf das er sich bezieht. Formen und Gebrauch Maskulinum Femininum Singular quel quelle Plural quels quelles quel wird sowohl attributiv (mit Substantiv) als auch prädikativ (mit être) gebraucht. Beispiele: Tu fais quel sport? / Quelle est ton équipe de foot préférée? quel kann auch im Ausrufesatz stehen. Beispiel: Quelle surprise! quel wird im Deutschen mit unterschiedlichen Fragewörtern übersetzt. Beispiele: Quel est ton nom? (Wie heißt du?) / Quel jour sommes-nous? (Welcher...

  • le déterminant possessif / Possessivbegleiter

    Allgemein Le déterminant possessif (der Possessivbegleiter) gibt an, wem etwas gehört. Er steht vor dem Substantiv (Nomen) und passt sich in Geschlecht (Genus) und Zahl (Numerus) diesem Substantiv an. Formen und Gebrauch Maskulinum Singular Femininum Singular Maskulinum / Femininum Plural mon (mein) ma (meine) mes (meine) ton (dein) ta (deine) tes (deine) son (sein, ihr) sa (seine, ihre) ses (seine, ihre) notre (unser) notre (unsere) nos (unsere) votre (euer, Ihr) votre (eure, Ihre) vos (eure, Ihre) leur (ihr) leur (ihre) leurs (ihre) Der Possessivbegleiter steht vor dem Substantiv und richtet...

  • le discours indirect / indirekte Rede

    Allgemein In der indirekten Rede wird berichtet, was jemand gesagt oder gedacht hat. Sie wird durch bestimmte Verben + que eingeleitet. Die indirekte Frage wird mit si oder dem entsprechenden Fragewort eingeleitet. Merkmale Die indirekte Rede wird durch ein Verb des Sagens + que eingeleitet, z. B. affirmer, ajouter, demander, dire, expliquer, penser, prétendre, raconter, répondre. Vor einem Vokal wird que zu qu'. Vor que steht kein Komma. direkte Rede indirekte Rede Pierre: «Mon amie est malade.» Il dit que son amie est malade. Mélanie: «Il a mal au ventre.» Elle raconte qu'il a mal au ventre...

  • le narrateur / Erzähler

    Allgemein Der Erzähler (le narrateur) in einem literarischen Text ist nicht mit dem Autor identisch, sondern eine vom Autor erfundene Figur oder Erzählinstanz. Er nimmt einen bestimmten Standpunkt (le point de vue) ein, von dem aus er die erzählte Handlung betrachtet und darstellt. Erzählform Ein literarischer Text kann aus mehreren Perspektiven erzählt werden. von einem unbeteiligten Erzähler (la narration à la troisième personne), der die erzählte Welt von außen betrachtet. Beispiel: «La caissière rend la monnaie à Ernest et il sort en vitesse du supermarché pour arriver à la gare à l'heure...

  • le pronom / Pronomen

    Allgemein Pronomen sind Fürwörter, die andere Wörter ersetzen können, z. B. Substantive (Nomen) oder Mengenangaben. Arten von Pronomen Es gibt verschiedene Arten von Pronomen, die unterschiedliche Funktionen im Satz übernehmen – genau wie die Wörter, die durch Pronomen ersetzt werden. le pronom personnel (Personalpronomen) les pronoms adverbiaux (adverbiale Pronomen) le pronom possessif (Possessivpronomen) le pronom démonstratif (Demonstrativpronomen) le pronom interrogatif (Fragepronomen) le pronom indéfini (Indefinitpronomen) le pronom relatif (Relativpronomen)

  • le pronom démonstratif celui / Demonstrativpronomen celui

    Allgemein Das Demonstrativpronomen ersetzt den Demonstrativbegleiter und das Substantiv (Nomen), dessen Geschlecht (Genus) und Zahl (Numerus) es übernimmt. Dabei muss es näher bestimmt werden. Formen und Gebrauch Maskulinum Femininum Singular celui celle Plural ceux celles Demonstrativpronomen stehen nie allein. Sie werden näher bestimmt durch -ci (hier) oder -là (da):Quelle jupe est-ce que tu préfères? Celle-ci ou celle-là? de oder à:C’est ton portable? Non, c’est celui de ma mère. / Tu prends quel menu? Celui à 15 Euros. die Relativpronomen qui, que oder dont:J’achète ce stylo, celui qui...

  • le pronom indéfini / Indefinitpronomen

    Allgemein Indefinitpronomen stehen für nicht näher bestimmte Personen oder Sachen. chacun / e, aucun / e und quelques-uns / quelques-unes chacun / e (jeder / e) steht für chaque und das Substantiv (Nomen). Es wird nur im Singular gebraucht und passt sich im Geschlecht (Genus) dem Substantiv an, das es ersetzt. chacun / e kann durch tout le monde (jeder, alle) ersetzt werden. Beispiele: Chaque danseur reçoit une médaille. → Chacun a mérité une médaille. Chaque danseuse a reçu des fleurs. → Chacune reçoit des fleurs. Tout le monde est satisfait. aucun / e (keiner / e) steht für aucun und das...

  • le pronom interrogatif / Fragepronomen

    Allgemein Fragepronomen fragen nach Personen, Sachen oder Sachverhalten. qui, que, quoi Diese Fragepronomen erfragen unbekannte Personen, Sachen oder Sachverhalte. Fragepronomen Beispiele Das Fragepronomen qui steht nur für Personen. Es kann als Subjekt, als direktes Objekt und nach Präpositionen stehen. Qui vient dîner ce soir?Qui as-tu invité? – Juliette. Et avec qui vient-elle? – Avec Denis. Das Fragepronomen que steht nur für Sachen und wird nur als direktes Objekt benutzt. Qu’est-ce que c’est?Que faites-vous demain? Das Fragepronomen quoi steht für Sachen und nach Präpositionen. À quoi...

  • le pronom personnel / Personalpronomen

    Allgemein Personalpronomen ersetzen das Subjekt, das direkte oder das indirekte Objekt. Formen Man unterscheidet folgende Formen: le pronom personnel sujet (verbundenes Personalpronomen) le pronom personnel tonique (unverbundenes Personalpronomen) le pronom personnel objet direct (direktes Objektpronomen) le pronom personnel objet indirect (indirektes Objektpronomen)

  • le pronom personnel objet direct / Direktes Objektpronomen

    Allgemein Das direkte Objektpronomen steht anstelle einer Satzergänzung, die die Funktion eines direkten Objekts (Akkusativobjekts) hat. Formen und Gebrauch Singular Plural me / m’ mich nous uns te / t’ dich vous euch, Sie se / s’ sich se / s' sich le / la / l’ ihn, sie les sie Beispiel: Je connais le nouveau directeur. Tu le connais aussi? Besonderheiten me, te, se, le, la werden vor Vokal oder stummem h apostrophiert:Tu invites aussi la copine de Paul? Bien sûr, je l’invite. me, te, se, nous, vous können auch als Reflexivpronomen gebraucht werden:Nous nous excusons. (Wir enschuldigen uns.)...

  • le pronom personnel objet indirect / Indirektes Objektpronomen

    Allgemein Das indirekte Objektpronomen steht anstelle einer Satzergänzung, die die Funktion eines indirekten Objekts (Dativobjekt) übernimmt. Formen und Gebrauch Singular Plural me / m’ mir nous uns te / t’ dir vous euch, Ihnen se / s’ sich se / s' sich lui ihm, ihr leur ihnen Indirekte Objektpronomen ersetzen ein indirektes Objekt im Satz. Diese Objekte sind ausschließlich Personen (und Tiere). Beispiel: Il raconte son voyage à son fils. Il lui raconte son voyage. Merkmale me, te, se werden vor Vokal oder stummem h apostrophiert:Elle m’a envoyé un courriel (mail). me, te, se, nous, vous...

  • le pronom personnel sujet / Subjektpronomen

    Allgemein Subjektpronomen ersetzen das Subjekt und stehen immer zusammen mit einem Verb. Man nennt sie deshalb auch verbunden Personalpronomen. Beispiel: Mon copain s'appelle Yvon. Il habite à Lille. Formen und Gebrauch Singular Plural je ich nous wir tu du vous ihr / Sie il / elle / on er / sie / man ils / elles sie Besonderheiten je wird vor Vokal oder stummem h apostrophiert: J’aime la danse moderne. J’habite à Munich. il kann auch „es“ bedeutenden: Il pleut, il fait froid … (Es regnet, es ist kalt …) on ersetzt sehr oft nous: On va au cinéma. (Wir gehen ins Kino.) ils steht für gemischte...

  • le pronom personnel tonique / Unverbundenes Personalpronomen

    Allgemein Das unverbundene Personalpronomen ist eine Besonderheit der französischen Sprache. Es steht allein und ohne Verb. Es hebt das Subjekt hervor, was im Deutschen lediglich durch die Betonung mittels Aussprache erfolgt. Es steht auch nach Präpositionen. Formen und Gebrauch Singular Plural 1. Person moi nous 2. Person toi vous 3. Person Maskulinum lui eux 3. Person Femininum elle elles Es wird verwendet: alleinstehend in einem Satz ohne Verb (z. B. bei einer pauschalen Bejahung / Verneinung eines Satzes): Qui veut un thé? – Moi! (Ich!) Et toi (du), Marie? – Non, pas moi (ich nicht). Et...

  • le pronom possessif / Possessivpronomen

    Allgemein Possessivpronomen ersetzen den Possessivbegleiter und das Substantiv (Nomen). Beispiele: mon bus → le mien, nos vélos → les nôtres, sa moto → la sienne, leurs skis → les leurs Formen und Gebrauch Singular Plural le mien / la mienne les miens / les miennes le tien / la tienne les tiens / les tiennes le sien / la sienne les siens / les siennes le / la nôtre les nôtres le / la vôtre les vôtres le / la leur les leurs Possessivpronomen übernehmen Geschlecht (Genus) und Zahl (Numerus) des Substantivs, das sie vertreten. Beispiel: On prend ta voiture? Non, on prend la mienne. (Nehmen wir...

  • le pronom réfléchi / Reflexivpronomen

    Allgemein Reflexivpronomen (rückbezügliche Fürwörter) sind Bestandteil reflexiver Verben (verbes pronominaux). Das Reflexivpronomen bezieht sich jeweils auf das Subjekt des Satzes. Verwendung Reflexive Verben verwenden die Reflexivpronomen mit der Bedeutung "sich selbst". Beispiel: Je me lave. Personalpronomen je tu il / elle / on nous vous ils / elles Reflexivpronomen me te se nous vous se

  • le pronom relatif / Relativpronomen

    Allgemein Relativpronomen bilden das Bindeglied zwischen Hauptsatz und Relativsatz. Ihnen geht in der Regel ein Bezugswort voraus. Man unterscheidet verschiedene Formen von Relativpronomen. qui und que qui übernimmt im Relativsatz die Funktion des Subjekts; es steht für Personen oder Sachen und ist unveränderlich. qui wird vor Vokal oder stummem h nicht apostrophiert und kann auch anstelle von lequel nach Präpositionen stehen, vertritt aber in diesem Fall nur Personen. Beispiele: C’est l’oncle qui habite à Lyon. Ce sont les activités qui plaisent aux jeunes. Le prof à qui elle s’adresse est...

  • le résumé / Inhaltsangabe

    Allgemein Eine Inhaltsangabe informiert über die wesentlichen inhaltlichen Aspekte eines Textes und präsentiert sie in geraffter Form. Merkmale und Aufbau Die Inhaltsangabe kürzt den Inhalt eines Textes auf ungefähr ein Drittel des Originals, den Textkern. Sie stellt Verbindungen zwischen den wichtigsten Inhaltspunkten her. Sie enthält weder Wertungen noch Stellungnahmen. 1. Einleitung In der Einleitung (l’introduction) ermöglicht ein einleitender Satz über das Thema, den Gegenstand und den Autor dem Leser eine erste Orientierung. Beispiel: Le texte «Au revoir les enfants» écrit par Louis...

  • le substantif / Substantiv

    Allgemein Alle Substantive, auch Nomen (nom) genannt, sind durch Geschlecht (Genus) und Zahl (Numerus) gekennzeichnet. Sie stehen meistens zusammen mit einem vorangestellten Begleiter. Ein Substantiv kann im Singular oder im Plural gebraucht werden. Wenn du Fragen zur Pluralbildung hast, dann klicke hier. Le genre (das Geschlecht) Das Geschlecht des Substantivs kann man leicht am Begleiter erkennen: Es ist entweder feminin oder maskulin. Das deutsche Neutrum existiert im Französischen nicht. Das Geschlecht (Genus) bei Sachen Für die meisten Substantive gibt es keine festen Regeln. Häufig...

  • le superlatif / Superlativ

    Allgemein Das Französische unterscheidet wie das Deutsche zwei Steigerungsstufen: den Komparativ und den Superlativ. Der Superlativ ist die zweite Steigerungsstufe. Der regelmäßige Superlativ Der regelmäßige Superlativ von Adjektiven wird mit le, la, les und plus / moins + Adjektiv gebildet. Der zweite Teil des Vergleichs wird gelegentlich weggelassen. Beispiele: C’est le plus beau garçon de la ville. / L’hiver est la saison la moins agréable (de l’année). Wird das Adjektiv nachgestellt, wird der bestimmte Artikel des Substantivs wiederholt. Beispiele: le fleuve le plus long, les voitures les...

  • le verbe / Verb

    Allgemein Verben drücken aus, was passiert oder was getan wird. Alle Verben setzen sich im Französischen aus Stamm + Endung zusammen. Verbgruppen Man kann verschiedene Verbgruppen (les groupes des verbes) unterscheiden: Verben auf -er Verben auf -ir Verben auf -re / -dre Verben auf -oir Eine Übersicht wichtiger unregelmäßiger Verben findest du hier. Die Verben être und avoir können als Vollverb und als Hilfsverb verwendet werden. Mit einem Klick erfährst du mehr: être avoir Reflexive Verben bestehen aus dem Reflexivpronomen und dem Verb. Hier geht's zu den reflexiven Verben.

  • Leber

    Die Leber ist das Zentralorgan des Stoffwechsels und die größte Drüse der Wirbeltiere, die beim Menschen rechts unter den Rippen bis über die Körpermitte hin liegt. Auf ihrer Rückseite befindet sich als Anhängsel des Gallengangs die Gallenblase. Die Leberarterie versorgt die Leber mit sauerstoffreichem Blut, die Pfortader bringt nährstoffreiches Blut vom Darm zu ihr. Eine gemeinsame Vene führt das Blut wieder dem Blutkreislauf zu. Die Pfortaderästchen und die Arterienästchen bilden ein dichtes Kapillarnetz (Lebersinusoide), das sich zum Zentrum des Läppchens hin vereinigt und dort in die...

  • LED und Fotozelle

    LED (Abk. für „Licht emittierende Diode“, auch Leuchtdiode) und Fotozelle (Fotodiode, Solarzelle) sind zwei spezielle Halbleiterdioden, mit denen sich elektrische Energie in Licht bzw. allgemeiner elektromagnetische Wellen und umgekehrt umwandeln lässt. (Sie sind sozusagen das optische Analogon von Elektromotor und Generator). In einer LED lässt man Elektron-Loch-Paare im Halbleitermaterial gezielt rekombinieren, wobei sie Licht mit einer genau definierten Wellenlänge und Energie aussenden. Durch Kombination von rot, grün und blau leuchtenden LED kann man heute praktisch jeden beliebigen...

  • Leere Menge

    Die leere Menge ist eine Menge, die kein Element enthält. Man schreibt dafür entweder „\(\emptyset\)“ oder „{}“. Es gilt: Die leere Menge ist Teilmenge von jeder beliebigen Menge M: \(\emptyset \subset M\) Die einzige Teilmenge der leeren Menge ist die leere Menge. Die Schnittmenge einer beliebigen Menge M mit der leeren Menge ist die leere Menge: \(M \cap \emptyset = \emptyset\) Die Vereinigungsmenge einer beliebigen Menge M mit der leeren Menge ist die Menge M selbst: \(M \cup \emptyset = M\)

  • Leerlaufhandlung

    Leerlaufhandlung: Hat Tieren der auslösende Reiz (Schlüsselreiz) für eine bestimmte Handlung längere Zeit gefehlt, führen sie die entsprechenden Bewegungen plötzlich ohne äußerlich erkennbaren Anlass aus. Die andauernde Erregung hat sich aufgestaut und überwindet schließlich eine innere Sperre.

  • Legende

    Die Legende ist eine Gattungsform der Epik. Sie ist eine religiöse Form der Sage. In ihrem Mittelpunkt steht eine heilige Person, ihre Taten und ihre Beziehung zu Gott.

  • Legierungen

    Gemische aus zwei oder mehreren Metallen, oft auch unter Zusatz nicht metallischer Stoffe wie Kohlenstoff, Silicium, Phosphor oder Stickstoff. Legierungen können u. a. durch Zusammenschmelzen der einzelnen Bestandteile, durch Sintern oder durch Reduzieren der entsprechenden Ausgangsrohstoffe hergestellt werden. Entstehen beim Abkühlen in einer Legierungen einheitliche Mischkristalle, in denen sämtliche Legierungsbestandteile vertreten sind, dann spricht man von einer homogenen Legierung. Eine heterogene Legierung liegt dagegen vor, wenn die Kristalle der einzelnen Legierungsbestandteile...

  • Legion

    Legion, die größte militärische Einheit des römischen Heeres mit 4.000 bis 5.500 Mann zu Fuß sowie 100 bis 200 Reitern. Die Legion wiederum wurde in zehn Kohorten zu je 480 bis 800 Mann untergliedert. Eine Kohorte wiederum bestand in der Regel aus 6 Zenturien und eine Zenturie als etwa 80 Soldaten. Ein römischer Soldat wurde als Legionär bezeichnet. Die Dienstzeit in der Legion dauerte 20 Jahre. Das Gepäck eines Legionärs wog etwa 48 kg. Im 2. Jahrhundert n. Chr. standen rund 250.000 Mann unter Waffen. Durch die Verteilung von Staatsland wollten die Brüder Tiberius und Gaius Gracchus die Lage...

  • Lehnswesen, Feudalismus

    Lehnswesen, Feudalismus, die politische Ordnung im Mittelalter. Der mittelalterliche „Staat“ beruhte auf dem persönlichen Verhältnis zwischen dem Herrscher und dem von ihm in unterschiedlicher Weise und vielfachen Abstufungen abhängigen Volk. Der Personenverbandsstaat Der mittelalterliche „Staat“ bestand aus Personenverbänden wie Stämmen, Sippen, Gefolgschaften, Lehnshöfen, Haus- und Schwurgemeinschaften (Personenverbandsstaat). Ihr Zusammenleben wurde durch die Grundherrschaft bestimmt. Grundherren, in der Regel Adlige, Geistliche oder auch Könige, waren dabei nicht nur Grundbesitzer oder...

  • Lehnwörter

    Viele Fremdwörter sind im Laufe der Zeit der deutschen Sprache so angepasst worden, dass man ihren Fremdwortcharakter nicht mehr wahrnimmt. Diese Wörter nennt man Lehnwörter. Beispiele: Das Wort Kloster stammt von dem lateinischen claustrum, das Wort Mauer von murus, das Wort Kreuz von crux.

  • Leibeigene

    Leibeigene, im mittelalterlichen Lehnswesen die weitestgehende Form der rechtlichen und persönlichen Abhängigkeit von einem Grundherrn. Im System der Grundherrschaft zählten die Leibeigenen wie die Hörigen zu den Unfreien oder Abhängigen. Im Unterschied zum Leibeigenen war der Hörige nur in Verbindung mit dem Grund und Boden abhängig, den er bearbeitete. Die Leibeigenschaft ging von den Eltern auf die Kinder über und bedeutete neben Frondiensten und Grundzinsen eine Reihe von weiteren(Natural-)Leistungen bei Heirat oder Erbfall. Darüber hinaus unterlagen die Leibeigenen der schrankenlosen...

  • Leibeshöhle

    Leibeshöhle: die Hohlräume zwischen den Organen des tierischen und menschlichen Körpers. Man unterscheidet: Die primäre Leibeshöhle (Protocoel) geht aus der Furchungshöhle (Blastocoel) des Blasenkeims hervor. Sie wird in der Keimesentwicklung durch die sekundäre Leibeshöhle (Coelom, Deuterocoel) weitgehend verdrängt. Die sekundäre Leibeshöhle ist von einem Epithel ausgekleidet und wird von den Ausführgängen der Ausscheidungs- und Geschlechtsorgane sowie des Verdauungssystems durchbrochen. Bei Wirbeltieren und beim Menschen kleidet die äußere Wand der sekundäre Leibeshöhle die Innenflächen der...

  • Leichtmetalle

    Metalle (oder Metalllegierungen), deren Dichte geringer als 4,5 g/cm³ ist. Zu den Leichtmetalle gehören die Alkalimetalle, die Metalle der Erdalkaligruppe (mit Ausnahme des Radiums), ferner Aluminium, Scandium, Yttrium und Titan. Einige Leichtmetalle wie Aluminium und Titan werden v. a. im Flugzeugbau verwendet.

  • Leistung

    Die Leistung ist allgemein die Ableitung der bei einem Prozess umgesetzten Energie E nach der Zeit, \(P = \dfrac{\text d E} {\text d t} = \dot E\). Da diese Energie der beim Prozess geleisteten Arbeit W entspricht, kann man auch sagen: „Leistung ist Arbeit pro Zeit“ bzw. \(P = \dfrac{\text d W} {\text d t} = \dot W\). Die SI-Einheit der Leistung ist das Watt (W). Wenn die Arbeit zeitlich konstant ist, ist P einfach der Quotient aus der verrichteten W und der dazu benötigten Zeitspanne \(\Delta t\), \(P = \dfrac{W}{\Delta t}\), sonst ist dieser Quotient die Durchschnittsleistung im...

  • Leiter

    Ein Stoff oder Körper, der (im Gegensatz zu einem Isolator) den elektrischen Strom gut leitet. Erfolgt der Transport der Ladungen in Form von Elektronen, so spricht man von Leitern erster Ordnung oder Elektronenleitern. Zu ihnen gehören die Metalle, Halbleiter und der Kohlenstoff (Grafit). Der Stromtransport erfolgt hierbei ohne chemische Veränderung des Leiters. Werden die Ladungen in Form von Ionen transportiert, dann handelt es sich um Leiter zweiter Ordnung oder Ionenleiter. Die Stromleitung ist dabei mit einer stofflichen Veränderung des Leiters verbunden.

  • Lenin

    Lenin, Wladimir Iljitsch, eigentlich W.I. Uljanow, russischer Revolutionär und Politiker, der von 1870 bis 1924 lebte. Der Marxismus-Leninismus Lenin war führend an der Spaltung der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Russlands nach dem Ausbruch der ersten russischen Revolution in St. Petersburg (1905) beteiligt. Nach deren Scheitern verbrachte er die folgenden Jahre im Exil. In zahlreichen Schriften wandte er die marxistischen Thesen auf die Besonderheiten von Russland an und forderte eine vorzeitige Revolution. Statt des Zwischenstadiums des Kapitalismus sollte der direkte Schritt vom...

  • Lenz’sche Regel

    Die Lenz’sche Regel ist die von H. F. Emil Lenz 1833 formulierte Aussage, wonach die induzierte Spannung (oder der induzierte Strom, falls der Induktionskreis geschlossen ist) stets so gerichtet ist, dass das von ihr hervorgerufene Magnetfeld der Induktionsursache entgegenwirkt. Beim Schließen des Schalters S entsteht ein Magnetfeld, dessen Nordpol gemäß den Rechte-Hand-Regeln der Induktionsspule gegenüberliegt. Die Lenz’sche Regel fordert jetzt, dass das Entstehen dieses Nordpols „verhindert“ wird. Daher ist – unabhängig vom Wicklungssinn der Induktionsspule – die induzierte Spannung stets so...

  • Leonardo da Vinci

    Leonardo da Vinci, Maler, Wissenschaftler, Philosoph, Schriftsteller, Ingenieur, Forscher und Erfinder. Er wurde 1452 in dem Dorf Vinci bei Florenz geboren und starb 1519. Durch Beobachtungen wollte Leonardo da Vinci die Geheimnisse der Natur, z. B. des Vogelflugs, verstehen lernen, um einen Flugapparat zu entwerfen. Zur Darstellung naturgetreuer menschlicher Abbildungen studierte er die Bewegungen des Menschen und den menschlichen Körperbau bis ins Detail, indem er Leichen sezierte und seine Ergebnisse in Skizzen festhielt. Er nannte sich aus diesem Grund selbst einen „Schüler der Erfahrung“...

  • Leptonen

    Als Leptonen bezeichnet man eine Gruppe von Elementarteilchen, die alle nicht an der starken Wechselwirkung teilnehmen, also farbneutral sind (griech. leptos heißt „schwach“). Sie unterliegen aber alle der schwachen Wechselwirkung. Alle Leptonen sind Fermionen, haben also halbzahligen Spin. Man unterscheidet die elektrisch geladenen Leptonen Elektron, Myon und Tauon (sowie ihre Antiteilchen) und die elektrisch neutralen Neutrinos, von denen es inklusive Antiteilchen ebenfalls sechs Stück gibt. Eine andere Gruppierung der Leptonen erfolgt nach den drei Generationen (Familien): Elektron und...

  • les figures de style / Stilmittel

    Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über wichtige Stilmittel (les figures de style, les moyens stylistiques, les moyens rhétoriques). Figure (Figur) Définition (Beschreibung) Exemples (Beispiele) l'allitération (f.) (Alliteration) Wiederholung von Konsonanten am Wortanfang aufeinander folgender, betonter Wörter. Aussage wird rhythmisiert und dadurch betont. «Sa maigre main mitainée» (A. Gide) «Vittel vous aide à retrouver la vitalité qui est en vous.» (Publicité) l'anaphore (f.) (Anapher) Wortwiederholung zur Hervorhebung am Satz- oder Zeilenanfang. «Meilleurs sont les grains. Meilleur...

  • les fractions / Bruchzahlen

    Allgemein Bruchzahlen werden dazu verwendet, Teilmengen anzugeben. Man findet sie nicht nur in der Mathematik, sondern z. B. auch in Kochrezepten. Bildung und Gebrauch Für die Bruchzahlen gilt: Zähler gleich Grundzahl, Nenner gleich Ordnungszahl. Beispiele: ⅕ un cinquième, ⅙ un sixième, 1/1000 un millième Aber: ½ un demi, ⅓ un tiers, ¼ un quart Wenn der Zähler größer als 1 ist, erhält die Ordnungszahl ein -s im Plural. Beispiele: ⅖ deux cinquièmes, ⅚ cinq sixièmes, ¾ trois quarts

  • les genres littéraires / literarische Gattungen

    Definition Literarische Texte (fiktionale Texte) sind im Gegensatz zu Sachtexten Schilderungen des Autors, die seiner Fantasie entspringen. Übersicht Je nach Art und Weise der literarischen Darstellung werden die Texte unterschiedlichen literarischen Gattungen zugeordnet. Hier eine Übersicht (Auswahl): Epik (Erzählende Texte) Lyrik (Gedichte und Lieder) Dramatik (Dramen) récit (Erzählung) poème (Gedicht) comédie (Komödie) roman (Roman) chanson (Lied) tragédy (Tragödie) fable (Fabel) ballade (Ballade) théâtre absurde (absurdes Theater) ... ... ... Aus Deutsch kennst du vielleicht schon die...

  • les indications de quantité / Mengenangaben

    Allgemein Mengen können mithilfe von Substantiven (Nomen) und Adverbien angegeben werden. Eine unbestimmte Menge drückt man mit dem Teilungsartikel (l'article partitif) aus. Übersicht: Häufige Mengenangaben Mengenangaben (Substantive) Beispiele une bouteille de eine Flasche Jean a acheté dix bouteilles de vin. un kilo de ein Kilo Le marchand pèse un kilo de pommes. un pot de ein Glas / Pott Clara m’a donné un pot de miel. un verre de ein Glas Elle boit un verre de jus d’orange. un tas de eine Menge Félix vend un tas de choses au marché. un litre de ein Liter L’enfant boit un litre de lait. un...

  • les modes des verbes / Modi

    Allgemein Unter Modus (lat.: Art und Weise) versteht man die Aussageweise des Verbs. Im Deutschen gibt es drei, im Französischen sogar vier verschiedene Modi. Ohne deutsche Entsprechung ist dabei der Subjonctif, der die subjektive Einstellung des Sprechenden zum Gesagten ausdrückt. Überblick Im Französischen werden folgende Modi (Aussageweisen) unterschieden: Indicatif (Indikativ) Impératif (Imperativ) Conditionnel (Konditional) Subjonctif

  • les nombres cardinaux / Grundzahlen

    Überblick 0 zéro 18 dix-huit 91 quatre-vingt-onze 1 un / une 19 dix-neuf 92 quatre-vingt-douze 2 deux 20 vingt ... 3 trois 21 vingt et un / une 100 cent 4 quatre 22 vingt-deux 101 cent un / une 5 cinq 23 vingt-trois 110 cent dix 6 six … 200 deux cents 7 sept 30 trente 201 deux cent un / une 8 huit 40 quarante 210 deux cent dix 9 neuf 50 cinquante 900 neuf cents 10 dix 60 soixante 1 000 mille 11 onze 70 soixante-dix 10 000 dix mille 12 douze 71 soixante et onze 200 000 deux cent mille 13 treize 72 soixante-douze 1 000 000 un million 14 quatorze 80 quatre-vingts 10 000 000 dix millions 15 quinze...

  • les nombres ordinaux / Ordnungszahlen

    Überblick 1er le premier 14e le / la quatorzième 1ère la première 15e le / la quinzième 2e le / la deuxième 16e le / la seizième 2nd/e le / la second/e 17e le / la dix-septième 3e le / la troisième 20e le / la vingtième 4e le / la quatrième 21e le / la vingt et unième 5e le / la cinquième 30e le / la trentième 6e le / la sixième 70e le / la soixante-dixième 7e le / la septième 71e le / la soixante et onzième 8e le / la huitième 80e le / la quatre-vingtième 9e le / la neuvième 81e le / la quatre-vingt-unième 10e le / la dixième 90e le / la quatre-vingt-dixième 11e le / la onzième 91e le / la...

  • les noms composés / Zusammensetzungen

    Allgemein Wörter unterschiedlicher Wortarten werden zu neuen Substantiven zusammengefügt. Diese zusammengesetzten Wörter nennt man Komposita. Arten von Komposita Man unterscheidet Komposita ohne Bindestrich und Komposita mit Bindestrich. Komposita ohne Bindestrich Sie bilden den Plural wie einfache Substantive auf -s. Beispiele: l’autoroute, le passeport → les autoroutes, les passeports In seltenen Fällen werden die Pluralzeichen an beide Kompositionsteile angefügt. Beispiele: madame, monsieur → mesdames, messieurs Komposita mit Bindestrich Substantiv + Substantiv Beispiele: le wagon-lit, le...

  • les personnages / Figuren

    Allgemein Figuren sind die Handlungsträger in einem literarischen Text. Will man sie analysieren, muss man vor allem danach fragen, welche Eigenschaften sie aufweisen (Figurencharakterisierung). Wichtig ist auch, in welcher Beziehung sie zu anderen Figuren stehen (Figurenkonstellation) und auf welche Weise der Autor sie entworfen hat (Figurenkonzeption). Figurencharakterisierung Man unterscheidet die direkte und die indirekte Charakterisierung einer Figur. Direkte Charakterisierung (la caractérisation directe) Die Figuren werden vom Erzähler vorgestellt, indem der Erzähler selbst Merkmale und...

  • les préfixes / Vorsilben

    Wortbildung mit Vorsilben Durch das Hinzufügen von Vorsilben können Substantive, Adjektive und Verben eine neue Bedeutung erhalten. Arten von Vorsilben Man kann verschiedene Arten von Vorsilben unterscheiden: Vorsilben, die eine Stellung oder einen Grad angeben, z. B. mini-, sous-, sur-, super-, demi-, extra-: Beispiele: le minitel, le sous-sol, survivre, le super-marché, la demi-heure, extraordinaire Vorsilben der Ablehnung oder Zustimmung, z. B. anti-, para-, contre-, pro-: Beispiele: antipathique, le parasol, contredire, pro-européen Vorsilben, die einen Gegensatz ausdrücken, z. B. in-...

  • les prépositions de lieu et de direction / Präpositionen des Ortes und der Richtung

    Allgemein Präpositionen und präpositionale Ausdrücke des Ortes geben eine räumliche Beziehung an (wo? woher? wohin?). Dazu gehören:à · à côté de · à droite de · à gauche de · à travers · au-dessous de · au-dessus de · au milieu de · autour de · chez · dans · de · de … à · derrière · devant · en · en face de · entre … et · jusqu’à · loin de · par · près de · sous · sur · vers. Beispiele Le chat est sous le lit. (unter) Le journal est sur la table. (auf) Je t’attends à la gare. Je pars à Toulouse. (am, nach) Vous le trouverez à côté de la maison. (neben) A droite de la poste, il y a une...

  • les prépositions de temps / Präpositionen der Zeit

    Allgemein Präpositionen und präpositionale Ausdrücke bei Zeitangaben geben eine zeitliche Beziehung an (wann?). Dazu gehören: à · à la fin de · après · au début de · avant · dans · de … à · depuis · dès · en · entre … et · il y a · jusqu’à · pendant · pour · vers. Beispiele Ta soeur sera là à huit heures et quart. (um … Uhr) Nous avons loué une voiture pour sept jours. (für) L’avion va atterrir dans vingt minutes. (in) Ne me téléphonez pas avant mercredi. (vor) Je t’écrirai dès leur arrivée. (gleich nach) Il sera absent jusqu’au 3 mars. (bis) On va dîner vers dix-neuf heures. (gegen)...

  • les pronoms adverbiaux / adverbiale Pronomen

    Allgemein Das Pronomen en kann für verschiedene Satzergänzungen mit de stehen und wird mit „davon“ oder „von dort“ übersetzt. Das Pronomen y kann für verschiedene Satzergänzungen mit à stehen und wird mit „dort“, „dorthin“ oder „daran“ übersetzt. Das Adverbialpronomen en Das Pronomen en ersetzt eine mit de eingeleitete Ortsbestimmung, z. B. venir de, rentrer de, revenir de: Tu reviens de la plage? Oui, j’en reviens. ( Ja, von dort komme ich.) steht für Verbergänzungen mit de, z. B. parler de, se souvenir de, rêver de, s’occuper de: Il a parlé de son aventure? Non, il n’en a pas encore...

  • les suffixes / Nachsilben

    Wortbildung mit Nachsilben Das Hinzufügen von Nachsilben ermöglicht die Bildung von Substantiven, wobei die Endung auch Aufschluss über das Genus des Wortes gibt. Arten von Endungen Man kann verschiedene Endungen unterscheiden: Endungen, die eine Tätigkeit bezeichnen, z. B. -age, -ment (maskuline Endungen) und -sion, -tion, -ure (feminine Endungen). Beispiele: l’atterrissage, le déménagement / la division, l’information, l’ouverture Endungen die einen Beruf angeben, z. B. -eur / -euse, -teur / -trice, -ien / -ienne, -ier / -ière, -iste. Beispiele: le coiffeur, la coiffeuse / l’acteur, l...

  • les temps des verbes / Zeitformen des Verbs

    Alle im Folgenden vorgestellten Zeitformen gehören dem Indikativ an. Der Indikativ ist der Modus (mode indicatif), mit dem ein Sachverhalt der Wirklichkeit zugeordnet wird. Er bezeichnet ein tatsächliches Geschehen der Vergangenheit, Gegenwart oder Zukunft. Passé (Vergangenheit) Passé composé (Perfekt) Imparfait (Imperfekt) Passé simple Plus-que-parfait Présent (Gegenwart) Présent (Präsens) Futur (Zukunft) Futur simple (Futur I) Futur antérieur (Futur II)

  • les textes littéraires / literarische Texte

    Literarische Texte sind im Gegensatz zu Sachtexten Schilderungen des Autors, die seiner Fantasie entspringen. Je nach Art und Weise der literarischen Darstellung werden sie den Gattungen Epik, Lyrik und Dramatik zugeordnet. Weitere Informationen dazu findest du hier.

  • les textes non littéraires / Sachtexte

    Definition Textes non littéraires (Sachtexte oder Gebrauchstexte) beziehen sich - im Gegensatz zu textes littéraires (literarischen / fiktionalen) Texten in ihrem Inhalt auf die Wirklichkeit und informieren über Personen, Tatsachen und Ereignisse. Arten von Sachtexten Man unterscheidet, je nach Mitteilungszweck, verschiedene Arten, z. B.: article de journal (Zeitungsartikel) publicité (Werbung) courrier du lecteur (Leserbrief) interview (Interview) texte scientifique (wissenschaftlicher Text) reportage (Reportage) discours (Rede) Weitere Informationen findest du hier (Deutsch) und hier...

  • les verbes auxiliaires / Hilfsverben

    Allgemein Als Hilfsverben werden Verben bezeichnet, die zur Bildung der zusammengesetzten Formen eines Verbs dienen. avoir und être Die Hilfsverben avoir und être können sowohl als Hilfsverb (verbe auxiliaire) als auch als Vollverb (verbe principal) verwendet werden. Mehr erfährst du hier: avoir être

  • les verbes modaux / Modalverben

    Allgemein Die Verben pouvoir (können), devoir (sollen, müssen) vouloir (wollen) und savoir (wissen, können) werden Modalverben genannt. Modalverben stellen eine Beziehung zwischen dem Subjekt und der vom Vollverb beschriebenen Tätigkeit her. Modalverben gehören zu den Verben auf -oir und sind unregelmäßig. Der Infinitiv nach Modalverben Modalverben stehen in der Regel in Verbindung mit einem Vollverb. Folgt auf ein Modalverb ein weiteres Verb, so steht das zweite Verb immer im Infinitiv. Beispiel: Yves: On fait un tour. Tu veux venir avec nous? Magali: Je voudrais bien, mais je ne peux pas. Je...

  • les verbes pronominaux / reflexive Verben

    Allgemein Ein reflexives Verb besteht aus zwei Teilen: dem Reflexivpronomen und dem Verb. Das Reflexivpronomen bezieht sich jeweils auf das Subjekt des Satzes. Beispiel: se laver (sich waschen) Singular Plural je me lave nous nous lavons tu te laves vous vous lavez il / elle / on se lave ils / elles se lavent Die Pronomen me, te und se werden vor Vokal und stummem h apostrophiert: je m’habille, tu t’habilles, il / elle s’habille, ils / elles s’habillent Die Verneinung umschließt die aus Reflexivpronomen und konjugiertem Verb gebildete Einheit: Il ne se repose pas. Beim bejahten Imperativ...

  • Leserbrief

    Allgemein In einem Leserbrief kann der Absender seine Meinung zu einem Thema oder einem Artikel, zum Beispiel in der Zeitung, formulieren. Der Schreiber bewertet das Thema oder den Artikel, indem er ablehnt, unterstützt, korrigiert, ergänzt, kommentiert oder neue Fragen aufwirft. Folgende Bedingungen sind für den Leserbrief besonders wichtig: eine einfache und klare Sprache, knapper Platz, daher sollte der Absender sofort auf das Hauptanliegen eingehen, allgemeine Leserschaft als Ziegruppe, sachliches Vertreten des eigenen Anliegens, persönliche Polemik oder Beleidigungen unterlassen. Aufbau...

  • Lessing, Doris

    Doris Lessing, englische Romanautorin, geb. am 22.10.1919 in Kermanschah (heute Iran), gest. am 17.11. 2013 in London. Werke (Auswahl) Doris Lessing schrieb insgesamt über 50 Romane, daneben aber auch Gedichte und autobiografische Schriften. Zu ihren bekanntesten Werken gehören Children of Violence (1952-1969) über Lessings Leben in Afrika, The Golden Notebook (1962), ein Klassiker der feministischen Literatur, und die Autobiografien Under My Skin (1994) und Walking in the Shade (1997). 2007 erhielt sie den Nobelpreis für Literatur. Themen Lessings Bücher gelten als Klassiker der...

  • Lessing, Gotthold Ephraim

    Geboren in in Kamenz (Sachsen) am 22.1.1729, gestorben in Braunschweig am 15.2.1781: Gotthold Ephraim Lessing, Sohn eines protestantischen Pfarrers, studierte in Meißen von 1746-48 Theologie, anschließend Medizin in Leipzig. Mit Interesse wandte er sich dem Theaterleben zu, v.a. der Truppe um Caroline Neuber, die Lessings erste Lustspiele aufführte (z. B. Der junge Gelehrte, 1747). 1748 ging Lessing nach Berlin, wo er bei der Berlinischen Privilegierten Zeitung arbeitete und Kritiken sowie Lust- und Trauerspiele verfasste. In Berlin begann die lebenslange Freundschaft mit dem Philosophen Moses...

  • Letter to the editor / Leserbrief

    Allgemein Ein letter to the editor (Leserbrief) ist eine Möglichkeit für Leser, ihre Meinung zu einem Thema zu äußern. Im Unterricht wird der Leserbrief als Teil des kreativen Schreibens von Sachtexten häufig im Anschluss an die Behandlung eines Zeitungsartikels zu einem aktuellen Thema angefertigt. Merkmale Weil sie veröffentlicht werden könnten, verwenden Leserbriefe an eine Zeitung oder Ähnliches einen formellen Stil. Da sie sich normalerweise mit einem umstrittenen Tagesthema oder Zeitungsbeitrag beschäftigen, weisen sie oft die Struktur einer Argumentation auf. Der Leserbrief kommentiert...

  • Letters / Briefe

    Allgemein Letters (Briefe) gehören im erweiterten Sinne auch zu den Texten, die objektive, berichtende Inhalte vermitteln können. In der Regel werden diese aber mit persönlichen Stellungnahmen verbunden, sodass ihr objektiver Charakter nicht immer hundertprozentig gegeben ist. Arten von Briefen Es werden drei Arten von Briefen unterschieden: private letter (privater oder persönlicher Brief): Briefe, die zwischen Privatpersonen, etwa Verwandten und Freunden, ausgetauscht werden. Beispiele: Urlaubsgrüße, Einladung, Gratulation oder Danksagung formal / official letter (förmlicher Brief): Briefe...

  • Leuchtorgane

    Leuchtorgane (Fotophoren): spezielle Organe bei vielen Tiefseetieren und einigen Insekten (Leuchtkäfer), in denen diese durch Biolumineszenz Licht erzeugen. Leuchtorgane sind z. T. mit Linsen, Reflektoren und Pigmenten ausgestattet und sollen Beutetiere oder Geschlechtspartner anlocken oder Feinde abschrecken.

  • Leuchtstoffröhre

    Leuchtstoffröhre ist der Überbegriff für Lichtquellen (Lampen), in denen durch eine Gasentladung UV-Strahlung entsteht, die dann von einem Leuchtstoff in der Umhüllung der Röhre in sichtbares Licht umgewandelt wird. In der Umgangssprache sagt man oft auch Neonröhre zu einer Leuchtstoffröhre, dies ist aber irreführend, da das Gas im Inneren der Röhre kein Neon ist, sondern Quecksilberdampf. Die sog. Energiesparlampen, genauer Kompaktleuchtstofflampen, sind im Prinzip nur eine andere Bauform einer Leuchtstoffröhre. Die noch effizienteren LED-Lampen beruhen dagegen auf Halbleitereffekten.

  • Leukämie

    Leukämie: eine bösartige Erkrankung des die weißen Blutkörperchen bildenden Gewebes in Knochenmark, Milz und Lymphknoten. Dabei werden große Mengen funktionsuntüchtiger Leukocyten in die Blutbahn abgegeben.

  • Leukocyten

    Leukocyten sind farblose, kernhaltige Blutzellen (Blut), die sich amöboid, auch gegen den Blutstrom, fortbewegen. Sie dienen der Abwehr von Krankheitserregern durch Phagocytose und können dazu die Blutbahn verlassen. Normalerweise sind in 1 mm3 Blut rund 7 000 Leukocyten enthalten.Man unterscheidetdrei Typen von Leukocyten: Die Granulocyten(ca. 65 %) haben ein feinkörniges, unterschiedlichanfärbbares Cytoplasma. Die Monocyten (rd. 4 %) sind große Fresszellen (Phagocyten). Lymphocyten (rd. 31 %) dagegen sind relativ großkernig und finden sich nicht nur im Blut, sondern auch in der Lymphe, im...

  • Leukoplasten

    Leukoplasten: farblose, fotosynthetisch inaktive Plastiden in den Laubblättern fotosynthetisch aktiver Pflanzen. Leukoplasten befinden sich bevorzugt in den Speicherorganen der Pflanzen (besonders als Stärkebildner und -speicher: Amyloplasten).

  • LH

    LH ist die gebräuchliche Abkürzung für das luteinisierende Hormon, ein Gonadotropin des Hypophysenvorderlappens (Geschlechtshormone), das im weiblichen Geschlecht (LH oder Lutropin genannt) und im männlichen Geschlecht (ICSH oder Interstitialzellen stimulierendes Hormon genannt) das Wachstum der interstitiellen Zellen des Eierstocks bzw. des Hodens fördert. Zusammen mit dem follikelstimulierenden Hormon bewirkt es bei Weibchen die Sekretion von Estrogenen, den Follikelsprung und die Bildung des Gelbkörpers, bei Männchen regt es die Bildung von Androgenen an.

  • Liberalismus

    Liberalismus, eine politische Strömung, die seit der Französischen Revolution an Bedeutung gewann. Wachsende politische Bedeutung Die Ideen des Liberalismus wurzeln in der Aufklärung. Zu den Forderungen des Liberalismus gehören: Recht auf Privateigentum, Durchsetzung der Grundrechte, Pressefreiheit, Selbstverwaltung, Gewaltenteilung, freie Berufswahl sowie Handels- und Gewerbefreiheit. Der Liberalismus wurde vom Bürgertum getragen. Von der Jahrhundertmitte bis in die 80er-Jahre des 19. Jahrhunderts spricht man von der Blüte des Liberalismus. Während dieser Zeit konnten liberale Parteien in den...

  • Liberté, Égalité, Fraternité

    Liberté, Égalité, Fraternité, die Losung der Französischen Revolution von 1789. Die Revolutionäre und große Teile des Volkes verlangten die Freiheit des Einzelnen (Liberté), die Gleichheit aller Bürger vor dem Gesetz (Égalité) und Brüderlichkeit aller Menschen (Fraternité). Der Wahlspruch heißt im Deutschen Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit.

  • Licht

    Licht ist physikalisch gesehen elektromagnetische Strahlung im sichtbaren Spektralbereich, d. h. mit Wellenlängen zwischen etwa 380 nm (Blauviolett) und 780 nm (Rot). Die Wellenlänge des Lichts beeinflusst maßgeblich die Farbempfindung. Das Fachgebiet der Physik, das sich mit der Ausbreitung und Manipulation von Licht beschäftigt, ist die Optik. Während monochromatisches L. nur eng benachbarte Wellenlängen (im mathematischen Ideallfall nur eine einzige!) enthält, entsteht „weißes“ Licht durch Überlagerung aller Wellenlängen des oben genannten Bereichs bzw. der drei Grundfarben Blau, Rot und...

  • Lichtgeschwindigkeit

    Die Lichtgeschwindigkeit c ist ursprünglich definiert als die Ausbreitungsgeschwindigkeit von Licht oder allgemeiner von elektromagnetischen Wellen bzw. Photonen. Genauer ist die Lichtgeschwindigkeit diejenige Geschwindigkeit, mit der sich ein bestimmter Phasenzustand (ein „Wellenberg“ oder ein „Wellental“) einer Lichtwelle ausbreitet. Man spricht daher auch von der Phasengeschwindigkeit des Lichts, im Unterschied zur Gruppengeschwindigkeit, d. h. der Geschwindigkeit, mit der sich die Wellengruppe als Ganzes fortbewegt. Nur im Vakuum stimmen die beiden Geschwindigkeiten überein. Die...

  • Lichtjahr und Parsec

    Lichtjahr und Parsec sind zwei Nicht-SI-Längeneinheiten für im wahrsten Sinne des Wortes astronomische Größenskalen: Ein Lichtjahr (Lj) ist die Strecke, die das Licht im Vakuum in einem Jahr zurücklegt, es ist \(1\,\text{Lj} \approx 9,461 \cdot 10^{15}\text m \approx 10 \,\text{Billionen km}\) Ein Parsec (pc) ist dagegen die Entfernung vom Sonnensystem, in welcher der mittlere Abstand der Erde von der Sonne (also eine Astronomische Einheit, 149,6 Millionen km) am Himmel noch einen Winkel von einer Bogensekunde ausmacht. Es ist \(1\,\text{pc} \approx 3,26\,\text{Lj}\). Die nächsten Sterne sind...

  • Lichtquelle (Lampe)

    Eine Lichtquelle ist ein Objekt, das Licht aussendet. Technische Lichtquellen nennt man Lampen. Wichtige natürliche und technische Lichtquellen sind: Die Sonne und die anderen Fixsterne natürliche (Blitze) und technisch hervorgerufene Gasentladungen wie z. B. in Leuchtstoffröhren Emission von Wärmestrahlung: Glühbirne, Glut, Kerzenflamme usw. Leuchtdioden (LED) Laser Lumineszenz biologische Lichtquellen, z. B. Glühwürmchen Umgangssprachlich bezeichnet man auch Leuchten (Halterung und Licht verteilender Schirm) als Lampen.

  • Lichtsinn

    Lichtsinn: die Fähigkeit fast aller Lebewesen, auf Licht zu reagieren. Bei Tieren und beim Menschen sind spezielle Lichtsinneszellen ausgebildet, die durch einen bei Licht erfolgenden chemischen Prozess im Sehpigment (z. B. im Sehpurpur) Licht in elektrische Impulsmuster umwandeln. Beim Menschen sind 10 Lichtquanten nötig, um eine gerade noch wahrnehmbare Lichtempfindung auszulösen. Lichtsinneszellen können über die ganze Körperoberfläche verteilt oder an bestimmten Stellen, den Lichtsinnesorganen, angereichert sein. Hilfsstrukturen (Linsen, Irisblenden, Pigmente) verbessern die Lichtaufnahme...

  • Liebeslyrik

    Die Liebeslyrik ist eine Form der Lyrik und behandelt die Liebe als eines der menschlichen Grunderlebnisse in seinen gefühlhaften und seelisch geistigen Aspekten. Beispiele: Goethe "Keine Blumen" (1775)

  • Ligamente

    Ligamente (Bänder) sind aus kollagenem Material bestehende Stränge, die bei den höheren Wirbeltieren und beim Menschen als Verstärkungsbänder für die Gelenkkapseln, als Führungsbänder bei Bewegungen oder als Hemmungsbänder zur Einschränkung der Beweglichkeit dienen. Elastische, hornige Scharnierbänder, die die beiden Schalenklappen von Muscheln miteinander verbinden, werden auch Ligamente bezeichnet. Erschlaffen die Schließmuskeln, lässt das Ligament die Schalen aufklappen.

  • Lignin

    Lignin ist neben Cellulose und Hemicellulose ein Hauptinhaltsstoff des Holzes (Anteil ca. 30 %). Chemisch ist Lignin eine hochpolymere Verbindung, die aus dem Kohlenhydratstoffwechsel stammt. Vorstufe des Lignin sind die Aminosäuren Phenylalanin und Tyrosin. Höhere Pflanzen können Lignin nicht abbauen, dagegen sind eine Reihe von Mikroorganismen und Pilzen dazu in der Lage. Der Ligninabbau spielt bei der Humusbildung des Bodens eine wichtige Rolle.

  • Limes

    Limes, eine 550 km lange Grenzbefestigung des Römischen Reichs, die vom Rhein nördlich von Andernach bis in die Nähe von Regensburg an der Donau reichte und im römischen Kaiserreich ab dem 1. Jahrhundert n. Chr. angelegt wurde. Er diente der Abwehr der germanischen Stämme. Entlang des Limes bauten die Römer zur weiteren Sicherung Kastelle. Unter Kaiser Hadrian (*76, †138, Kaiser seit 117) entstand entlang des südlichen Limes eine hölzerne Palisadenbefestigung. Später wurde zusätzlich eine bis zu 3 m hohe Mauer gebaut. In kurzen Entfernungen standen Wachtürme, deren Besatzungen sich durch Rauch...

  • Linde-Verfahren

    [nach Carl von Linde; * 1842, † 1934]: Verfahren zur Verflüssigung der Luft (Sp. -194,5 °C) durch wiederholte Kompression mit Abkühlung und anschließende Expansion.

  • Lineal

    Ein Lineal ist ein geometrisches Hilfsmittel, das einerseits zum Zeichnen von Linien dient (daher der Name), also von Strecken bzw. Geraden. Andererseits kann man damit Längen messen, sofern das Lineal eine Maßeinteilung (in Zentimetern oder Millimetern) hat. Bei den geometrischen Grundkonstruktionen ist außer dem Lineal nur der Zirkel erlaubt. Hier darf man allerdings mit dem Lineal keine Abstände ausmessen, sondern nur zeichnen.

  • Lineare Abbildungen

    Eine lineare Abbildung f ist, ganz allgemein gesprochen, eine Abbildung zwischen Zahlen oder anderen Objekten, die man addieren und mit Zahlen multiplizieren kann (siehe unten) und bei der „f(Objekt1 + Objekt2) = f(Objekt1) + f(Objekt2)“ gilt. Wenn man einfache Zahlen betrachtet, ist eine lineare Abbildung eine proportionale Zuordnung. Lineare Funktionen sind damit eng verwandt, aber streng genommen nicht ganz dasselbe. In der Analytischen Geometrie bilden lineare Abbildungen Figuren oder Körper längentreu aufeinander ab, alle Abstände bleiben also gleich groß. Für Vektoren bedeutet dass, dass...

  • Lineare Abhängigkeit und Unabhängigkeit

    Zwei Vektoren sind linear abhängig, wenn sie – anschaulich gesprochen – in dieselbe Richtung zeigen (kollinear sind), drei Vektoren sind linear abhängig, wenn sie in derselben Ebene liegen (komplanar sind) oder sogar alle drei in dieselbe Richtung zeigen. Formaler definiert man die lineare Abhängigkeit so, dass eine Menge von n Vektoren dann linear abhängig ist, wenn sich mindestens einer von ihnen als Linearkombination der anderen schreiben lässt. Bei linear unabhängigen Vektoren ist das nicht möglich. (Beispielsweise kann man einen Vektor, der „nach oben“ zeigt, nicht aus zwei Vektoren...

  • Lineare Algebra

    Lineare Algebra ist ein häufig benutzter, aber ziemlich missverständlicher anderer Name für die Analytische Geometrie. Wörtlich genommen ist das Addieren und Multiplizieren von natürlichen Zahlen, etwa 1 + 1 = 2 oder 2 · 2 = 4, wie es die Schulanfänger in der Grundschule kennenlernen, „lineare Algebra“, weil die Zahlen zusammengerechnet werden (Algebra) und zwischen ihnen ein linearer Zusammenhang besteht. Tatsächlich aber steht der Ausdruck Lineare Algebra für lineare (und manchmal auch andere) Beziehungen zwischen Vektoren, also Objekten in der Ebene oder im Raum, weswegen die Bezeichnung...

  • Lineare Funktionen

    Eine lineare Funktion ist in der Analysis eine Funktion, deren Funktionsterm die Form y = f(x) = mx + b hat, auf ganz \(\mathbb R\) definiert ist und deren Werte in ganz \(\mathbb R\) liegen. Für ihre Definitions- und Wertemenge gilt also \(D_f = W_f = \mathbb R\), es sei denn, man hat den (ziemlich langweiligen) Fall m = 0: Dann ist \(D_f = \mathbb R\) und Wf = {b}. Wenn b = 0 ist, nennt man die lineare Funktion eine proportionale Funktion, die man auch proportionale Zuordnung nennt. Der Funktionsterm lautet dann einfach f(x) = mx und die Steigung m entspricht dem Proportionalitätsfaktor. Der...

  • Lineare Gleichungen

    Eine lineare Gleichung ist eine Gleichung, in der alle Variablen „linear“, d. h. in der ersten Potenz vorkommen. Beispiele: 0 = 3x + 5 1 = a + b + c Man kann einer linearen Gleichung eine etwaige Lösung entweder direkt ansehen oder sie leicht so umformen, dass dies möglich wird: \(0 = 3x + 5 \ \ \Leftrightarrow \ \ 3x = -5 \ \ \Leftrightarrow \ \ x = -\dfrac 5 3\) Eine lineare Gleichung mit einer Variablen hat immer entweder genau eine oder keine Lösung.

  • Lineare Gleichungssysteme (LGS)

    Wenn mehrere lineare Gleichungen gleichzeitig erfüllt sein sollen, nennt man dies ein lineares Gleichungssystem (LGS). Wenn es z. B. die drei Variabeln x1, x2 und x3 gibt, sieht ein allgemeines LGS aus drei Gleichungen folgendermaßen aus: \(\begin{matrix} \text{(I)} &a_{11}x_1& +& a_{12}x_2&+&a_{13}x_3&= &b_1\\ \text{(II)} &a_{21}x_1& +& a_{22}x_2&+&a_{23}x_3&= &b_2\\ \text{(III)} &a_{31}x_1& +& a_{32}x_2&+&a_{33}x_3&= &b_3 \end{matrix}\) Die reellen Zahlen \(a_{11}, ... , a_{33}\) heißen die Koeffizienten. Wenn man diese zur Koeffizientenmatrix A = (aij), die drei Variablen zum Vektor \(\vec...

  • Lineare Regression

    Die lineare Regression ist eine statistische Methode, um die Daten aus einer Stichprobe oder einem Experiment durch eine angenommene lineare Funktion zu beschreiben. Den Graphen dieser Funktion nennt man auch Ausgleichsgerade. Es gibt einfache grafische Verfahren, um eine gute Näherung einer solchen Gerade zu bekommen. Rechnerisch lassen sich dagegen exakte Werte von Steigung m und Achsenabschnitt b derjenigen Geraden y = mx + b ermitteln, die am besten zu den Daten passt. „Passen“ bedeutet dabei, dass die über alle Datenpunkte summierte Abweichung minimal werden soll. In der Schule...

  • Lineare Ungleichungssysteme

    Lineare Ungleichungssysteme unterscheiden sich, wie der Name schon erahnen lässt, von Linearen Gleichungssystemen (LGS) darin, dass an die Stelle des Gleichheitszeichens ein anderes Vergleichszeichen tritt, z. B. „\(\le\)“ oder „>“ (Ungleichungen). Im Folgenden wird zunächst ein lineares Ungleichungssystem mit einer Variablen vorgestellt. Gesucht ist die Lösung des folgenden Systems aus zwei Ungleichungen (\(D = G = \mathbb R\)): \(\begin{matrix} \text{(I)} &4x& +&5&> &-3\\ \text{(II)} &8x& +&2&< &2 \end{matrix}\) Zunächst bestimmen wir die Teillösungsmengen von Ungleichung \(\text{(I) und (II...

  • Lineare Zuordnungen

    Eine lineare Zuordnung (lineare Funktion) hat die allgemeine Form: \(f(x)=m\cdot x+b\) Für b = 0 ist f(x) = mx eine proportionale Funktion und für m = 0 eine konstante Funktion. Beispiele: \(f_1(x)=2x\) mit m1 = 2, \(\displaystyle f_2(x)=-\frac{1}{4}x\) mit \(\displaystyle m_2=-\frac{1}{4}\) sowie \(f_3(x)=x+1\) mit m3 = 1 und b3 = 1

  • Lineares Wachstum

    Unter linearem Wachstum versteht man einen Wachstumvorgang, bei welchem die Änderungsrate konstant ist, also eine Größe in gleichen Zeiträumen immer um denselben Betrag zunimmt. (Wenn sie auf dieselbe Wese abnimmt, nennt man das in der Mathematik auch „Wachstum“, genauer gesagt ein lineares negatives Wachstum.) Eine konstante Änderungsrate bedeutet, dass die erste Ableitung der Wachstumsfunktion konstant ist, daher muss sie eine lineare Funktion sein. Während lineares Wachstum gut vorhersagbar ist, wird das exponentielle Wachstum oft unterschätzt.

  • Linearisierung von Funktionen

    Unter der Linearisierung einer differenzierbaren Funktion versteht man die Annäherung (Approximation) der Funktion in der Umgebung einer Stelle x0 durch die Tangente an den Funktionsgraphen in diesem Punkt. Man muss dazu also die Geradengleichung der Tangenten an dieser Stelle bestimmen und außerdem sicherstellen, dass die Abweichung vom linearen Verlauf in der gewählten Umgebung nicht zu groß wird.

  • Linearkombination

    Eine Linearkombination von Vektoren ist eine (Vektor-)Summe dieser Vektoren, wobei jeder Summand noch mit einem Skalar multipliziert werden kann, den man – ähnlich wie bei einem Polynom – Koeffizient nennt: \(a_1\vec v_1 + a_2\vec v_2 + \ldots + a_n\vec v_n\) Die Koeffizienten sind hier die Zahlen a1, a2, …, an. Der Name „Linearkombination“ kommt daher, dass kein Vektor mit sich selbst (oder einem anderen Vektor) multipliziert wird, also nur „erste Potenzen“ von Vektoren auftreten. In der Ebene ist jede Linearkombination von mehr als zwei Vektoren linear abhängig, im Raum jede...

  • Liniendiagramm

    Andere Bezeichnung für Kurvendiagramme, insbesondere dann, wenn die Datenpunkte durch gerade Linien(stücke) verbunden werden.

  • Linkskrümmung

    Ein Funktionsgraph hat Linkskrümmung (bzw. ist konkav), wenn die zweite Ableitung der Funktion positiv ist. Das Krümmungsverhalten des Graphen bestimmt unter anderem über die Art seiner Extremstellen.

  • Linkspartei, Die Linke

    Linkspartei, Die Linke, 2007 gegründete linke politische Partei durch den Zusammenschluss der Wahlalternative Arbeit und soziale Gerechtigkeit (WASG) und der SED-Nachfolgepartei PDS. Während die WASG besonders in Westdeutschland aktiv war, war Die Linkspartei PDS, so der offizielle Name, in den neuen Bundesländern erfolgreich. Die Linke tritt für die Überwindung des Kapitalismus und für einen demokratischen Sozialismus ein. Die Partei des demokratischen Sozialismus (PDS) ging 1989 aus der SED der DDR hervor und benannte sich 2005 in Die Linkspartei PDS um, bis sie sich 2007 mit der WASG zur...

  • Linksseitiger Hypothesentest

    Ein einseitiger Hypothesentest heißt linksseitig, wenn die Alternativhypothese zur Nullhypothese p = p0 besagt, dass p kleiner als p0 ist, also „links davon“ liegt.

  • Linse

    In der Optik ist eine Linse ein meist scheibenförmiger, von gekrümmten Oberflächen begrenzter durchsichtiger Körper (meist aus Glas oder Kunststoff), mit dem sich die geradlinige Ausbreitung von Lichtstrahlen beeinflussen lässt. Analog nennt man in der Elektronenoptik Bauteile, die Elektronen oder allgemeiner geladene Teilchenstrahlen ablenken können, (Elektronen-)Linsen. Die Wirkungsweise von optischen Linsen beruht auf der Brechung. Die Form einer Linse kann sehr kompliziert sein (etwa Brillengläser). In der Schulphysik hat man es meist mit sphärischen Linsen zu tun, die entweder von Teilen...

  • Linsenformel

    Die Linsenformel gibt den mathematischen Zusammenhang zwischen dem Brechungsindex n des Materials einer Linse, ihrer Brennweite f, dem Abstand d der beiden Linsenflächen an der optischen Achse und den Krümmungsradien r1, r2. Für eine in Luft befindliche Linse gilt: \(f = \dfrac n {n-1} \cdot \dfrac{ r_1\cdot r_2 }{ n\cdot (r_2-r_1) + (n-1)\cdot d}\) Dabei ist ein Krümmungsradius mit positivem Vorzeichen zu versehen, wenn das Licht auf eine konvexe Linsenfläche fällt, und mit negativem Vorzeichen, wenn das Licht auf eine konkave Linsenfläche fällt. Für genügend dünne Linsen, bei denen die...

  • lipophil

    [zu griech. philos »Freund«]: Bezeichnung für die Eigenschaft von Verbindungen oder Molekülgruppen, sich in Fetten, Ölen u. a. fettähnlichen Substanzen leicht zu lösen oder derartige Substanzen selbst zu lösen; weitgehend synonym zu hydrophob. Lipophile Lösungsmittel sind z. B. Ether, Tetrachlormethan, Benzin und Benzen.

  • lipophob

    [zu griech. phobos »Furcht«, »Scheu«]: Bezeichnung für die Eigenschaft von Verbindungen oder Molekülgruppen, sich in Fetten, Ölen u. a. fettähnlichen Substanzen nicht zu lösen; weitgehend synonym zu hydrophil.

  • Literatur der Aufklärung (um 1700-1800)

    Historische Zusammenhänge Wichtigstes Ereignis dieser Epoche war die Französische Revolution (1789). Das absolutistische Herrschaftssystem wurde entscheidend infrage gestellt; ein neues bürgerliches Bewusstsein griff Platz, der Aufbruch in eine bürgerliche und demokratische Gesellschaft bereitete sich vor. Mutterland der Aufklärung war England. Der bahnbrechende Theoretiker John Locke (1632-1704) ließ als Erkenntnisquelle nur die Erfahrung gelten; dies bedeutete eine Absage an Theologie und Metaphysik. In England war die Aufklärung besonders erfolgreich: Durch den Sieg des Bürgertums und eine...

  • Literatur der DDR (1949-1990)

    Historische Zusammenhänge Nicht wenige prominente Exilautoren sahen in der sowjetischen Besatzungszone und ab 1949 in der DDR jenen Teil Deutschlands, in dem durch einen konsequenten Antifaschismus jedes Aufleben nationalsozialistischer Denkweisen und Aktivitäten verhindert wurde. Sie hegten die Hoffnung, am Aufbau eines neuen Deutschland mitwirken zu können und wurden mit offenen Armen aufgenommen und großzügig gefördert, z. B. Alfred Döblin, Heinrich Mann, Lion Feuchtwanger, Bertolt Brecht, Anna Seghers. Literatur als Instrument der gesellschaftlichen Entwicklung Mit der Gründung der DDR im...

  • Literatur der Nachkriegszeit (1945-1960)

    Historische Zusammenhänge Prägende Merkmale für die Zeit unmittelbar nach dem Krieg waren insbesondere die wirtschaftliche und politische Situation des Neuanfangs und die materiellen Schwierigkeiten: Viele Druckereien waren ausgebombt, das Papier war knapp und wurde kontingentiert, die Besatzungsmächte hatten ein Zensurrecht. Die Reaktionen auf die schrecklichen Nachrichten von Völkermord und NS-Vernichtungslagern sowie das Bekanntwerden der Bilanzen des Elends (Tote, Kriegsversehrte, Vertriebene, Evakuierte) waren vielfältig: Fassungslosigkeit über das Ausmaß des NS-Terrors und Einsicht in...

  • Literatur des Exils und der inneren Emigration (1933-1945)

    Nationalsozialismus und Exil Der Zusammenbruch der New Yorker Börse (1929) löste eine Weltwirtschaftskrise aus, die für Deutschland verheerende Konsequenzen hatte. Die Machtergreifung der Nationalsozialisten im Jahre 1933 hatte auch für die Literatur weitreichende Folgen: Es bildete sich eine spezifische nationalsozialistische Kunstproduktion heraus, die stark durch völkisch-vaterländische Vorstellungen, durch Irrationalismus, Führerideologie, Blut-und-Boden-Romantik und sozialdarwinistische Vorstellungen geprägt war; diese Tendenz entwickelte sich aus einer Gesinnung heraus, die lange vor...

  • Lithium

    [zu griech. lithos »Stein«]: Chemisches Element der I. Hauptgruppe, Zeichen Li, OZ 3, relative Atommasse 6,94, Mischelement. Physikalische Eigenschaften: An frischen Schnittflächen silberweiß glänzendes Metall, Dichte 0,53 g/cm³ (leichtestes Metall), Fp. 180,54 °C, Sp. 1342 °C. Chemische Eigenschaften: Alkalimetall, weniger reaktiv als Natrium; an trockener Luft stabil; verbrennt beim Erhitzen an feuchter Luft mit karmesinroter Flamme zu Lithiumoxid Li2O. Reagiert mit Wasser unter Wasserstoffentwicklung zu Lithiumhydroxid, LiOH: 2 Li + 2 H2O → 2 LiOH + H2. Lithium ist in allen seinen...

  • Litotes

    Über das Wort „Litotes“ Genus, Betonung: die Litotes Plural: die Litotes (wie Singular) Abkürzung: — Herkunft: von griechisch lītótēs Schlichtheit, Einfachheit Definition Die „Litotes“ ist ein Stilmittel. Eine „Litotes“ liegt vor, wenn der Autor statt eines gewöhnlichen Ausdrucks eine Verneinung des Gegenteils dieses Ausdrucks verwendet, um den Inhalt scheinbar abzuschwächen, in Wirklichkeit aber zu steigern. Oft ist eine ironische Untertreibung beabsichtigt. Beispiele ÷ homō nōn fortissimus nicht der tapferste Mann (= ein Feigling) ÷ nōn īgnōtus nicht unbekannt (= wohlbekannt) ÷ Polybius...

  • Liudolfinger

    Liudolfinger, sächsisches Adelsgeschlecht und Herrscherdynastie im Deutschen Reich, das sie von 919 bis 1024 beherrschten. Bedeutende Herrscher aus dem Geschlecht der Liudolfinger waren: Heinrich I. (*um 875, †936, Herzog von Sachsen seit 912, römisch-deutscher König seit 919), Otto I., der Große, Otto II. (*955; †983, Mitkönig 963, Mitkaiser 967, Alleinherrscher seit 973), Otto III. (*980, †1002, deutscher König seit 983,römisch-deutscher Kaiser seit 996) und Heinrich II., der Heilige (*973, †1024, Herzog von Bayern seit 995 , deutscher König seit 1002, römisch-deutscher Kaiser seit 1014)...

  • Locarnoverträge

    Locarnoverträge, Vereinbarungen über den politischen Ausgleich zwischen Deutschland und den ehemaligen Feindmächten (z.B. Frankreich, Belgien, Großbritannien, Polen, Italien). Durch die Locarnoverträge vom 16.10.1925 erkannten das Deutsche Reich und Belgien sowie das Deutsche Reich und Frankreich die bestehenden Grenzen an (Verzicht Deutschlands auf Elsass-Lothringen, Anerkennung und Garantie der Westgrenzen). Sie führten zur Aufnahme des Deutschen Reichs in den Völkerbund (1926) und zur internationalen Entspannung. Außerdem wurden Schiedsabkommen zwischen Deutschland und den einzelnen Ländern...

  • Logarithmensätze

    Für das Rechnen mit Logarithmen gelten die folgenden Regeln, die sog. Logarithmensätze: 1. Ein logarithmiertes Produkt wird zur Summe der Logarithmen der Faktoren: loga (x · y) = loga x + loga y 2. Ein logarithmierter Bruch wird zur Differenz der Logarithmen von Zähler und Nenner: \(\displaystyle \log_a \left( \frac x y \right) = \log_a x - \log_y\) 3. Eine logarithmierte Potenz wird zum Produkt aus Exponent und Logarithmus der Basis der Potenz: loga (xy) = y · loga x bzw. \(\displaystyle \log_a \left( x^{\frac y z } \right) = \frac y z \cdot \log_a x\) Für Wurzelausdrücke bedeutet die letzte...

  • Logarithmisches Integrieren

    Das logarithmische Integrieren bezeichnet eine spezielle Anwendung der Substitutionsregel für den Fall, dass der Integrand ein Bruch mit der Ableitung des Zählers im Nenner ist, also für ein Integral der Form \(\displaystyle \int_a^b\! \frac {f'(x) }{f(x)}\, \text dx\) Man substituiert dann t = f(x) und erhält \(\text d t = t' \text dx = f'(x) \text dx\) und damit \(\displaystyle \int_a^b\! \frac {f'(x) }{f(x)}\, dx = \int_{f(a)}^{f(b)}\! \frac {1 }{t}\, \text dt = \Big[\ln|t| \Big]_{f(a)}^{f(b)}\) bzw. \(\displaystyle \int\frac {f'(x) }{f(x)}\, dx = \int\frac {1 }{t}\, \text dt = \ln|t| +C =...

  • Logarithmus

    Der Logarithmus von x zur Basis a ist diejenige reelle Zahl r, mit der man a potenzieren muss, um x zu erhalten. x wird dabei auch der Numerus genannt. Man schreibt dies \(\displaystyle \log_a x = r \ \ \Leftrightarrow \ \ a^r = x \ \ (a \in \mathbb R^+\! \setminus \{1\}, \ x \in \mathbb R^+)\) und liest „Logarithmus von x zur Basis a“. Aus der Definition ergeben sich drei Sonderfälle: logaa = 1, da a1 = a, loga 1 = 0, da a0 = 1, loga ac = c, da ac = ac. Beispiele: log2 8 = 3, da 23 = 8, \(\displaystyle \log_4 \frac{1}{16} = - 2,\) da \(\displaystyle 4^{ - 2} = \frac{1}{4^2} = \frac{1}{16}\) \...

  • Logarithmusfunktionen

    Die Logarithmusfunktion \(f : x \mapsto f(x) = \log_a x\) bildet jede positive reelle Zahl x auf ihren Logarithmus zur (positiven) Basis a ab. Dabei ist allerdings a = 1 ausgeschlossen, da in diesem Fall der Logarithmus nicht sinnvoll definiert werden kann. Die maximale Definitionsmenge ist \(D_f = \mathbb R^+\), die Wertemenge ist dann \(W_f = \mathbb R\). Achtung: Der Logarithmus ist für negative Argumente oder für x = 0 nicht definiert. Daher muss man bei Funktionen, die einen Logarithmus-Term enthalten, immer darauf achten, dass dessen Argument positiv bleibt. Andernfalls muss man die...

  • Logistisches Wachstum

    Das logistische Wachstum ist ein Modell für einen Wachstumsprozess, der zunächst ähnlich wie das exponentielle Wachstum stark ansteigende Werte zeigt, dann aber aufgrund äußerer Beschränkungen sich einem Maximalwert annähert. Das Wachstum der betrachteten Größe lässt sich mit der Funktion \(\displaystyle f(x) = \frac{\text e^x}{1 + \text e^x}\) beschreiben, dabei ist e die Euler’sche Zahl.

  • Lokales Extremum

    Ein lokales (relatives) Extremum ist ein Funktionswert, der innerhalb einer Umgebung bzw. eines Intervalls entweder größer oder gleich (absolutes Maximum) oder kleiner oder gleich (absolutes Minimum) allen anderen Werten einer Funktion ist. Im Gegensatz dazu ist ein globales Extremum auf dem gesamten Definitionsbereich maximal bzw. minimal.

  • Lokalsatz

    Der Lokalsatz gehört zu den Unterarten des Adverbialsatzes. Er gibt den Ort und die Richtung an und wird durch Adverbien wie wo, wohin oder woher eingeleitet. Man fragt nach ihnen mit wo, wohin, woher. Beispiele: Die Jugendherberge liegt dort, wo die drei großen Bäume stehen. Du kannst gehen, wohin du willst.

  • Lokativ

    Andere Bezeichnungen: Ortsfall, Wofall Über das Wort „Lokativ“ Genus, Betonung: der Lokativ Plural: die Lokative Abkürzung: Lok. Herkunft: von lat. cāsus locātīvus das Hinstellen betreffender Fall (zu locāre stellen, legen, setzen; von locus Ort, Stelle) Definition Unter „Lokativ“ versteht man einen Kasus, der den Gegenstand (meist: den Ort) kennzeichnet, wo sich etwas befindet. Beachte: Die Definition gibt nur die Funktion an, die den Lokativ zum Lokativ macht! Eine Zusammenstellung aller seiner Funktionen findest du unten. Form und Übersetzung • Form: Eine eigenständige Lokativ-Form gibt es...

  • Lorentz-Kraft

    Die Lorentz-Kraft (nach Hendrik. A. Lorentz) ist die Kraft, die eine elektrische Ladung Q seitlich ablenkt, wenn sie sich mit der Geschwindigkeit \(\vec v\) durch ein magnetisches Feld bewegt: \(\vec F_\text L = Q \cdot \left[ \vec v \times \vec B \right] \equiv Q \cdot \vec v \times \vec B \) (\(\vec B\): magnetische Flussdichte, „\(\times\)“ steht für das Vektor- bzw. Kreuzprodukt). Oft wird auch die elektrische Coulomb-Kraft auf die Ladung in die Gleichung miteinbezogen, dann gilt: \(\vec F_\text L = Q \cdot \left( \vec E + \vec v \times \vec B \right)\) mit \(\vec E\) als der elektrischen...

  • Loschmidt-Konstante

    Formelzeichen NL: Zuerst von J. Loschmidt berechnete Konstante, die angibt, wie viele Atome oder Moleküle in 1 cm³ eines idealen Gases unter Normalbedingungen (1013,25 hPa; 0 °C) enthalten sind: NL = 2,686777 • 1019 cm–3. Die Maßzahl (der Zahlenwert) dieser Größe wird manchmal als Loschmidt-Zahl bezeichnet. Meist wird diese Bezeichnung jedoch für den Zahlenwert der Avogadro-Konstante verwendet.

  • Löslichkeit

    Die Konzentration eines Stoffs, die in einem Lösungsmittel eine gesättigte Lösung ergibt. Die gelöste Substanz kann dabei fest, flüssig oder gasförmig sein. Beim Überschreiten dieser Konzentration fällt überschüssig gelöste feste Substanz aus (Bodenkörper), flüssige scheidet sich ab (Entmischung) und gasförmige entweicht. Die Löslichkeit ist meist stark temperaturabhängig. Während die Löslichkeit von festen Stoffe in Flüssigkeiten mit steigender Temperatur größer wird, nimmt die Löslichkeit von Gasen in Flüssigkeiten in der Regel bei steigender Temperatur ab.

  • Lösung

    Ein homogenes Gemisch verschiedener Stoffe, in dem die Zerteilung bis zur Stufe der Moleküle, Atome oder Ionen reicht. So sind z. B. in einer wässrigen Zuckerlösung die Zuckermoleküle zwischen den Wassermolekülen so gleichmäßig verteilt, dass jeder Volumenteil der Lösung gleich viele Zucker- bzw. Wassermoleküle enthält. Die Lösung ist also überall gleichartig zusammengesetzt (homogen). Der Begriff Lösung ist nicht auf Flüssigkeiten als Lösungsmittel und Feststoffe als Gelöstes beschränkt. Das Mengenverhältnis von Gelöstem zu Lösungsmittel wird durch die Konzentration der Lösung angegeben. In...

  • Lösungsmenge

    Die Lösungsmenge L einer Gleichung oder Ungleichung enthält alle Elemente der Definitionsmenge D, welche zu einer wahren Aussage führen, sofern sie für die Variable(n) eingesetzt werden. Handelt es sich dabei um einige einzelne Werte, gibt man die Lösungsmenge meist durch Aufzählen aller Elemente an, z. B.\(x^2= 1 \ \ \Rightarrow \ \ L=\{ -1; 1 \}\) Bei sehr vielen oder unendlich vielen Lösungen gibt es verschiedene Kurznotationen, z. B.\(x= |x| \ \ (D = \mathbb R) \ \ \Rightarrow \ \ L= \mathbb R_0^+ = \{x| x \ge0 \}\) Eine (Un-)Gleichung, die immer erfüllt ist, hat ganz D als Lösungsmenge:\...

  • Lösungsmittel

    (Lösemittel, Solvens): Die Substanz (das Medium), in dem ein Stoff aufgelöst wird (Lösung). Man unterscheidet nach dem Dipolcharakter der Moleküle polare und unpolare (apolare) Lösungsmittel, die jeweils bevorzugt ähnliche Stoffe lösen, sowie nach ihrer Fähigkeit zur Protolyse protische und aprotische Lösungsmittel. Beispiele: Wasser ist polar und protisch, Aceton polar und aprotisch, Schwefelkohlenstoff, CS2, unpolar und aprotisch.

  • Lot und Lotfußpunkt

    Der Lotfußpunkt ist der Punkt auf einer Geraden g oder Ebene E der den kleinsten Abstand zu einem gegebenen Punkt P hat. Der Name kommt daher, dass man vor allem früher den senkrechten Abstand zu einer Geraden oder Ebene, also die Strecke PL, das „Lot“ genannt hat. Die Aufgabe, ein solches Lot nur mit Zirkel und Lineal zu zeichnen, ist eine der sog. Grundkonstruktionen. Die Höhen im Dreieck oder einer Pyramide bzw. einem Kegel sind Lote.

  • Ludwig XIV.

    Ludwig XIV., französischer König, der von 1638 bis 1715 lebte. Die Jugend Er bestieg im Alter von fünf Jahren 1643 den Thron. Die Regentschaft übernahm jedoch zunächst seine Mutter Anna (*1601, †1666, Königin von Frankreich von 1615 bis 1643, danach Regentin bis 1651), der mit Kardinal Jules Mazarin (*1602, †1661) bis zu dessen Tode 1661 ein fähiger Staatsmann zur Seite stand. Als Kind erlebte Ludwig, wie 1648 in Paris ein Aufstand ausbrach und das Parlament die Herrschaft übernahm, während der Hofstaat floh. Das Machtzentrum Dieses Erlebnis bewegte ihn, nach Antritt seiner Selbstregierung 1661...

  • Luft

    Gasgemisch der Erdatmosphäre. Die Zusammensetzung trockener, reiner Troposphärenluft zeigt die Tabelle. Der Rest besteht aus weiteren Edelgasen und Wasserstoff. In unterschiedlichen Mengen können Wasserdampf und Spurengase wie Stickstoff- und Schwefeloxide, Kohlenstoffmonooxid oder Ozon hinzukommen. Die Gase können durch fraktionierte Destillation (Luftzerlegung) aus flüssiger Luft (Sp. -195 °C) gewonnen werden. Hauptbestandteile trockener Troposphärenluft Stickstoff 78,09 Vol.-% Sauerstoff 20,95 Vol.-% Argon 0,93 Vol.-% Kohlenstoffdioxid 0,04 Vol.-%

  • Luftdruck und Luftfeuchtigkeit

    Luftdruck und Luftfeuchtigkeit sind zwei wesentliche meteorologische Messgrößen. Der Luftdruck ist der durch die Gewichtskraft der Erdatmosphäre ausgeübte Druck. Er wirkt – wie der hydrostatische Druck in Flüssigkeiten – nach allen Seiten gleichmäßig. Der L. wird mit dem Barometer gemessen. SI-Einheit ist wie auch sonst beim Druck das Pascal (Pa), allerdings gibt man Luftdrücke wegen der Zahlengleichheit mit der früher in der Meteorologie verbreiteten Einheit Millibar (mbar) meistens in Hektopascal (1 hPa = 1 mbar) an. Der L. unterliegt starken zeitlichen und örtlichen Schwankungen. In...

  • Luftwiderstand

    Der Luftwiderstand ist die Reibungskraft, die ein sich relativ zur Luft (oder allgemeiner durch ein Gas) bewegender Körper entgegen der Bewegungsrichtung erfährt. Ihr Betrag W hängt ab von: der Form des Körpers, ausgedrückt durch den Widerstandsbeiwert cw (Abb.), der Querschnittsfläche A senkrecht zur Bewegungsrichtung (dem Schattenquerschnitt), der Relativgeschwindigkeit \(v\) des Körpers gegenüber der Luft und der Dichte \(\rho_\text L\) der Luft. Mit diesen Größen berechnet sich W gemäß der Formel \(W = \dfrac 1 2 \cdot A \cdot c_\text w \cdot \rho\cdot v^2\) Typische Werte für den...

  • Lügengeschichte

    Allgemein Eine Lügengeschichte gehört zur Gattung der Epik. Der Autor erzählt eine besonders unwahrscheinliche Handlung und tut dabei so, als wäre es die Wahrheit. Dabei geht es aber nicht darum den Leser zu täuschen, sondern ihn zu unterhalten. In einer solchen Geschichte werden Ereignisse und Schauplätze eingearbeitet, die wirklich existieren, jedoch angereichert mit Übertreibungen und Unwahrheiten. Merkmale Eine Lügengeschichte erkennst du an folgenden Merkmalen: Um näheren Bezug zum Leser oder Publikum zu schaffen, verwenden Lügengeschichten oftmals den Ich-Erzähler. Zudem werden viele...

  • Lumineszenz, Fluoreszenz und Phosphoreszenz

    Lumineszenz (von lat. lumen „Licht“ und engl. -escence „-werdung“) ist ein Sammelbegriff für Leuchterscheinungen, die keine Wärmestrahlung sind. Wenn das Licht unmittelbar (innerhalb weniger Mikrosekunden) nach der Anregung des strahlenden Mediums emittiert wird, spricht man von Fluoreszenz. Ist der Übergang in den Grundzustand dagegen verzögert (um Sekunden oder sogar Monate), so liegt Phosphoreszenz vor. Beide Formen unterscheiden sich in ihrer Temperaturabhängigkeit: Die Phosphoreszenz hängt stark, die Fluoreszenz dagegen über weite Bereiche kaum von der Temperatur ab. Je nach Art der...

  • Lunge

    Lunge: das paarige Atmungsorgan der Lurche, Reptilien, Vögel und Säuger. Die Atemluft wird der Lunge durch die Luftröhre und weiter durch die Bronchien zugeführt. Säugetiere und Mensch haben sehr deutlich gekammerte Lungen. Beim Menschen sind sie kegelförmig und füllen fast den gesamten Brustraum aus. Die linke Lunge ist in 2, die rechte in 3 Lungenlappen (Lobi) unterteilt. Bei einigen Reptilien, besonders aber bei vielen Säugetieren und beim Menschen ist die Lunge in viele Lungenläppchen (Lobuli; ca. 1–1,5 cm im Durchmesser) mit traubig angeordneten Lungenbläschen (Alveolen) aufgegliedert...

  • Lungenkreislauf

    Lungenkreislauf: derjenige Teil des Blutkreislaufs, der das vom Körper kommende venöse Blut von der rechten Herzkammer über die Lungenarterien in die Lunge und von dieser über die Lungenvenen wieder zurück zum Herzen (in den linken Herzvorhof) führt.

  • Lupe

    Eine Lupe (Vergrößerungsglas) ist eine Sammellinse mit kurzer Brennweite f, mit der man den Sehwinkel, unter dem ein Betrachter einen Gegenstand sieht, vergrößern kann. Meist benutzt man die Lupe so, dass sich der betrachtete Gegenstand in ihrer Brennebene befindet (Abb. oben). Die Lupe erzeugt dann ein virtuelles Bild im Unendlichen. Befindet sich das nicht akkommodierte (angepasste) Auge direkt hinter der Lupe, sieht man den Gegenstand dann unter dem Sehwinkel \(\alpha_\text L\). Betrachtet man den Gegenstand dagegen ohne Lupe, befindet er sich meist in einem Abstand d vom Auge, der sog...

  • Luther

    Luther, Martin, der wichtigster Vertreter der Reformation. Er lebte von 1483 bis 1546. Luther wurde als Sohn eines Bergwerksbesitzers in Eisleben am Harz geboren. Gegen den Willen seines Vaters trat Luther in den Orden der Augustiner ein. Nach einem Theologiestudium lehrte er an der Universität Wittenberg. Die 95 Thesen Am 31.10.1517 veröffentlichten 95 Thesen gegen den Missbrauch des Ablasshandels (Ablassbrief), gegen Heiligen- und Reliquienverehrung, Kirchengesetze und Regeln wie das Zölibat (Ehelosigkeit). Mit seinen Wittenberger Thesen wollte er eigentlich ein theologisches Streitgespräch...

  • Lymphe

    Lymphe ist eine klare, blutplasmaähnliche Körperflüssigkeit bei Wirbeltieren (einschließlich Mensch). Sie enthält Proteine und Lymphocyten (weiße Blutkörperchen), die in den lymphatischen Organen entstehen und Abwehrfunktionen besitzen. Die Lymphe versorgt die Gewebe mit Nahrungsstoffen und entfernt nicht verwertbare Stoffe. Die Darmlymphe (Chylus) enthält die aus dem Dünndarm stammenden Fette. Beim Menschen werden täglich rund 2 Liter Lymphe gebildet und durch das Lymphgefäßsystem, v. a. über den Milch-Brust-Gang, in das Venensystem zurückgeführt. Lymphgefäßsystem: ein Abflusssystem zur...

  • Lyrical I / Lyrisches Ich

    Allgemein Das lyrical I oder der speaker (lyrisches Ich / Sprecher) im Gedicht ist ein sichtbarer oder unsichtbarer Sprecher, der seine Gedanken, Erlebnisse, Gefühle und Eindrücke schildert. Es handelt sich dabei nicht um den Autor, den Dichter, sondern um die Stimme des Gedichts, die dem Leser das Werk offenlegt. Der Verfasser lässt zwar seine persönlichen Erfahrungen und Einschätzungen einfließen, ist aber nicht mit dieser Figur identisch. Formen Als explizites lyrisches Ich bezeichnet man diese Stimme, wenn das Wort "Ich" oder eine seiner Formen (mein, mich ...) im Gedicht vorkommt. Von...

  • Lyrik

    Kennzeichen lyrischer Texte (Lyrik von griech.: lyra = Leier; diese ist das Attribut Apolls, des Gottes der Dichtkunst) Lyrik zeichnet sich im Vergleich zu epischen und dramatischen Texten vor allem durch Konzentration und Intensität aus. Lyrische Texte, also Gedichte sind aus Versen oder Verszeilen aufgebaut. Mehrere Verse bilden eine Strophe. Ein Mittel zur klanglichen Gestaltung eines Gedichts ist der Reim. Von einem Reim spricht man, wenn zwei oder mehr Wörter vom letzten betonten Vokal an gleich klingen. Man unterscheidet verschiedene Reimformen und Reimschemata. Die Gliederung des...

  • Lyrische Klangfiguren

    Gedichte sind stark verdichtete sprachliche Kunstwerke, die mit den Mitteln der Symbolik und Bildlichkeit arbeiten. Daher bedarf ein Gedicht in ganz besonderer Weise der Deutung. Zu den lyrischen Mitteln gehören Klangfiguren, ungewöhnliche Satzstellungen, sprachliche Bilder und Sinnbilder. Klangfiguren Klangfiguren auf der Basis von Lauten Assonanz (Halbreim): Gleichklang der Vokale ab der letzten betonten Silbe (schweifen / leise) Alliteration: Gleichklang der betonten Anfangslaute von zwei oder mehr Wörtern (Wechsel weniger Wörter) Onomatopöie (Lautmalerei): sprachliche Nachahmung...

  • Lysosomen

    Lysosomen: Partikel mit Granula- und Bläschengestalt in zahlreichen tierischen und auch pflanzlichen Zellen. Sie enthalten viele Hydrolasen wie Phosphatasen, Ribonucleasen, Lipasen, Proteasen, Glykosidasen. In den Lysosomen liegen die Enzyme verpackt und von ihren Substraten getrennt vor. Ihre Wirkung, die Auflösung der Zelle, können die Enzyme erst dann entfalten, wenn die Membran der Lysosomen zerstört wird. Die Lysosomen spielen eine wichtige Rolle bei der intrazellulären Verdauung, bei selbstauflösenden Prozessen und bei Entzündungsvorgängen.