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  • O'Neill, Eugene

    Eugene O'Neill, amerikanischer Dramatiker geb. am 16.10.1888 in New York City, gest. am 27.11.1953 in Boston. Werke (Auswahl) O'Neill schrieb mehr als 40 Stücke und gilt als Wegbereiter des modernen amerikanischen Dramas. 1936 erhielt er den Literaturnobelpreis, außerdem vier Pulitzer-Preise (einer davon posthum). Zu seinen Werken gehören Beyond the Horizon (1920), The Hairy Ape (1922), Mourning Becomes Electra (1931), The Iceman Cometh (1946) und Long Day's Journey Into Night (veröffentlicht 1956). Themen O'Neill verarbeitete in seinen Stücken u.a. die vergeblichen Hoffnungen der Menschen...

  • ō-Deklination

    Andere Bezeichnung: 2. Deklination Regelmäßige Deklination Wie puer wird auch vir m. Mann dekliniert, dessen Formen nicht mit denen von vīrus n. Gift und vīs f. (ī-Dekl.) Kraft verwechselt werden dürfen (siehe unten unter „Unregelmäßige Deklination“). Substantive mit Stamm auf r haben folgende Besonderheiten: • Fast alle verlieren im Nominativ Singular die Endung -us. Ausnahmen sind z.B.: numerus m. Zahl, umerus m. Schulter. • Wenn der Stamm auf Konsonant + r endet, wird im Nominativ Singular vor dem r ein e eingefügt. Das ist nötig, damit das Wort auch ohne die Endung -us leicht aussprechbar...

  • Oates, Joyce Carol

    Joyce Carol Oates, amerikanische Romanautorin und Autorin von Kurzgeschichten, geb. am 16.06.1938 in Lockport, New York. Werke (Auswahl) Oates gilt als eine der bedeutendsten Autorinnen der amerikanischen Gegenwartsliteratur - und als eine der vielseitigsten. Neben mehr als 40 Romanen liegen von ihr Theaterstücke, Gedichte, Essays und Autobiographisches vor. Zu ihren wichtigsten Romanen gehören Do with Me What You Will (1973), Foxfire (1993), We Were the Mulvaneys (1996), Beasts (2002), The Falls (2004), und My Sister, My Love: The intimate Story of Skyler Rampike (2008). 1996 erschienenen...

  • Ober- und Unterbegriffe

    Begriffe helfen, die Wirklichkeit zu erfassen und zu ordnen. Oberbegriffe haben eine allgemeine Bedeutung und schließen die Unterbegriffe mit ein. Unterbegriffe hingegen sind präzise und speziell. Beispiel: Oberbegriff: Werkzeug Unterbegriffe: Zange, Hammer, Feile Es lassen sich komplette sogenannte Begriffspyramiden bilden:

  • Oberfläche

    Die Oberfläche ist die äußere Begrenzung eines dreidimensionalen Objekts, also eines Körpers. Sie ist damit selbst ein zweidimensionales Objekt, also eine Fläche. (Analog dazu hat eine zweidimensionale Figur einen eindimensionalen Umfang.) Da die Oberfläche eines Körpers in sich geschlossen sein muss (sonst würde der Körper ja „auslaufen“), ist eine Oberfläche immer gekrümmt oder sie hat „Knicke“ (oder beides). Beispiele: Die Oberfläche der annähernd kugelförmigen Erde ist gekrümmt, deshalb hat z. B. ein Dreieck mit Eckpunkten am Nordpol, am Äquator in Brasilien und am Äquator in Indien drei...

  • Oberflächenspannung

    Die Oberflächenspannung tritt an der Oberfläche einer Flüssigkeit, aber auch an der Grenzfläche zweier nicht mischbarer Flüssigkeiten auf und wirkt einer Vergrößerung der Ober- bzw. Grenzfläche entgegen, die das mehr Energie erfordern würde. Die Grenzfläche verhält sich dabei wie eine gespannte elastische „Haut“. Die Oberflächenspannung spielt u. a. bei der Strömung durch Kapillaren eine wichtige Rolle. Ursache der Oberflächenspannung sind die zwischen den Molekülen der Flüssigkeit wirkenden anziehenden Kohäsionskräfte. Sie sind nach allen Seiten gleich stark und heben sich daher im Innern der...

  • Oberhaut

    Oberhaut (Epidermis): die bei Wirbellosen einschichtige, bei Wirbeltieren dagegen mehrschichtige obere Lage der Haut. Als Oberhaut wird auch die Epidermis der Pflanzen bezeichnet.

  • Obersumme und Untersumme von Integralen

    Obersumme und Untersumme spielen eine zentrale Rolle bei der Herleitung des bestimmten Integrals als Flächeninhalt der Fläche zwischen dem Graphen Gf einer Funktion f und der x-Achse. Da man in der Geometrie zunächst nur die Flächen von Figuren mit geraden Kanten berechnen kann, nähert man die Fläche unter einer beliebig gekrümmten Begrenzungskurve (nämlich Gf) durch eine Abfolge von immer mehr immer schmaleren Rechtecken. Wir nehmen dazu zunächst an, dass f im betrachteten Intervall [a; b] stetig, nicht negativ und monoton steigend ist. Dann werden der gesuchten Fläche n Rechtecke mit...

  • Object / Objekt

    Definition Bei Objekten handelt es sich um Satzergänzungen. In einem Satz können mehrere Objekte auftreten, müssen es aber nicht zwingend. Das Prädikat des Satzes bestimmt, ob das Objekt notwendig ist oder nicht. Es gibt 3 Arten von Objekten: direct object indirect object prepositional object direct object Das direct object beantwortet die Frage „wen oder was?“ und beschreibt die Person oder den Gegenstand, der die Handlung erfährt. Please hand in the exams. Hand in what? → the exams I don't own a dog, because I don't have the time it would consume. Don't own what? → a dog Don't have what? →...

  • Objekt

    Über das Wort „Objekt“ Genus, Betonung: das Objekt (aber: Objekt = Gegenstand) Plural: die Objekte Abkürzung: Obj. Herkunft: von lat. obiectum das (dem Subjekt) Entgegengestellte (= vorzeitiges Passivpartizip (=PPP) von obicere entgegenwerfen, entgegenstellen; aus ob gegen + iacere werfen) Definition Ein „Objekt“ ist ein Satzglied. Unter „Objekt“ versteht man jedes gegenständliche Komplement (= Ergänzung) des Verbs, das kein Subjekt ist. Ebenfalls als „Objekt“ zählen alle Nebensätze, die die Funktion eines Komplements dieser Art übernehmen können (Objektsätze). Arten von Objekten (1)...

  • Objekte

    Allgemein Manche Sätze sind mit einem Prädikat und einem Subjekt noch nicht vollständig, sondern verlangen weitere Ergänzungen. Diese Ergänzungen nennt man Objekte. Es gibt vier verschiedene Arten von Objekten: Akkusativobjekt, Dativobjekt, Genitivobjekt und Präpositionalobjekt. Das Verb - in seltenen Fällen auch ein Adjektiv oder Substantiv - bestimmt, welche und wie viele Ergänzungen notwendig sind und in welchem Kasus sie stehen. Ein Objekt besteht meist aus einem Substantiv, einer Substantivgruppe, einem Pronomen oder einer Präpositionalgruppe. Vier Arten von Objekten Akkusativobjekt: Das...

  • Objektsatz

    Definition Unter „Objektsatz“ versteht man einen Nebensatz, der die Funktion eines Objekts des übergeordneten Verbs erfüllt. Arten von Objektsätzen (A) Objektsätze, die Gegenstände beschreiben (1) finite Nebensätze • nur Relativsätze: Mit einem Relativpronomen (nicht Relativadverb) eingeleitete Relativsätze ohne Beziehungswort haben im übergeordneten Satz die Funktion eines Gegenstands in Subjekt- oder Objektfunktion (siehe auch Subjektsatz). (2) Partizipialsätze • nur PC: Ein PC ohne Subjektwort kann im übergeordneten Satz die Funktion jedes beliebigen Gegenstands übernehmen mit Ausnahme...

  • Objektsatz

    Beim Objektsatz nimmt der gesamte Nebensatz die Stelle eines Objekts im Satz ein. Man fragt nach dem Objektsatz mit dem Fragewort, das für den entsprechenden Kasus bestimmt ist: wen, was, wem, wessen? Am häufigsten kommen Objektsätze anstelle einer Akkusativergänzung vor, Objektsätze im Genitiv oder Dativ sind selten. Beispiele: Sie möchte nicht, dass wir kommen. Was möchte sie nicht? – Unser Kommen (dass wir kommen). Wer mein Freund ist, dem vertraue ich. Wem vertraue ich? – Meinem Freund (wer mein Freund ist). Wir erinnerten uns, dass sie rote Haare hatte. Wessen erinnerten wir uns? – Ihrer...

  • Offenes Intervall

    Bei einem offenen Intervall – etwa ]3; 5[, andere Schreibweise: (3; 5) – zählen die Ränder des Intervalls nicht dazu, ]3; 5[ enthält also alle Zahlen zwischen 3 und 5. Andernfalls spricht man von einem abgeschlossenen Intervall.

  • Ohmsches Gesetz

    Der 1826 von Georg Simon Ohm gefundene lineare Zusammenhang zwischen der Spannung und der Stromstärke in einem Gleichstromkreis: Bei konstanter Temperatur ist die elektrische Stromstärke I in einem Leiter proportional zur anliegenden Spannung U: U ~ I. Der Proportionalitätsfaktor R wird als elektrischer Widerstand bezeichnet: \(U=R\cdot I\) Im Strom-Spannungs-Diagramm sind man also eine Gerade mit der Steigung R. Elektrische Bauteile, an denen der Widerstand dem Ohmschen Gesetz folgt, nennt man auch Ohmsche Widerstände. Im Wechselstromkreis gilt das Ohmsche Gesetz im Allgemeinen nicht.

  • Ohr

    Ohr: das Gehör- und Gleichgewichtsorgan der Wirbeltiere (-Sinnesorgane). Man unterscheidet Außenohr (Ohrmuschel und Gehörgang), Mittelohr (Paukenhöhle mit Gehörknöchelchen) und Innenohr. Da alles Wirbeltieren zwei Hörorgane zur Verfügung stehen, kommt es zur Fähigkeit des räumlichen Hörens. Trifft der Schall nicht von vorn, sondern von einer Seite auf unsere Ohren, so gelangt er in das eine Ohr immer ein wenig früher als in das andere. Dieses Zeitintervall genügt, um die Richtung, aus der der Schall kommt, zu bestimmen. Am inneren Ende des Gehörgangs liegt das Trommelfell. Die...

  • Ohr und Hören

    Das Ohr ist das Organ, mit dem Menschen und Tiere Schall wahrnehmen. Zum Hören gehören dabei sowohl die Umwandlung von Schall- in elektromagnetische Signale im Ohr als „natürlichem Mikrofon“ als auch die weitere Verarbeitung der Informationen im Gehirn. Für die Physik interessant ist dabei natürlich vor allem der erste Aspekt. Auftreffende Schallwellen werden vom Außenohr aufgenommen und in das Mittelohr weitergeleitet. Dort übernimmt das etwa 0,08 mm dicke Trommelfell die Funktion der Mikrofonmembran. Das Hebelsystem der drei Gehörknöchelchen (Hammer, Amboss, Steigbügel) verstärkt die...

  • Ökosystem

    Ökosystem: ein Wirkungsgefüge von Lebensgemeinschaften (Biosphäre) und nicht biologischen Umweltfaktoren (Biotop). Ökosysteme sind z. B. Wald, Savanne oder Meer. Zu den nicht biologischen Umweltfaktoren zählen z. B. Niederschlag, Temperatur und Boden. Ökosysteme sind offene Systeme, die ihre Energie aus der Strahlung der Sonne beziehen. Die Stoffkreisläufe in einem Ökosystem sind ausgeglichen, sodass sich ein Fließgleichgewicht einstellt.

  • Oktaeder

    Ein Oktaeder (griech., wörtlich „Achtflächner“) ist ein regelmäßiges Polyeder mit sechs Ecken und ein platonischer Körper. Die acht Seitenflächen eines Oktaeders sind kongruente gleichseitige Dreiecke. Man kann ein Oktaeder auch als zwei an ihren quadratischen Grundflächen zusammengeklebte, identische Pyramiden auffassen. Das Volumen eines Oktaeders mit der Seitenlänge a beträgt \(\displaystyle V = \frac{\sqrt 2}{3}a^3\), der Oberflächeninhalt \(\displaystyle A = 2\sqrt 3\cdot a^2\). Das Oktaeder hat zahlreiche Dreh- und Spiegelsymmetrien und ist punktsymmetrisch bezüglich seines Mittelpunkts...

  • Oktoberrevolution

    Oktoberrevolution, der zweite Teil der russischen Revolutionen von 1917, der zur Gründung der UdSSR führte. In Russland galt bis Februar 1918 der julianische Kalender, der von unserem gregorianischen Kalender um zwei Wochen abweicht. Nach unserer Zeitrechnung fand die „Oktoberrevolution“ im November 1917 statt. Die Machtergreifung der Bolschewiki Nach einer gescheiterten Revolte von russischen Armeeangehörigen gegen die Provisorische Regierung erhielten die Bolschewiki großen Zulauf und errangen die Mehrheit in den Sowjets von Petrograd (St. Petersburg) und Moskau. Das Zentralkomitee der...

  • Oleum

    (rauchende Schwefelsäure): In gereinigtem Zustand farblose, sonst (durch Verkohlung organischer Verunreinigungen) dunkelbraun gefärbte, ölartige Lösung von Schwefeltrioxid, SO3, in konzentrierter Schwefelsäure, H2SO4. Oleum ist instabil und gibt unter normalen Bedingungen wieder Schwefeltrioxid an die Atmosphäre ab. Da sich Schwefeltrioxid rasch mit dem in der Luft enthaltenen Wasser verbindet, entsteht ein Nebel. Da dieser (fälschlicherweise) oft als Rauch bezeichnet wird, nennt man Oleum häufig auch rauchende Schwefelsäure.

  • oligotroph

    oligotroph nennt man in der Ökologie Gewässer und Böden, die arm an Nährstoffen sind (z. B. Dünen oder Hochmoore). (Gegensatz: eutroph)

  • Olympische Spiele

    Olympische Spiele, seit 776 v. Chr. alle vier Jahre stattfindende sportliche Wettkämpfe in der Stadt Elis auf dem Heiligtum Olympia zu Ehren des Gottesvaters Zeus. Den Zeitraum zwischen den Spielen nannten die Griechen Olympiade. Boten verkündeten in den griechischen Poleis den Beginn der Spiele. Während der Spiele mussten alle Kampfhandlungen eingestellt werden. Verheiratete Frauen, Nichtgriechen und Sklaven durften die heiligen olympischen Stätten nicht betreten. Sieger wurden mit einem Zweig vom Ölbaum des Herakles geehrt und lebenslang von Steuern befreit. Die Spiele waren Teil der...

  • Onkogene

    Onkogene (Krebsgene, Tumorgene): Gene, die eine krebsartige Entartung von Zellen bewirken. Zelluläre Onkogene sind die durch äußere oder innere Einflüsse veränderten Formen normaler, im Erbgut jeder Zelle vorhandener Proto-Onkogene; diese bringen durch fehlerhafte Codierung eines Proteins das geregelte Zellwachstum außer Kontrolle und transformieren die Zellen zu Tumorzellen. Virale Onkogene sind Gensequenzen von Tumorviren, die nach Eindringen in eine Zelle die Bildung von Tumorzellen hervorrufen können. Die Umwandlung von Proto-Onkogenen zu transformierenden zellulären Onkogenen kann durch...

  • Onomatopoiie

    Andere Bezeichnungen: Lautmalerei, Onomatopöie, Onomatopoese (sprich: …po-ese), Onomatopoesie (sprich: …po-esie) Über das Wort „Onomatopoiie“ Genus, Betonung: die Onomatopoiie Plural: die Onomatopoiien (sprich: …poi-i-en) Abkürzung: — Herkunft: von griechisch onomatopoiíā Namensschöpfung (von ónoma Name, Benennung + poieîn machen, schaffen) Definition „Onomatopoiie“ ist die Nachahmung von Schallereignissen (= Klängen, Geräuschen, unverständlichen Sprachäußerungen) oder Bewegungen mit sprachlichen Mitteln. Die Onomatopoiie ist manchmal als Stilmittel gebraucht. Verwendungsweisen und Beispiele...

  • Ontogenese

    Ontogenese (Individualentwicklung): die gesamte Entwicklung eines Individuums. Sie reicht von der befruchteten (bei der Parthenogenese auch unbefruchteten) Eizelle über die Keimesentwicklung, das Heranwachsen zum fortpflanzungsfähigen Alter, das Altern bis hin zum Tod.

  • Operatoren

    Alphabetische Liste wichtiger Operatoren Operator Bedeutung Beispiel analysieren unter gezielten Fragestellungen Elemente, Strukturmerkmale und Zusammenhänge herausarbeiten und die Ergebnisse darstellen Analysieren Sie die Rede von Bundespräsident Köhler vom 2.2.2005 vor der Knesset. (sich) auseinandersetzen mit nach ausgewiesenen Kriterien ein begründetes eigenes Urteil zu einem Sachverhalt (oder einer Art der Darstellung) entwickeln Setzen Sie sich mit Ecos Auffassung kritisch auseinander. (Zu: Umberto Eco: "Wenige Nutzer nutzen viele Kanäle") begründen in Bezug auf Ursachen und Auswirkungen...

  • Operatoren

    Allgemein Operatoren sind Arbeitsanweisungen in Aufgabenstellungen. Eine Aufgabenstellung besteht in der Regel aus mehreren Teilaufgaben, die meist drei unterschiedlichen Anforderungsbereichen (AFB) zugeordnet sind: AFB I – Reproduktion (comprehension / orientation / context) AFB II – Reorganisation und Transfer (analysis) AFB III – Reflexion und Problemlösung (evaluation / comment / creative writing) Operatoren liefern wichtige Hinweise auf die Tätigkeiten, die beim Bearbeiten der Aufgaben erwartet werden. Deshalb sollte man auf ihren genauen Wortlaut achten. Die folgende Tabelle gibt, nach...

  • Optik

    Die Optik (von griech. optikos „das Sehen betreffend“) ist die Lehre vom Licht, also von denjenigen elektromagnetischen Wellen, die mit dem menschlichen Auge wahrgenommen werden können. Über das sichtbare Licht hinaus (Wellenlänge 380–780 nm) sind auch die angrenzenden Wellenlängenbereiche im infraroten und im ultravioletten Spektralbereich Gegenstand der Optik. Die physikalische Optik wird unterteilt in die Strahlenoptik, die Wellenoptik und die Quantenoptik. In diesen Bereichen geht man von jeweils unterschiedlichen Lichttheorien aus. Kein direkter Bestandteil der Physik ist die Wahrnehmung...

  • Optimaten

    Optimaten, Gruppe von Politikern im Römischen Reich, die sich nach der Ermordung von Tiberius Sempromius Gracchus 133 v. Chr. bildete und den Popularen gegenüberstand. Die Optimaten setzten sich in der römischen Republik für die Interessen und die Vormachtstellung des Senats ein. Die Auseinandersetzungen beider Parteien spitzten sich im Bürgerkrieg zu. Als berühmter Vertreter auf der Seite der Optimaten ist Sulla zu nennen.

  • Optimierung

    Optimierungsprobleme sind im Wesentlichen Extremwertaufgaben, also Fragestellungen, bei denen eine bestimmte Größe einen besonders günstigen Wert annehmen soll – das kann ein besonders hoher (erzielter Gewinn) oder ein besonders niedriger (bezahlter Preis) Wert sein.

  • Optische Abbildung

    Eine Abbildung ist in der Optik die Erzeugung eines Bildes von einem Gegenstand mithilfe der von ihm ausgehenden oder an ihm reflektierten Lichtstrahlen, wobei Brechungs- und Reflexionserscheinungen ausgenutzt werden. Das von einem Punkt P des Gegenstands (Gegenstandspunkt) ausgehende Strahlenbündel wird dabei beim Durchgang durch eine Linse oder ein Linsensystem gebrochen bzw. an einem Spiegel reflektiert und im Idealfall wieder in einem Punkt \(P'\), dem Bildpunkt, vereinigt. Die Gesamtheit der Bildpunkte ergibt das Bild \(Q'\) des Gegenstands Q. Sind die Brennweiten in dem optischen System...

  • Optische Aktivität

    Unter optischer Aktivität versteht man die Fähigkeit bestimmter Substanzen, die Polarisationsebene von hindurchtretendem linear polarisiertem Licht zu drehen. Dreht sich die Polarisationsebene nach links (in Richtung der Lichtausbreitung betrachtet), heißt die Substanz optisch linksdrehend, sonst rechtsdrehend.

  • Optisches Gitter

    Ein optisches Gitter ist ein optisches Bauteil zum Erzeugen von Beugungsbildern und Spektren, es wird daher auch Beugungsgitter genannt. Es besteht aus einem System von zahlreichen zueinander parallelen, dicht nebeneinanderliegender Spalten oder Stufen, an denen das auftreffende Licht gebeugt wird. Der Abstand zweier benachbarter Spaltmitten heißt Gitterkonstante, das durch ein Gitter erzeugte Spektrum ist ein Gitterspektrum. Es gibt gewisse Analogien zwischen einem optischen Gitter und dem Kristallgitter, in welchem die Atome in einem Festkörper angeordnet sind. Insbesondere hat die Bragg...

  • Orbitalmodell

    [zu lat. orbis »Kreis«]: Mathematisches Modell, mit dem die Elektronendichteverteilung in einem Atom (Atomorbitale) oder Molekül (Molekülorbitale) beschrieben werden kann. Unter einem Orbital wird der Raum um einen Atomkern verstanden, in dem sich ein Elektron bestimmten Energiegehaltes mit größter Wahrscheinlichkeit aufhält. Jedes Orbital erstreckt sich theoretisch bis ins Unendliche, doch ist die Chance, dass sich ein Elektron weiter als etwa 10–10 m vom Atomkern entfernt, verschwindend gering. Zur bildlichen Darstellung wird ein Orbital willkürlich begrenzt, sodass ein Raumabschnitt...

  • Orden

    Orden, in Klöstern lebende Gemeinschaften, deren Mitglieder sich zu den drei Gelübden des Gehorsams, der Armut und der Keuschheit verpflichten und unter einem gemeinsamen Oberen und nach einer gemeinsamen Lebensordnung (Ordensregel) leben. Nach ihren Mitgliedern unterscheidet man männliche und weibliche Orden sowie Priester-und Laienorden. Wichtige Orden Benedikt von Nursia (*um 480, †547) gründete 529 am Monte Cassino (Latium) den ältesten christlichen Orden, die Benediktiner. 596 entsandte Papst Gregor I., der Große (* um 540, †604 ) den römischen Abt Augustinus (*354, †430) nach England, um...

  • Ordinal number / Ordnungszahl

    Bildung und Gebrauch Ordinalzahlen (ordinal numbers) geben an, an welcher Stelle sich ein Element in einer beliebigen Rangfolge befindet. Sie sind recht einfach zu bilden, da man an die Kardinalzahl (Grundzahl) meistens ein -th anhängt. Überblick 1. erste(r) 1st the first 2. zweite(r) 2nd the second 3. dritte(r) 3rd the third 4. vierte(r) 4th the fourth 5. fünfte(r) 5th the fifth 6. sechste(r) 6th the sixth 7. siebte(r) 7th the seventh 8. achte(r) 8th the eighth 9. neunte(r) 9th the ninth 10. zehnte(r) 10th the tenth 11. elfte(r) 11th the eleventh 12. zwölfte(r) 12th the twelfth 13. dreizehnte...

  • Ordinalskala

    In der Mengenlehre und der beschreibenden Statistik eine Skala, mit der sich die Elemente einer Menge bzw. die Werte einer Stichprobe anordnen lassen. Sind die Werte Zahlen (quantitative Messdaten, metrische Skala), lassen diese sich immer anordnen. Es gibt aber auch qualitative Messdaten, die sich in einer eindeutigen Rangfolge anordnen lassen: {„Babys“, „Kinder“, „Jugendliche“, „Erwachsene“} oder {„sehr gut“, „gut“, „nicht so toll“}, weswegen man solche statistischen Merkmale auch Rangmerkmale nennt. Haben qualitativen Messdaten eine solche Ordinalskala, kann man kumulative Häufigkeiten oder...

  • Ordinalzahl

    Andere Bezeichnungen: Ordinale, Ordnungszahl Über das Wort „Ordinale“ Genus, Betonung: das Ordinale Plural: die Ordinalien, Ordinalia Abkürzung: — Herkunft: von lat. ōrdinālis die Ordnung betreffend (von ōrdō Reihe, Ordnung) Definition „Ordinalzahlen“ sind Zahlwörter, die nicht die Menge eines Gegenstands oder Sachverhalts, sondern seine Position in einer Reihenfolge angeben. Bestand Ordinaladjektive auf die Frage „Der wievielte?“, „Als Wievielter?“: • prīmus der erste, als Erster • secundus der zweite, als Zweiter • tertius der dritte, als Dritter • quārtus der vierte, als Vierter, usw. Die...

  • Ordinate

    Ordinate ist eine ältere Bezeichnung für die senkrechte bzw. vertikale Achse (also die y-Achse) im Achsenkreuz, also dem Koordinatensystem, in dem man Funktionsgraphen darstellt. Der Name kommt aus dem Lateinischen und bedeutet wörtlich „die Geordnete“.

  • Ordnung

    Ordnung: eine systematische Einheit, die verwandte Tier- oder Pflanzenfamilien zusammenfasst. –Systematik.

  • Ordnungszahl

    (Kernladungszahl, Protonenzahl, Atomnummer), Abk. OZ, Formelzeichen Z: Anzahl der in einem Atomkern enthaltenen Protonen. Mit der Ordnungszahl ist gleichzeitig die Anzahl der Elektronen in der Atomhülle angegeben. Alle Atome mit derselben Ordnungszahl gehören zum selben Element. Sie haben denselben Namen und dasselbe Symbol. Die Atome zweier verschiedener Elemente haben stets verschiedene Ordnungszahlen. Die Ordnungszahl bestimmt die Reihenfolge der Elemente im Periodensystem der Elemente. Zur zusätzlichen Kennzeichnung eines Atoms oder Elements kann die Ordnungszahl dem chemischen Symbol als...

  • Organe

    Organe: bei Vielzellern bestimmte Körperteile, die durch ihre spezifische Funktion, durch entsprechende Morphologie und zellige Feinstruktur gekennzeichnet sind. Als Beispiele seien für Mensch und Tier angeführt: Muskeln, Lunge, Kiemen, Nieren, Augen; für Pflanzen: Wurzeln, Blätter und Blüte. Im Unterschied zu den Organellen bauen sich alle Organe aus vielen Zellen auf, wobei es zur Bildung von Geweben kommt. Man unterscheidet vegetative Organe, die im Dienste der Ernährung, Ausscheidung und Fortpflanzung stehen, von animalischen Organen (Sinnesorgane, Bewegungsund Nervensystem). Rudimentäre...

  • organische Chemie

    Das umfangreichste Teilgebiet der Chemie, das sich mit den Verbindungen des Kohlenstoffs, den organischen Verbindungen, beschäftigt; als Ausnahmen sind lediglich einige einfache Verbindungen wie etwa Kohlenstoffmonooxid, Kohlenstoffdioxid und Kohlenstoffdisulfid (Schwefelkohlenstoff) sowie die von ihnen abgeleiteten Verbindungen (z. B. Carbonate), ferner die Carbide und die Metallcarbonyle zu nennen. Im Jahr 2000 waren etwa 15 Millionen organische Verbindungen bekannt, und jährlich kommen zurzeit rund zwei Millionen hinzu.

  • Organismus

    Organismen: alle Lebewesen, die durch funktionelles Zusammenspiel ihrer Organe bzw. Organellen Lebenserscheinungen wie Ernährung, Wachstum, Fortpflanzung und Reizbarkeit zeigen. Sie stehen mit ihrer Umwelt in engster Beziehung und vermögen sich ihr im Laufe der Zeit durch Selektion anzupassen. – Früher verstand man als Organismen nur vielzellige Lebewesen (Vielzeller), denen man heute die Mikroorganismen als Einzeller entgegensetzt. Die Einzahl Organismus wird im Sinne von »Gesamtsystem der eine funktionelle Einheit bildenden Organe des lebenden Körpers« gebraucht.

  • Orthogonal

    Eine andere Bezeichnung für senkrecht, orthogonal heißt auf Griechisch wörtlich „rechtwinklig“.

  • Orthogonalmatrizen

    Eine Orthogonalmatrix ist eine quadratische Matrix, deren Transponierte gleich ihrem Inversen ist: AT = A–1 bzw. ATA = AAT = 1. Die Determinante einer Orthogonalmatrix beträgt immer genau +1 oder –1. Orthogonalmatrizen sind die Abbildungsmatrizen von Drehungen und/oder Spiegelungen.

  • Ortskomplement

    Andere Bezeichnungen: Ortsergänzung, Lokalkomplement Definition Ein „Ortskomplement“ ist ein vom Verb abhängiges Komplement, das einen Ort angibt. Unterscheidung zwischen Orts-Komplement und Orts-Adverbial Sowohl Ortskomplement als auch Ortsadverbial sind nähere Bestimmungen zum Verb. Das Ortskomplement ist ein vorgesehene Verbergänzung (= Verbkomplement), das Ortsadverbial hingegen eine freie Angabe zum Verb (= Verbsupplement). Vergleiche z.B. die Ortsangabe in folgenden Sätzen: [1] Mārcus in urbe labōrat. Marcus arbeitet in der Stadt. Hier kann in urbe weggelassen werden, es ist also freie...

  • Ortslinie

    Unter einer Ortslinie oder Ortskurve versteht man in der Mathematik zweierlei: In der Geometrie ist dies eine altmodische Bezeichnung für Geraden und Kreise bzw. Kreislinien, also die klassischen Elemente der geometrischen Grundkonstruktionen. Allgemeiner sind Ortslinien zusammenhängende eindimensionale Punktmengen, heute sagt man meist Kurven dazu. In der Analysis verbinden Ortslinien bzw. -kurven besondere Punkte bei Parameterfunktionen (z. B. Extrempunkte oder Nullstellen), je nach Wert des Parameters an unterschiedlichen Orten im Koordinatensystem liegen.

  • Ortsvektor

    Ein Ortsvektor ist ein Vektor, der vom Ursprung O des (kartesischen) Koordinatensystems zu einem Punkt P in der Ebene bzw. im Raum zeigt: \(\vec p = \overrightarrow{OP}\). Anders als bei allgemeinen Vektoren ist also bei einem Ortsvektor der Startpunkt festgelegt und außerdem abhängig vom gewählten Koordinatenursprung: \(\vec p' = \overrightarrow{O'P} \ne \vec p = \overrightarrow{OP}\). Die Komponenten des Ortsvektors \(\vec p = \begin{pmatrix} p_1 \\ p_2 \end{pmatrix}\) eines Punkts P(p1|p2) in der Ebene bzw. \(\vec p = \begin{pmatrix} p_1 \\ p_2 \\ p_3 \end{pmatrix}\) eines Punkts P(p1|p2|p3...

  • Orwell, George

    George Orwell, englischer Romanautor, geb. am 25.06.1903 in Motihari, Indien, gest. am 21.01.1950 in London. Werke (Auswahl) Orwell schrieb zahlreiche Romane, Erzählungen, Essays und Gedichte. Seine bekanntesten Werke sind die antisowjetische Fabel (anti-Soviet fable) Animal Farm (1945) sowie Nineteen Eighty-Four (1949), eine negative Utopie (dystopian vision) eines totalitäten (totalitarian) Systems. Themen Meist geht es um Individuen, die in Konflikt mit repressiven (oppressive) politischen und sozialen Mächten geraten sind.

  • Osmanisches Reich

    Osmanisches Reich, um 1300 entstandene und nach der Herrscherfamilie benannte islamische Herrschaft. Erster Sultan und Begründer des Reichs war Osman I. (*1258/1259, †1324/1326), erste Hauptstadt des Osmanischen Reiches war Bursa (nordwestliches Kleinasien). Flagge des Osmanischen Reichs: Der Weg zur Großmacht 1389 wurden die Serben, die danach Vasallen wurden, vom osmanischen Sultan Murad I. (*1319/1326; †1389) in der Schlacht auf dem Amselfeld (Kosovo) geschlagen. 1453 eroberten die Osmanen Byzanz (Konstantinopel, Istanbul) und machen die Stadt zur Hauptstadt. Das Bündnis zwischen Franz I. (...

  • Osmose

    Osmose (Hydrostatischer Druck): Bezeichnung für eine einseitig gerichtete Diffusion zwischen zwei Substanzen (gewöhnlich Flüssigkeiten) durch eine semipermeable (halbdurchlässige) Membran. Ein solcher Diffusionsvorgang tritt immer auf, wenn zwei Lösungen unterschiedlicher Konzentration durch eine semipermeable Membran getrennt sind und durch diese nur die kleineren Moleküle (z. B. die Moleküle des Lösungsmittels) hindurchtreten können, während die größeren (z. B. die Moleküle oder Ionen des gelösten Stoffs) zurückgehalten werden. Osmose spielt eine große Rolle in den pflanzlichen Zellen mit...

  • Ösophagus

    Ösophagus (Speiseröhre): Teil des Vorderdarms (Darmkanal), der dem Nahrungstransport dient und bei den Wirbeltieren mit Schleimhaut und gut entwickelter Muskulatur versehen ist. Dieser beim Menschen 25–30 cm lange Muskelschlauch befördert den Speisebrei auf reflektorischem Weg (Schluckreflex), unterstützt durch peristaltische Bewegungen, in den Magen. Der Ösophagus ist mit Plattenepithel (Deckgewebe) ausgekleidet.

  • Ost-West-Konflikt

    Ost-West-Konflikt, der nach dem Zweiten Weltkrieg über Jahrzehnte andauernde Gegensatz zwischen den westlichen Staaten unter Führung der USA und den Ostblockstaaten unter Führung der Sowjetunion, der die Weltpolitik bestimmte. Ideologische Gegensätze Die Staaten des freien Westens mit dem Militärbündnis NATO und die Ostblockstaaten mit dem Militärbündnis Warschauer Pakt unterschieden sich in vielerlei Hinsicht. Das Verhältnis war geprägt von Misstrauen und Feindschaft. Die westlichen Staaten waren Demokratien mit Gewaltenteilung, einem Mehrparteiensystem und der Garantie von Grund- und...

  • Ostblockstaaten

    Ostblockstaaten, vor dem Hintergrund des Kalten Kriegs und des Ost-West-Konflikts geprägte Bezeichnung für den Einfluss- und Herrschaftsbereich der Sowjetunion von 1945 bis 1990/1991 im östlichen Europa. Der „Ostblock“ Die Ostblockstaaten waren nach dem sowjetischen Vorbild organisiert (alleiniger Führungsanspruch der jeweiligen kommunistischen Partei; der Marxismus-Leninismus als alleingültige Herrschaftsideologie) und vertraten international den Kurs der sowjetischen Partei- und Staatsführung. Wirtschaftlich waren die Staaten durch den Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe, militärisch durch...

  • Ostpolitik

    Ostpolitik, allgemein die deutsche Außenpolitik gegenüber den Staaten Osteuropas bzw. dem Herrschafts- und Einflussgebiet der Sowjetunion in Zeiten des Ost-West-Konflikts. Im engeren Sinn die neue Ostpolitik unter Bundeskanzler Willy Brandt von der SPD (*1913, †1992, Bundeskanzler von 1969 bis 1974). Die Teilung Deutschlands verstärkte den Kalten Krieg und verfestigte das kühle Verhältnis zwischen Ost und West. Die Bundesregierung unter Willy Brandt (Koalition von SPD und FDP) verfolgte die Überwindung der politisch-ideologischen Gegensätze im Sine einer Entspannungspolitik, die sich den...

  • Oströmisches Reich

    Oströmisches Reich, nach dem Tod von Kaiser Theodosius I., dem Großen (*347, †395, Kaiser seit 379) im Jahr 395 enstandener Teil des Römischen Reichs. Hauptstadt des Reichs wurde die alte griechische Gründung Byzanz, die Kaiser Konstantin von 324 bis 330 n. Chr. zum „neuen Rom“ ausgebaut hatte. Ihm zu Ehren wurde sie Konstantinopel genannt, aber auch die Bezeichnung Byzanz hielt sich über Jahrhunderte. Mit der Auflösung des Weströmischen Reichs erlangte Ostrom die Vorherrschaft und konnte seine Macht sogar weiter ausbauen, da die meisten Germanenreiche nicht lange bestanden. Durch eine...

  • Ostsiedlung

    Ostsiedlung, die Erschließung neuer Siedlungsgebiete im Osten des Deutschen Reichs zwischen Elbe und Oder, später auch an der Ostsee entlang (Baltikum). Während um 1000 rund 4 Millionen Menschen im Deutschen Reich und in Skandinavien lebten, waren es um 1340 etwa 11,6 Millionen. Die Zunahme der Bevölkerungszahl führte vom 12. bis 14. Jahrhundert zur Erschließung unbesiedelter Landstriche für die Landwirtschaft im eigenen Land (innerer Landausbau) sowie zur Ansiedlung deutscher Siedler im Osten im Rahmen des Systems der Grundherrschaft. Innerer Landausbau Bevölkerungsexplosion, Erbfolge...

  • Oszilloskop

    Ein Oszilloskop ist ein Gerät, das den zeitlichen Verlauf von elektrischen Spannungssignalen sichtbar macht, etwa von sinus- oder sägezahnförmigen Wechselspannungen. Da sehr viele Messverfahren physikalische Größen in elektrische Signale umsetzen, gehören Oszilloskope zur Standardausstattung jedes physikalischen Labors (und natürlich erst recht jeder Elektronikwerkstatt). Lange Zeit war das Elektronenstrahloszilloskop (Kathodenstrahloszilloskop) die häufigste Bauform. Sie funktionierte ähnlich wie Fernseher im 20. Jahrhundert, also nach dem Prinzip der Braun’schen Röhre. Heute erfolg en...

  • Otto I. der Große

    Otto I. der Große (*912; †973) König des Deutschen Reichs von 936 bis 973 und Herzog von Sachsen aus dem Geschlecht der Liudolfinger. Otto war der erste in Aachen gekrönte und feierlich eingeführte König, als er 936 den deutschen Königsthron bestieg. Christianisierung und Reichskirche Wie Karl der Große sah auch Otto I. die Christianisierung als Aufgabe des christlichen Kaisers an. So wurde 968 das Erzbistum Magdeburg gegründet, das als Missionszentrum in die slawischen Gebiete hineinwirkte. Die erste Regierungszeit Ottos I. war geprägt von Auseinandersetzungen mit den Herzögen. Als sie sich...

  • Oviparie

    Oviparie: die Ablage von einzelligen, unentwickelten Eiern. Die Befruchtung der Eier erfolgt entweder außerhalb des mütterlichen Körpers (viele Fische, Lurche) oder während der Eiablage, z. B. durch gespeicherte Samenzellen (Insekten, Spinnen). – Gegensatz: Viviparie.

  • Oxidationsmittel

    Im engeren Sinne Verbindungen, die leicht Sauerstoff abgeben können. Bekannte Oxidationsmittel sind Kaliumchlorat, KClO4, Kaliumpermanganat, KMnO4, Kupfer(II)-oxid, CuO, Wasserstoffperoxid, H2O2. Im weiteren Sinne Substanzen, die Elektronen aufnehmen können oder Elektronen aufnehmende chemische Systeme enthalten. Sie bewirken durch ihre Elektronenaufnahme eine Oxidation der Elektronen abgebenden Stoffe und werden dabei gleichzeitig reduziert (Reduktionsmittel, Reduktion und Oxidation). Ein Oxidationsprozess ist daher immer mit einer Reduktion gekoppelt und umgekehrt. Besonders geeignet als...

  • Oxidationszahl

    (Oxidationsstufe): Die Ladung eines Atoms in einer Verbindung unter der Annahme, dass alle an der Verbindung beteiligten Elemente als Ionen vorliegen. Man spricht dabei auch von Formalladung. Das Konzept der Oxidationszahl erweist sich als vorteilhaft für das Aufstellen von Redoxgleichungen (Reduktion und Oxidation). Bei der Ermittlung der Oxidationszahl werden die Elektronenpaare der Atombindungen jeweils dem elektronegativeren Atom (Elektronegativität) vollständig zugeordnet. Im Wassermolekül z. B. befinden sich die Bindungselektronenpaare stark im Anziehungsbereich des Sauerstoffatoms...

  • Oxide

    Verbindungen des Sauerstoffs mit einem anderen Element, in denen der Sauerstoff den elektronegativeren Anteil bildet. (Da Fluor eine größere Elektronegativität besitzt als Sauerstoff, zählt OF2 nicht zu den Oxiden, sondern zu den Fluoriden.) Die Oxide gehören zu den am häufigsten auftretenden Verbindungen. Mit Ausnahme der Edelgase vereinigen sich alle Elemente mit Sauerstoff, wobei viele von ihnen je nach ihrer Oxidationsstufe verschiedene Oxide bilden können. Beispiele sind Eisen, von dem es Eisen(II)-Oxid, FeO, und Eisen(III)-Oxid, Fe2O3, gibt, und Kohlenstoff mit den Verbindungen...

  • Oxymoron

    Das Oxymoron zählt zu den rhetorischen Figuren und ist eine Zusammensetzung zwei sich widersprechender Begriffe. Beispiele: bittersüß, kalte Glut

  • Oxymoron

    Über das Wort „Oxymoron“ Genus, Betonung: das Oxymoron (Betonung auf dem y) Plural: die Oxymora Abkürzung: — Herkunft: von griechisch oxýmōron (das) Scharf(sinnig)dumme (von oxýs scharf, scharfsinnig + mōrón dumm) Definition Das „Oxymoron“ ist ein Stilmittel. Ein „Oxymoron“ liegt vor, wenn ein Gegenstand oder Sachverhalt in einer Wortverbindung oder einem Kompositum gleichzeitig mit zwei einander widersprechenden Begriffen beschrieben wird. Beispiele ÷ Summum iūs summa iniūria. Das extreme (= zu kleinlich angewendete) Recht ist ein extremes Unrecht. (Cicero: De officiis 1:33) ÷ Cum tacent...

  • Ozon

    [griech. ozein »riechen«]: Trivialname für Trisauerstoff, O3, eine energiereiche Modifikation des Sauerstoffs, die unter Einwirkung von UV-Strahlen oder bei elektrischen Entladungen aus Disauerstoff, O2, entsteht. Physikalische Eigenschaften: Blaues Gas, Fp. -192,5 °C, Sp. -111,9 °C. Chemische Eigenschaften: Bereits in Spuren deutlich riechbar; sehr giftig; bei gewöhnlicher Temperatur und Atmosphärendruck unbeständig (zerfällt langsam wieder in O2). Es wirkt stark oxidierend (Oxidationsmittel), was auf das kurzzeitige Auftreten von Sauerstoffatomen beim Zerfall des Ozons zurückzuführen ist...