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  • Fabel

    Die Fabel zählt zu den Gattungsformen der Epik. Ein wesentliches Merkmal ist das Auftreten von Tieren und anderen Wesen, denen bestimmte menschliche Eigenschaften zugeordnet sind, zum Beispiel dass sie sprechen können. Eine Fabel will auf unterhaltsame Weise eine Lehre vermitteln. Sie zielt auf moralische oder praktische Kritik ab und war daher besonders für die Vermittlung aufklärerischer Ideen geeignet. Beispiel: Ein Elefant und eine Maus besprachen sich von ihrer Größe. „Ha!“, sprach der Elefant, „ich messe Dich ja so leicht mit meinem Rüssel aus!“ „Und ich“, antwortete die Maus, „hab einen...

  • Fable / Fabel

    Die fable (Fabel) gehört zu den epischen Kurzformen. Sie vermittelt eine Moral oder Lehre. Handlungsträger sind Tiere oder Pflanzen, die mit typischen menschlichen Eigenschaften ausgestattet werden (personification). Mehr zur Fabel findest du hier.

  • Fadenpendel

    Ein Fadenpendel ist ein Pendel, bei dem der möglichst schwere und kleine Pendelkörper an einem möglichst langen, dünnen und leichten Faden aufgehängt ist. Es ist ein bekanntes Beispiel für einen Oszillator, d. h. ein schwingfähiges System. Besonders leicht zu behandeln ist die gedankliche Idealisierung des mathematischen Pendels: Bei diesem Pendel ist der Pendelkörper ein Massenpunkt m und der Faden der Länge l masselos und unendlich dünn (aber trotzdem beruhigend stabil!). Die Pendelmasse schwingt auf einem Kreisbogen vom Radius l periodisch um die Ruhelage. Als Auslenkung x bezeichnet man...

  • Faktorisieren

    Faktorisieren bedeutet ganz allgemein „in ein Produkt umwandeln“. Je nachdem, was als Produkt von Faktoren geschrieben werden soll, unterscheidet man Faktorsierung von Zahlen, hier ist vor allem die Primfaktorzerlegung von Bedeutung. Faktorisierung von Termen. Im einfachsten Fall geht es dabei um das Ausklammern eines gemeinsamen Faktors aus einer Summe. In der Analysis spielt das Faktorisieren z. B. bei der Suche nach Nullstellen von Funktionen eine Rolle, denn nach der Faktorregel wird ein faktorisierter Funktionsterm genau dann null, wenn mindestens ein Faktor null ist. Mit anderen Worten...

  • Faktorregel

    Die Faktorregel (Produktregel) ist die Ableitungsregel für das Produkt zweier Funktionen f, g: \((f \cdot g)'(x) = f'(x)\cdot g(x) + f(x)\cdot g'(x)\)

  • Fakultät

    Der Ausdruck n! (sprich „n Fakultät“) bezeichnet das Produkt der ersten n Zahlen, also z. B. \(6! = 1 \cdot 2 \cdot 3 \cdot 4 \cdot 5 \cdot 6 = 720\) Fakultäten werden vor allem in der Kombinatorik und bei der Berechnung von Binomialkoeffizienten benötigt.

  • Fallbeschleunigung

    Die Fallbeschleunigung (Erdbeschleunigung, Schwerebeschleunigung) \(\vec g\) ist die Beschleunigung, die ein Körper im Schwerefeld der Erde erfährt, wenn er sich im freien Fall befindet und der Raum um ihn herum luftleer ist (andernfalls würde der Luftwiderstand der Schwerkraft entgegenwirken). Die Richtung der Fallbeschleunigung zeigt immer „nach unten“, d. h. in Richtung des Erdmittelpunkts, wobei es kleine Abweichungen aufgrund lokaler Effekte geben kann. Der Betrag g ist nicht überall auf der Erdoberfläche gleich groß, da diese nicht exakt kugelförmig ist und es außerdem...

  • Fällen

    (Ausfällen): Das Abscheiden meist fester Substanzen aus Lösungen in Form eines Niederschlags durch Zugabe von Reagenzien, Abkühlung oder Erwärmung.

  • Fällungsindikatoren

    Verbindungen, die mit der zugesetzten Maßlösung, sobald der Äquivalenzpunkt erreicht ist, einen deutlich gefärbten, schwer löslichen Niederschlag bilden. Bei der argentometrischen Halogenidbestimmung nach Carl Friedrich Mohr (* 1806, † 1879) dient z. B. Kaliumchromat, K2CrO4, als Indikator und Silbernitrat, AgNO3, als Maßlösung. Das Chromat-Ion \(\text{CrO}^{2-}_4\)bildet mit dem Silber-Ion Ag+ in neutraler oder sehr schwach alkalischer Lösung einen rotbraunen Niederschlag von Silberchromat, Ag2CrO4.

  • False friends / Falsche Freunde

    Definition Als false friends („falsche Freunde“) bezeichnet man jene englischen Wörter, die deutschen Wörtern sehr ähneln, aber etwas ganz anderes bedeuten. Wenn du etwas über confusables (leicht verwechselbare Wörter) erfahren willst, klicke hier. Deutsch Englisch Deutsch Englisch Chefkoch / Koch Der Koch hier hat viele Preise gewonnen. chef The chef here has won a lot of prizes. Chef Mein Chef ist häufig geschäftlich verreist. boss / head of My boss is often away on business. Beispiele für "false friends" In der linken Spalte steht das deutsche Wort, in der Mitte die richtige englische...

  • Faradaysche Gesetze

    Zwei von M. Faraday gefundene Gesetze zur quantitativen Beschreibung von Elektrolysen. Das 1. Faradaysche Gesetz besagt, dass die beim Durchgang von Gleichstrom durch einen Elektrolyten an den Elektroden abgeschiedenen Stoffmassen m der Stromstärke I und der Zeit des Stromflusses t direkt proportional sind: m = c · I · t Der materialabhängige Proportionalitätsfaktor c wird als elektrochemisches Äquivalent bezeichnet und lässt sich berechnen als: \(C= \frac{M}{z \cdot F}\) Dabei ist M die Molmasse, z die Wertigkeit des betreffenden Elements und F die Faraday- Konstante (F = 96485,34 C/Mol). Das...

  • Farbe (Optik)

    In der Optik versteht man unter Farbe eine durch Licht bei einem menschlichen Betrachter ausgelöste Empfindung, die durch abstrakte Begriffe wie rot, gelb, blau u. Ä. beschrieben wird. (Weiß und Schwarz gelten in der Regel nicht als Farben, oder sie werden als „unbunte Farben“ bezeichnet.) Die komplizierte Definition des Farbbegriffs ist nötig, weil der Farbeindruck das Resultat einer komplexen Signalverarbeitung im menschlichen Gehirn ist und daher immer auch eine individuelle Komponente besitzt. Andererseits gibt es auch eine „physikalische“ Komponente: Unterschiedliche Farben entsprechen...

  • Farbladung

    In der Elementarteilchenphysik ist die Farbladung (Farbe) das Analogon zur elektrischen Ladung, wenn es um Effekte der starken Wechselwirkung geht. Sie ist also die Quelle der Anziehungskräfte, welche die Quarks in Proton und Neutron und auch die Protonen und Neutronen im Atomkern zusammenhalten. Außer den Quarks tragen nur die Gluonen eine Farbladung, Leptonen wie Elektron und Neutrino sind farbneutral, spüren also die starke Wechselwirkung nicht. Es gibt zwei wesentliche Unterschiede zwischen elektrischer und Farbladung: Während die elektrische Ladung nur die zwei Werte + und – annehmen kann...

  • Faschismus

    Faschismus, im engeren Sinne eine nach dem Ersten Weltkrieg in Italien entstandene Bewegung. Die italienischen Faschisten gelangten 1922 an die Macht. Das von Benito Mussolini (*1883, †1945) geführte und straff organisierte Herrschaftssystem basierte auf dem Einparteienstaat und war antiparlamentarisch, antidemokratisch und antimarxistisch. Mussolini nannte sich Duce (Führer). Die Bezeichnungen Faschismus und Totalitarismus sind eng miteinander verwandt. Im weiteren Sinne ist Faschismus der Sammelbegriff für alle rechtsradikalen, autoritären politischen Bewegungen oder Systeme bis 1945. Dazu...

  • Faulkner, William

    William Faulkner, amerikanischer Romanautor, geb. am 25.09.1897 in New Albany, Mississippi, gest. am 06.07.1962 in Byhalia, Mississippi, im Alter von 65 Jahren. Werke (Auswahl) Zu Faulkers bekanntesten Werken gehören The Sound and the Fury (1929), Light in August (1932) und Absalom! Absalom! (1936). The Portable Faulkner (1946) machten ihn bei Lesern in aller Welt bekannt. 1949 erhielt er den Nobelpreis für Literatur. Themen Alle seine wichtigen Romane befassen sich mit dem wirtschaftlichen, sozialen und moralischen Verfall (decay) der Südstaaten.

  • Fäulnis

    Zersetzen Bakterien oder Pilze stickstoffhaltige Verbindungen, insbesondere Proteine bei ungenügendem Sauerstoffzutritt nicht vollständig, spricht man von Fäulnis. Als Endprodukte entstehen u. a. Ammoniak, Schwefelwasserstoff und Methan, das bei dem Abbau von Klärschlamm aus der Abwasserreinigung in Behältern aufgefangen und als Energiequelle genutzt werden kann. – siehe auch: Gärung.

  • Faustkeil

    Faustkeil, das erste Werkzeug des Menschen in der Altsteinzeit, hergestellt aus Feuerstein. Durch die Möglichkeit, Steine zuzurichten, wurden erstmals nicht nur Gegenstände verwendet, wie sie in der Natur vorkamen. Es wurden vielmehr gezielt Materialien aus der Natur ausgewählt, aus denen man Werkzeuge herstellen konnte. Dieser Schritt gilt als die eigentliche Menschwerdung.

  • faux amis / falsche Freunde

    Definition Als faux ami (falscher Freund) bezeichnet man ein Wort, das einem Wort aus einer anderen Sprache sehr ähnelt, aber etwas anderes bedeutet. Beispiele Hier ein paar Beispiele für französisch-deutsche (falsche) Freunde: die Ampel le feu rouge l’ampoule die Glühbirne (sich) blamieren ridiculiser blâmer tadeln die Bluse le chemisier la blouse der Kittel die Frau la femme la femme, l’épouse die Ehefrau das Glas le verre la glace das Eis groß grand gros, grosse dick das Gymnasium le lycée le gymnase die Turnhalle die Jacke la veste le gilet die Weste die Jalousie la jalousie la jalousie...

  • FDP

    FDP, Abkürzung für Freie Demokratische Partei, 1948 durch den Zusammenschluss verschiedener nationalliberaler und linksliberaler Strömungen gegründete Partei in der Bundesrepublik Deutschland. Die FDP war von 1949 bis 1966 an verschiedenen Koalitionsregierungen mit der CDU beteiligt und stellte von 1949 bis 1959 mit Theodor Heuss (*1884, †1963) den ersten Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland. Von 1969 bis 1982 bildete die FDP Koalitionsregierungen mit der SPD und war mit den Bundesaußenministern Walter Scheel (*1919, †2016, 1969 bis 1974 Außenminister, 1974 bis 1979 Bundespräsident...

  • Federn

    Federn: eine spezielle Bildung der Außenhaut der Vögel und deren typisches Kennzeichen. Federn bestehen aus Horn, sind fest, elastisch, leicht und wasserabstoßend. Entwicklungsgeschichtlich lassen sie sich von der Reptilienschuppe ableiten.

  • Federpendel

    Ein Federpendel ist ein Pendel, bei dem ein kompakter Körper an einer Schrauben- oder Blattfeder frei hin- und herschwingen kann. Der Einfachheit halber betrachtet man den Fall einer rein horizontalen Schwingung, weil dann die Gewichtskraft keine Rolle spielt. In diesem Fall (und bei Vernachlässigung von Reibungseffekten) gilt bei nicht zu großer Auslenkung x das lineare Hooke’sche Gesetz, d. h. Auslenkung und Betrag der Rückstellkraft \(\vec F\) sind proportional zueinander: \(F = D \cdot x\) Dabei ist die Federkonstante D ein Maß für die Steifheit der Feder. Ihre SI-Einheit ist N/m.

  • Fehde

    Fehde, die gewaltsame Auseinandersetzung auf eigene Faust ohne Hilfe eines Gerichts im Mittelalter. Im Mittelalter gelang es nicht, das Recht auf Gewaltanwendung ausschließlich dem König zu erlauben. Selbsthilfe (im Frühmittelalter auch in Form der Blutrache) war zugelassen. Fehdeberechtigt war im Frühmittelalter jeder Freie, im Hoch- und Spätmittelalter jeder Waffenberechtigte (Adel, aber auch Städte). Eröffnet wurde eine Fehde durch den Fehdebrief, eine seit dem 12. Jahrhundert gebräuchliche Formalität, die auf dem Ehrenkodex der Ritter beruhte. Die Fehde zielte auf die Schädigung des...

  • Fehler 1. Art und Fehler 2. Art

    Bei einem Hypothesentest eine falsche Entscheidung für oder gegen die Nullhypothese H0 bzw. die Alternativhypothese H1. Grundsätzlich gibt es zwei Ausgänge des Tests – das Testergebnis liegt im Annahmebereich oder es liegt im Ablehnungsbereich. Andererseits kann die Nullhypothese entweder zutreffen oder nicht. Dies ergibt die folgenden vier Möglichkeiten: H0 trifft zu, H1 nicht H0 trifft nicht zu, sondern H1 Ergebnis im Annahmebereich Entscheidung für H0 (gegen H1) ist richtig fälschliche Annahme von H0, Fehler 2. Art, Wahrscheinlichkeit \(\beta\) Ergebnis im Ablehnungsbereich fälschliche...

  • Fehlerrechnung

    Zur Fehlerrechnung zählen verschiedene Verfahren zur rechnerischen Behandlung von Messfehlern in einer Messreihe. Jede gemessene Größe a ist mit einem Fehler \(\Delta a\) behaftet, d. h., der wahre Wert der Größe liegt irgendwo im Intervall \(a \pm \Delta a\). Deshalb sollte man wann immer möglich beim Aufzeichnen von Messwerten in einem Diagramm (Koordinatensystem) an den Messpunkten Fehlerbalken einzeichnen. Auf diese Weise sieht man sofort, ob eine Abweichung zwischen gemessenem und theoretisch erwartetem Wert nur ein statistischer Mess- oder Ablesefehler ist oder ob man tatsächlich einen...

  • Feld und Potenzial

    Ein Feld ist eine physikalische Größe, die an jedem Punkt \(\vec x\) des Raumes (oder eines Gebietes im Raum) und zu jedem Zeitpunkt t einen bestimmten Wert hat. Im Allgemeinen hängt ein Feld A also von vier Variablen ab, den drei Ortskoordinaten und der Zeit: \(A = A(\vec x, t) = A(x, y, z, t)\) Oft kann man aber ein Feld mithilfe von Symmetrieüberlegungen auf nur eine Ortsvariable zurückführen, etwa beim (annähernd) radialsymmetrischen Schwerefeld der Erde oder beim elektrischen Feld in einem Plattenkondensator. Wenn das Feld dazu noch zeitlich konstant ist (dies ist sowohl bei der...

  • Feminin

    „Feminin“ (oder „Femininum“) bedeutet so viel wie „weibliches grammatisches Geschlecht“. Alle Informationen zum Feminin findest du unter Genus.

  • Fermentation

    [zu lat. fermentare »gären«] (Fermentierung): Biochemische Vorgänge, bei denen unter dem Einfluss von Enzymen von Mikroorganismen Metabolite gebildet werden; im engeren Sinne die Bildung bestimmter Aromastoffe z. B. beim Lagern von Tee, Kaffee, Tabak oder Kakao.

  • Fermionen

    Fermionen (nach Enrico Fermi) sind Elementarteilchen, die einen halbzahligen Spin haben, also \(s = \left( \dfrac 1 2,\ \dfrac 3 2,\ \dfrac 5 2,\ \ldots \right) \cdot \hbar\). Alle fundamentalen Elementarteilchen, d. h. nach heutigem Wissen wirklich elementaren Partikel, mit dieser Eigenschaft sind Materie-„Elementarteilchen“, nämlich die Quarks und die Leptonen wie das Elektron, das Neutrino und ihre schwereren Verwandten. Fundamentale Elementarteilchen mit ganzzahligem Spin sind Austauschteilchen. Aus Fermionen zusammengesetzte „Elementarteilchen“ können je nach Anzahl der enthaltenen...

  • Fernrohr

    Ein Fernrohr (Teleskop) ist ein optisches Instrument, mit dem entfernte Objekte unter einem größeren Winkel, also vergrößert, abgebildet werden können. Alle Fernrohre besitzen mindestens zwei optische Komponenten, ein Objektiv und ein Okular. Dabei fällt der bildseitige Brennpunkt des Objektivs mit einem Brennpunkt des Okulars zusammen. Das langbrennweitige Objektiv ist immer sammelnd, während das Okular, welches das vom Objektiv erzeugte reelle Bild vergrößert, sowohl sammelnd als auch zerstreuend wirken kann. Um verschiedene Abbildungsfehler zu vermeiden, bestehen beide Komponenten meist aus...

  • ferre (Verb)

    Formen des Präsensstamms Der Präsensstamm des Verbs ferre tragen verbindet sich mit der nichtvokalischen Konjugation (siehe auch Konjugationen des Präsensstamms). Abkürzungen in der Tabelle: Gen. = Genitiv Imp. = Imperativ Kjg. = Konjugation Kjv. = Konjunktiv Nom. = Nominativ Pl. = Plural (1.Pl. = 1.Person Plural, usw.) PPA = „Partizip Präsens Aktiv“ Präs. = Präsens Sg. = Singular (1.Sg. = 1.Person Singular, usw.) Farben in der Tabelle: BRAUN = Verbalstamm: zeigt die Verbbedeutung an. LILA = Unterstamm-Kennzeichen: zeigt den vom Verbalstamm abgeleiteten Unterstamm (hier: den Präsensstamm) an...

  • Ferromagnetismus

    Der Ferromagnetismus (von lat. ferrum „Eisen“) ist eine Form der magnetischen Ordnung in Festkörpern, die vor allem in Eisen und den verwandten Metallen Cobalt und Nickel beobachtet wird. Stoffe mit ferromagnetischem Verhalten nennt man Ferromagnetika (Singular: Ferromagnetikum). Ferromagnetika besitzen unterhalb einer materialabhängigen kritischen Curie-Temperatur TC (nach Pierre Curie) eine permanente Magnetisierung, d. h., die atomaren magnetischen Momente (Elementarmagnete) zeigen in eine Vorzugsrichtung. Der Grund dafür ist, dass es in Ferromagnetika für die Atome aufgrund einer sog...

  • Fertilität

    Fruchtbarkeit (Fertilität): die Fähigkeit von Pflanzen, Tieren und Menschen, (viele) Nachkommen hervorzubringen. Die Fruchtbarkeit ist erblich festgelegt und bei parasitischen Tieren mit Wirtswechsel besonders groß, weil die Eier oder Larven nur eine sehr geringe Chance haben, auf einen passenden Zwischenwirt zu treffen. Je intensiver Brutvorsorge oder gar Brutpflege betrieben werden, umso geringer ist die Zahl der Nachkommen. Die Fruchtbarkeit der Pflanzen ist abhängig von der Bestäubung ihrer Blüten, von Witterungsbedingungen, von der Größe und damit auch von der Menge der erzeugten Samen...

  • Festkörperphysik

    Die Festkörperphysik untersucht die makroskopischen Eigenschaften fester Körper und versucht, sie aus ihrer mikroskopischen Struktur heraus zur erklären – ähnlich wie die Quantenstatistik die thermodynamischen Eigenschaften von Körpern aus den Quanteneigenschaften ihrer kleinsten Bestandteile ableitet. Wichtige Teilgebiete sind die Aufklärung von Kristallstrukturen, die Bestimmung von Bindungsverhältnissen sowie das Verhalten von Festkörpern unter mechanischen Spannungen oder in elektromagnetischen Feldern. Eine wichtige theoretische Vorstellung ist die Übertragung der Welle-Teilchen-Dualität...

  • Fette

    Ester des dreiwertigen Alkohols Glycerin (Propan-1,2,3-triol) mit höheren Monocarbonsäuren gerader Kohlenstoffzahl, den Fettsäuren, die entweder gesättigt sein können oder eine oder mehrere Doppelbindungen enthalten. Fette kommen als Stoffwechselprodukte von Pflanzen und Tieren weit verbreitet in der Natur vor. Natürliche Fette bestehen meist aus gemischten Estern, d. h., mit einem Molekül Glycerin sind verschiedene Carbonsäuremoleküle verbunden. Symmetrische Ester, die drei gleiche Fettsäuren enthalten, sind dagegen in der Natur sehr selten. Am häufigsten sind in den Fetten Fettsäuren mit 16...

  • Fette

    Fette: die Ester des dreiwertigen Alkohols Glycerin mit Fettsäuren. Die meisten Fette enthalten zwei oder drei verschiedene Fettsäurereste. Fette sind in allen pflanzlichen und tierischen Zellen enthalten. Wegen ihrer Unlöslichkeit in Wasser und ihres hohen Brennwertes (9,3 kcal/g = 38,7 kJ/g) sind sie ein ideales Nähr- und Reservematerial. In Pflanzen finden sich Fette daher v. a. in Samen, im Tierkörper vorzugsweise im Fettgewebe. Als Träger der fettlöslichen Vitamine haben die Fette für den Organismus große Bedeutung.

  • Fettsäuren

    Sammelbezeichnung für gesättigte und ungesättigte aliphatische Monocarbonsäuren (Carbonsäuren). Die Fettsäuren bilden einen wesentlichen Bestandteil der Fette.

  • Fetus

    Fetus (früher: Fötus): Vom Beginn des 4. Schwangerschaftsmonats an nennt man den menschlichen Embryo Fetus (Leibesfrucht).

  • Feudalismus

    Feudalismus, im 17. Jahrhundert aufkommende Bezeichnung für das mittelalterliche Lehnswesen, die vom lateinischen Wort für Lehen „feudum“ herrührt.

  • Feuerlöscher

    Es gibt verschiedene Typen: Bei einem Nasslöscher wird Wasser unter Druck aus dem Behälter herausgepresst. Trocken- oder Pulverlöscher enthalten Natriumhydrogencarbonat als Löschmittel. Die Staubpartikel fangen die den Brand unterhaltenden Radikale ab. Kohlenstoffdioxid-Löscher enthalten flüssiges CO2 unter Druck, das sich beim Entspannen abkühlt und sich als Schicht von Kohlensäureschnee ausbreitet. Dadurch wird einerseits das brennende Material abgekühlt, andererseits auch die Sauerstoffzufuhr eingeschränkt. Die mithilfe von Schaumlöschern erzeugte Schaumschicht (meist auf der Basis von...

  • Fibrin

    Fibrin: ein Protein im Blut, das bei der Blutgerinnung aus Fibrinogen entsteht und an der Bildung des Blutkuchens beteiligt ist.

  • Fibrinogen

    Fibrinogen: ein im Blut gelöstes Protein (Globulin), das bei der Blutgerinnung durch Thrombin in das ein feinfädiges Netz bildende Fibrin umgewandelt wird.

  • fierī (Verb)

    Das Verb fierī hat folgende Bedeutungen: • werden; • entstehen; • gemacht werden; • geschehen. Formen des Präsensstamms Der Präsensstamm des Verbs fierī verbindet sich mit der ī-Konjugation (siehe auch Konjugationen des Präsensstamms), weist aber einige Unregelmäßigkeiten auf. Abkürzungen in der Tabelle: Gen. = Genitiv Imp. = Imperativ Nom. = Nominativ Pl. = Plural (1.Pl. = 1.Person Plural, usw.) PPA = „Partizip Präsens Aktiv“ Sg. = Singular (1.Sg. = 1.Person Singular, usw.) Erläuterungen zur Tabelle In dieser Tabelle ist auf eine farbliche Unterscheidung der Bestandteile der Formen verzichtet...

  • Figur (Geometrie)

    Unter einer geometrischen Figur versteht man ein zweidimensionales Objekt, abstrakt gesprochen eine Teilmenge der Ebene. Normalerweise ist dies dann eine endliche und zusammenhängende, d. h. von einer geschlossenen Linie, dem Umfang U, begrenzte Punktmenge. Darüber hinaus besteht die Begrenzung in der Regel aus geraden Linien und/oder Kreisabschnitten, wie bei einem Dreieck, Viereck, Polygon der Kreis. Oft werden auch aus solchen einfachen Elementen zusammengesetzte Figuren betrachtet. Anders als sonst in der Mathematik gibt es aber keine allgemein verbindliche Definition des Begriffs Figur...

  • Figura etymologica

    Über das Wort „Figura etymologica“ Genus, Betonung: die Figura etymologica Plural: die Figurae etymologicae Abkürzung: — Herkunft: = lat. figūra etymologica etymologische (Rede-)Figur („etymologica“ bezieht sich auf die etymologische Verwandtschaft der verwendeten Wörter) Definition Die „Figura etymologica“ ist ein Stilmittel. Unter „Figura etymologica“ versteht man ein Wortspiel, bei dem zwei etymologisch verwandte Wörter (also Wörter, die sowohl im Klang als auch in der Bedeutung Ähnlichkeiten haben) in ein und derselben Satzkonstruktion miteinander verbunden sind. Beachte: Eine Figura...

  • Figurenrede

    In epischen Texten kann Gesagtes oder Gedachtes unterschiedlich wiedergegeben werden. Zu den möglichen Formen zählen: Direkte Rede: Sie gibt die Äußerungen einer Figur wörtlich wieder. Indirekte Rede: In ihr werden Äußerungen und Gedanken einer Figur referiert. Innerer Monolog Stream of Consciousness Erlebte Rede

  • Figurenrede im Drama

    Monolog und Dialog Die Handlung des Dramas wird in der Figurenrede vermittelt. Diese besteht aus Monologen und Dialogen. Daneben gibt es weitere Möglichkeiten der Figurenrede: Monolog Als Monolog bezeichnet man die Rede einer einzelnen Person. Diese ist entweder allein oder registriert beim Sprechen andere Anwesende nicht (Beiseitesprechen). Die Hauptfunktion des Monologs liegt darin, Reflexionen, innere Zwiespälte und Entscheidungsprozese darzustellen; er kann auch Ausdruck von Leere und Isoliertheit sein. Dialog Dialog nennt man die Rede und Gegenrede zwischen zwei oder mehreren Figuren...

  • Figurenskizze

    Figuren sind die Handlungsträger in einem Erzähltext. Die Figurenskizze bzw. auch Figurenkonstellation genannt, bezeichnet die Beziehungen der Figuren oder auch einzelner Figurengruppen zueinander. Man unterscheidet zwischen zwei Arten von Beziehung: Korrespondenzbeziehung: Die Figuren stehen auf der gleichen Seite. Kontrastbeziehung: Die Figuren stehen auf entgegengesetzten Seiten in der Konstellation Protagonist – Antagonist. Dieses Beziehungsgefüge kann sich im Laufe der Handlung mehrfach ändern.

  • Film report / Filmrezension

    Allgemein Eine Filmbesprechung erläutert, was in dem Film passiert und warum der Film für den / die Zuschauer/-in wichtig oder von Interesse ist. Folgende Hinweise sollte man bei der Aufgabe, eine Rezension bzw. einen passenden Kommentar zu verfassen, berücksichtigen. Schreiben eines film report Den Film (mehrfach) anschauen und sicherstellen, dass man ihn verstanden hat. Die spätere sprachliche Darstellung ist jetzt noch nicht wichtig; nur auf den Film konzentrieren. Den Film erneut anschauen und nach jeder Szene auf Pause drücken. Notieren, was zu sehen ist, aber noch keine Auswahl unter...

  • Filter

    Eine poröse Schicht zum Trennen fester Stoffe von Flüssigkeiten oder von Gasen. Im Labor sind meist Feststoffe von Flüssigkeiten zu trennen. Für einfache Filtrationen werden üblicherweise Rund- oder Faltenfilter aus Papier in Verbindung mit einem Trichter passender Größe verwendet. Rundfilter formt man durch zweimaliges Falten zu einer Tüte und legt sie in den Trichter ein. Das Filterpapier wird nun angefeuchtet und die Außenfläche an den Trichter angedrückt, um Luftblasen zwischen Papier und Trichter zu entfernen. Die zu filtrierende Flüssigkeit lässt man am besten an einem Glasstab in den...

  • Finalsatz

    Der Finalsatz gehört zu den Unterarten des Adverbialsatzes. Er gibt das Ziel, die Absicht oder den Zweck einer Handlung an und wird häufig durch die Konjunktionen damit und dass oder als Infinitivsatz mit der Infinitivkonjunktion um eingeleitet. Nach dem Finalsatz fragt man mit wozu, in welcher Absicht oder zu welchem Zweck. Beispiele: Beeil dich, damit wir pünktlich losgehen können. Pass auf, dass du nichts vergisst. Er trainiert hart, um in die Landesauswahl zu kommen.

  • Finalsatz

    Andere Bezeichnung: Zwecksatz Über das Wort „final“ Abkürzung: —Herkunft: von lat. fīnālis das Ende/ die Grenze/ das Ziel/ den Zweck betreffend (von fīnis Ende, Grenze, Ziel, Zweck) Definition Ein „Finalsatz“ ist ein Nebensatz, der den Zweck des Ereignisses angibt, das im übergeordneten Satz genannt ist. Erläuterung: Da der Zweck die erwünschte Folge ist, ist ein Finalsatz ein spezieller Fall von Wunschsatz; Wunschsätze enthalten etwas, das noch kommen soll, also nachzeitig ist. Daher wird ein Finalsatz mit einem Wunschkonjunktiv oder einem nachzeitigen Partizip oder mit der finalen...

  • finite Verbform

    Andere Bezeichnungen: Finitiv, Personalform Über die Bezeichnungen „finite Verbform“, „Finitiv“ und „Personalform“ Genus, Betonung: die finite Verbform, aber: der Finitiv (vergleiche: der Infinitv) Plural: die finiten Verbformen, die Finitive Abkürzung: Fin. Herkunft von „finite Verbform“ und „Finitiv“: von lat. verbum fīnītum bestimmte Verbform bzw. modus fīnītīvus Aussageweise der Bestimmtheit (fīnītum ist vorzeitiges Passivpartizip von fīnīre begrenzen, bestimmen; gemeint ist, dass die Form hinsichtlich der grammatischen Person, des Modus und des absoluten Tempus bestimmt ist, im...

  • finiter Nebensatz

    Definition Ein „finiter Nebensatz“ ist ein Nebensatz, dessen Verb eine finite Verbform ist. Arten von finiten Nebensätzen Je nachdem, ob und mit welcher Wortart der finite Nebensatz eingeleitet ist, unterscheidet man: (1) Subjunktionalsätze = finite Nebensätze, die mit eine Subjunktion eingeleitet sind. (2) Wunschnebensätze ohne Einleitewort Diese stehen im Wunsch-Konjunktiv (> (A6) Wunsch-Nebensätze > (a2)) (3) Relativsätze = finite Nebensätze, die mit einem Relativwort eingeleitet sind. (4) Fragenebensätze = finite Nebensätze, die mit einem Fragewort eingeleitet sind.

  • Fixpunkt

    Ein Fixpunkt ist ein Punkt im Raum (oder auch in der Ebene), der bei einer geometrischen Abbildung auf sich selbst abgebildet wird, also unverändert bleibt. Beispiele dafür sind das Spiegelzentrum einer Punktspiegelung oder der Drehpunkt bei einer Rotation (Drehung). In der Analytischen Geometrie beschreibt man lineare Abbildung zwischen Vektoren mithilfe von Abbildungsmatrizen, dort ist ein Fixpunkt ein Eigenvektor zum Eigenwert 1.

  • Fläche

    Der Begriff „Fläche“ wird in der Geometrie in mehreren Bedeutungen verwendet: er kann eine (zweidimensionale) Figur in der Ebene bezeichnen (selten auch die Ebene selbst) oder deren Größe, wobei man dann besser vom Flächeninhalt sprechen sollte. In der Raumgeometrie, also bei dreidimensionalen Problemen, lautet der passende Ausdruck Oberfläche.

  • Flächenbestimmung durch Integration

    Allgemein ist der Flächeninhalt A der Figur, die von einem Funktionsgraphen Gf, der x-Achse und den senkrechten Verbindungslinien zwischen ihnen (an den Grenzen des Intervalls []) begrenzt wird, das bestimmte Integral \(\displaystyle A = \left| \int\limits_{a}^{b} | f (x)|\, \text dx \right|\) . Für \(a \leq b\) fallen die äußeren Betragsstriche weg. Ist \(f (x) \geq 0\) für alle \(x \in [a; b]\), fallen die inneren Betragsstriche weg. Wenn die Funktion im Intervall das Vorzeichen wechselt, muss man die sich ergebenden Teilflächen jeweils separat berechnen. Beispiel: \(\displaystyle A = \int...

  • Flächendiagonale

    Andere Bezeichnung für die Diagonale einer Fläche im Raum, wenn man sie von der Raumdiagonalen eines Körpers abgrenzen will.

  • Flächeneinheiten

    Einen Flächeninhalt bestimmt man im Prinzip immer, indem man zwei geeignete Längen miteinander multipliziert (Länge mal Breite, Grundseite mal Höhe usw.). Darum sind Flächeneinheiten immer das Quadrat von Längeneinheiten, meistens sieht man das auch schon an ihrem Namen und ihrem Einheitensymbol. Eine Ausnahme bilden die Abkürzungen Ar (a) für 100 Quadratmeter und Hektar (ha) für 100 a. Eine Flächeneinheit bekommt, genau wie eine Volumeneinheit, keinen Einheitenvorsatz, sondern man setzt den Vorsatz vor die zugrundeliegende Längeneinheit: 1000 Quadratmeter sind also kein „Kiloquadratmeter (kqm...

  • Flächeninhalt

    Der Flächeninhalt in ein Maß für die Größe eines zweidimensionalen Objekts bzw. einer Figur, etwa eines Quadrats, eines Fußballfelds oder der Bundesrepublik Deutschland. Man sagt oft auch einfach nur „Fläche“, das ist aber missverständlich, weil damit sowohl das Objekt selbst („diese Fläche malen wir grün an“) als auch seine Größe („die Fläche des Ackers beträgt einen halben Hektar.“) Bei Flächen im dreidimensionalen Raum spricht man meist von der „Oberfläche“, noch präziser vom „Oberflächeninhalt“ eines Körpers. Die Basiseinheit des Flächeninhalts ist der Quadratmeter (m2), im Prinzip kann...

  • Flamme

    Unter Leuchterscheinungen und Hitzeentwicklung brennende Gase bzw. Dämpfe. Mit Flammen verbrennen alle brennbaren Gase sowie solche Flüssigkeiten und Feststoffe, die oberhalb ihrer Entzündungstemperatur brennbare Dämpfe bzw. brennbare dampfförmige Zersetzungsprodukte entwickeln. Gewöhnlich sind an der Flammenbildung zwei Reaktionspartner beteiligt, ein Brennstoff und ein Oxidationsmittel. Bei den Oxidationen kommt es zu Kettenreaktionen von Radikalen. Die Wirkung von Feuerlöschmitteln beruht u. a. darauf, dass sie Radikale wegfangen. Streng genommen beschränkt sich der Begriff Flamme auf die...

  • Flammenfärbung

    Färbung der nichtleuchtenden Flamme des Gasbrenners (Brenner), die auftritt, wenn Substanzen, v. a. die Salze bestimmter Metalle (siehe Tabelle), hineingebracht werden. In der chemischen Analyse ist die Flammenfärbung eine wichtige Vorprobe auf diese Metalle. Flammenfärbung (Auswahl) Metall Flammenfärbung Lithium rot Natrium gelb Kalium violett Calcium ziegelrot Barium gelbgrün Kupfer grün

  • Flexion

    Allgemein Wörter lassen sich anhand bestimmter Merkmale in Klassen einteilen, die man Wortarten nennt. Es gibt flektierbare und nicht flektierbare Wortarten, also Wortarten, die gebeugt und die nicht gebeugt werden können. Flektierbare Wortarten Verben Substantive Adjektive Artikel Pronomen Nichtflektierbare Wortarten Adverbien Präpositionen Konjunktionen Interjektionen Flexion bzw. flektieren ist der Oberbegriff zu Konjugation bzw. konjugieren und Deklination bzw. deklinieren.

  • Flexion

    Andere Bezeichnungen: Formenbildung, Beugung Über das Wort „Flexion“ Genus, Betonung: die Flexion Plural: die Flexionen Abkürzung: Fl., Flex. Herkunft: von lat. flexiō Beugung, Umlenkung (gemeint ist – wie bei „Deklination“ – die Abweichung von der Nennform, also vom Nominativ Singular bzw. von der 1.Person Singular Indikativ Präsens Aktiv). Gelegentlich trifft man die falsche Schreibweise „Flektion“. Diese orientiert sich am Englischen, wo neben „flexion“ irrtümlich die gleich ausgesprochene Variante „flection“ gebildet wurde. Definition „Flexion“ Unter „Flexion“ versteht man eine Veränderung...

  • Flexionskategorie

    Definition Eine „Flexionskategorie“ ist eine bestimmte grammatische Funktion oder Eigenschaft, die durch eine Flexionsendung (= Deklinations- oder Konjugationsendung) zum Ausdruck gebracht wird. Da die Flexionsendungen die grammatischen Funktionen oder Eigenschaften des Wortes nicht immer ganz eindeutig festlegen, sind die Flexionskategorien streng genommen oft ganze Bündel von möglichen Funktionen oder Eigenschaften. Hinweis: Jede Flexionskategorie gehört zu einer Gruppe von Flexionskategorien, von denen das Wort jedesmal, wenn es im Satz verwendet wird, genau eine Kategorie ausdrücken muss...

  • Flugzeuge und dynamischer Auftrieb

    Ein Flugzeug fliegt, genau wie Vögel, Insekten und Fledermäuse, aufgrund des sog. dynamischen Auftriebs. Dieser wirkt auf Körper, die sich durch eine Flüssigkeit oder ein Gas bewegen. Er tritt auf, wenn die Strömungsgeschwindigkeit auf der Oberseite des umströmten Körpers (genauer gesagt der Flügel von Flugzeug, Vogel usw.) größer ist als auf der Unterseite. Dies führt nämlich zu einem niedrigeren Druck auf der Oberseite im Vergleich zur Unterseite und damit zu einer nach oben gerichteten Kraft. Grundsätzlich ist der dynamische Auftrieb abhängig von der Geschwindigkeit, normale Flugzeuge...

  • Fluor

    [lat. Fluor »das Fließen«]: Chemisches Element der VII. Hauptgruppe, Zeichen F, OZ 9, relative Atommasse 19,00, Reinelement. Physikalische Eigenschaften: Schwach gelbliches Gas, Fp. -219,62 °C, Sp. -188,12 °C, Dichte 1,70 g/l. Chemische Eigenschaften: Sehr giftiges, ätzend wirkendes Halogen mit stechendem Geruch; reaktionsfähigstes Element, reagiert mit Wasserstoff selbst bei einer Temperatur von -252 °C explosionsartig, setzt sich bereits bei Temperaturen um -200 °C mit Schwefel und Phosphor um, reagiert mit Wasser heftig zu Fluorwasserstoff HF und Sauerstoff (das Oxid-Anion des Wassers wird...

  • Fluoride

    Verbindungen des Fluors, v. a. die Salze des Fluorwasserstoffs, HF, z. B. Natriumfluorid, NaF, oder Calciumfluorid, CaF2. Im Bortrifluorid, BF3, ist das Fluor durch polare Atombindungen an das Bor gebunden. Bortrifluorid ist ein erstickend riechendes Gas; es wirkt als Lewis-Säure. Verwendet wird es u. a. als Fluorierungsmittel und als Katalysator.

  • Fluorwasserstoff

    HF: Farblose, stechend riechende, giftige Flüssigkeit, die z. B. durch Einwirken von Schwefelsäure auf Calciumfluorid, CaF2, gewonnen werden kann: CaF2 + H2SO4 → CaSO4 + 2 HF Trotz seiner sehr geringen Molekülmasse hat Fluorwasserstoff einen Siedepunkt von +19,5 °C. Dieser hohe Siedepunkt ist auf die Wasserstoffbrückenbindungen zwischen den stark polaren Fluorwasserstoffmolekülen zurückzuführen (Assoziation, zwischenmolekulare Kräfte). Beim Sieden müssen diese Bindungen erst unter Energieaufwand gespalten werden. Fluorwasserstoff, der sich leicht in Wasser löst, ist eine Brønsted-Säure (Säuren...

  • Flüssigkristalle

    Flüssigkristalle sind eine besondere Gruppe von Materialien, die sowohl Eigenschaften eines geordneten Kristalls als auch solche von ungeordneten Flüssigkeiten aufweisen. Sie bestehen in der Regel aus lang gestreckten Molekülen aus 10–100 Atomen, die sich gegeneinander verschieben lassen, aber ihre parallele räumliche Anordnung behalten. Durch elektrische Signale lässt sich die Anordnung beeinflussen, wodurch sich insbesondere die optische Aktivität des Materials dreht. Damit kann man daher elektronisch schaltbare Bildpunkte konstruiere, welche die Grundlage der Flüssigkristallanzeige (engl...

  • Folgen

    „Folge“ ist eine häufig benutzte Kurzbezeichnung für eine Zahlenfolge. Um Verwechslungen auszuschließen, ist in diesem Lexikon in der Regel von Zahlenfolgen die Rede.

  • follikelstimulierendes Hormon

    follikelstimulierendes Hormon, (Abk. FSH): ein Geschlechtshormon, das vom Hypophysenvorderlappen ausgeschieden wird, also ein Gonadotropin. Unter seinem Einfluss werden die Eireifung in den Follikeln des Eierstocks und die Samenreifung in den Samenkanälchen angeregt, ohne dass es jedoch bei der Frau die Gelbkörper- und Estrogenbildung bzw. beim Mann die Androgenbildung direkt veranlasst.

  • Fontane, Theodor

    Geboren in Neuruppin am 30.12.1819, gestorben in Berlin am 20.9.1898: Auf Wunsch seines Vaters absolvierte Fontane eine Apothekerlehre (1836-40) in Berlin. Bis 1849 arbeitete er in verschiedenen Städten als Apothekengehilfe und nach bestandenem Pharmazeutikexamen als Apotheker. Schließlich gab er seinen Beruf auf und war als Journalist tätig. 1852-59 arbeitete Fontane als Korrespondent in London. In den folgenden Jahren schrieb er für die preußische Kreuzzeitung und verfasste neben Literatur- und Kunstkritiken auch Reisebücher und Kriegsberichte, z.B. Wanderungen durch die Mark Brandenburg...

  • Form- und Lageänderungen von Funktionsgraphen

    Bei der Kurvendiskussion beschäftigt man sich nicht nur mit den Symmetrien von Funktionsgraphen, sondern auch mit einfachen geometrischen Abbildungen, durch die Graphen z. B. verschoben, gespiegelt, gestreckt oder gestaucht werden können. Solche Form- und Lageänderungen kann man oft direkt an einem Parameter im Funktionsterm ablesen. Durch Variation des Paramters erhält man eine Funktionenschar bzw. Kurvenschar und spricht daher auch von Parameterfunktionen – ganz ähnlich wie bei einer Geradenschar bzw. Ebenenschar in der Analytischen Geometrie. Eine vertikale Verschiebung des Funktionsgraphen...

  • Formenlehre

    Andere Bezeichnung: Flexionslehre Definition Die „Formenlehre“ ist der Bestandteil der Grammatik, der die Flexion (= Deklination und Konjugation) der Wörter darstellt und erklärt.

  • Formtyp-Modus-Tempus-Kennzeichen

    Abkürzung: FMT-Kennzeichen, FMT Definition Das „Formtyp-Modus-Tempus-Kennzeichen“ ist ein Bestandteil der Konjugationsendung des Verbs, der den Formtyp, den Modus (bei finiter Verbform) und das Tempus anzeigt. Funktion Das „Formtyp-Modus-Tempus-Kennzeichen“ drückt folgende Merkmale der Verbform aus: (1) den Formtyp: finite Verbform, Infinitiv oder Partizip; (2) den Modus (nur bei finiter Verbform): Indikativ, Konjunktiv oder Imperativ; (3) das Tempus, und zwar: • bei finiter Verbform sowohl die absolute Zeitstufe: Gegenwart (Präsens), Vergangenheit (Perfekt, Imperfekt, Plusquamperfekt) oder...

  • Fortpflanzung

    Fortpflanzung (Reproduktion): Bei der Fortpflanzung werden von Elternindividuen Nachkommen erzeugt oder (wie bei der Konjugation) lediglich Erbgut ausgetauscht. Durch Fortpflanzung wird in der Regel die Zahl der Individuen erhöht (Vermehrung) und die Art erhalten. Man unterscheidet ungeschlechtliche und geschlechtliche Fortpflanzung. Zur ungeschlechtlichen Fortpflanzung entwickeln sich aus Körperzellen des mütterlichen Organismus durch Zellteilungen (Mitosen) neue Individuen, die den gleichen Chromosomensatz und damit gleiche Erbanlagen wie der Mutterorganismus erhalten. Bei der...

  • Fossile Brennstoffe

    Fossile Brennstoffe (von lat. fossilis „ausgrabbar“) sind die derzeit weltweit am meisten eingesetzten Energieträger; hierzu zählen Erdöl, Kohle, Erdgas. Sie stellen keine auf menschlichen Zeitskalen erneuerbaren Energiequellen dar, da es zig bis Hunderte von Millionen Jahren dauert, bis sich aus der Biomasse vergangener Erdzeitalter fossilierte Lagerstätten bilden. Häufig wird auch der Kernbrennstoff Uran als fossiler Brennstoff bezeichnet, da er ebenfalls bergmännisch gewonnen wird und sich erschöpfte Lagerstätten nicht erneuern können. Hier liegt die Bildung sogar noch länger zurück: Es...

  • Fotoeffekt (lichtelektrischer Effekt)

    Der Fotoeffekt (lichtelektrischer Effekt) ist die allgemeine Bezeichnung für verschiedene Effekte, bei denen Photonen des sichtbaren, UV-, Röntgen- oder Gamma-Spektralbereichs von Hülle oder Kern eines Atoms absorbiert werden. Die dadurch gewonnene Energie führt in der Regel zur Emission eines Elektrons oder Nukleons. Beim äußeren Fotoeffekt absorbiert ein Leitungselektron eines Metalls ein einfallendes Photon und überwindet dadurch die Anziehung des Atomgitters, tritt also aus der Metalloberfläche aus (Fotoemission, Hallwachs-Effekt). Die kinetische Energie der emittierten Elektronen ist...

  • Fotometrie

    [zu griech. metron »Maß«]: Eine Methode zur Bestimmung der Konzentration farbiger Lösungen mithilfe des Lichts. Dabei wird ein Lichtstrahl durch die Lösung geschickt und infolge Absorption durch die farbige Lösung geschwächt. Die Intensität des Lichtstrahls wird vor und nach dem Durchtritt gemessen. Aus dem Quotienten der beiden Intensitäten kann der Transmissionsgrad t errechnet werden: \(t= \frac{durchgelassene Lichtmenge}{eingestrahlte Lichtmenge}\) Die Anzahl der absorbierten Lichtquanten ist von der Konzentration c der Lösung und von der Länge des Weges, den der Lichtstrahl durch die...

  • Fotorezeptoren

    Fotorezeptoren: Stoffe, die Lichtquanten absorbieren und energetisch umsetzen können. Hierher gehören die Fotorezeptoren der tierischen Lichtsinneszellen (Lichtsinn), die durch Licht gereizt werden sowie die Licht absorbierenden Pigmente der Pflanzen (Chlorophyll und Carotinoide), die bei der Fotosynthese Lichtenergie aufnehmen.

  • Fotosynthese

    Fotosynthese: Bezeichnung für eine Reihe von fundamentalen Stoffwechselreaktionen, bei denen Lichtenergie in chemische Energie umgewandelt wird, und mit deren Hilfe das in der Luft und im Wasser vorhandene \(CO_2\) organisch in Form von Glucose gebunden wird. Diese wird zunächst in Form von Stärke in den Chloroplasten gespeichert (Assimilation).

  • Fragenebensatz

    Andere Bezeichnungen: interrogativer Nebensatz, indirekter Fragesatz, indirekte Frage, indirekter Interrogativsatz Definition Ein „Fragenebensatz“ ist ein Fragesatz, der als Nebensatz grammatisch in einen übergeordneten Satz eingegliedert ist, indem er in diesem die Funktion des Objekts oder (seltener) des Subjekts übernimmt. Form (1) Modus Im Lateinischen gelten (anders als im Deutschen) alle Fragenebensätze als indirekte Rede und stehen daher im Konjunktiv. (2) Einleitewort Wie der Fragehauptsatz (= direkte Fragesatz) wird der Fragenebensatz durch ein Fragewort eingeleitet. Solche...

  • Fragewort

    Andere Bezeichnungen: Interrogativwort, Interrogativum Definition Ein „Fragewort“ ist ein Wort, das dazu dient, einen Satz als Fragesatz (= Interrogativsatz) zu kennzeichnen. Bestand Es gibt drei Arten von Fragewörtern (= Interrogativwörtern): • Fragepronomen (= Interrogativpronomen) • Frageadverbien (= Interrogativadverbien) • Fragepartikeln (= Interrogativpartikeln)

  • Fragewörter

    Allgemein Zu den Fragewörtern (auch Interrogativa genannt) gehören Fragepronomen wie qui und que, Fragebegleiter wie quel und Frageadverbien wie quand oder pourquoi. Sie können sowohl direkte als auch indirekte Fragen einleiten. Merkmale und Gebrauch Das Fragepronomen qui ist unveränderlich. Beispiele: Qui a sonné? (wer) Qui as-tu invité? (wen) Avec qui pars-tu? (mit wem) Die Fragepronomen que und quoi sind unveränderlich; que wird zu qu’ vor Vokal. Beispiele: Que voulez-vous dire? (was) Tu fais quoi exactement? (was) Qu’attendent-ils au juste? (was) Das Fragepronomen lequel und der...

  • français parlé, français écrit /gesprochene und geschriebene Sprache

    Allgemein Im Französischen unterscheidet sich – ebenso wie im Deutschen – die gesprochene Sprache (français parlé / populaire) oftmals von der geschriebenen Standardsprache (français écrit / standard). Überblick und Beispiele Im Folgenden ein paar Beispiele. 1. Grammatikalische Unterschiede français parlé français écrit Die Intonationsfrage: Il part? Die Inversionsfrage: Son frère part-il? Stellung des Frageworts: Tu vas où? Stellung des Frageworts: Où vas-tu? Verneinung ohne ne: Je sais pas.Verneinung ohne ne: Je sais pas. Verneinung mit ne … pas: Je ne sais pas. Wiederholung des Subjekts...

  • Franck-Hertz-Versuch

    Der Franck-Hertz-Versuch (nach James Franck und Gustav Hertz, dem Neffen von Heinrich Hertz) war ein Schlüsselexperiment auf dem Weg zur Quantenphysik. Er wies erstmals die diskreten Energieniveaus in der Atomhülle nach. Der Aufbau besteht aus einer Triode, also einer Elektronenröhre, die außer der Auffanganode A und einer beheizbaren Glühkathode K noch eine Beschleunigungselektrode B besitzt, die als Gitter ausgeführt ist (Abb.). Die Röhre ist mit Quecksilberdampf gefüllt. Zwischen K und B liegt eine Beschleunigungsspannung UB an, zwischen B und A eine kleine Gegenspannung \(U_\text g\approx...

  • Franken

    Franken, zum ersten Mal um die Mitte des 3. Jahrhunderts erwähnter germanischer Stamm. Mehrere im Niederrheingebiet ansässige westgermanische Stämme bildeten einen Großverband. Allmählich drangen sie auf römisches Gebiet vor und traten teilweise in römische Dienste. Um die Mitte des 5. Jahrhunderts besaßen die fränkischen Fürsten als angesiedelte Verbündete (Föderaten) etwa das Gebiet des heutigen Belgien sowie das Mosel- und Rheingebiet. Unter dem Merowinger Chlodwig I. (*466, †511) gelangten die Franken zu einer Großmachtstellung im Frühmittelalter. Chlodwig begründete das Fränkische Reich...

  • Frankfurter Nationalversammlung

    Frankfurter Nationalversammlung, in der Paulskirche in Frankfurt am Main vom 18.5.1848 bis März 1849 tagendes deutsches Parlament. Vorparlament und Wahl Vom 31.3. bis 3.4.1848 tagte ein Vorparlament in der Frankfurter Paulskirche mit 574 Teilnehmern. Die Vertreter waren nicht gewählt, sondern Abgesandte, die einem Aufruf folgten, der am 5. März von insgesamt 51 Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens in Heidelberg unterzeichnet wurde. Darin war eine Versammlung von gewählten Vertretern aller deutschen Länder gefordert worden. Heinrich Reichsfreiherr von Gagern (*1799, †1880), der spätere...

  • Fränkisches Reich, Frankenreich

    Fränkisches Reich, Frankenreich, nach den Franken benanntes Königreich im Frühmittelalter. Die Merowinger Chlodwig I. (*466, †511) aus dem Geschlecht der Merowinger wurde 481/482 König der Franken, besiegte 486 die Römer und begründete das Fränkische Reich in Gallien (heutiges Frankreich). Unter seiner Herrschaft wurde Paris Königsresidenz. 498/499 ließ sich Chlodwig I. in Reims katholisch taufen (genaue Jahreszahl ist unsicher) und setzte ein Zeichen für die weitere Christianisierung. Die Karolinger Karl Martell (*688/691; †741) gewann 716-719 im Fränkischen Reich als Hausmeier (oberster...

  • Franziskaner

    Franziskaner, zu den Bettelorden zählende Gemeinschaften, deren Gründung 1209 auf Franz von Assisi (*1181/1182, †1226) zurückgeht. 1182 geboren, entsagte Franziskus dem weltlichen Leben, um in vollkommener Armut das Reich Gottes zu predigen. Die wichtigste Regel der Franziskaner war der unbedingte Gehorsam gegenüber dem Papst und den Oberen des Ordens. Die Franziskaner waren vor allem in Städten tätig und bemühten um gute Kontakte zur Bevölkerung.

  • Französische Revolution

    Französische Revolution, eine der wichtigsten Einschnitte in der Geschichte, mit dem die Grundlagen für den modernen Verfassungsstaat mit Menschenrechten und Bürgerrechten sowie demokratischen Strukturen gelegt wurden. Die Französische Revolution überwand das Ancien Régime, die alte Regierungsform des Absolutismus. Die traditionelle Ständegesellschaft musste der bürgerlichen Gesellschaft weichen Zu Beginn weckte die Revolution in weiten Teilen der Erde Hoffnung auf politische und soziale Veränderungen. Mit der Hinrichtung des Königs 1793 und der Terrorherrschaft der Jakobiner schlug die...

  • Frauenvereine

    Frauenvereine, nach amerikanischem Vorbild gegründete Vereinigungen von Frauen. 1894 wurde der bürgerliche Bund Deutscher Frauenvereine gegründet. 20 Jahre später zählte er bereits 46 Mitgliedsvereine mit mehr als 500.000 Frauen. Zudem engagierten sich Zehntausende Frauen in der sozialdemokratischen Frauenbewegung. Zu den zentralen Anliegen der Frauenbewegung gehörten die Forderung nach qualifizierten Berufspositionen und die Erlangung des Wahlrechts. Studierende, die zur Ablegung eines Examens berechtigt waren, konnten Frauen erst ab 1900 werden, in Preußen sogar erst ab 1908. Das allgemeine...

  • Freier Fall

    Der freie Fall ist ein auch historisch bedeutsamer Spezialfall der eindimensionalen, gleichmäßig beschleunigten Bewegung. Dabei bewegt sich ein Massenpunkt oder Körper nur unter dem Einfluss der von der Schwerenanziehung der Erde, also, wie der Name schon andeutet, nach unten. Der Luftwiderstand wird beim freien Fall vernachlässigt. Unter dieser Voraussetzung gilt die wichtige physikalische Aussage, dass alle Körper unabhängig von ihrer Masse gleich schnell fallen, die auch eine der Grundlagen der Allgemeinen Relativitätstheorie darstellt. Für Präzisionsmessungen realisiert man den freien Fall...

  • Freihandel

    Freihandel, Grundsatz des Wirtschaftsliberalismus, nach dem der Wohlstand der Völker am größten ist, wenn der Staat im Sinne des Kapitalismus auch in den internationalen Handel nicht durch Zölle und Beschränkungen eingreift. Im Gegensatz zum Protektionismus können nur der ungehinderte Warenverkehr und der freie Wettbewerb die beste internationale Arbeitsteilung gewährleisten.

  • Fremdwörter

    Allgemein Der Wortschatz einer Sprache ist in ständiger Bewegung: Aus anderen (fremden) Sprachen werden Wörter in die deutsche Sprache übernommen. Man nennt diese Wörter Fremdwörter. Fremdwörtern merkt man ihre Herkunft noch an, und zwar an fremdartigen Lauten (Computer, Psyche, Montage) an anderer Betonung (Telefon, Frisör) an der fremdartigen Schreibweise (Psyche, nicht Psüche; Jeans, nicht Dschiens). ​Bei vollständigen Wörtern und bei den einzelnen Silben fon/phon, fot/phot und graf/graph kann man zwischen zwei Schreibungen wählen. Beispiele: Cousine – Kusine, Spaghetti – Spagetti, Megafon...

  • Frequenz

    Die Frequenz (von lat. frequentia „Häufigkeit“) f gibt an, wie oft ein Vorgang sich innerhalb einer Zeitspanne t wiederholt: \(f = \dfrac n t\) (n: Anzahl der Wiederholungen). Bei Schwingungen und Wellen gibt die Frequenz an, wie viele Perioden pro Zeiteinheit durchlaufen werden. f ist der Kehrwert der Dauer T einer Schwingungsperiode: \(f = \dfrac 1 T\) Die Einheit von f ist demnach das 1/s. Hierfür wird in der Regel der Name Hertz (nach Heinrich Hertz) benutzt, es ist \(1\,\text{Hz} = \dfrac 1 {\text s}\). Das \(2\pi\)-Fache der Frequenz ist die Kreisfrequenz \(\omega = 2\pi f\). In Natur...

  • Friedrich II.

    Friedrich II., der heute als der bedeutendste mittelalterliche Kaiser geltende Herrscher, lebte von 1194 bis 1250. Er stammte aus der Dynastie der Staufer. König von Sizilien Im Jahr 1186 kam Sizilien nach einem Erbfall unter staufische Herrschaft. Friedrich II. entwickelte das Königreich während seiner Herrschaft seit 1198 zu einem Musterstaat und hielt sich dort auch die meiste Zeit auf. Er schuf einen straff zentralisierten Beamtenstaat. Die hohe Gerichtsbarkeit lag ausschließlich in der Hand königlicher Beamter, zu deren Ausbildung die Universität Neapel 1224 gegründet wurde. Friedrich II...

  • Friedrich II.

    Friedrich II., auch Friedrich der Große, preußischer König, der von 1712 bis 1786 lebte. Er schaffte die Folter ab, förderte Bildung, Handel und Gewerbe, war stark beeinflusst durch die Aufklärung, regierte jedoch absolutistischer König. Friedrich vergrößerte immens sein Heer und machte Preußen in mehreren Kriegen zu einer europäischen Großmacht. Sohn des Soldatenkönigs Schon früh geriet Friedrich in scharfen Gegensatz zu seinem Vater Friedrich Wilhelm I. (*1688, †1740, preußischer König seit 1713) und den harten Erziehungsgrundsätzen des sogenannten Soldatenkönigs. Schließlich unternahm er...

  • Frisch, Max

    Geboren in Zürich am 15.5.1911, gestorben in Zürich am 4.4.1991: Der Sohn eines Architekten studierte 1931-33 Germanistik und arbeitete nach dem Abbruch seines Studiums als freier Journalist. Nach dem Studium der Architektur 1936-41 war Frisch als Architekt tätig. Im Anschluss an Reisen innerhalb Europas und nach Amerika entschied sich Frisch für eine Existenz als freier Schriftsteller. Frisch gilt neben Friedrich Dürrenmatt als wichtigster Vertreter der deutschsprachigen Literatur in der Schweiz nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Tagebücher und das Gesamtwerk Aufschlussreich für das Verstehen...

  • Frondienste

    Frondienste, unbezahlte Arbeiten von Unfreien (Leibeigene, Hörige) im mittelalterlichen Lehnswesen. Frondienste konnten Tätigkeiten wie Ernten oder Hilfe beim Wegebau sein. Die Dienste für den Grundherren im System der Grundherrschaft dauerten zwischen wenigen Tagen im Jahr bis hin zu mehreren Tagen in der Woche. Mit Aufkommen der Geldwirtschaft wurden die Frondienste durch steuerähnliche Abgaben nach und nach abgelöst.

  • Frühe Hochkulturen

    Frühe Hochkulturen, Gesellschaftsordnungen, die im Gegensatz zu den jungsteinzeitlichen Dorfgemeinschaften Mitteleuropas in der Jungsteinzeit geprägt sind durch eine geplante Landwirtschaft, die z. B. durch Bewässerungssysteme karge Landschaften fruchtbar machte, durch spezialisierte Berufsgruppen, durch eine Verwaltung mit festen Institutionen und professionellen Beamten sowie ein effizientes Steuer- und Abgabensystem sowie durch Schrift, Zeitrechnung, Wissenschaften, Kunst und eine hoch entwickelte Religion. Die frühen Hochkulturen waren meist Stadtkulturen: Städte mit teilweise mehreren...

  • Frühe Neuzeit

    Frühe Neuzeit, das Zeitalter der Wieder- und Neuentdeckungen vom 14. bis 17. Jahrhundert, geprägt durch Renaissance, Humanismus, Fortschritte in Wissenschaft und Wirtschaft sowie der geografischen Entdeckungen, vor allem in Lateinamerika. Neues Denken Das neue Denken war wie folgt geprägt: Werke antiker Philosophen, Geschichtsschreiber, Dichter, Wissenschaftler und Baumeister galten als Quellen der Weisheit. Die großen Zeiten Athens und Roms wurden zum Vorbild erklärt (Renaissance). Vertreter des Humanismus wie Erasmus von Rotterdam (*1469, †1536) erklärten die vergangenen Jahrhunderte zum...

  • Frühgeschichte

    Frühgeschichte, die Geschichte der Menschheit nach der Vorgeschichte. Informationen werden nicht nur aus archäologischen Quellen, sondern auch aus anderen Quellen gewonnen wie die ägyptischen Hieroglyphen als Schriftquellen. Zur Frühgeschichte können somit auch die frühen Hochkulturen gezählt werden.

  • Frühkapitalismus

    Frühkapitalismus, das Wirtschaftssystem in der frühen Neuzeit ab etwa 1500. Die ständische Produktionsweise des Mittelalters mit den handwerklichen Zünften, den Gilden und der vom Lehnswesen bestimmten Landwirtschaft wurde nur ansatzweise durchbrochen. Die Landesherren bestimmten etwa mit Marktrechten wirtschaftspolitisch mit. Allerdings gewannen zunehmend Handelshäuser, die sich stark entwickelnde Geldwirtschaft mit Banken, politisch und wirtschaftliche bedeutende Familien wie die Fugger oder die Medici und der sich ausbreitende Fernhandel wachsende Bedeutung und zeigten Merkmale des...

  • Frühmittelalter

    Frühmittelalter, Bezeichnung für den Teil des Mittelalters zwischen dem 5. und 11. Jahrhundert, gekennzeichnet durch die Herausbildung feudaler Herrschaftsstrukturen (Entstehung von Grundherrschaft und Lehenswesen, Übergang der Bauern in hörige Abhängigkeit) sowie der Herausbildung des Papsttums.

  • Frühsommer-Meningoencephalitis

    Die Frühsommer-Meningoencephalitis (FSME) ist eine von Zecken übertragene, biphasische Infektionskrankheit, die die Hirnhäute (Meningen, Gehirn) befällt und von Viren ausgelöst wird. Verbreitung besonders in Süddeutschland, Österreich und Tschechien, sowie in Skandinavien. In gefährdeten Gebieten wird eine Schutzimpfung empfohlen.

  • Fugger

    Fugger, eine Unternehmerfamilie, die zunächst innerhalb der Augsburger Weberzunft zu Geld und Ansehen gelangte. Unter Handelsherrn und Bankier Jakob Fugger (*1459, †1525, Reichsgraf seit 1514) erreichte die Familie hohes Ansehen und großen Einfluss in Europa. Dem Erzherzog von Tirol gaben sie umfangreiche Kredite, im Gegenzug sicherten sie sich das Recht zur Ausbeutung der Kupfer- und Silberbergwerke des Landes. Als Bankier der Kaiser und der Päpste besaßen die Fugger zugleich großen Einfluss auf die Politik. Für den Papst organisierten und finanzierten sie den Ablasshandel. 1519 hatten sie...

  • Führerprinzip

    Führerprinzip, im Nationalsozialismus die angeblich im Rückgriff auf altgermanische Traditionen und unter Verletzung verfassungsrechtlicher Bestimmungen geforderte Loyalität und Ergebenheit nur der Person Hitlers, »des Führers«, gegenüber. Darin zeigte sich der irrationale, auf Unterwerfung des Einzelnen ausgerichtete Charakter des Nationalsozialismus. Das Führerprinzip stand im Gegensatz zu den Werten einer demokratischen Staatsordnung. Das nationalsozialistische Herrschaftssystem kann als Führerstaat bezeichnet werden. Alle staatlichen Bereiche von kommunaler über Länder- und...

  • Fünf-Schritt-Lesemethode

    Allgemein Unterschiedliche Verfahrensweisen des Lesens oder Lesestrategien ergeben sich aufgrund der jeweiligen persönlichen Situation, der Erwartungen, des Vorwissens und der Erfahrungen des Lesers. Beim Erschließen von Sachtexten geht es vor allem darum, den Inhalt zu entschlüsseln, die jeweilige Textsorte (informierend, argumentierend, appellativ, normierend, Gefühle ausdrückend) zu erkennen und entsprechend die Absicht des Verfassers zu kennzeichnen. Zur Erschließung von Sachtexten hat sich als Lesestrategie die Fünf-Schritt-Lesemethode bewährt. Fünf-Schritt-Lesemethode 1. Textüberschrift...

  • Fünfeck

    Ein Fünfeck oder Pentagon ist ein Polygon (Vieleck) mit fünf Ecken und fünf Seiten. Die Winkelsumme (Summe der fünf Innenwinkel) beträgt \(\alpha + \beta + \gamma + \delta + \epsilon = 540^\circ\). Von besonderer Bedeutung ist das regelmäßige Fünfeck, bei dem alle Seiten gleich lang sind und die und Innenwinkel alle 540° : 5 = 108° betragen. Es lässt sich in fünf kongruente gleichschenklige Dreiecke mit den Basiswinkeln 54° und dem Spitzenwinkel 360° : 5 = 72° zerlegen.

  • Funktion von Werbung - Die AIDA-Formel

    Allgemein Werbetexte zählen zu den appellativen Texten. Das bedeutet, dass sie den Leser zum Handeln auffordern wollen. AIDA-Formel Damit appellative Texte Erfolg bringen, orientieren sie sich an der sogenannten AIDA-Formel. Dies bedeutet: A (Attention): Der Text soll durch einen Blickfang wie ungewöhnliche Bilder Aufmerksamkeit erregen. I (Interest): Der Text soll so gestaltet sein, dass der Leser sich für das Produkt interessiert und sich damit auseinandersetzt. D (Desire): Der Text soll Begierde nach dem Produkt auslösen. A (Action): Der Text soll zum Handeln bewegen, z. B. den Leser zum...

  • funktionelle Gruppen

    Atome oder Atomgruppen, die die Struktur organischer Verbindungsklassen und deren Eigenschaften weitgehend bestimmen. So prägt z. B. die Hydroxylgruppe das Verhalten der Alkohole, die Carboxylgruppe das der Carbonsäuren. In den Namen der chemischen Verbindungen erscheinen die Bezeichnungen der funktionellen Gruppen als Vorsatzsilben oder Endungen. Dabei bezeichnet eine vorangestellte Ziffer die Stellung der Gruppe an der Kohlenstoffkette.

  • Funktionen

    Eine Funktion f ist eine eindeutige Zuordnung bzw. Abbildung zwischen einer Ausgangsmenge X, die man hier in der Regel die Definitionsmenge Df der Funktion nennt, und einer Zielmenge oder Bildmenge Y, die man bei Funktionen als die Wertemenge Wf bezeichnet. Statt Definitionsmenge und Wertemenge sagt man oft auch Definitions- bzw. Wertebereich. Jedes Element \(x \in D_f\) heißt Argument von \(f\). Das dem Argument x zugeordneten Element \(y \in W_f\) heißt Funktionswert. Man schreibt: „y = f(x)“ und liest dies: „y gleich f von x“. Der Term \(f(x)\) heißt Funktionsterm, die Gleichung y = f(x)...

  • Funktionenschar

    Unter einer Funktionenschar bzw. Kurvenschar versteht man in der Analysis im Prinzip dasselbe wie in der Analytischen Geomtrie unter einer Geradenschar bzw. Ebenenschar: Eine Menge von Funktionen, die sich nur im Wert eines Parameters im Funktionsterm unterscheiden. Man nennt solche Funktionen daher auch Parameterfunktionen.

  • Funktionsgraph

    Mit einem Funktionsgraphen kann man die Eigenschaften einer Funktion bildlich darstellen. Dazu werden jeder x-Wert und der dazugehörende Funktionswert (y-Wert, f(x)) als Koordinaten eines Punkts in der Ebene aufgefasst und mithilfe eines rechtwinkligen (kartesischen) Koordinatensystems aufgezeichnet. Bei der Darstellung von Funktionsgraphen nennt man das Koordinatensystem meist „Achsenkreuz“. In der Schule sind die meisten behandelten Funktionen auf Intervallen von reellen Zahlen oder sogar auf ganz \(\mathbb R\) definiert. In diesem Fall ist der Graph eine „glatte“, d. h. stetige Kurve oder...

  • Funktionspartikeln

    Definition Die „Funktionspartikel“ ist eine der Wortarten und gehört zur Wortartengruppe der Partikeln. Unter „Funktionspartikel“ versteht man ein Wort, das folgende Bedingungen erfüllt: • Es ist eine Partikel, d.h. es ist im Unterschied zu Nomen und Verben nicht flektierbar (= deklinierbar/konjugierbar). • Im Unterschied zu Adverbien hat es keinen Bedeutungsgehalt, sondern nur eine abstrakte logisch-grammatische Funktion. • Im Unterschied zu Präpositionen, Konjunktionen und Subjunktionen verlangt die Funktionspartikel keine Ergänzung (= Komplement), sondern dient nur selber zur Bestimmung von...

  • Funktionsterm

    Der Funktionsterm ist der Term bzw. die „Rechenvorschrift“, nach der man zu einem gegebenen Wert der Variablen x (oder t oder welche Bezeichnung die unabhängige Variable im vorliegenden Fall auch immer hat) den Wert einer Funktion (den Funktionswert) f(x) berechnet. Man kann auch sagen, dass die Funktionsgleichung „f(x) gleich Funktionsterm“ lautet. Beispielsweise könnte der Funktionsterm einer quadratischen Funktion lauten „\(\displaystyle -\frac 2 3x^2 + 3\)“. Man muss also x quadrieren, mit \(\displaystyle -\frac 2 3\) multiplizieren und dann 3 addieren, um den Funktionswert f(x) zu...

  • Fürst

    Fürst, seit dem Mittelalter Bezeichnung für die höchste Schicht des Adels mit besonderer Nähe zum König. Die Fürsten hatten in der deutschen Wahlmonarchie das Recht der Königswahl und die Pflicht, bei Entscheidungen in Angelegenheiten des Reichs mitzuwirken. Im 12.Jahrhundert entstand ein geschlossener Reichsfürstenstand (Reichsfürst). Die Reichsfürsten hatten nach den Fürstenprivilegien Friedrichs II. (*1194, †1250, König von Sizilien seit 1198, König seit 1212, römisch-deutscher Kaiser seit 1220) im 13. Jahrhundert auch die Landesherrschaft in den Territorien. Weltliche und geistliche...

  • Futur

    Andere Bezeichnung: Zukunftsform Über das Wort „Futur“ Genus, Betonung: das Futur Plural: die Future Abkürzung: Fut. Herkunft: von lat. tempus futūrum die künftige Zeit (futūrus sein werdend, künftig, bevorstehend ist das nachzeitige Aktivpartizip (= PFA) von esse sein) Definition Das „Futur“ ist ein Tempus. Unter „Futur“ versteht man diejenigen Verbformen, die ausdrücken, dass der beschriebene Sachverhalt in der Zukunft liegt, d.h. nach der Zeit, wo der Satz gesprochen oder geschrieben wurde. Meistens wird die Bezeichnung „Futur“ im Sinne von „einfaches Futur“ (= „Futur I“) verwendet. Das...

  • Futur antérieur / Futur II

    Bildung und Merkmale Das Futur antérieur setzt sich aus dem Futur I der Hilfsverben avoir oder être und dem Participe passé zusammen. Bildung mit avoir Singular Plural j’aurai acheté nous aurons acheté tu auras acheté vous aurez acheté il / elle / on aura acheté ils / elles auront acheté Bildung mit être Singular Plural je serai arrivé(e) nous serons arrivé(e)s tu seras arrivé(e) vous serez arrivé(e)(s) il sera arrivé / elle sera arrrivée / on sera arrivé(e)(s) ils / elles seront arrivé(e)s Bei der Verneinung umschließen die Verneinungspartikel das Hilfsverb. Beispiel: Nous n’aurons pas...

  • Futur composé / nahe Zukunft

    Bildung und Merkmale Das Futur composé (auch: Futur proche) setzt sich aus aller + Infinitiv des Verbs zusammen. Es wird im Deutschen mit dem Präsens wiedergegeben. Singular Plural je vais partir nous allons partir tu vas partir vous allez partir il / elle / on va partir ils / elles vont partir Die Verneinungswörter stehen wie eine Klammer um das konjugierte Verb: ne + Form von aller + pas + Infinitiv gebildet. Beispiel: Elle ne va pas venir. (Sie wird nicht kommen.) Gebrauch Das Futur composé wird in der gesprochenen Sprache sehr oft anstelle des Futur simple verwendet. Beispiel: Nous allons...

  • Futur I

    Gebrauch Mit dem Futur (Zukunftsform) drückt man aus, dass ein Geschehen in der Zukunft liegt, also in der Gegenwart noch nicht eingetroffen ist. Das Futur I bezeichnet: ein Geschehen, das noch nicht stattgefunden hat Beispiel: Ich werde dich nächste Woche besuchen. eine Vermutung Beispiel: Das wird nicht gut gehen. eine nachdrückliche Aufforderung Beispiel: Du wirst jetzt damit aufhören! Bildung Das Futur I wird gebildet mit der konjugierten Form des Hilfsverbs werden und dem Infinitiv des Vollverbs. Die Formen des Futurs I sind zusammengesetzte Formen. Beispiele: ich werde schlafen wir...

  • Futur II

    Gebrauch Das Futur II (vollendete Zukunftsform) bezeichnet ein Geschehen, das in der Zukunft als bereits abgeschlossen angesehen wird. Es kann auch eine Vermutung oder Annahme über das spätere Geschehen oder über Vergangenes ausdrücken. Es wird allerdings nur selten verwendet und häufig durch das Perfekt ersetzt. Beispiele: Wenn du wieder da bist, werden wir schon umgezogen sein. Wenn du wieder da bist, sind wir schon umgezogen. Bildung Das Futur II wird gebildet mit den Futurformen der Hilfsverben haben oder sein und dem Partizip II. Es handelt sich also um eine zusammengesetzte Verbform, die...

  • Futur simple / Futur I

    Allgemein Im Unterschied zum Futur composé ist das Futur simple keine zusammengesetzte, sondern eine einfache Zeit und besteht somit aus einer Verbform. Es wird im Französischen viel häufiger benutzt als im Deutschen, das dafür oft die Präsensform verwendet. Bildung Das Futur der Verben auf -er wird gebildet, indem an die 1. Person Singular Präsens (je) die Futur simple-Endungen -rai, -ras, -ra, -rons, -rez, -ront angehängt werden. Singular Plural je parlerai nous parlerons tu parleras vous parlerez il / elle / on parlera ils / elles parleront Das gilt auch für die Verben, die im Präsens...

  • Future / Zukunft

    Allgemeines Die englische Sprache kennt unterschiedliche Möglichkeiten, über Zukünftiges zu sprechen. Dazu müssen bestimmte Regeln des Gebrauchs beachtet werden. Manchmal ist eine genaue Abgrenzung schwierig. Man unterscheidet: will-future will-future progressive going-to-future future perfect Darüber hinaus gibt es aber noch andere Zeitformen und bestimmte Ausdrucksweisen, die die Bedeutung des Futurs übernehmen: simple present mit future meaning (zukünftiger Bedeutung) present progressive mit future meaning (zukünftiger Bedeutung) Gebrauch zukünftiger Zeitformen Nicht immer sind die...

  • Future Perfect

    Bildung Das future perfect setzt sich zusammen aus will + have + Partizip Perfekt. Die Form ist dieselbe für alle Personen. Singular Plural I will have gone / you will have gone / he, she, it will have gone we will have gone / you will have gone / they will have gone Verneint wird es durch will + not + have + Partizip Perfekt: Will you have finished your homework by 5 o’ clock this afternoon? No, we will not have finished it by then. Bei regelmäßigen Verben hat das Partizip Perfekt dieselbe Form wie die des simple past, also Infinitiv + -ed. Die unregelmäßigen Verben dagegen haben eine besondere...

  • Futurperfekt

    Andere Bezeichnungen: Futur II, Futūrum exāctum, Perfektfutur Über das Wort „Futurperfekt“ Genus, Betonung: das Futurperfekt Plural: die Futurperfekte Abkürzung: Futpf. Herkunft: von lat. tempus futūrum perfectum die vollendete künftige Zeit (futūrus sein werdend, künftig, bevorstehend ist das nachzeitige Aktivpartizip (= PFA) von esse sein; perfectum vollendet ist das vorzeitige Passivpartizip (= PPP) von perficere vollenden) Definition Das „Futurperfekt“ (= Futur II) ist ein Tempus. Das „Futurperfekt“ ist eine Verbindung aus der absoluten Zeitstufe „Zukunft = Futur“ und der relativen...