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Lexikon

Lügengeschichte

5. Klasse – Abitur

Allgemein

Eine Lügengeschichte gehört zur Gattung der Epik. Der Autor erzählt eine besonders unwahrscheinliche Handlung und tut dabei so, als wäre es die Wahrheit. Dabei geht es aber nicht darum den Leser zu täuschen, sondern ihn zu unterhalten. In einer solchen Geschichte werden Ereignisse und Schauplätze eingearbeitet, die wirklich existieren, jedoch angereichert mit Übertreibungen und Unwahrheiten.

Merkmale

Eine Lügengeschichte erkennst du an folgenden Merkmalen:

  • Um näheren Bezug zum Leser oder Publikum zu schaffen, verwenden Lügengeschichten oftmals den Ich-Erzähler. 
  • Zudem werden viele Lügen hintereinander verwendet, die aufeinander aufbauen. So etwas nennt man die Lügenkette.
  • Der Erzähler betont sehr häufig, dass er die Wahrheit spricht. Das ist Bestandteil seiner Lüge. 
  • Übertreibende Vergleiche wie zum Beispiel „Der Fisch war so groß wie ein Luxusdampfer!“ gestalten die Erzählung bunter und sind daher ein Merkmal dieser Gattung. 
  • Die Vermischung von realen und erfundenen Ereignissen ist das offensichtlichste Merkmal der Lügengeschichte.

Aufbau

Wie die meisten Geschichten, so bestehen auch Lügengeschichten aus Einleitung, Hauptteil und Schluss:

  • In der Einleitung wird der Ort der Handlung genannt, die Umstände der Geschichte beschrieben und der Zeitpunkt erwähnt.
  • Im Hauptteil findet das eigentliche Geschehen statt. Hier werden die Lügen aufgetischt und ausgeschmückt.
  • Der Schluss enthält oftmals eine Pointe oder eine Auflösung des Problems aus dem Hauptteil.

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