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  • ū-Deklination

    Andere Bezeichnung: 4. Deklination Regelmäßige Deklination Genus Die Substantive mit Nom. Sg. auf -ū sind Neutra. Diejenigen mit Nom. Sg. auf -us sind fast alle Maskulina; Feminina sind nur: • domus f. Haus (Dekl. siehe unten), manus f. Hand, porticus f. Säulenhalle, tribus f. Tribus (römische Volksabteilung), Īdūs f.Pl. die Iden (Tag in der Monatsmitte); • alle Baumnamen, z.B.: quercus f. Eiche. Unregelmäßige Deklination Dativ und Ablativ Plural auf -ubus ist bei folgenden Substantiven der Normalfall: arcus m. Bogen, artus m. Gelenk, partus m. Geburt, lacus m. See, tribus f. Tribus (römische...

  • Übergangselemente

    (Übergangsmetalle, d-Elemente): Bezeichnung für diejenigen Elemente, deren Atome nur teilweise mit Elektronen aufgefüllte d-Orbitale in der zweitäußersten Hauptenergiestufe besitzen. Die einzelnen Atomarten weisen die Elektronenkonfiguration (n -1) d1–9ns2 (n = 4, 5, 6 und 7) auf. Das Manganatom beispielsweise hat die Elektronenanordnung [Ar] 3d54s2. Es ist also das Atom eines Übergangselementes, denn die fünf 3d-Orbitale, die maximal 10 Elektronen aufnehmen können, sind nur mit fünf Elektronen besetzt. Zu den Übergangselementen gehören in der 4. Periode des Periodensystems der Elemente die...

  • Übergangsmatrix

    Eine Matrix, mit der man den Übergang eines durch einen Zufallsvektor beschriebenen Systems von einem Zustand zum nächsten berechnen kann. Dies ist dann möglich, wenn man die gegenseitige Beeinflussung der Systemgrößen, also der Zufallsvariablen, welche die Komponenten des Zufallsvektors bilden, mit einem lineares Gleichungssystem beschreiben kann. Konstante äußere Einflüsse werden durch die Addition eines festen Vektors berücksichtigt (dieser Fall wird in der Schule aber nur selten behandelt). Wenn man das Modell über sehr viele Zeitschritte betrachtet, also einen anfänglichen Startvektor mit...

  • Überschallgeschwindigkeit und Mach-Zahl

    Bezeichnung für die Geschwindigkeit v eines Körpers, der sich schneller bewegt als der Schall im umgebenden Medium. Das Verhältnis aus v und der Schallgeschwindigkeit vS ist die Mach-Zahl Ma: \(Ma=\dfrac v {v_{\rm S} }\) Die von einem Überschallflugzeug ausgehenden Schallwellen können aus geometrischen Gründen einen kegelförmigen Bereich mit dem Flugzeug an der Spitze nicht verlassen, den Mach-Kegel. Am Kegelmantel ist die Schallintensität sehr groß; wenn diese einen Beobachter überstreicht, nimmt er dies als „Überschallknall“ bzw. „Schallmauer“ wahr (Abb.). Das elektromagnetische Analogon zur...

  • Überschlagsrechnungen

    Überschlagsrechnungen dienen zur Überprüfung von komplizierteren schriftlichen Rechnungen sowie von Ergebnissen, die man am Taschenrechner oder mit einer Tabellenkalkulation erhalten hat. Dazu rundet man alle Eingangsgrößen und Zwischenergebnisse so weit, dass man die Rechnung im Kopf „überschlagen“ kann. Ein Trick, den auf den berühmten Physiker Enrico Fermi zurückgehen soll, besteht dabei darin, während einer Überschlagsrechnung die Zwischenergebnisse immer abwechselnd auf- und abzurunden, damit der Rundungsfehler des Ergebnisses insgesamt nicht zu groß wird.

  • Überspannung

    Bezeichnung für die Erscheinung, dass bei der elektrolytischen Abscheidung eines Stoffs aus Elektrolytlösungen an bestimmten Elektroden oft eine größere Spannung als die theoretische Zersetzungsspannung nötig ist. Große Überspannungen treten z. B. bei der Abscheidung von Wasserstoff auf. Die Überspannung beträgt z. B. an einer Bleielektrode 0,36 V.

  • Übersprunghandlung

    Übersprunghandlung: Bewegungen, die plötzlich in eine Instinkthandlung eingeschoben werden. Sie leiten sich von anderen Verhaltensweisen ab und treten ohne erkennbaren Anlass auf. Häufig werden in Konfliktsituationen die gestauten Erregungen auf diese Weise abgeleitet. Bekannt ist das Futterpicken bei Hähnen: Überwiegt bei etwa gleich starken Hähnen weder Kampf- noch Fluchttrieb, weichen sie in das »unverfängliche« Picken aus, bis einer der Triebe wieder die Oberhand gewinnt. –Leerlaufhandlung.

  • Ultraschall, Infraschall und Hyperschall

    Ultraschall (lat. ultra „jenseits“) ist Schall mit Frequenzen von 20 kHz bis 1 GHz. Er ist von den nicht hörbaren Schallfrequenzbereichen derjenige mit den meisten technischen Anwendungen. Erzeugt wird Ultraschall mechanisch mit einer sog. Ultraschallpfeife (Galton-Pfeife), wie sie von Hundehaltern benutzt wird. Praktische Bedeutung haben vor allem piezoelektrische und magnetostriktive Ultraschallgeber. Ultraschall dient u. a. zur Nachrichtenübermittlung unter Wasser, als Echolot, zu Werkzeugprüfung, medizinischer Diagnostik und Therapie sowie zum Glasschmelzen und zum Sterilisieren von...

  • Ultraviolett

    Abk. UV: Unsichtbare elektromagnetische Wellen, die sich an das violette Ende des sichtbaren Spektrums anschließen. Ihre Wellenlängen liegen etwa zwischen 400 nm (4 • 10–7 m) und 3 nm (3 • 10–9m). Nach kürzeren Wellenlängen schließen sich an das Ultraviolett die Röntgenstrahlen an. Eine natürliche Quelle von Ultraviolettstrahlung ist die Sonne, künstliche Ultraviolettstrahler sind z. B. Wolframbandlampen mit Quarzfenster (kontinuierliches Spektrum), Quecksilberdampflampen (Linienspektrum) und Wasserstofflampen. Ultraviolettstrahlung lässt sich fotografisch und durch Fluoreszenz nachweisen...

  • Ultraviolettstrahlung

    Ultraviolettstrahlung, Abk. UV-Strahlung, sind unsichtbare elektromagnetische Wellen, deren Wellenlängen jenseits der kurzwelligen, d. h. violetten Grenze des sichtbaren Spektrums liegen. Man unterscheidet die Bereiche UV-A (380–315 nm), UV-B (315–280 nm) und UV-C (280–200 nm). Man fasst UV-A und UV-B auch als „nahes UV“ zusammen, UV-C dagegen wird unterteilt in fernes (280–200 nm) und Vakuum- oder extremes UV (VUV, EUV, 200–30 nm). Der Frequenzbereich der UV-Strahlung liegt dementsprechend zwischen 800 THz und 10 PHz. Bei noch kürzeren Wellenlängen beginnt der Bereich der Röntgenstrahlung...

  • Umarmender Reim

    Ein umarmender Reim folgt dem Schema abba. In einer Strophe mit vier Versen reimen sich der erste und der letzte Vers sowie die der zweite und der dritte Vers. Beispiel: a Sie trampeln um den Hof im engen Kreis, b Ihr Blick schweift hin und her im kahlen Raum. b Er sucht nach einem Feld, nach einem Baum, a Und prallt zurück von kahler Mauern weiß. (Georg Heym, Die Gefangenen)

  • Umfang von Figuren

    Der Umfang U einer Figur ist die Länge ihrer Begrenzungslinie. Bei Polygonen (Vielecken) wie Dreieck, Viereck oder Sechseck ist der Umfang leicht zu bestimmen, da in diesem Fall die Begrenzungslinie aus lauter geraden Stücken zusammengesetzt ist (man kann auch sagen, dass die Begrenzungslinie ein geschlossener „Polygonzug“ ist). Am einfachsten ist es bei regelmäßigen Polygonen: Hat ein solches n Seiten der Länge a, beträgt der Umfang U = n · a. Bei gekrümmten Begrenzungen ist der Umfang nicht ohne Weiteres zu bestimmen, sofern es sich nicht um Kreisbögen handelt. Die Bogenlänge einer beliebig...

  • Umgebung (Mathematik)

    In der Analysis ist eine Umgebung \(U_{x_0}\) bzw. U(x0) um eine Zahl x0 das offene Intervall \(]x_0 - \delta; \ x_0 + \delta[ \ \ (\delta>0)\). x0 liegt somit exakt in der Mitte des Intervalls. Wenn es auf die Intervallbreite. also einen bestimmten Wert von \(\delta\) ankommt, sagt man auch \(\delta\)-Umgebung (\(U_\delta(x_0)\)). Die „punktierte \(\delta\)-Umgebung“ ist das Intervall ohne den Punkt x0 selbst, also \(U_\delta \setminus \{x_0\}\). Umgebungen werden bei der Untersuchung von Ableitungen und anderen Grenzwerten von Funktionen benötigt.

  • Umkehrfunktionen

    Die Umkehrfunktion f–1 einer Funktion f ordnet jedem Funktionswert f(x) der Funktion f den zugehörigen x-Wert zu: \(f^{-1}\!: y \mapsto f^{-1}(y) = x\) für jedes y = f(x) Dies ist dann und nur dann möglich, wenn die Funktion f eineindeutig bzw. bijektiv ist. „Eineindeutigkeit“ (Bijektivität) und „Umkehrbarkeit“ sind also äquivalente Eigenschaften. Dies bedeutet insbesondere, dass jede Parallele zur x-Achse den Graphen einer umkehrbaren Funktion nur höchstens einmal schneidet (jeder Funktionswert kommt höchstens einmal vor). Eine Funktion, die nicht auf ihrem gesamten Definitionsbereich...

  • Umkreis

    In der Geometrie ist der Umkreis ein Kreis, auf dessen Umfang (Kreislinie) alle Punkte eines Polygons (Vielecks) liegen. Eine Polygon hat immer dann einen Umkreis, wenn sich die Mittelsenkrechten aller Seiten in einem Punkt schneiden. Dieser Schnittpunkt ist dann der Mittelpunkt des Umkreises. Vierecke, die einen Umkreis haben, nennt man Sehnenvierecke. Dreiecke haben immer einen Umkreis.

  • Umkristallisation

    Ein häufig angewendetes Reinigungsverfahren für unreine chemische Substanzen. Die zu reinigende Substanz wird dabei in einem geeigneten, meist siedenden Lösungsmittel gelöst und durch vorsichtiges Abkühlen oder durch Zugabe anderer Lösungsmittel, in denen die Verbindung schlechter löslich ist, wieder zur Kristallisation gebracht (falls nötig auch durch Zusatz von Kristallisationskeimen). Die Verunreinigungen bleiben in der Lösung und werden vom Kristall nicht eingeschlossen. Eine Voraussetzung für die Umkristallisation ist, dass die Substanz gut kristallisiert und Löslichkeitsunterschiede...

  • Umschlagpunkt

    (Umschlagbereich): Derjenige pH-Wert (pH-Bereich), bei dem die Konzentration des gefärbten Indikatorions R– (Indikatoren) ebenso groß ist wie die Konzentration des anders gefärbten oder ungefärbten nicht dissoziierten Indikators HR. Die Existenz der beiden Indikatorformen nebeneinander ruft bei der zu titrierenden Lösung eine deutliche Farbänderung hervor, die den Endpunkt der Titration anzeigt.

  • umschreibende Konjugation

    Andere Bezeichnung: Coniugātiō periphrastica Definition Unter „umschreibende Konjugationsform“ oder „umschreibende Verbform“ versteht man eine Konjugationsform, die aus zwei oder mehr zusammengestellten Verbformen besteht, die zusammen die Funktion einer einzigen Verbform erfüllen. Unter „umschreibende Konjugation“ versteht man einen Konjugationstyp, der aus umschreibenden Konjugationsformen besteht. Deutsche Beispiele: ÷ Futur, z.B.: ich werde lieben; ÷ Perfekt, z.B.: ich habe geliebt; ÷ Plusquamperfekt, z.B.: ich hatte geliebt; ÷ Passiv, z.B.: ich werde geliebt, ich wurde geliebt; ÷...

  • Umstellprobe (Ersatzprobe)

    Allgemein Es gibt zwei Methoden, um festzustellen, welche Wörter zusammengehören und so ein Satzglied bilden: die Umstell- oder Verschiebeprobe und die Ersatzprobe. Umstellprobe Wörter oder Wortgruppen, die im Satz auch dann als selbstständige Teile oder Blöcke verbunden bleiben, wenn sie innerhalb eines Satzes umgestellt werden, bilden ein Satzglied. Bei der Umstellprobe dürfen die Wörter in ihrer Form nicht verändert werden und der Satz muss weiterhin sinnvoll und vollständig sein. Beispiel: ​ Ersatzprobe Hierbei kann ein Satzglied immer nur durch ein anderes Satzglied der gleichen Funktion...

  • Umwandeln zwischen Darstellungsformen von Ebenen

    Umwandeln aus der Parameterform in die Normalen- und Koordinatenform (Die Umwandlung zwischen Darstellungsformen von Geraden funktioniert im genauso wie bei Ebenen, nur mit einer Koordinate bzw. Vektorkomponente weniger.) Wenn eine Ebene E in Parameterform (Stützvektor \(\vec a\), Spannvektoren \(\vec u\) und \(\vec v\)) gegeben ist, wandelt man die Darstellung folgendermaßen in eine Normalform um: \(E:\overrightarrow{x} = \overrightarrow{a} + \lambda \cdot \overrightarrow{u} + \mu \cdot \overrightarrow{v} \ (\lambda , \mu \in \mathbb{R})\) Ansatz: \(E: \overrightarrow{n} \circ (...

  • Umweltbewegung und Friedensbewegung

    Umweltbewegung und Friedensbewegung, Bürgerbewegungen in der Bundesrepublik Deutschland in den 1970er- und 1980er Jahren. Umwelt- oder Ökologiebewegung 1973 stieg der Erdölpreis (Erdölpreisschock) dramatisch, als die Organisation Erdöl exportierenden Staaten (OPEC) im Zusammenhang mit dem Nahostkonflikt die Fördermenge drosselte (Erdölkrise). Neben einem Autofahrverbot an vier Sonntagen setzte die Bundesregierung zur Energiesicherung verstärkt auf Atomenergie (Kernkraft), wogegen sich Widerstand regte (Anti-Atomkraft-Bewegung). Es entstanden Bürgerinitiativen, die sich verstärkt um die Belange...

  • Umweltphysik

    Die Umweltphysik ist ein in den 1970er-Jahren entstandenes Fachgebiet der Physik. Es erforscht die Vorgänge in den dem Menschen zugänglichen Bereichen der Erde wie Grundwasser, Boden, Ozeane, Atmosphäre und Kryosphäre (die eisbeckten Gebiete der Erde) mit physikalischen Methoden erforscht. Wichtigste Methoden sind die Messung von Transportprozessen durch Tracer-Untersuchungen (Verfolgung von natürlichen oder künstlichen „Markierungsstoffen“), Altersbestimmungen und die Modellierung dieser Prozesse mit dem Computer. Am meisten Aufmerksamkeit erlangte dabei die Klimaforschung und -modellierung...

  • Unabhängigkeitsregel

    Die Unabhängigkeitsregel (die 3. Mendel-Regel) oder Neukombinationsregel beschreibt die Vererbung von zwei Merkmalen (dihybride Kreuzung) bei der Kreuzung reinerbiger Individuen und deren Nachkommen. Beide Merkmale werden unabhängig voneinander vererbt, wobei ab der F2-Generation neue, reinerbige Kombinationen auftreten.

  • Unbestimmtes Integral

    Der Begriff „unbestimmtes Integral“ wird in der Analysis, genauer gesagt der Integralrechnung, etwas uneinheitlich benutzt. Während das bestimmte Integral als Flächeninhalt des Flächenstücks zwischen Funktionsgraph und x-Achse innerhalb eines bestimmten Intervalls [a; b] definiert ist, bezeichnet das unbestimmte Integral unabhängig von konkreten Intervallgrenzen Stammfunktionen, mit denen sich er Wert von bestimmten Integralen ausrechnen lässt (Hauptsatz der Differenzial- und Integralrechnung). Entweder ist dann mit der Schreibweise \(\displaystyle \int f(x) \,\text dx\) die Menge aller...

  • Unechte Brüche

    Unechte Brüche sind Brüche, bei denen der Zähler größer ist als der Nenner. Man kann sie immer auch als gemischte Zahl (gemischten Bruch) darstellen.

  • Uneigentliches Integral

    Der Begriff des uneigentlichen Integrals erweitert das bestimmte Integral auf solche Fälle, in denen der Integrand f(x) divergent ist oder der Integrationsbereich sich ins Unendliche erstreckt. Man betrachtet in solchen Fällen den Grenzwert der Integralfunktion – wenn dieser existiert, nennt man ihn ein uneigentliches Integral Iu und schreibt z. B.: \(I_{\text u} = \displaystyle \int\limits_{a}^{\infty} f(x)\, \text dx = \lim_{b \to \infty}\textstyle \int\limits_{a}^{b} f(x)\, \text dx = \displaystyle \lim_{b \to \infty} \left[ F(x) \right]^b_1 = \lim_{b \to \infty} \left[ F(b) - F(a) \right]\...

  • ungesättigte Verbindungen

    Bezeichnung für Stoffe mit Mehrfachbindungen (Doppel-, Dreifachbindung) zwischen einzelnen Atomen (z. B. ungesättigte Kohlenwasserstoffe) oder Stoffe mit nicht abgesättigten Valenzen (z. B. Kohlenstoffmonooxid, CO). Charakteristisch für solche Verbindungen sind Additionsreaktionen oder Polymerisation, wobei die Mehrfachbindung aufgehoben wird.

  • Ungleichungen

    Ein Ausdruck, in dem zwei Terme durch ein anderes Vergleichszeichen als das Gleichheitszeichen verbunden werden („Kleiner als“, „Größerer als“, „Kleiner gleich“, „Größerer gleich“, „Ungleich“), heißt Ungleichung: \(T_1<T_2 \), \(T_1>T_2\), \(T_1 \le T_2 \), \(T_1 \ge T_2\) , \(T_1 \ne T_2\) Genau wie eine Gleichung kann auch eine Ungleichung eine wahre oder eine falsche Aussage sein. Beispiele: \(\begin{matrix} 3&+&9&<&20&\text{wahre Aussage}\\ 3&+&9&<&12&\text{falsche Aussage}\\ 3&+&9&>&10&\text{wahre Aussage}\\ 3&+&9&>&20&\text{falsche Aussage}\\ \end{matrix}\) Tritt in einer Ungleichung...

  • Ungleichungen von Tschebyschew

    Eine Gruppe von nach dem ukrainisch-russischen Mathematiker P. L. Tschebyschew (auch Tschebyschow), 1821–1894, benannten Ungleichungen, mit denen man abschätzen kann, wie wahrscheinlich es ist, dass der Wert einer Zufallsvariablen X mit dem Erwartungswert \(E(X) = \mu\) und der Varianz \(Var(X) = \sigma^2\) außerhalb bzw. innerhalb eines gegebenen Intervalls um den Erwartungswert liegt. Hat also X die Warscheinlichkeitsverteilung P mit \(E(X) = \mu\) und \(Var(X) = \sigma^2\), dann gilt für jede positive reelle Zahl a: \(\displaystyle P(|X-\mu| > a) < \frac{\sigma^2}{a^2}\) \(\displaystyle P(...

  • Uniformitätsregel

    Uniformitätsregel: die erste der Mendel-Regeln. Die Nachkommen der ersten Generation (F1) von zwei Eltern, die sich in einem Merkmal unterscheiden, für das sie beide jeweils reinerbig sind, sind uniform, d. h. bezogen auf das untersuchte Merkmal gleich.

  • Universalpronomen

    Andere Bezeichnung: verallgemeinerndes Fürwort Über das Wort „Universalpronomen“ Genus, Betonung: das Universalpronomen Plural: die Universalpronomen oder die Universalpronomina Abkürzung: Univ.-Pron. Herkunft: moderne Bezeichnung, gebildet wie von lat. *prōnōmen ūniversāle die Gesamtheit bezeichnendes Pronomen (von ūniversum Gesamtheit) Definition „Universalpronomen“ ist eine Unterart der Wortart Pronomen, die wiederum zur Wortartengruppe Nomen gehört. Unter Universalpronomen versteht man ein Wort, das angibt, dass sich die Aussage auf alle Gegenstände bezieht, die eine oder mehrere genannte...

  • unregelmäßige Deklination

    Die unregelmäßig deklinierten Substantive, Adjektive und Pronomen findest du unter den Namen der einzelnen Deklinationen: • ā-Deklination (= „1. Deklination“) für Substantive und für das Feminin der Adjektive der ō-Deklination • ē-Deklination (= „5. Deklination“) für Substantive • ī-Deklination (ein Untertyp der „3. Deklination“) für Substantive und Adjektive • ō-Deklination (= „2. Deklination“) für Substantive und Adjektive • ū-Deklination (= „4. Deklination“) für Substantive • konsonantische + gemischte Deklination (= ĕ-Deklination; ein Untertyp der „3. Deklination“) für Substantive und...

  • unregelmäßige Konjugation

    Unregelmäßige Konjugationstypen des Präsensstamms Hierzu zählen alle Verben der nicht-vokalischen Konjugation, nämlich: • ferre tragen, mit seinen Ableitungen; • esse sein, mit seinen Ableitungen posse können, prōdesse nützen, adesse anwesend sein und anderen; • ēsse essen, mit seinen Ableitungen; • velle wollen, mit seinen Ableitungen nōlle nicht wollen, mālle lieber wollen. Außerdem zwei Verben der ī-Konjugation: • fierī werden, mit seinen Ableitungen; • īre gehen, mit seinen Ableitungen. Weitere unregelmäßige Verbformen findest du unter Nebenformen der Konjugation. Unregelmäßige...

  • Unterstämme des Verbs

    Andere Bezeichnungen mit ähnlicher Bedeutung: Stammformen, Tempusstämme Definitionen Unter „Unterstamm eines Verbs“ verstehen wir einen Wortteil des Verbs, • der vom Verbalstamm abgeleitet ist, • der in einigen von den Konjugationsformen des Verbs enthalten ist und • an den (je nach seiner Bildungsweise) eine von mehreren Konjugationen antritt (siehe Konjugationen des Präsensstamms, des Perfektstamms und des Supinstamms). Ein Unterstamm kann in mehreren Varianten auftreten, deren Unterschiede sich durch die Wirkung von Lautregeln oder lautverändernden Konjugationsregeln erklären lassen. Im...

  • Untersuchung einer gebrochenrationalen Funktion

    Betrachtet wird die Funktion \(f : x \mapsto \frac{x^3 - x^2 - x + 1}{4 x^2 + 16x + 12} = \frac{u (x)}{v (x)}\) . Bestimmung der Nullstellen von Nenner und Zähler Nenner: \(v (x) = 4 x^2 + 16x + 12 = 0 \Leftrightarrow x = - 3\) oder \(x = - 1\) Damit erhält man: \(D_f = \mathbb{R}\backslash\{- 3; - 1\}\). Zähler: \(u (x) = x^3 - x^2 - x + 1 = 0 \Leftrightarrow u(x) = (x - 1)^2 \cdot (x + 1) \Leftrightarrow x = - 1\) oder \(x = 1\) (doppelte Nullstelle von \(u\)), \(x = 1\) ist (doppelte) Nullstelle von \(f\), da \(u (1) = 0\) und \(v (1) \neq 0\). \(x = - 1 \notin D_f\) , also keine Nullstelle...

  • Updike, John

    John Updike, US-amerikanischer Schriftsteller, geb. am 18.3.1932 in Reading, Pennsylvania, gest. am 27.01.2009 in Danvers, Massachusetts. Werke (Auswahl) Updike schrieb zahlreiche Kurzgeschichten, Gedichte, Essays und Romane, darunter der Weltbestseller Couples (1968), The Witches of Eastwick (1984) und The Widows of Eastwick (2008) sowie die Rabbit-Romane (1960 – 2002). Themen Er gilt als literarischer Chronist der USA in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und als Analyst der amerikanischen Gesellschaft.

  • Urdarm

    Der Urdarm (Gastrocoel) ist während der Keimentwicklung ein Hohlraum mit nur einer Öffnung, dem Urmund

  • Urknall

    Der Urknall war dem heutigen kosmologischen Standardmodell zufolge der Beginn von Raum und Zeit in einem unendlich kleinen, heißen und dichten Zustand. Er fand vor 13,6 Milliarden Jahren statt. Seitdem hat sich das Universum ausgedehnt (kosmische Expansion), wobei zuerst Elementarteilchen, dann Atomkerne, Atome und schließlich Sterne und Planeten, Galaxien (durch die Schwerkraft gebundene Ansammlungen von vielen Milliarden Sternen) und Galaxienhaufen entstanden. Seit den 1990er Jahren gibt es verschiedene voneinander unabhängige Beobachtungen, die darauf schließen lassen, dass sich die...

  • Urliste

    Bei einer statistischen Erhebung die Aufzählung der erhaltenen Daten einer Stichprobe ohne jegliche Gruppierung, Anordnung oder sonstige Aufbereitung. Die Daten können in der zeitlichen Reihenfolge der Erfassung stehen, müssen es aber nicht. Man nennt solche Daten auch Rohdaten oder Primärdaten.

  • Urmund

    Urmund: Bei der Ausbildung der Gastrula (Becherkeim) entsteht der Urmund als Eingangsöffnung in die Gastrulahöhle (Urdarm). Je nachdem, ob der Urmund später zum definitiven Mund oder zum After wird, unterscheidet man Protostomier und Deuterostomier

  • Urnenmodelle

    In der Wahrscheinlichkeitsrechnung dienen Urnenmodelle dazu, Zufallsexperimente auf Laplace-Experimente zurückzuführen, für welche die Wahrscheinlichkeiten recht übersichtlich berechnet werden können. Beispiel: Eine Schulklasse besteht aus 15 Mädchen und 12 Jungen. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, zufällig ein Mädchen auszuwählen? Die Situation wird durch ein Urne genanntes, undurchsichtiges Gefäß modelliert, das 12 blaue und 15 rote Kugeln enthält. Wird daraus zufällig eine Kugel gezogen, beträgt die Wahrscheinlichkeit für eine rote Kugel („Mädchen“) zu ziehen, \(P(„\text{rot}“) =...

  • Urogenitalsystem

    Urogenitalsystem ist die zusammenfassende Bezeichnung für die Geschlechts- und Ausscheidungsorgane, zwischen denen enge entwicklungsgeschichtliche und auch räumliche Beziehungen bestehen. (siehe: Evolution, siehe: Kloake)

  • Ursprung

    Der Ursprung ist der Koordinatennullpunkt eines Koordinatensystems, also der Punkt O(0|0) bzw. O(0|0|0). Der Großbuchstabe „O“ kommt daher, dass Ursprung auf Lateinisch „origo“ heißt – ist das runde Zeichen in der Mitte eines Achsenkreuzes ist also offiziell keine Null, sondern ein O!

  • Ursprungsgerade

    Unter einer Ursprungsgerade versteht man in der Analysis eine Funktion, deren Graph durch den Ursprung des Koordinatensystems (Achsenkreuz) verläuft. Da es sich eine um Gerade handelt, muss die Funktion eine líneare Funktion sein; da der y-Achsenabschnitt 0 ist, muss sie eine proportionale Funktion von der Form y = mx sein.

  • Ursuppe

    Ursuppe: Bezeichnung für eine Mischung aus Wasser, Schwefelwasserstoff, Methan und Ammoniak, die der Biochemiker Stanley Miller elektrischen Entladungen aussetzte und auf diese Weise die Bildung von Biomolekülen (z. B. Aminosäuren) hervorrief. Mit diesem Experiment gelang ihm im Jahr 1953 ein Nachweis dafür, dass organische Substanzen unter den Bedingungen von Uratmosphäre und Urozean entstehen konnten.

  • Utrum

    „Utrum“ bedeutet so viel wie „beiderlei grammatisches Geschlecht (d.h. männlich + weiblich)“. „Utrum“ ist die korrekte Bezeichnung für das, was wir in unseren Sprachen fälschlich „Maskulin“ nennen. Alle Informationen zum Utrum findest du unter Genus.