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  • T-Lymphocyten

    T-Lymphocyten (T-Zellen): an der zellulären Immunität (Immunsystem) beteiligte Lymphocyten, deren lymphatische Stammzellen im Knochenmark entstehen und die ihre spezifische immunologische Aktivität erst beim Passieren der Thymusdrüse (daher T-Lymphocyten) erhalten. Die T-Lymphocyten bilden keine Antikörper, sondern besitzen an ihrer Membranoberfläche spezifische Rezeptoren für Antigene, v. a. von Viren und Bakterien. Sie unterteilen sich in T-Helferzellen, die durch die Sekretion von Cytokinen die Antikörpersynthese von B-Lymphocyten, die zelluläre Immunantwort und Entzündungsreaktionen...

  • tagaktiv

    Tagaktiv sind Tiere, die bei Helligkeit, also tagsüber, die höchste Stoffwechselaktivität aufweisen, im Gegensatz zu Tieren, die nachtaktiv sind. Tagaktive Tiere sind viele Insekten, fast alle Vögel und viele Säugetiere einschließlich des Menschen.

  • Tangensfunktion

    Die Tangensfunktion ist eine trigonometrische Funktion, welche den vom rechtwinkligen Dreieck bekannten Tangens eines Winkels („\(\displaystyle \tan \varphi = \frac{\sin \varphi}{\cos \varphi}\)“) durch Verwendung des Bogenmaßes zu einer auf (fast) ganz \(\mathbb R\) definierten Funktion erweitert. Nur an den Polstellen (siehe unten), also an den Nullstellen der Kosinusfunktion, ist der Tangens nicht definiert. Die maximale Definitionsmenge ist somit \(\displaystyle D_f = \mathbb R \setminus \{x| \left( k + \frac 1 2\right) \cdot \pi , \ k \in \mathbb Z \}\), der Wertebereich ist \(W_f =...

  • Tangente am Kreis

    Eine Tangente (lat., wörtl. „Berührende“) ist in der Geometrie eine Gerade, die eine Kurve berührt, also einen gemeinsamen Punkt mit ihr hat, ohne dass sie die Kurve schneiden würde. Am Kreis unterscheidet man zwischen Tangente, Sekante und Passante: Eine Tangente hat genau einen gemeinsamen Punkt (T) mit der Kreislinie, eine Sekante zwei (A und B) und eine Passante überhaupt keinen. In der Analytischen Geometrie werden Tangenten wie alle Geraden durch Gleichungen angegeben. Für eine Tangente, die einen Kreis k mit Mittelpunkt M(m1|m2) und Radius r im Punkt B(b1|b2) berührt, gibt es die...

  • Tangente und Normale an Funktionsgraphen

    Eine Gerade ist eine Tangente an einen Funktionsgraphen Gf im Punkt P(x0|f(x0)), wenn sie dort dieselbe Steigung wie die Funktion f hat. Die Tangente am Punkt P(x0|f(x0)) hat daher die Gleichung (vorausgesetzt, dass f differenzierbar ist): \(t_{x_0} \!: \ y = f'(x_0)\cdot x+b\) Da P auf der Tangente liegt, kann man dessen Koordinaten in die Geradengleichung einsetzen und erhält die Gleichung \(t_{x_0} \!: \ y = f'(x_0)\cdot (x-x_0) +f(x_0)\) Die Tangente hat also den y-Achsenabschnitt \(b = f(x_0) -x_0 \cdot f'(x_0)\). Eine Normale an den Funktionsgraphen ist dadurch definiert, dass sie...

  • Tangentenviereck

    Ein Tangentenviereck ist ein Viereck, in das man einen Inkreis zeichnen kann. Dies ist genau dann der Fall, wenn sich die vier Winkelhalbierenden in einem Punkt schneiden, der dann automatisch der Inkreismittelpunkt ist. Der Name „Tangentenviereck“ kommt daher, dass alle vier Seiten Tangenten (bzw. Abschnitte von Tangenten) des Inkreises sind. Bei einem Tangentenviereck ist die Summe der Seitenlängen von einander gegenüber liegenden Seiten gleich groß: a + b = c + d Zu den Tangentenvierecken zählen das Drachenviereck, die Raute und das Quadrat, es gibt aber auch Tangentenvierecke, die...

  • Taxis

    Taxis: die Ortsbewegung frei beweglicher tierischer und pflanzlicher Lebewesen (und ihrer männlichen Fortpflanzungszellen), die von der Richtung abhängt, aus der ein Reiz auf den Organismus einwirkt. Bewegt sich das Lebewesen zur Reizquelle hin, spricht man von positiver Taxis, bewegt es sich von der Reizquelle fort, von negativer Taxis. Wird die Reizquelle auf dem kürzesten Weg angesteuert, handelt es sich um eine topische Reaktion. Bei der phobischen Reaktion dagegen (Schreckreaktion, Phobotaxis) wird das Ziel erreicht, indem das Lebewesen beim richtungslosen Umherirren jedes Mal...

  • Taxonomie

    Taxonomie: Ein Teilgebiet der Systematik, dessen Schwerpunkte die Abgrenzung verschiedener Organismengruppen gegeneinander sowie ihre Klassifizierung und Benennung sind. Die so gebildeten Organismengruppen (Taxa; Einzahl Taxon) stellen Einheiten dar, deren Vertreter in stammesgeschichtlicher Hinsicht unmittelbar miteinander verwandt sind. Das elementare Taxon ist die Art. (vergleiche auch: Biodiversität.)

  • technische Darstellung von Zahlen

    Unter der technischen oder wissenschaftlichen Darstellung von Zahlen (auch: Zehnerpotenzschreibweise) versteht man die Notation einer Zahl wie in den folgenden Beispielen: 3,14 · 10367,4498 · 102 1,602 · 10–19 In „normaler“ Notation entspricht dies: 3140 6744,980,000.000.000.000.000.000.160.2 Auf dem Taschenrechner oder in einer Tabellenkalkulation kann man zwischen den beiden Darstellungen je nach Bedarf hin- und herwechseln. Anmerkung: Manchmal werden die Bezeichnungen „technische“ und „wissenschaftliche“ Darstellung auch mit unterschiedlicher Bedeutung verwendet. Dann bedeutet „technisch“...

  • Teilbarkeitsregeln

    Eine ganze Zahl m ist durch eine andere ganze Zahl n teilbar, wenn die Division m : n ohne Rest aufgeht, in diesem Fall ist m ein Teiler von n und n ein Vielfaches von m: \(m : n = s \in \mathbb Z\) Es gibt eine Reihe von Teilbarkeitsregeln, die insbesondere beim Kürzen von Brüchen nützlich sind: Eine natürliche Zahl ist durch 2 teilbar, wenn ihre letzte Ziffer gerade (durch 2 teilbar) ist. Eine natürliche Zahl ist durch 3 teilbar, wenn ihre Quersumme (die Summe aller Ziffern der Zahl) durch 3 teilbar ist. Eine natürliche Zahl ist durch 4 teilbar, wenn ihre letzten beiden Ziffern eine durch 4...

  • Teilchenbeschleuniger

    Ein Teilchenbeschleuniger oder kurz Beschleuniger dient dazu, elektrisch geladene Elementarteilchen auf sehr hohe kinetische Energien zu bringen. Dabei kommen ihre Geschwindigkeiten der Lichtgeschwindigkeit so nahe, dass die Formeln der Relativitätstheorie angewendet werden müssen (man spricht auch von relativistischen bzw. ultrarelativistischen Teilchen). Man unterscheidet je nach Aufbau Linear- und die Kreisbeschleuniger: Bei einem Linearbeschleuniger sind mehrere Beschleunigungsstrecken auf einer geraden Linie hintereinander angeordnet. Dies hat den Vorteil, dass keine Verluste durch...

  • Teiler und Vielfache

    Eine natürliche Zahl a heißt Teiler einer natürlichen Zahl b, wenn die Division b : a aufgeht, d. h., wenn es eine natürliche Zahl n gibt mit a · n = b. Ist a ein Teiler von b, dann ist gleichzeitig b ein Vielfaches von a. b ist dann nämlich das „n-Fache“ von a (siehe oben). Man schreibt: \(a \mid b\) (sprich: „a ist Teiler von b“ oder „a teilt b“), \(a \nmid b\) (sprich: „a ist kein Teiler von b“ oder „a teilt b nicht“). Beispiele: 2 ∣ 8 5 ∣ 25 7 ∤ 10 3 ∣ 21 31 ∤ 97 Weitere Eigenschaften von Teilern und Vielfachen: Äquivalent mit „\(a \mid b\)“ ist die Aussage, dass die Division b : a den...

  • teilerfremd

    Zwei Zahlen heißen teilerfremd, wenn sie keine gemeinsamen Teiler haben. Ob dies so ist, kann man mit einer Primfaktorzerlegung feststellen. Bei einem vollständig gekürzten Bruch sind Zähler und Nenner teilerfremd. Zwei Primzahlen sind immer teilerfremd.

  • Teilermenge

    Die Teilermenge Tn einer natürlichen Zahl n enthält alle Zahlen, durch die n teilbar ist, d. h. alle Teiler von n: \(T_n = \{m\in \mathbb N\big| m \mid n \}\) Beispiele: T30 = {1; 2; 3; 5; 6; 10; 15; 30} T100 = {1; 2; 4; 5; 10; 25; 50} T101 = {1; 101} Die Teilermenge einer Primzahl enthält nur die 1 und die Zahl selbst. Die Teilermenge einer Zahl enthält immer eine gerade Anzahl von Elementen, die sich in Paare sortieren lassen, welche miteinander multipliziert die Zahl selbst ergeben. Beispiel: n = 30 (8 Elemente, 4 Paare): 1 · 30 = 30; 2 · 15 = 30; 3 · 10 = 30; 5 · 6 = 30

  • Teilmenge

    Eine Teilmenge (Untermenge) T einer Menge M ist dadurch definiert, dass alle Elemente von T in M liegen, aber nicht unbedingt alle Elemente von M in T. Beispiel: Die Menge {a; b; c} hat die Teilmengen \(\emptyset\), {a} , {b}, {c}, {a; b} , {b; c}, {a; c} und {a; b; c}. Wenn die Teilmenge T nicht alle Elemente von M enthält, also wenn \(T \ne M\), dann sagt mann, dass T eine echte Teilmenge von M ist und schreibt \(T \subset M\). Eine unechte Teilmenge von M kann dagegen auch M selbst sein, in diesem Fall schreibt man \(T \subseteq M\). Die leere Menge ist eine (echte) Teilmenge von jeder...

  • Teilverhältnis bei Geraden

    Die reelle Zahl \(\tau\), die für die drei verschiedenen Punkte A, B und T auf einer Geraden die Gleichung \(\overrightarrow{AT} = \tau \cdot \overrightarrow{TB}\) erfüllt, heißt das Teilverhältnis des Punkts T bezüglich der Strecke \(\overline{AB}\). Für \(T \in \overline{A B}\) (innere Teilung) gilt \(\tau \geq 0\), andernfalls (äußere Teilung) ist \(\tau < 0\).

  • Telophase

    Telophase ist das abschließende Stadium von Mitose und Meiose. Die Tochterchromosomen haben die Spindelpole erreicht und die Tochterkerne bilden wieder eine Kernhülle.

  • Temperatur

    [zu lat. temperatura »gehörige Mischung«]: Ein Maß für den Wärmezustand eines Körpers und damit eine der Größen, durch die der Zustand eines Körpers oder eines physikalischen Systems beschrieben wird (Zustandsgrößen). SI-Einheit der Temperatur ist das Kelvin. Daneben wird zur Temperaturangabe auch das Grad Celsius (°C; Celsius-Skala) verwendet. Da einerseits die Temperaturintervalle 1 K und 1 °C gleich sind, andererseits die Kelvin-Skala beim absoluten Nullpunkt (-273,15 °C), die Celsius-Skala jedoch beim Eispunkt des Wassers (273,15 K) beginnt, unterscheidet sich die Celsius-Temperatur t von...

  • Temperatur und Temperaturskalen

    Die Temperatur T ist ein Maß dafür, wie viel Wärmeenergie ein Körper oder physikalisches System enthält, d. h., wie groß die Energie der ungerichteten Zufallsbewegungen seiner Atome oder Moleküle im Mittel ist. Dies wird in der Wärmelehre (Thermodynamik) im Detail untersucht. Die SI-Einheit der Temperatur ist das Kelvin (nach dem Adelstitel Kelvin des Physikers William Thomson, Einheitenzeichen K). Es ist eine der sieben Basiseinheiten des SI. Ebenfalls zulässig ist die Angabe in Grad Celsius (°C); beide Einheiten unterscheiden sich lediglich in der Wahl des Nullpunkts der Temperaturskala (s...

  • Temporalsatz

    Andere Bezeichnung: Zeitsatz Über das Wort „temporal“ Abkürzung: temp. Herkunft: lat. temporālis die Zeit betreffend (von tempus Zeit) Definition Ein „Temporalsatz“ ist ein Nebensatz, der den Zeitpunkt oder Zeitraum des Ereignisses angibt, das im übergeordneten Satz genannt ist. Arten von Temporalsätzen (1) finite Nebensätze Finale Nebensätze mit finitem Verb können eingeleitet werden mit folgenden Subjunktionen: • cum zu der Zeit wo, als, wenn (mit Verb im Indikativ) • postquam nachdem (immer mit Verb im Indikativ Perfekt) • ut (prīmum) sobald (mit Verb im Indikativ) • ubī (prīmum) sobald...

  • Temporalsätze

    Der Temporalsatz ist ein Nebensatz und gehört zu den Unterarten des Adverbialsatzes. Er gibt einen Zeitpunkt oder eine Zeitdauer an. Die im Nebensatz beschriebene Handlung kann sich zur selben Zeit wie die Handlung des Hauptsatzes ereignen (Gleichzeitigkeit), das Geschehen im Nebensatz kann vor dem des Hauptsatzes liegen (Vorzeitigkeit) oder es kann ihm folgen (Nachzeitigkeit). Der Temporalsatz wird häufig eingeleitet durch die Konjunktionen als, nachdem, während, seit, ehe oder bevor. Man fragt nach ihm mit wann, bis wann, seit wann oder wie lange. Beispiele:Als wir endlich zu Hause ankamen...

  • Tempus

    Andere Bezeichnung: Zeitform Über das Wort „Tempus“ Genus, Betonung: das Tempus Plural: die Tempora (nicht „Tempi“!) Abkürzung: — Herkunft: von lat. tempus Zeit Definition „Tempus“ ist eine der Dimensionen der Konjugation. Unter „Tempus“ versteht man die Kategorien der Konjugation, die eine Zeitangabe über den im Satz ausgesagten Sachverhalt machen. Bestand an Tempora Das lateinische Verb bildet folgende Tempora: • Präsens, z.B.: voca-t (er/sie/es) ruf-t • Perfekt, z.B.: vocā-v-it (er/sie/es) hat gerufen, rief-_ (mit vollendetem Aspekt) • Imperfekt, z.B.: vocā-ba-t (er/sie/es) rief-_ (mit...

  • Tempus (Zeitformen des Verbs)

    Das Verb heißt auf Deutsch auch Zeitwort, weil man mit Verb­formen Angaben zur Zeit machen kann. Mithilfe der verschiedenen Zeitstufen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft kann man ein Geschehen zeitlich einordnen. Bezugspunkt ist dabei immer der Zeitpunkt, zu dem eine Äußerung gemacht wird. Für jede Zeitform (Tempus) gibt es eine andere Verbform. Im Deutschen gibt es sechs Tempora (Zeitformen): Präsens Perfekt Präteritum Plusquamperfekt Futur I Futur II Aus grammatischer Sicht teilt man diese Zeitformen auch in einfache und zusammengesetzte Tempusformen ein: Präsens und Präteritum sind...

  • Tenses / Zeiten

    Die Zeitformen (tenses) Im Englischen ist der Zeitengebrauch präziser als im Deutschen. Wenn man beispielsweise über die Zukunft spricht, verwendet man eine Zeitform, die sich auf die Zukunft bezieht. Im Deutschen steht dazu oft das Präsens. Die Unterscheidung zwischen present tense und past tense ist ebenfalls wichtig. Im Englischen gibt es zu jeder Zeitform eine Verlaufsform. Sie wird progressive oder continuous form genannt. Zeitformen mit Bezug zur Gegenwart present tense und present perfect present tense in der einfachen Form (simple present): She helps her father in the garden. present...

  • Terme

    Ein Term ist ein mathematischer Ausdruck, der Zahlen, Variablen, Symbole und Klammern enthalten kann. Beispiele: \(5+13\\4a-3b\\x^2+3x-5\\(x+y)(2-x)\) Bei dieser Schreibweise werden die Malpunkte zwischen Zahlen und Variablen weggelassen: „4a“ bedeutet also „4 · a“. Weitere Beispiele: \(3b=3\cdot b\\ (x+y)(2-x)=(x+y)\cdot(2-x)\) Werden alle Variablen durch Zahlen ersetzt, erhält der Term einen bestimmten Wert. Für dieselbe Variable muss dabei in einem Term immer dieselbe Zahl eingesetzt werden. Die Menge der Zahlen, die zum Einsetzen vorgegeben ist, ist die Grundmenge G. Diejenigen Zahlen der...

  • Territorialverhalten

    Territorialverhalten (Revierverhalten): Sehr viele Tiere besitzen dauernd oder zeitweise ein Territorium (Revier), das sie gegen Artgenossen verteidigen und dessen Grenzen sie auf arttypische Weise markieren. Innerhalb ihres Territoriums bewegen sich die Tiere meist auf gleich bleibenden Pfaden und suchen immer wieder bestimmte Stellen zum Ruhen und Schlafen oder zum Trinken und Baden auf. Durch die gleichmäßige, nicht zufällige Verteilung der Tiere über ein Gebiet wird gewährleistet, dass für jeden gerade ausreichend Lebensraum und Nahrung vorhanden sind.

  • tertiär

    In der Chemie zur Kennzeichnung von Verbindungen verwendeter Begriff, der in mehrfacher Bedeutung gebraucht wird: Als tertiäre Kohlenstoffatome bezeichnet man solche, die mit drei weiteren Kohlenstoffatomen verbunden sind; ein tertiäres Stickstoffatom ist an drei Kohlenstoffatome gebunden. Bei tertiären Alkoholen ist die Hydroxylgruppe an ein tertiäres Kohlenstoffatom gebunden. Tertiäre Amine tragen drei Alkyl- oder Arylreste am Stickstoffatom.

  • Tetraeder

    Ein Tetraeder (griech., wörtlich „Vierflächner“) ist ein regelmäßiges Polyeder mit nur vier Ecken und der kleinste platonische Körper. Die vier Seitenflächen eines Tetraeders sind kongruente gleichseitige Dreiecke. Man kann ein Tetraeder also auch als eine dreiseitige Pyramide auffassen, bei der die Grundfläche gleich den Seitenflächen ist. Das Volumen eines Tetraeders mit der Seitenlänge a beträgt \(\displaystyle V = \frac{\sqrt 2}{12}a^3\), der Oberflächeninhalt \(\displaystyle A = \sqrt 3 a^2\). Das Tetraeder hat mehrere Drehsymmetrien (unter anderem mit Drehachse durch eine Ecke und die...

  • Tetrapoden

    Tetrapoda (Vierfüßer): zusammenfassende Bezeichnung für Wirbeltiere (Ausnahme: Fische), die vier Extremitäten ausgebildet haben. Diese Gliedmaßen können mannigfach umgebildet sein, z. B. als flossenförmige Extremitäten bei Robben und Walen, z. T. als Flügel bei Vögeln und Fledermäusen; sie können auch nur noch als embryonale Anlagen erkennbar und bei erwachsenen Tieren völlig reduziert (z. B. bei Schlangen) sein.

  • Tetrarchie

    Tetrarchie, Herrschaftsform, bei der ein Gebiet unter vier Herrschern (Tetrarchen) aufgeteilt wird. Unter Kaiser Diokletian (*um 240, †313/316, Kaiser von 284 bis 305) wurde das Reich im Jahr 293 neu geordnet. Er beschloss, die Last auf mehrere Herrscher zu verteilen, zunächst auf zwei, dann auf vier (tetra) Regenten. Fortan gab es zwei Kaiser („augusti“) mit je einem Stellvertreter („caesari“). Diokletian übernahm den Osten, sein Mitkaiser Maximianus den Westen. Trier, als Augusta Treverorum von Kaiser Augustus gegründet, wurde dabei zu einer der Hauptstädte erhoben. Diokletian reagierte mit...

  • Textformen der Beschreibung

    Die Beschreibung ist eine informierende, sachbetonte und wirklichkeitsnahe Darstellungsform. Sie dient dazu, dem Leser eine genaue Vorstellung von einem beschriebenen Gegenstand, einem Vorgang, einer Person, einem Tier oder einer Abbildung zu vermitteln. Es gibt verschiedene Arten von Beschreibungen, dazu gehören unter anderem die Täterbeschreibung bei der Polizei, die Gebrauchsanweisung, Wegbeschreibungen oder auch Tier- oder Pflanzenbeschreibungen in Lexika. Die Beschreibung folgt dabei immer einer klaren, sinnvollen Reihenfolge. Sie wird im Präsens formuliert und beinhaltet einfache...

  • Textzusammenfassung

    Um die wesentlichen Aussagen eines Textes herauszuarbeiten, eignet sich eine Textzusammenfassung. Der erste Schritt hierbei ist, den Text in Sinnabschnitte zu gliedern. Anschließen wird der Inhalt der einzelnen Abschnitte zusammengefasst, indem jedem Abschnitt eine passende Überschrift gegeben wird oder der Inhalt in einem Fließtext in vollständigen Sätzen wiedergegeben wird.

  • Thermitverfahren

    [zu griech. thermos »warm«, »heiß«]: Verfahren zum Schweißen von Eisenteilen (z. B. Eisenbahn- und Straßenbahnschienen, gebrochene Wellen). Hierzu wird ein Gemisch von Eisen(II,III)-Oxid, Fe3O4 und Aluminiumgrieß (Thermit) zur Reaktion gebracht. Es liefert in wenigen Sekunden unter äußerst starker Wärmeentwicklung (Temperaturen bis 2400 °C) reines Eisen in weißglühend flüssiger Form, das die Verbindung der Eisenteile herstellt, gemäß folgender Gleichung: 3 Fe3O4 + 8 Al → 4 Al2O3 + 9 Fe.

  • Thermoelektrizität

    Unter dem Begriff Thermoelektrizität werden verschiedene Effekte zusammengefasst, bei denen sich Wärme- und elektrische Erscheinungen gegenseitig beeinflussen. Die beiden bekanntesten sind die beiden folgenden Effekte: Beim Seebeck-Effekt (nach Thomas J. Seebeck) wird Wärmenergie direkt in elektrische Energie umgewandelt wird. Er tritt auf, wenn in einem Leiterkreis aus zwei aneinander gelöteten Drähten aus unterschiedlichen Metallen (oder Halbleitern) die beiden Lötstellen auf unterschiedlichen Temperaturen T1 bzw. T2 gehalten werden (Abb.). In diesem Fall entsteht im Kreis eine elektrische...

  • Thermometer

    Ein Thermometer ist ein Gerät zur Messung der Temperatur eines Körpers oder Systems. Grundsätzlich kann man entweder das Thermometer solang in direkten Kontakt mit dem Messobjekt halten, bis es dessen Temperatur durch Wärmeleitung übernommen hat (Berührungsthermometer), die Energie der vom Objekt ausgehenden Wärmestrahlung bestimmen (Strahlungsthermometer) oder thermoelektrische Effekte ausnutzen. Beim Flüssigkeitsthermometer wird die Wärmeausdehnung einer Flüssigkeit in einem senkrecht stehenden zylindrischen Glasgefäß gemessen. Aus der Steighöhe wird mithilfe einer geeichten Skala die...

  • These

    Wenn man argumentiert, dann stellt man zunächst einen These, eine Behauptung auf. Diese stützt man anschließend anhand von Argumenten und Beispielen. Beispiel für eine These: Erfolgreiche Schullaufbahn und beruflicher Erfolg stimmen nicht immer überein.

  • Thrombocyten

    Die Thrombocyten (Blutplättchen) sind für die Blutgerinnung wichtig. Sie werden im Knochenmark durch Abschnürung gebildet, leben etwa 2–10 Tage und haben keinen Zellkern. 1mm3 Blut enthält rund 250 000–400 000 Blutplättchen,

  • Thutmosis

    Thutmosis, Name verschiedener Pharaone. Thutmosis I. war Pharao in der 18. Dynastie, regierte von 1506/05 bis 1493/92 v. Chr. und war Vater der Pharaonin Hatschepsut. Durch seine Eroberungen machte er Ägypten zur Weltmacht. Sein Felsengrab ist das älteste im Tal der Könige.

  • Thymusdrüse

    Thymusdrüse , oder auch Bries genannt , ist eine in einzelne Läppchen gegliederte Drüse, die beim Menschen hinter dem Brustbein liegt. Die Rindenschicht der Thymusdrüse ist reich an Lymphocyten (weiße Blutkörperchen), ihr blutgefäßreiches Mark ent hält zwiebelschalenartig angeordnete, stark verzweigte Bindegewebszellen (Retikulumzellen). Die Thymusdrüse erreicht zur Zeit der Geburt den Höhepunkt ihrer Entwicklung. Mit zunehmendem Alter verfettet sie. Sie ist v. a. ein Bildungsort für Lymphocyten und daher ein wichtiges Immunorgan. Die Thymusdrüse produziert mehrere Peptide mit Hormonwirkung...

  • Tieck, Johann Ludwig

    Geboren in Berlin am 31.5.1773, gestorben in Berlin am 28.4.1853: Tieck studierte Theologie, Geschichte und Philologie und pflegte u.a. Kontakt zu Friedrich und August Wilhelm Schlegel, Novalis, Clemens Brentano, Goethe und Schiller. Tieck unternahm zahlreiche Reisen. Ab 1825 war er Hofrat und Dramaturg am Hoftheater in Dresden, ab 1842 Berater des Hoftheaters in Berlin. Tieck war der produktivste und wandlungsfähigste Autor der frühromantischen Dichtergeneration. Der Briefroman Die Geschichte des Herrn William Lovell (1795.96) steht noch unter dem Einfluss der Spätaufklärung und erzählt von...

  • Tiefpunkt

    Ein Funktionsgraph hat im Punkt (x0|f(x0)) einen lokalen oder globalen Tiefpunkt, wenn x0 ein Minimum (siehe Extremstellen und Extrempunkte) der betreffenden Funktion ist.

  • Tieftemperaturphysik

    Die Tieftemperaturphysik ist das Teilgebiet der Physik, das sich mit der Erzeugung und Messung sehr tiefer Temperaturen befasst sowie mit der Untersuchung von Prozessen und Materialeigenschaften bei diesen tiefen Temperaturen. Historisch nahm die Tieftemperaturphysik ihren Ausgang in der Verflüssigung von Gasen wie Luft, d. h. Stickstoff und Sauerstoff oder Kohlenstoffdioxid. Dabei machte man sich zunächst den sog. Joule-Thompson-Effekt zunutze, der nur bei realen Gasen auftritt. Bei ausreichender Vorkühlung kann man damit auch Helium verflüssigen. Bei flüssigem Helium kann man Quanteneffekte...

  • Time / Zeitgestaltung

    Definition Ein Erzähltext hat immer zwei Zeitebenen: die acting time (erzählte Zeit) und die narrating time (Erzählzeit). narrating time (Erzählzeit) acting time (erzählte Zeit) Sie bezeichnet die Zeitspanne, die der Erzähler benötigt, um die Geschichte zu erzählen. Man kann sie gleichsetzen mit der Lesezeit, die der Leser braucht, um den Text zu lesen. Sie umfasst die Zeitspanne, die die dargestellten Ereignisse in Anspruch nehmen, z.B. einen Tag im Leben eines Menschen oder die mehrere Jahrzehnte umfassende Geschichte einer Familie. Zeitstruktur Das Verhältnis von Erzählzeit zu erzählter...

  • Time of day / Uhrzeit

    Merkmale Im englischsprachigen Raum werden die Stunden von 1 bis 12 (nicht bis 24) Uhr gezählt:What time is it? It’s 1 / 2 / 3 / 4 / 5 / 6 /7 / 8 / 9 / 10 / 11 / 12 o’ clock. Für Zeiten von ein Uhr nachts bis 12 Uhr mittags wird die Abkürzung a.m. (vom Lateinischen ante meridiem = vormittags) angehängt: 1 a.m., 2 a.m., 3 a.m., 12 a.m. (= noon). Für Zeiten zwischen 12 Uhr mittags und Mitternacht wird p.m. (vom Lateinischen post meridiem = nachmittags) benutzt: 1 p.m., 2 p.m., 3 p.m., 12 p.m. (= midnight). Nur bei Fahrplänen und beim Militär werden die Stunden von 0 bis 24 Uhr gezählt: The...

  • Titration

    [zu Titer]: Verfahren zur Durchführung maßanalytischer Bestimmungen, bei dem eine Reagenzlösung mit bekanntem Gehalt (Titer) langsam zu der zu bestimmenden Flüssigkeit zugetropft wird, bis die Reaktion beendet ist. Dieser Umschlagspunkt wird häufig durch geeignete Indikatoren angezeigt. Bei der Leitfähigkeitstitration wird der Umschlagspunkt an einer sprunghaften Änderung der elektrischen Leitfähigkeit erkannt. Aus dem Verbrauch der Titerlösung lässt sich der Gehalt der untersuchten Lösung an bestimmten Stoffen berechnen (Maßanalyse).

  • Torsion

    Eine Torsion (von lat. torquere „drehen“), auch Verdrehung oder Verdrillung, ist eine schraubenartige Verformung, die entsteht, wenn an einem Körper an zwei Stellen entgegengesetzt gerichtete Drehmomente angreifen – z. B. wenn man die beiden Enden eines Fadens in entgegengesetzte Richtung verdreht. Wenn die Verformung elastisch ist, tritt ein rücktreibendes Drehmoment auf, und der Faden vollführt eine Drehschwingung (Torsionsschwingung). Solch eine Torsionsschwingung nutzt man beim Drehspiegelinstrument aus: Ein an einem Torsionsfaden aufgehängter Spiegel wirft einen Laserstrahl auf einen weit...

  • Totaler Krieg

    Totaler Krieg, von General Erich Ludendorff (*1865, †1937) in der Endphase des Ersten Weltkriegs geprägter Begriff für die Missachtung der völkerrechtlich bindenden Unterscheidung von Krieg führenden Truppen und nicht kämpfender Bevölkerung, aber auch für die Mobilisierung der gesamten Bevölkerung und Wirtschaft für den Krieg. Für die Zeit des Nationalsozialismus umfasst der Begriff darüber hinaus den rassenbiologisch begründeten und bewusst geplanten Terrorkrieg und Vernichtungskrieg in Osteuropa, das Euthanasieprogramm sowie den Holocaust an den europäischen Juden während des Zweiten...

  • Totalitarismus

    Totalitarismus, ein Herrschaftssystem, das alle gesellschaftlichen und persönlichen Lebensbereiche reglementiert. Weder ein staatsfreie Bereich des Einzelnen noch staatsfreie gesellschaftliche Bereiche wie Wirtschaft, Religion oder Erziehung bleiben bestehen. Ein totalitäres Regime geht über eine Diktatur noch hinaus. Der Begriff »totalitär« wurde erstmals von Benito Mussolini (*1883, †1945) 1925 propagandistisch für das faschistische Italien benutzt. Im englischen Sprachraum wurde er auch für die Beschreibung der UdSSR unter Josef Stalin (Stalinismus) und des nationalsozialistischen...

  • Totalreflexion

    Wenn eine Welle an der Grenzfläche zu einem Medium mit größerem Brechungswinkel (bei Licht: niedrigerem Brechungsindex) vollständig reflektiert wird, spricht man von Totalreflexion. Dies geschieht immer dann, der der Einfallswinkel größer als der sog. Grenzwinkel der Totalreflexion ist (s. u.). Die Totalreflexion wird technisch u. a. bei der praktisch verlustfreien Leitung von Lichtwellen in Glasfasern sowie bei der Leitung von Materiewellen genutzt, etwa bei Neutronenleitern. Das Zustandekommen der Totalreflexion kann man sich folgendermaßen erklärne: Geht ein Lichtstrahl von einem optisch...

  • Totengericht

    Totengericht, religiöse Vorstellung vom Leben nach dem Tod in der ägyptischen Hochkultur. Vor einem Totengericht musste der Verstorbene vor dem Gott Osiris Verantwortung für sein Leben übernehmen. Hatte sich der Mensch im Leben richtig verhalten, durfte er weiterleben, wenn nicht, wurde er zum endgültigen „zweiten Tod“ verurteilt. Zu den Bestattungsriten zählte neben der Mumifizierung das Totenbuch. Den Toten wurde ein Totenbuch mit Gebeten ins Grab gelegt. Es sollte ihnen vor dem Totengericht helfen.

  • Toxine

    Toxine sind in der Natur vorkommende, teilweise eiweißartige, spezifisch wirkende Giftstoffe. Als Antigene führen sie zur Antikörperbildung (Antitoxinbildung). Von einigen krankheitserregenden Bakterien werden äußerst giftige Stoffwechselprodukte als Exotoxine in ihre Umgebung ausgeschieden, z. B. das Tetanustoxin von Wundstarrkrampferregern, das Botulinustoxin bei Wurstvergiftung und das Diphtherietoxin. – Endotoxine sind Bakteriengifte, die erst bei Zerstörung des Bakterienkörpers frei werden. Sie kommen z. B. bei Typhus- und Paratyphuserregern vor. Ebenfalls als Toxine werden die Gifte der...

  • Tracheen

    Tracheen: meist röhrenförmige, bei Stummel- und Gliederfüßern (den Tracheaten, dazu gehören z.B. die Insekten) vorkommende Einstülpungen der Körperhaut nach innen, zwischen die Organe. Sie dienen der Verteilung der Atemluft und sind daher stets luftgefüllt. Tracheen verzweigen sich im Körperinnern stark und stehen meist untereinander in Verbindung. Dickere Röhren sind durch feine Chitinfäden spiralig verstärkt. Die feineren Verzweigungen enden schließlich in sehr dünnen Tracheenkapillaren (Tracheolen), in denen der Gasaustausch mit dem Gewebe bis hin zu den einzelnen Körperzellen erfolgt. Die...

  • Tragedy / Tragödie

    Die tragedy (Tragödie) ist neben der comedy (Komödie) eine der Hauptgattungen des Dramas. Sie ist ein ernstes Schauspiel, dessen Handlung durch einen tiefgreifenden Konflikt ausgelöst wird. Dieser Konflikt wird entweder von außen an die Hauptfigur (tragic hero) herangetragen, welche an der Bewältigung des Konflikts scheitert, oder die Hauptfigur begeht unwissentlich einen schicksalhaften Irrtum (tragic flaw), an dessen Folgen sie zerbricht. Beispiele: William Shakespeare, Romeo and Juliet Arthur Miller, Death of a Salesman

  • Trägheitsmoment

    Das Trägheitsmoment J ist ein Maß für den Widerstand, den ein Körper der Änderung seiner Winkelgeschwindigkeit entgegensetzt. Es spielt damit bei einer Drehbewegung die gleiche Rolle wie die (träge) Masse bei einer Translationsbewegung. Dies lässt sich herleiten, wenn man die kinetische Energie \(E_\text{kin} = \dfrac 1 2 mv^2\) eines rotierenden mit Masse m in Abhängigkeit von der Winkelgeschwindigkeit \(\omega = v/r\)ausdrückt, also seine berechnet: \(E_\text{rot} = \dfrac 1 2 mr^2\omega^2\) Die Dimension des T. ist somit Masse mal Länge zum Quadrat, die SI-Einheit \(\text{kg}\times\text{m}...

  • trans-

    [lat. trans »jenseits«] (trans-): Vorsilbe im Namen chemischer Verbindungen, die anzeigt, dass sich zwei Substituenten in einem starren Molekül räumlich diametral gegenüber stehen. Dabei kann es sich um eine Verbindung mit einer Kohlenstoff-Doppelbindung, um einen aromatischen Kern oder um Komplexverbindungen handeln.

  • Transformationsländer

    Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion, die sich im Übergang von einer sozialistischen Planwirtschaft zur Marktwirtschaft befanden oder befinden. Nach den Umwälzungen Ende der 1980er-Jahre haben viele europäische Transformationsländer den Übergang zu Marktwirtschaft und Demokratie geschafft und sind inzwischen teilweise Mitglied der Europäischen Union geworden. Andere Transformationsländer wie viele asiatische Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion werden zu den Entwicklungsländern gezählt. Russland und China spielen als große politische und wirtschaftliche Weltmächte eine...

  • Transformator

    Ein Trafo bzw. Transformator (von lat. transformare „umwandeln“) ist ein Gerät, das mithilfe der elektromagnetischen Induktion die Amplitude einer Wechselspannung verändern kann, wobei dessen Frequenz gleich bleibt. Im einfachsten Fall besteht ein Trafo aus zwei Spulen mit N1 (Primärspule) bzw. N2 (Sekundärspule) Wicklungen, die um einen gemeinsamen Eisenkerns in Form eines eckigen Torus gewickelt sind (Abb.). Diesen Aufbau nennt man auch Kern- oder Einphasentrafo. Eine andere Möglichkeit besteht darin, beide Spulen konzentrisch zu wickeln, dabei muss die mit der kleineren Windungszahl innen...

  • Transistor

    Ein Transistor (von engl. transfer „Übertragung“ und resistor „(elektrischer) Widerstand“) ist ein elektronisches Schaltelement, das auf der Kombination von Übergängen zwischen p- und n-leitenden Schichten in einem Halbleiter beruht. Der Transistor dient zum Steuern und Verstärken von Strömen oder Spannungen. Früher wurden hierfür vor allem Trioden eingesetzt. Wie die Triode hat ein Transistor (mindestens) drei Anschlüsse: zwei als Ein- und Ausgangselektrode des zu beeinflussenden Signals eine (mindestens) einer zur Beeinflussung des Signals. Bei der einfachsten Bauart, dem Bipolartransistor...

  • transitiv

    Andere Bezeichnung: zielend Über das Wort „transitiv“ Abkürzung: trans., tr. Herkunft: von lat. trānsitīvus den Übergang betreffend, übergehend (von trāns-īre hinüber-gehen) Das Wort wurde nur in der Verbindung verbum trānsitīvum (Übergangsverb oder übergehendes Verb) verwendet. Der Grund für diese Bezeichnung ist unklar; es gibt zwei Erklärungsmöglichkeiten: • Entweder ist gemeint, dass der vom Verb bezeichnete Vorgang vom Subjekt (als Handelndem = Agens) auf ein Objekt (als Behandeltem = Patiens) „übergeht“. • Oder es ist gemeint, dass das Verb imstande ist, in allen finiten Formen vom Aktiv...

  • Transitive und intransitive Verben

    Die transitiven Verben Transitive Verben sind Verben, die ein Akkusativobjekt bei sich haben und das Passiv bilden können. Beispiele: Sie liebt ihr Kind. (Wen liebt sie?) Ich esse einen Apfel. Die intransitiven Verben Intransitive Verben sind Verben, die ohne Objekt stehen, die kein Akkusativobjekt haben, die ein Objekt im Dativ oder Genitiv oder ein Präpositionalobjekt nach sich ziehen. Beispiele: Das Mädchen schweigt. Ich schlafe. Man kann dem Schicksal nicht entrinnen. Wir gedenken der Verstorbenen. Sie stehen auf der Brücke. Viele Verben können sowohl transitiv mit Akkusativobjekt als auch...

  • Transkription

    Transkription: die zelluläre RNA-Synthese, d. h. die »Umschreibung« einzelner DNA-Abschnitte (Gene) in die komplementäre Ribonucleinsäure (RNA) als erster Schritt in der Realisierung der Erbinformation. Die Gene für m-RNA, t-RNA und r-RNA werden in Eukaryoten von verschiedenen RNA-Polymerasen transkribiert. Diese Enzyme binden unter Mitwirkung diverser Faktoren in der ersten Phase der Transkription (Initiation) an bestimmte, vor allen Genen befindliche Sequenzen, die Promotoren, und bewegen sich danach auf der DNA entlang. Am Transkriptionsstart beginnt die Synthese der RNA, wobei nur ein DNA...

  • Translation

    Die Translation ist nach der Transkription der zweite Schritt der Proteinbiosynthese. Die Translation findet im Cytoplasma an den Ribosomen statt. Die Basensequenz (Reihenfolge der Basentripletts) der bei der Transkription entstandenen m-RNA wird hier dem genetischen Code entsprechend in die Aminosäuresequenz der Peptidkette übersetzt. Dies geschieht mithilfe sog. transfer-RNAs (kurz t-RNA). Für die Bindung an die t-RNA wird die Aminosäure zunächst aktiviert, indem sie sich mit ATP unter Mitwirkung eines Enzyms (Aminoacyl-t-RNASynthetase) zum Aminoacyladenylat verbindet. Dabei wird jede...

  • Transmitter

    Transmitter ( auch Neurotransmitter) sind chemische Substanzen, die die Erregung an den Synapsen und der motorischen Endplatte übertragen und sehr schnell enzymatisch abgebaut bzw. wieder von der Nervenendigung resorbiert werden (Noradrenalin, Adrenalin). Acetylcholin wird bei Erregung aus den Endknöpfchen aller präganglionären Fasern des vegetativen Nervensystems, von den postganglionären parasympathischen Fasern, von den sympathischen Nerven, die die Schweißdrüsen versorgen, und von den gefäßerweiternden sympathischen Fasern in der Muskulatur freigesetzt. Sämtliche anderen efferenten Fasern...

  • Transplantation

    Transplantation: Die Übertragung von Geweben oder Organen an eine andere Stelle desselben Organismus oder auf einen fremden Organismus derselben oder einer anderen Art. Bei Pflanzen ist dies eine allgemein übliche gärtnerische Maßnahme (Veredlung). Medizinisch ist die Transplantation von Interesse, wenn funktionsunfähige Organe auf diese Weise ersetzt werden können. Ein wesentliches Hindernis für einen dauerhaften Erfolg ist bis jetzt immer noch die Immunreaktion gegen das fremde Organ. Die Abstoßungsreaktion, bei der fremdes Gewebe abgestoßen wird, ist umso heftiger, je »fremder« das...

  • Trapez

    Ein Viereck mit mindestens zwei parallelen Seiten heißt Trapez. Wenn (mindestens) zwei benachbarte Seiten zueinander senkrecht sind, ist es ein rechtwinkliges Trapez. Übrigens: Beim Trapez versteht man unter der Höhe h immer den Abstand der beiden parallelen Seiten. Wenn die anderen beiden Seiten gleich lang sind, heißt es gleichschenkliges Trapez. Ein gleichschenkliges Trapez hat einen Umkreis und ist achsensymmetrisch zur Mittelsenkrechten von a und c. Den Flächeninhalt berechnet man mit der folgenden Formel: \(\displaystyle A=\frac{1}{2}(a+c)\cdot h\), er ist also das Produkt aus der Höhe h...

  • Trefferwahrscheinlichkeit

    Bei einem Bernoulli-Experiment die Wahrscheinlichkeit p für das „erwünschte“ (oder aus anderen Gründen interessante) Ergebnis. Die Gegenwahrscheinlichkeit (für das andere Ergebnis „kein Treffer“ bzw. „Niete“) hat keinen besonderen Namen.

  • Treibhauseffekt und Klimawandel

    Unter dem Klima versteht man die für einen Ort, eine Region oder die ganze Erde typischen, nur langfristig schwankenden atmosphärischen Bedingungen (Luftdruck, Temperatur, Niederschläge, Windverhältnisse usw.). Dagegen bezeichnet die Meteorologie kurz- und mittelfristige atmosphärische Schwankungen als Wetter bzw. Witterung. Einer der wichtigsten Faktoren für das Erdklima ist der sog. Treibhauseffekt. Darunter versteht man allgemein die die Erwärmung eines Raumes, der von einem Medium umschlossen wird, das für Sonnenlicht transparent ist, infrarote Wärmestrahlung dagegen absorbiert (also z. B...

  • Trennverfahren

    Verfahren zum Zerlegen von Stoffgemengen. Dabei sind die unterschiedlichen chemischen und vor allem physikalischen Eigenschaften der Komponenten von Bedeutung. Trennverfahren sind z. B.: Sieben, Flotieren, Dekantieren, Zentrifugieren, Filtrieren, Dialyse, Abdampfen, Destillation, Sublimation, Extraktion, Kristallisation, Adsorption, Absorption, Elektrophorese, Magnetabscheidung, elektrostatische Entstaubung und Chromatografie.

  • Trieb

    Trieb: in der Verhaltensforschung und Psychologie die Bereitschaft, eine bestimmte Handlung (insbesondere ein Instinktverhalten) ablaufen zu lassen. Die innere Erregung dafür wird nach den Vorstellungen der modernen Verhaltenslehre fortlaufend zentralnervös produziert und staut sich auf (Triebstau). Bei starkem Triebstau reicht schon ein schwacher spezifischer Reiz (Schlüsselreiz) aus, der die innere Sperre über einen angeborenen Auslösemechanismus beseitigt, um die Handlung ablaufen zu lassen (Triebbefriedigung). Bleibt der Reiz aus, wird die angestaute Erregung in einer Leerlaufhandlung...

  • Trigonometrie

    Die Trigonometrie (griech., wörtlich „Dreiecksvermessung“) beschäftigt sich, anders als der Name vermuten lässt, mit dem Ausrechnen von fehlenden Größen in einem Dreieck, also etwa Winkeln, Seitenlängen, Höhen usw. Wesentlich sind dabei die zunächst nur am rechtwinkligen Dreieck definierten trigonometrischen oder Winkelfunktionen. Es gelten dabei die Merksätze „Sinus ist Gegenkathete durch Hypotenuse“ (\(\displaystyle \sin \alpha = \frac a c\)), „Kosinus ist Ankathete durch Hypotenuse“ (\(\displaystyle \cos \alpha = \frac b c\)) und „Tangens ist Gegenkathete durch Ankathete“ (\(\displaystyle...

  • Trigonometrische Funktionen

    Unter den trigonometrischen oder Winkelfunktionen versteht man die Funktionen Sinus (sin x), Kosinus (cos x) und Tangens (tan x) sowie den Kotangens, der als Kehrwert des Tangens definiert ist (cot x = 1/tan x; Achtung: der Ausdruck „tan–1x“ bezeichnet die Umkehrfunktion des Tangens, den Arkustangens, und nicht dessen Kehrwert!). Die Eigenschaften und Anwendungen dieser Funktionen sind Thema der Trigonometrie. Insbesondere kann man über den Sinus- und den Kosinussatz fehlende Seitenlängen und Winkel in beliebigen Dreiecken berechnen. Ursprünglich wurden die Winkelfunktionen anhand von...

  • trigonometrische Gleichungen

    Trigonometrische Gleichungen sind Gleichungen, in denen die Variable als Argument einer der trigonometrischen Funktionen (Winkelfunktionen) Sinus, Kosinus oder Tangens auftritt. Man kann sie mithilfe der Arkusfunktionen lösen, also der Umkehrfunktionen der Winkelfunktionen. Beispiel: (Berechnung im Bogenmaß) \(\sin \left(x + \dfrac {\pi} 6\right) = 0,5 \ \ \Leftrightarrow \ \ x + \dfrac {\pi} 6 = \text{arcsin}\ 0,5 \ \ \Leftrightarrow \ \ x = \dfrac {\pi} 6 - \dfrac {\pi} 6 = 0\) Achtung: Da die trigonometrischen Funktionen periodisch sind, gilt für jede Lösung x, dass \(x \pm 2n\pi \ \ (n \in...

  • Trikolon

    Über das Wort „Trikolon“ Genus, Betonung: das Trikolon Plural: die Trikolons, Trikola Abkürzung: — Herkunft: von griechisch tríkōlon (das) Dreigliedrige (aus tri- drei + kôlon Glied) Definition Das „Trikolon“ ist ein Stilmittel. Unter „Trikolon“ versteht man eine dreigliedrige Aufzählung von Wörtern, Wortverbindungen oder Aussagen, sofern die Dreigliedrigkeit nicht nur zufällig oder sachgegeben, sondern vom Autor beabsichtigt ist. Erläuterungen: • Dass bei einer Dreigliedrigkeit Absicht des Autors vorliegt, ist natürlich nicht immer sicher nachweisbar. Ein gutes Anzeichen ist, wenn die...

  • Triode

    Eine Triode (von griech. tri- „drei-“ und hodos „Weg“) ist eine Elektronenröhre (Vakuumröhre) mit drei Anschlüssen, die früher zur Steuerung und Verstärkung von Strömen oder Spannungen benutzt wurde. Heute benutzt man bei den meisten Anwendungen Transistoren. Nur gelegentlich verwendet man noch Trioden-Verstärker, z. B. im Hi- Fi-Bereich oder als Bass- bzw. Gitarrenverstärker sowie in der Leistungselektronik. Zwischen Glühkathode K und Anode A befindet sich die Steuer- oder Gitterelektrode G. Zwischen Gitter und Kathode liegt eine Gleichspannung UG an, mit deren Hilfe man den Anodenstrom IA...

  • Tripelpunkt

    [zu lat. triplus »dreifach«] (Dreiphasenpunkt): Der bezüglich Druck und Temperatur eindeutig bestimmte Punkt im Zustandsdiagramm (p,T-Diagramm) einer chemisch einheitlichen Substanz, in dem ihr fester, flüssiger und gasförmiger Aggregatzustand gleichzeitig nebeneinander bestehen und in dem alle drei Phasen in stabilem Gleichgewicht sind. Der Tripelpunkt ist gemeinsamer Schnittpunkt der jeweils zwei Phasen trennenden Dampfdruck-, Schmelz- und Sublimationskurve. Der Tripelpunkt des Wassers bei 0,01 °C (= 273,16 K) dient als Fixpunkt der Temperaturskala. Stoffe mit mehreren Modifikationen (z. B...

  • Trisomie

    Trisomie: das Vorliegen eines überzähligen Chromosoms . Eine relativ häufige Störung der Zahl der Autosomen ist die Trisomie 21, bei der das Chromosom Nr. 21 dreimal vorhanden ist. Dies führt zum Down-Syndrom (sog. Mongolismus; u. a. geistige Behinderung unterschiedlichen Ausmaßes, gedrungener Wuchs, Muskelschwäche, rundliche Gesichtszüge, offener Mund mit vorstehender Zunge, stumpfe Finger).

  • Tritium

    [zu griech. tritos »Dritter«]: Überschwerer Wasserstoff, chemisches Symbol 3H oder T, Isotop des Wasserstoffs mit der Massenzahl 3. Im Gegensatz zu dem aus nur einem Proton bestehenden Atomkern des gewöhnlichen Wasserstoffs (Massenzahl 1) besteht der Tritiumkern (Triton) aus einem Proton und zwei Neutronen. Das Tritium ist radioaktiv und zerfällt mit einer Halbwertszeit von 12,3 Jahren unter Aussendung von Betastrahlen in das Heliumisotop 3He. Da es in der Natur insbesondere durch die Höhenstrahlung ständig nachgebildet wird, ist die Häufigkeit seines Vorkommens konstant; sie beträgt etwa 1...

  • Triumvirat

    Triumvirat, ein Dreimännerbund (lateinisch „tres viri“) und ein von römischen Behörden häufig eingesetzter Ausschuss von drei Männern zur Erledigung spezieller politischer oder religiöser Aufgaben. Erstes Triumvirat Um ihre politischen Ziele besser durchsetzen zu können, trafen Caesar, Gnaeus Pompeius Magnus (*106,†48 v. Chr.) und Marcus Licinius Crassus (*115 oder 114,†53 v. Chr.) private Absprachen (1. Triumvirat). So wurde Caesar im Jahr 59 v. Chr. zum Konsul gewählt und erhielt nach einem Amtsjahr die Provinz Gallien als Statthalter. Crassus wurde Mitglied der Ackerkommission und Pompeius...

  • Trochäus

    In jeder sprachlichen Äußerung gibt es eine Verteilung von betonten Silben (Hebung) und unbetonten Silben (Senkung). Die regelmäßige Abfolge von betonten und unbetonten Silben nennt man Metrum. Vor allem in der geformten Sprache der Lyrik ist der Rhythmus oft durch ein regelmäßiges Metrum festgelegt. Der Versfuß ist die kleinste Einheit des Metrums. Er besteht aus einer festgelegten Anzahl und bestimmten Reihenfolge von betonten und unbetonten Silben, wozu auch der Trochäus zählt. Trochäus ist ein zweisilbiger Versfuß, wobei die erste Silbe betont und die zweite Silbe unbetont ist. Er dient...

  • Trochäus

    Über das Wort „Trochäus“ Genus, Betonung: der Trochäus (sprich dreisilbig: Tro-chä-us) Plural: die Trochäen Abkürzung: tro (in metrischen Formeln) Herkunft: von lat. trochaeus, dies von griechisch trochaîos Trochäus (eigentlich: der Laufende, Schnelle; Substantivierung des Adjektivs trochaîos laufend, schnell) Definition Der „Trochäus“ ist ein Metrum, das • entweder aus einer Abfolge aus „Silbe mit Versakzent“ + „Silbe ohne Versakzent“ besteht (einakzentiger Trochäus), Schema: ✕́ ✕; • oder aus einer Verdopplung der genannten Abfolge (zweiakzentiger Trochäus), Schema: ✕́ ✕, ✕́ ✕, wobei die...

  • Trockeneis

    Kohlenstoffdioxid (CO2) in fester Form bei Atmosphärendruck. Da der Tripelpunkt (Dreiphasenpunkt) von Kohlenstoffdioxid bei 0,53 MPa und -56,6 °C liegt, sublimiert Kohlenstoffdioxid bei Atmosphärendruck, d. h., es geht unmittelbar aus dem festen in den gasförmigen Aggregatzustand über, ohne zwischendurch den flüssigen Aggregatzustand anzunehmen. Die Temperatur von Trockeneis beträgt bei 0,1 MPa -78 °C, die Sublimationswärme beträgt 575 kJ/kg. Bezogen auf das Volumen liefert Trockeneis eine 3,3-mal höhere Kälteleistung als »Wassereis«. In der präparativen Chemie wird Trockeneis meist in...

  • Trojanischer Krieg

    Trojanischer Krieg, von Homer geschilderter zehnjähriger Krieg zwischen verbündeten griechischen Fürsten und der Stadt Troja an der heutigen türkischen Westküste. Auslöser des Kriegs war die Entführung Helenas,der Frau des spartanischen Königs Menelaos, durch den trojanischen Prinzen Paris. Der Krieg endete mit der Zerstörung Trojas. Die Frage nach der Geschichtlichkeit des Trojanischen Kriegs ist bis heute umstritten. Zwar fand aufgrund der genauen Beschreibungen Homers der deutsche Archäologe Heinrich Schliemann im 19. Jahrhundert einen Ort an der türkischen Westküste, allerdings ist...

  • Tscherenkow-Strahlung

    Als Tscherenkow-Strahlung (nach Pawel A. Tscherenkow) bezeichnet man elektromagnetische Wellen, die von Teilchen emittiert wird, welche sich durch ein Medium mit einer Geschwindigkeit \(v\) bewegen, die größer als die Lichtgeschwindigkeit in diesem Medium ist. Die Tscherenkow-Strahlung ist das elektromagnetische Analogon zum Mach-Kegel bei einem Überschallflugzeug („Schallmauer „). Wie dort kann die Tscherenkow-Strahlung den Bereich außerhalb des Mach-Kegels nicht erreichen; die Photonen der Tscherenkow-Strahlung werden unter einem Winkel \(\vartheta\) zur Bewegungsrichtung des Teilchens...

  • Tucholsky, Kurt

    Geboren in Berlin am 9.1.1890, gestorben bei Göteborg (Schweden) am 21.12.1935: Der Sohn einer jüdischen Kaufmannsfamilie wuchs in Berlin auf und studierte Jura. Während er noch an seiner juristischen Doktorarbeit saß, wurde er 1913 Mitarbeiter der literarisch-politischen Zeitschrift Schaubühne (ab 1918 Weltbühne), die er von der Theaterzeitschrift zum einflussreichsten Organ der deutschen Linksliberalen machte. Tucholsky publizierte unter den Pseudonymen Peter Panter, Theobald Tiger, Ignaz Wrobel oder Kaspar Hauser. Gleichzeitig arbeitete er für zahlreiche andere Zeitungen. Ab 1924 lebte er...

  • Tumor

    Ein Tumor ist in der wörtlichen Bedeutung (Schwellung) jede Zunahme des Volumens eines Gewebes von höheren Lebewesen unabhängig von der Ursache, also auch der Bierbauch, oder der Schwangerschaftsbauch. In einer engeren medizinischen Bedeutung bezeichnet 'Tumor' Neoplasien (‚Neubildungen‘) und „Geschwüre“. siehe: Krebs

  • Tunneleffekt

    Der quantenmechanische Tunneleffekt ist das mit den Gesetzen der klassischen Physik nicht zu erklärende Phänomen, dass ein Quantenobjekt eine Potenzialbarriere überwinden kann, deren Höhe (potenzielle Energie) größer ist als seine eigene Energie. Ein einfaches Beispiel ist ein Alphateilchen in einem radioaktiven Atomkern, das den von den Kernkräften erzeugten Potenzialwall durchtunnelt. Im Wellenbild kann man den Tunneleffekt so deuten, dass ein Teil der Wahrscheinlichkeitswelle des einfallenden Teilchens am Potenzialwall reflektiert wird, während der andere eindringt und dort exponentiell...

  • Tupel

    Eine Menge aus n Elementen, bei welcher die Reihenfolge der Elemente festgelegt ist, nennt man ein n-Tupel. Man schreibt ein Tupel meist mit runden Klammern, im Gegensatz zu Mengen, die mit geschweiften Klammern notiert werden. 2-Tupel heißen auch geordnete Paare, 3-Tupel Tripel, 4-Tupel Quadrupel usw. Beispiel: „{1; 2; 3}“ und „{3; 2; 1}“ bezeichnen dieselbe Menge, dagegen sind „(1; 2; 3)“ und „(3; 2; 1)“ zwei verschiedene Tripel. Der Unterschied zwischen Mengen und Tupeln spielt in der Kombinatorik eine besondere Rolle, da man dort unterscheidet, ob es in einer Stichprobe oder beim Ziehen...

  • Turbulenz

    Eine turbulente Strömung (von lat. turbulentus „stürmisch“, „ungeordnet“) in einem Gas oder einer Flüssigkeit weist – im Gegensatz zur laminaren Strömung – unregelmäßige Geschwindigkeits- und Druckschwankungen in Form von regellosen Wirbeln auf sowie scheinbar chaotische dreidimensionale Strömungsmuster. Turbulenz ist daher auch eines der Forschungsthemen der Chaostheorie. Man unterscheidet zwischen turbulenten und laminaren Strömungen anhand der sog. Reynolds-Zahl Re, die proportional zum Verhältnis aus Fließgeschwindigkeit und Viskosität (Zähigkeit) der Flüssigkeit bzw. des Gases ist. In...

  • Turgor

    Turgor: Im Innern einer pflanzlichen Zelle herrscht ein bestimmter Druck (Wanddruck), mit dem der Protoplast an die aus Cellulose bestehende Zellwand gedrückt wird. Für diesen Turgor sind osmotische Vorgänge verantwortlich (Osmose), indem durch den semipermeablen, wandständigen Protoplasten Wasser in die salz- und zuckerhaltige Vakuolenflüssigkeit diffundiert. Turgeszent nennt man solche Zellen, deren Turgor groß ist. Von deturgeszenten Zellen spricht man dagegen, wenn durch Wasserabwanderung nach außen der Turgor klein wird (z. B. das Welken der Pflanzen). Die Festigkeit krautiger Pflanzen...

  • Tutanchamun

    Tutanchamun, Pharao in der 18. Dynastie, regierte von 1347 bis 1339 v. Chr. Tutanchamun kam als Kind auf den Thron. Vermutlich wurde er ermordet. 1922 fand man sein vollständig erhaltenes Grab im Tal der Könige.

  • Tyrannis

    Tyrannis, in der griechischen Antike die unumschränkte Herrschaft eines Einzelnen, der meist gewaltsam zur Macht gelangte, gestützt auf das Volk (Demos) oder auf Söldnertruppen. Die ältere Tyrannis (7. und 6. Jahrhundert v. Chr.) bereitete die Demokratie des 5. Jahrhunderts vor und führte die Stadtstaaten (Polis) oft zu kultureller und wirtschaftlicher Blüte. Die jüngere Tyrannis (4. und 3. Jahrhundert v. Chr. war besonders in Kolonien verbreitet (z. B. Syrakus auf Sizilien). Der griechische Philosoph Aristoteles (*384 v.Chr., †322 v. Chr.) bezeichnete die Tyrannis als entartete Monarchie.