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Nachhilfe — Alles, was du dazu wissen musst

 

Vor- und Nachteile von Gruppen-, Einzel- und Online-Nachhilfe

 

 

Sie interessieren sich für Nachhilfe? Dann sind Sie hier genau richtig!

In diesem Artikel erfahren Sie alles Wissenswerte rund um das Thema Online-, Einzel- und Gruppennachhilfe—und Antworten auf relevante Fragen rund ums Lernen.

Wir erklären, wann Nachhilfe sinnvoll ist, von welcher Nachhilfeform Ihr Kind am meisten profitieren wird und was gute Nachhilfe kosten kann. Sie erfahren, wo Sie Nachhilfelehrer finden, welche zu Ihrem Kind passen und welches Lernpensum förderlich ist.

Sie werden von uns optimal auf den Schritt zur Nachhilfe vorbereitet, sodass Sie Ihr Kind bestmöglich unterstützen können.

Unsere Überzeugung ist, dass jedes Kind gute Noten in der Schule haben kann, wenn es die richtige Art des Lernens für sich entdeckt hat und es dabei unterstützt wird, Lernmotivation zu entwickeln und sie durch Spaß an der Sache langfristig zu erhalten.

Wann ist Nachhilfe sinnvoll?

Nachhilfe ist eine sinnvolle Investition in die Bildung Ihres Kindes. Wenn man das Wort „Nachhilfe“ hört, denkt man sofort an eines: Schlechte Noten. Doch das, so zeigt eine Studie zum Thema Nachhilfe, entspricht längst nicht mehr der Realität: Während Nachhilfe zumeist dazu dient, schlechte schulische Leistungen zu verbessern, geht es in anderen Fällen darum, gute Noten zu halten oder proaktiv auf eine bessere berufliche Zukunft hinzuarbeiten. Auch die Beweggründe für Sie als Eltern, Nachhilfe in Anspruch zu nehmen, sind vielfältig—beispielsweise dem eigenen Kind eine gute berufliche Zukunft zu sichern. Auch ein hoher sozialer Stand hängt mit einer guten Bildung zusammen. Nicht zuletzt kann das aktuelle Schulsystem nicht nur Ihr Kind, sondern auch Sie als Eltern enttäuschen, weshalb es sinnvoll ist, auf außerschulische Unterstützung zu setzen.

 

Der Notenspiegel dient nicht als relevantester Motivationsgrund

Die Studie (Abbildung unten links) zeigt ebenso: Der Notenspiegel der Schüler ist relativ irrelevant als Beweggrund. Sowohl 5er-Kandidaten sowie auch Einser- oder Zweierschüler nehmen regelmäßig Nachhilfe. Die einen freuen sich, von einer 5 auf eine 3 zu kommen und nicht durchzufallen; die anderen wissen, dass man in gute Noten investieren sollte und Nachhilfe präventiv sinnvoll sein kann, um gute Noten zu behalten. Zwar wird Nachhilfe meistens von Schülern im Notenbereich "Befriedigend" und "Ausreichend" in Anspruch genommen—jedoch tendenziell eher von sehr guten Schülern als von Schülern mit den Noten Mangelhaft oder Ungenügend.

​​​​​Schulform relevanter Grund für Nachhilfe

(Abbildung unten rechts) Wichtiger für die Inanspruchnahme von Nachhilfe scheint es hingegen zu sein, welche Schulform die Schüler besuchen. Schüler, die aufs Gymnasium gehen, erhalten häufiger bezahlte außerschulische Nachhilfe, gefolgt von Schülern anderer weiterführender Schulformen. Grundschüler hingegen nehmen kaum Nachhilfe in Anspruch: Nur ganze 4,9% der Schüler, die angegeben haben, Nachhilfe zu beziehen, waren Grundschüler.   

Statistik zum Notenspiegel von Nachhilfeschülern
Statistik zur Schulform von Nachhilfeschülern

Sinnvoll ist Nachhilfe also gleichermaßen für sehr gute, mittelmäßige als auch schlechte Schüler, die Noten gerne verbessern oder halten möchten.    

Nachhilfe, Lernbegleitung, Lerntherapie?

Ob Nachhilfe, Lernbegleitung oder Lerntherapie—für jedes Kind gibt es die richtige Unterstützung. Die folgende Übersicht kann Ihnen dabei helfen, herauszufinden, welche für Ihr Kind am besten passt.

  • Klassische Nachhilfe greift die Themen auf, die in der Schule behandelt werden, und erklärt Wissenslücken geduldig und didaktisch kompetent. Es wird versucht, den Lernstoff auf eine zugängliche Art und Weise und aus anderen Perspektiven beziehungsweise durch andere Techniken zu vermitteln und sich Zeit zu nehmen für das, was im Schulunterricht, in großen Gruppen und mit ungeduldigen Lehrern oft zu kurz kommt.     
  • Eine Lernbegleitung ist sinnvoll, wenn grundlegende inhaltliche und didaktische Lücken geschlossen werden müssen. Hier werden Probleme wie Lese- und Rechtschreib-Schwächen thematisiert, aber auch beim Lernen an sich unterstützt. Oft liegt es gar nicht am Thema oder Fach an sich, dass Schüler Probleme mit dem Lernstoff haben—manches Mal wissen Ihre Kinder einfach nicht, wie sie richtig lernen können. Hierbei verlangen verschiedene Lerninhalte natürlich verschiedene Lerntechniken, so macht Auswendiglernen für theoretisches Wissen zwar Sinn, nicht jedoch, um mathematische Gleichungen zu verstehen oder fließend Französisch zu sprechen. Stattdessen muss beigebracht werden, wie man theoretisches Wissen richtig anwendet. Stellenweise wird dieses Wissen natürlich auch in der Nachhilfe oder in der Lernbegleitung vermittelt, jedoch zu einem verminderten Ausmaß.    
  • Eine Lerntherapie ist eine psychologisch-pädagogisch entwickelte Therapieform, welche Elemente der System- und Verhaltenstherapie einschließt. Auch andere Therapieformen werden in die Lerntherapie-Strategie eingearbeitet. Die Lerntherapie versteht sich als Neuanfang des Lernens und berücksichtigt die individuellen Voraussetzungen sowie Diagnosen des Kindes, um ihm in kleinen Gruppen oder in Einzeltherapie Lernstrategien zu vermitteln.

Welche Formen der Nachhilfe gibt es?

Im Wesentlichen kann man drei verschiedene Formen der Nachhilfe unterscheiden:

  • Private Nachhilfe
  • Nachhilfeschulen / Nachhilfe-Institute
  • Online Nachhilfe / Lernbegleitung

Im Folgenden stellen wir Ihnen diese drei Formen genauer vor und geben Hinweise, für welchen Schülertyp welche Möglichkeit am besten geeignet ist.

Private Nachhilfe

Von Abiturienten über StudentInnen bis hin zu erfahrenen LehrerInnen—für jeden Geldbeutel gibt es die passende private Nachhilfelehrkraft. Bei der privaten Nachhilfe kommt der Nachhilfelehrer zum Schüler nach Hause. So kann der Schüler in seiner gewohnten Umgebung lernen, hat alle Bücher parat und ist in der Regel mit dem Nachhilfelehrer allein. Dies kann einen außerordentlichen Vorteil zur Nachhilfe in einem Institut oder in der Schule darstellen, wo der Schüler seine Stunde oft mit anderen teilen muss, und dadurch weniger Aufmerksamkeit zugeteilt bekommt. Nachhilfelehrer, die privat Nachhilfe erteilen, sind oft kostengünstiger als Institute—ihr Stundenlohn beläuft sich auf 8 bis 12 Euro pro Stunde.   

Nachhilfeunterricht in der Nachhilfeschule

Eine Alternative zur privaten Nachhilfe zuhause stellt die Nachhilfe im Nachhilfeinstitut dar. Hier fährt das Kind ein- oder mehrmals die Woche in eine kleine Nachhilfeschule, wo es dann einzeln oder in Gruppen Unterricht bekommt. Der Vorteil eines Nachhilfeinstituts ist, dass es die schnellste und bequemste Möglichkeit darstellt, Nachhilfe zu finden, denn Sie müssen nicht lange suchen —Sie sind wortwörtlich gleich an der richtigen Adresse. Durch verschiedene Lehrer kann man sich in der Regel auch durchprobieren, und im besten Fall lernt Ihr Kind noch Mitstreiter kennen, die nicht nur dieselben Probleme haben wie es selbst, sondern die ihm auch helfen, sich zu motivieren. So machen Kinder die Erfahrung, dass Lernen in einer – fokussierten und organisierten— Gruppe auch zielführend sein kann. Nachhilfeunterricht im Nachhilfeinstitut ist in der Regel teurer als private Einzelnachhilfe zuhause. Dafür sind die Lehrkräfte oft geschulter und besitzen oft jahrelange Lehrerfahrung. Preise für Nachhilfe im Institut belaufen sich auf 20 bis 40 Euro pro Stunde. 

Welche Nachhilfe-Institute gibt es?

Einige der gängigsten Nachhilfe-Institute sind beispielsweise der Studienkreis, die Schülerhilfe und Abacus. Sie betreuen Kinder aller Schulformen von der 1. bis zur 13. Klasse. Manche bieten außerdem Einzelunterricht oder Lerncamps an. 

Online-Nachhilfe / Lernplattform 

Vor allem in den letzten Jahren immer populärer geworden ist das Konzept der Online-Nachhilfe. Die Online-Nachhilfe bietet einige Vorteile gegenüber einer klassischen Nachhilfe. Hier wird gleichzeitig Selbstdisziplin und strukturierte Arbeit trainiert, während dem Kind eine Vielzahl von Fächern zur Auswahl stehen. Es benötigt also nicht mehrere Nachhilfelehrer, auf die sich Ihr Kind erst erneut einstellen muss, sondern es kann mit nur einem Klick alle Schulfächer lernen. Die Online-Nachhilfe ist zeitlich absolut flexibel und jederzeit für Ihr Kind zugänglich. Online-Lernplattformen sind auf Individualität zugeschnitten. Auf ihnen kann Ihr Kind in der Geschwindigkeit und dem Maße lernen, wie es ihm liegt, anstatt einen Großteil der teuren Nachhilfestunde mit Frontalunterricht zu verbringen. Neben dem großen Fächerangebot und dem eigenbestimmten Lernen bieten die meisten Online-Lernportale auch denjenigen, die sich mit ihren individuellen Problemen gerne von Angesicht zu Angesicht an einen Ansprechpartner wenden möchten, eine WhatsApp- oder Chat-Nachhilfe. Diese gleicht einer virtuellen Hausaufgabenbetreuung und unterstützt zusätzlich den Lernerfolg Ihres Kindes. Die Online-Nachhilfe ist die mit Abstand günstigste Nachhilfe-Art und kostet zwischen 5 und 15 Euro im Monat - für unbegrenzten Zugang zu Lernmaterial und Lehrern.

Was ist besser: Einzelnachhilfe oder Nachhilfe in Klassen?

Sollten Sie den Schritt zur Nachhilfe wagen, stehen Sie vor der Entscheidung zwischen Einzel- oder Gruppenunterricht.

 

Teilnahme am Einzel- und Gruppenunterricht

Einerseits nehmen Gruppen den Druck vom einzelnen Kind fort und verleihen ihm das Gefühl einer Arbeitsgemeinschaft. Das Kind kann Probleme gemeinsam mit Mitstreitern lösen und wird vielleicht von einem Mitschüler besser verstanden als mitunter vom Lehrer. Auf der anderen Seite geht Ihr Kind in die Nachhilfe, um von einer Lehrkraft unterstützt zu werden. In einer 90-minütigen Sitzung wird diese sich je nach Gruppengröße nur bedingt voll Ihrem Kind zuwenden.  

Sicherer ist es, auf Einzelnachhilfe zu setzen. Hier wird sich voll und ganz um Ihr Kind gekümmert und es erhält auch die gebuchten 90 Minuten Unterstützung. Einzelnachhilfe ist mitunter teurer als Nachhilfe in größeren Gruppen, doch auf Dauer werden Sie von der Einzelnachhilfe mehr profitieren.

Die Online-Nachhilfe ist ebenso eine gute Option, wenn es um Einzelnachhilfe geht. Hier dreht es sich nur um Ihr Kind, um seine Probleme und seine Art, zu lernen. Unsere WhatsApp-Experten nehmen sich ausreichend Zeit, um sich um Ihr Kind zu kümmern. Der Pluspunkt der Online-Nachhilfe ist, dass Sie all die Vorteile der Einzelnachhilfe für einen sehr viel niedrigeren Preis bekommen.

Eine Studie zeigt, dass sich knapp mehr Eltern für Einzelnachhilfe entscheiden - ungefähr 55% halten eine gezielte, individuelle Lernmethode für am sinnvollsten. 44% entscheiden sich für geteilte Aufmerksamkeit, jedoch auch für mehr Köpfe, die mitdenken. 

 

Pro und Kontra: Einzel- vs. Gruppennachhilfe

 

Einzelnachhilfe

Gruppennachhilfe

Pro

  • Ihr Kind erhält die volle Nachhilfezeit anstatt sie zu teilen
  • Individuelle Lernanpassung
  • Platz für Nachfragen und Wiederholungen
  • Tendenziell bessere Schulleistungen
  • Nimmt den Druck vom einzelnen Kind
  • Schafft eine Arbeitsgemeinschaft
  • Gemeinsame Problemlösung und gemeinsames Brainstorming
  • Günstiger als Einzelnachhilfe
  • Wenn es Ihrem Kind zu schnell geht oder es das Gefühl hat, die anderen seien ihm voraus, wird es unsicher
  • Ihr Kind kann verängstigt sein, in der Gruppe zu sagen, dass es etwas nicht weiß

Kontra

  • Mehr Druck und mehr Arbeit für das Kind
  • Höhere Konzentration und Leistung erforderlich
  • Teurer als Gruppennachhilfe
  • Produktivität stark abhängig von der Chemie zwischen Lehrer und Schüler
  • Ihr Kind muss sich die Nachhilfezeit mit anderen Kindern teilen
  • Ihr Kind erhält insgesamt weniger Aufmerksamkeit
  • Die Nachhilfe kann nicht individuell auf Ihr Kind zugeschnitten werden
  • In Gruppen kann es zu Mobbing kommen

Was kostet Nachhilfe? Wie sind die Preise?

Durchschnittlich geben Eltern im Monat ungefähr 87 Euro für Nachhilfe aus. Die durchschnittliche Nachhilfestunde kostet also rund 22 Euro. Betrachtet man die diversen Nachhilfeformen genauer, so lassen sich eindeutige Preisunterschiede feststellen.

  • Je nach Erfahrungsgrad nehmen SchülerInnen und StudentInnen für private Nachhilfe im Mittel zwischen 8 bis 12 Euro pro Stunde.
     
  • Bei Nachhilfeinstituten kommt zum Gehalt der Lehrer noch das Honorar für das Institut hinzu, weshalb eine Nachhilfestunde dort schnell bei 20 bis 25 Euro liegt. Einzelstunden liegen bei zwischen 30 Euro und 40 Euro pro Stunde.
     
  • Online-Lernportale hingegen sind bereits ab 6 Euro zu buchen. Die Obergrenze liegt im Durchschnitt bei 25 Euro. In der Regel erhalten Eltern und Kinder für 6 bis 15 Euro bereits einen vollwertigen Zugang zum relevanten Lernmaterial. 
     

Wie und wo finde ich den passenden Nachhilfelehrer?

Nachdem Sie sich für eine Nachhilfeform entschieden haben und sich zwischen Einzel—, Online— oder Gruppennachhilfe entschieden haben, geht es darum, den richtigen Nachhilfelehrer zu finden. Auch hier muss die Chemie mit Ihrem Kind passen. Der richtige Nachhilfelehrer muss ohne Frage fachlich kompetent sein, aber er muss auch wissen, wie er Ihr Kind erreicht und ihm die Lerninhalte sinnvoll vermittelt.

Manchmal passt es einfach nicht zwischen Ihrem Kind und seinem Nachhilfelehrer. Dann kann der Lehrer auch ausgetauscht werden—vor allem in Nachhilfe-Instituten ist dies nahtlos möglich. Doch wo finden Sie den passenden Nachhilfelehrer, wenn Sie ihn nicht gerade im Nachhilfe-Institut auswählen können? 

Offline finden Sie Nachhilfelehrer oft über Empfehlungen durch andere Eltern oder Bekannte. Auch in Aushängen im Supermarkt oder Anzeigen in der Tageszeitung finden Sie Angebote von Nachhilfelehrern. Vielleicht kennen Sie Studenten oder Schüler, die Sie fragen können. Online gestaltet sich die Suche noch ein wenig bequemer, allerdings muss hier auch aufmerksam selektiert werden. Hier gibt es sogenannte Nachhilfe-Agenturen, die Sie an möglicherweise passende Nachhilfelehrer vermitteln. 

Welche Nachhilfelehrer sind die Besten?

Wenn Sie nach Nachhilfelehrern für Ihr Kind suchen, lohnt es sich, sich im Vornherein zu überlegen, welcher Typ Nachhilfelehrer Ihnen am liebsten ist. Auch hier sollten Sie Ihr finanzielles Budget mit dem Bedürfnis und Interesse Ihres Kindes abwägen. Sowohl StudentInnen als auch pensionierte LehrerInnen, arbeitssuchende AkademikerInnen, oder auch ältere SchülerInnen kommen in Frage.

Ein grundlegender Unterschied ist die Bezahlung. Diese fällt bei SchülerInnen und StudentInnen deutlich geringer aus als bei AkademikerInnen und LehrerInnen, da Lernenden zumeist die Berufserfahrung und pädagogische Ausbildung fehlt. Das muss allerdings nicht bedeuten, dass sie Ihrem Kind nicht helfen können: SchülerInnen und StudentInnen sind viel näher an der Alters- und Klassenstufe Ihres Kindes als ein/e pensionierte/r LehrerIn. Entsprechend kennen sie die aktuellen Lehrpläne sehr gut. Außerdem können sie durch ihr ähnliches Alter eine freundschaftlichere Beziehung zu Ihrem Kind aufbauen.

Dies kann natürlich auch dazu führen, dass man vor all dem Lachen das Lernen vergisst—auf Nummer sicher gehen Sie hier mit einem erfahrenen, älteren Lehrertypen. Er hat in der Regel einen höheren Stundenlohn, bringt dafür jedoch viel Erfahrung sowie eine pädagogische und didaktische Ausbildung mit. Letztendlich geht probieren über studieren: Wenn es mit dem einen Nachhilfelehrer nicht klappt, scheuen Sie nicht davor, einen anderen auszuprobieren. 

Wer erteilt den Nachhilfeunterricht?

Bringt Nachhilfe überhaupt etwas?

Damit Nachhilfe unterstützen kann, ist elterliche Mitwirkung gefragt, welche das richtige Maß an Disziplin, Arbeitseffektivität und Selbständigkeit vermittelt. In der Nachhilfe werden Ihrem Kind diese Kompetenzen im Rahmen der schulrelevanten Themen näher gebracht. Allerdings reicht Nachhilfe alleine nicht aus, um sich schulisch zu verbessern—die Haltung Ihres Kindes und zusätzliche elterliche Unterstützung sind genauso maßgeblich für den schulischen Erfolg.     

Nachhilfe bringt also durchaus etwas, wenn sich Ihr Kind gut mit seinem Nachhilfelehrer versteht. Des Weiteren ist es hilfreich, das Kind auf eine positive Art und Weise an Nachhilfe heranzuführen, sodass es die zusätzliche Lernzeit als Unterstützung und nicht als Strafe versteht. Zielführend ist es folgerlich, wenn das Kind die Nachhilfe annimmt, anstatt sie abzulehnen—ebenso sollte sie nicht als Dauerhilfe dienen, sondern wird zeitweise eingesetzt, um über thematische Lücken hinweg zu helfen.     

Wie viele Nachhilfestunden braucht man, um erste Ergebnisse zu sehen? 

Individuell von Kind zu Kind unterschiedlich ist nicht nur Lerntempo, Lernpensum sowie äußere Unterstützung, sondern auch die erforderliche Anzahl an Nachhilfestunden, die zu ersten Ergebnissen führen.     

Viele Eltern erkundigen sich vor der Buchung von Nachhilfe gerne darüber, wie lange das Kind im Schnitt Zusatzunterricht nehmen muss. Jedes Kind lernt jedoch in einem unterschiedlichen Tempo und in einer unterschiedlichen Tiefe. Sinnvoll ist es, sich nach ein paar Nachhilfestunden ein Feedback vom Nachhilfelehrer und von Ihrem Kind einzuholen. Dieses Feedback wird Ihnen verraten, wie wohl sich Ihr Kind in der Nachhilfe fühlt, ob der Lehrer der Richtige ist und ob es das Gefühl hat, etwas zu lernen. Allerspätestens sehen Sie natürlich an den Noten, ob noch Bedarf besteht.    

Dennoch muss vorab natürlich ein wöchentliches Pensum sowie eine Mindestlaufzeit festgelegt werden, zumindest, wenn die Nachhilfe im Institut genommen wird. Hier ist es üblicherweise die Regel, ein bis zwei Wochenstunden von je 90 Minuten festzulegen. Als Mindestlaufzeit eignet sich ein halbes bis ganzes Schuljahr. Dies richtet sich vor allen Dingen nach dem Lernpensum, welches auf- beziehungsweise nachgeholt werden muss. Natürlich ist ein weiterer ausschlaggebender Faktor das elterliche Budget, das für Nachhilfe aufgebracht werden kann. 

Kann man Nachhilfe auch in den Ferien nehmen?  

Generell gilt: Ja, in den Ferien kann Nachhilfe genommen werden. Möglich ist das sowohl im Nachhilfeinstitut als natürlich auch bei der Online-Nachhilfe, sowie privat. Manche Nachhilfeanbieter bieten sogar spezielle Sommerferienkurse an. Sommerschulen hingegen richten sich eher an Studierende sowie Berufstätige.     

Die Entscheidung, ob Ihr Kind Nachhilfe in den Ferien nehmen sollte, richtet sich individuell nach der Situation Ihres Kindes. Grundsätzlich dienen die Ferien als Lernpause für die Kinder, in welcher sie sich erholen können. Somit ist es pädagogisch sogar wertvoll, in dieser Zeit die Nachhilfe zu reduzieren oder gar ganz zu unterbrechen. Es gibt jedoch auch einige Situationen, in denen es förderlich sein kann, auch in den Ferien zur Nachhilfe zu gehen. Zunächst einmal wünscht sich Ihr Kind eventuell selbst, in den Ferien Unterstützung zu bekommen. Sollte sich viel Lernstoff angestaut haben, der im Schuljahr nicht aufgeholt werden konnte—sei es durch Krankheit, familiäre Probleme oder Auslandsaufenthalte—so bieten die Ferien genügend Zeit, um dem nachzugehen und stressfrei ins neue Schuljahr zu starten. Auch bei eventuell anstehenden Nachklausuren kann regelmäßige Nachhilfe Abhilfe schaffen. Zusätzlich fehlt in der Ferienzeit der tägliche Druck des Schulalltags, was mehr Raum für freies, entspanntes Lernen schafft. 

Auf einen Blick

Nachhilfe zeichnet sich als sinnvolle Investition aus, um Ihrem Kind die Schullaufbahn und später die berufliche Karriere maßgeblich zu erleichtern—und ihm die Türen für die Zukunft zu öffnen. Probieren Sie sich durch verschiedene Nachhilfeformen und finden Sie für sich die geeignete Lernmethode. Verzweifeln Sie nicht, wenn Sie zu Beginn nicht wissen, ob sich Ihr Kind besser in Online— oder Offlinenachhilfe oder in Gruppen— oder Einzelunterricht aufgehoben fühlt, sondern achten Sie stattdessen auf das Feedback Ihres Kindes.