Direkt zum Inhalt
  • Nachzeitigkeit

    Die Nachzeitigkeit ist eine relative Zeitstufe. Eine Handlung ist nachzeitig, wenn sie zeitlich gesehen nach einer anderen Handlung stattfindet. Andere Zeitstufen sind die Vorzeitigkeit und die Gleichzeitigkeit. Genauere Informationen hierzu findest du unter „Tempus“.

  • NAD

    NAD, Abk. für Nicotinsäureamid-adenin-dinucleotid: ein freies Dinucleotid, das als Co-enzym bei der Zellatmung eine wichtige Rolle spielt. Da es reversibel Wasserstoff aufnehmen kann, wirkt es als Wasserstoff übertragendes Coenzym vieler Dehydrogenasen.

  • Näherungswerte und sinnvolle Genauigkeit

    Sowohl bei der Angabe von Messwerten als auch von Rechenergebnissen ist es wichtig, auf vernünftige Näherungen und eine sinnvolle Genauigkeit zu achten. Zum einen sollte man das Ergebnis niemals genauer angeben als die Messgenauigkeit und die Daten, die in die Rechnung eingegangen sind. Beispiele: Wenn man an einem Lineal eine Länge abliest, beträgt die Genauigkeit etwa 0,1–0,5 Millimeter. Deswegen darf man die Länge in Zentimetern höchstens zwei Nachkommastellen angeben. Wenn in eine Rechnung Zahlenwerte mit zwei bekannten Stellen eingehen, etwa „5,7 kg“ oder 18 Millionen €, darf das Ergebnis...

  • Nahostkonflikt

    Nahostkonflikt, die andauernden Auseinandersetzungen und kriegerischen Konflikte zwischen dem Staat Israel, Palästina und anderen arabischen Nachbarstaaten Israels. Zeitweise rangen die USA und die Sowjetunion während des Ost-­West­-Konflikts um Ausdehnung ihrer Macht in der Region. Die Wurzeln des Konflikts Im Zeichen des Zionismus gab es seit den 1880er-Jahren in Palästina eine nach Eigenstaatlichkeit strebende jüdische Siedlergemeinschaft, die in ihrem Wunsch 1917 durch die britische Zusage bestärkt wurde, sie bei der Schaffung einer »nationalen Heimstätte« für die Juden in Palästina zu...

  • Nahrungskette

    Nahrungskette: durch Nahrungsbeziehungen voneinander abhängige Reihe verschiedener Organismen. Im Gegensatz zu grünen Pflanzen sind Tiere nicht in der Lage, aus anorganischen Stoffen und Sonnenenergie organische Verbindungen (wie Kohlenhydrate; Fotosynthese) zur Deckung ihres Energie- und Baustoffbedarfs aufzubauen. Daher bilden die grünen Pflanzen als Produzenten das erste Glied der Nahrungskette. Im Wasser wird die pflanzliche Grundlage vorwiegend von grünen Algen gebildet, während auf dem Land die höheren Pflanzen vorherrschen. Die folgenden Glieder der Nahrungskette sind die verschiedenen...

  • Nahrungspyramide

    Nahrungspyramide: die quantitative Darstellung der einzelnen Ernährungsstufen (trophischen Ebenen) einer Nahrungskette. Die Basis bilden i. d. R. die grünen Pflanzen, die Spitze die Endkonsumenten (»Spitzencarnivoren«). Die Pyramidenform verdeutlicht die meist stetige Abnahme sowohl der jeweiligen Biomasse (und damit der in ihr gebundenen Energie) als auch der Individuenanzahl von den Primärproduzenten bis zu den Endkonsumenten.

  • Napoleon Bonaparte

    Napoleon Bonaparte, französischer General und Kaiser. Er lebte von 1769 bis 1821. Napoleon schlug schon frühzeitig eine militärische Laufbahn ein. Während der Französischen Revolution kämpfte er zunächst häufig auf Korsika, seiner Heimat. Innerhalb der Armee machte er während den Koalitionskriegen sehr schnell Karriere, war mit 24 Jahren bereits General und verfügte über eine starke, ihm treu ergebene Armee. Napoleon Bonaparte: Vom General zum Kaiser Napoleon zerschlug 1795 einen monarchistischen Aufstand gegen das revolutionäre Direktorium. Mit seinem Heer und einem großem Stab von Technikern...

  • Napoleonische Kriege

    Napoleonische Kriege, die kriegerischen Auseinandersetzungen in Europa zu Zeiten der Herrschaft Napoleon Bonapartes zwischen 1799 und 1814. Ausweitung der Macht in Koalitionskriegen Nach seiner Machtübernahme 1799 konnte Napoleon im 2. Koalitionskrieg 1800 Österreich schlagen. Frankreich erhielt das gesamte linke Rheinufer und Gebiete in Italien. Die Napoleonischen Kriege in Europa begannen Im 3. Koalitionskrieg besetzte Napoleon 1805 die österreichische Hauptstadt Wien. Zwar erlitt Frankreich bei der Seeschlacht bei Trafalgar eine Niederlage gegen Großbritannien, Napoleon siegte aber...

  • Narration / Erzählung

    Die narration (Erzählung) ist eine epische Kurzform, deren Aufbau nicht festgelegt ist, die aber über eine in Schritten entwickelte, meist realistische Handlung und über Nebenhandlungen verfügt; kürzer als der Roman, breiter als die Kurzgeschichte angelegt.

  • Narrative texts / Epische Texte

    Allgemein Anhand ihrer Länge lassen sich epische / erzählende Texte in epische Kurzformen und epische Großformen einteilen. Zu den Kurzformen zählen z.B. die narration (Erzählung), die short story (Kurzgeschichte) und die fable (Fabel). Die novel (Roman) gehört zu den Großformen. Jede Form hat ihre besonderen Eigenschaften und Aspekte, die beim Interpretieren berücksichtigt werden sollten. Merkmale Grundelement epischer Texte ist die Fiktion: Erfundene Sachverhalte werden real dargestellt. Auf diese Weise wird eine Wirklichkeitsillusion erzeugt, das Geschehen wird also so erzählt, wie es in...

  • Narrator / Erzähler

    Allgemein Der narrator (Erzähler) in einem literarischen Text ist nicht mit dem Autor identisch. Er nimmt einen bestimmten point of view (Standpunkt) ein, von dem aus er die erzählte Handlung betrachtet und darstellt. Abhängig davon, welchen Standpunkt der Erzähler einnimmt, lassen sich drei Erzählsituationen bzw. Erzählerrollen unterscheiden. Erzählsituationen First-person narrator / I-narrator (Ich-Erzähler) Der first-person narrator ist entweder als Randfigur (observer narrator) oder als Hauptfigur am Geschehen beteiligt. Die Erzählperspektive ist eingeschränkt, er kann alles Geschehen...

  • Nationalismus

    Nationalismus, das Überlegenheitsgefühl anderen Nationen gegenüber. Der Nationalismus als übersteigertes Nationalbewusstsein, das nur die Macht und Größe der eigenen Nation gelten lässt, führt oft zur Unterdrückung und Missachtung anderer Nationen. Der Nationalstaat Ein Nationalbewusstsein gewann seit der Französischen Revolution an Bedeutung und orientierte bei den Völkern Europas, die noch keinen eigenen Nationalstaat besaßen, an der Sprache und Kultur, der Abstammung sowie der historischen Rolle ihres Volkes im Verhältnis zu anderen Völkern. Dies führte auch zu den Nationalstaatsgründungen...

  • Nationalkonvent

    Nationalkonvent, die verfassungsgebende Versammlung in der Französischen Revolution. Am 21.9.1792 trat der Nationalkonvent als neu gewähltes französisches Parlament zusammen. Er löste die Nationalversammlung ab. Am 22.9.1792 proklamierte der Nationalkonvent die Französische Republik. Die Monarchie wurde abgeschafft. Die Verfassung der Republik wurde jedoch aufgrund innen- und außenpolitischer Schwierigkeiten nicht in Kraft gesetzt. Am 17.1.1793 wurde mit knapper Mehrheit (387 zu 334 Stimmen) im Nationalkonvent das Todesurteil über den König gefällt und vier Tage später vollstreckt. Im...

  • Nationalsozialismus

    Nationalsozialismus, die nach dem Ersten Weltkrieg in Deutschland entstandene politische Bewegung, die die gesamte Bevölkerung für die nationalsozialistische Ideologie mobilisieren und die Gesellschaft umbauen wollte, sowie die auf ihr gründende Diktatur von 1933 bis 1945. Unter nationalsozialistischer Herrschaft wurde die deutsche Gesellschaft innerhalb weniger Jahre fast vollständig umgeformt. Alle politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Maßnahmen zielten auf die Zerstörung der Demokratie, die Errichtung einer totalitären Systems (Totalitarismus) und einen Eroberungs- und...

  • Nationalstaat

    Nationalstaat, Begriff, der im 19. Jahrhundert im Anschluss an die Französische Revolution und die Befreiungskriege gegen die Herrschaft Napoleons in Europa zunehmend an Bedeutung gewann. Nationalstaat verbindet die Elemente Staat und Nation. Kennzeichen eines Staates Drei Elemente kennzeichnen einen Staat: Staatsgewalt, Staatsvolk und Staatsgebiet. Je nach Verfassung kann die Staatsgewalt wie in der Monarchie bei einem Einzelnen, bei einer besonderen Gruppe (z.B. Adel in der Aristokratie) oder wie in einer Demokratie beim Volk liegen (Volkssouveränität). In der Französischen Revolution sollte...

  • Nationalversammlung

    Nationalversammlung, die Zusammenkunft gewählter Volksvertreter, die oft nach einer Revolution zusammentritt, um eine neue Verfassung auszuarbeiten. Französische Nationalversammlung Das erste Beispiel ist die französische Nationalversammlung in der Französischen Revolution („Assemblée Nationale“) von 1789, die 1792 durch den Nationalkonvent abgelöst wurde. Auf der Versammlung der Generalstände erklärte sich der dritte Stand am 17.6.1789 zur Nationalversammlung und fordert die beiden anderen Stände auf, sich mit ihm zu vereinigen. Am 20.6.1789 schworen die Abgeordneten der Nationalversammlung...

  • NATO

    NATO, Abk. für North Atlantic Treaty Organization, nordatlantische Vertragsorganisation, Nordatlantikpakt, Verteidigungsbündnis ursprünglich westeuropäischer und nordamerikanischer Staaten auf der Grundlage des Nordatlantikvertrags vom 4.4.1949. Flagge der Nato: Mitglieder, Organisation und Zielsetzung Gründungsmitglieder der NATO waren Belgien, Dänemark, Frankreich, Großbritannien, Island, Italien, Kanada, Luxemburg, Niederlande, Norwegen, Portugal, USA. Später traten bei: Griechenland und die Türkei (1952), die Bundesrepublik Deutschland (1955, seit 1990 unter Einschluss der neuen...

  • Natrium

    [zu ägyptisch ntry, arabisch natrun »Laugensalz«]: Chemisches Element der I. Hauptgruppe, Zeichen Na, OZ 11, relative Atommasse 22,99; Reinelement (tritt in der Natur nur in Form des Isotops 23 auf). Physikalische Eigenschaften: Sehr weiches, mit einem Messer schneidbares, an frischen Schnittflächen silberweiß glänzendes Metall, das in feuchter Luft rasch infolge oberflächlicher Bildung von Natriumhydroxid, NaOH, matt anläuft, wobei – in Dunkelheit – ein grünes Leuchten beobachtet wird (Chemolumineszenz); Fp. 97,72 °C, Sp. 883 °C, Dichte 0,97 g/cm³. Chemische Eigenschaften: Alkalimetall, sehr...

  • Natriumcarbonat

    (Soda), Na2CO3: Das Natriumsalz der Kohlensäure, eine kristalline, in Wasser gut lösliche Substanz, deren wässrige Lösung stark basisch reagiert. Natriumcarbonat kristallisiert aus wässriger Lösung als Decahydrat, Na2CO3 • 10 H2O (Kristallsoda), aus. Beim Erhitzen verliert dieses stufenweise das Kristallwasser und geht bei 112 °C schließlich in das wasserfreie Natriumcarbonat, Na2CO3 (calcinierte Soda), über. Verwendung: Bei der Seifen-, Glas- und Waschmittelfabrikation, zur Darstellung vieler Natriumverbindungen sowie bei der Wasserenthärtung.

  • Natriumchlorid

    (Kochsalz, Steinsalz), NaCl: Das Natriumsalz der Salzsäure; farblose, würfelförmige, gut wasserlösliche Kristalle. Gewinnung: Durch bergmännischen Abbau von Steinsalzlagern, durch Auflösen von Steinsalz unter oder über Tage und Eindampfen der so erhaltenen »Sole« oder durch Eindunsten von Meerwasser. Das Salz kristallisiert bei Raumtemperatur wasserfrei in farblosen regulären Würfeln. In chemisch reiner Form ist es nicht hygroskopisch. Wenn es an der Luft feucht wird, beruht dies auf Beimengungen von Magnesiumchlorid, MgCl2. Verwendung und Bedeutung: Ausgangsmaterial für die Darstellung fast...

  • Natriumhydroxid

    (Ätznatron, Natronlauge), NaOH: Ein spröder, aus Natrium-Ionen, Na+, und Hydroxid-Ionen, OH–, bestehender Stoff, der als Salz der (Arrhenius-)Säure Wasser aufgefasst werden kann: 2 Na + 2 H2O → 2 NaOH + H2. Es löst sich unter Wärmeentwicklung in Wasser. Die dabei entstehende Natronlauge reagiert stark alkalisch. Sie wirkt ätzend, weshalb Natriumhydroxid auch Ätznatron heißt. Das feste Salz nimmt bereitwillig Feuchtigkeit und Kohlenstoffdioxid auf. Verwendung: Trockenmittel; Absorptionsmittel für Kohlenstoffdioxid; zur Herstellung von Seifen, Farbstoffen und Kunststoffen sowie bei der Gewinnung...

  • Naturalismus (um 1890-1900)

    Zeitgeschichtliche Rahmenbedingungen Europa erlebte gegen Ende des 19. Jahrhunderts einen Epochenumbruch, der viele menschliche Lebensbereiche berührte. In rasendem Tempo vollzogen sich technologische und naturwissenschaftliche Veränderungen. Sigmund Freuds Theorien eröffneten eine neue Sicht des menschlichen Seelenlebens. Großstädte wurden zu Metropolen mit neuen Medien (Film, Rundfunk, Fernsehen), neuer Massenkultur (Boulevardpresse) und neuen Informationsmitteln (Telefon, Telegraf, Schreibmaschine). Der Glaube an ein einheitliches Weltbild galt in der aufkommenden industriellen...

  • Naturgesetze

    Ein (physikalisches) Naturgesetz ist ein durch mathematische Formeln ausgedrückter quantitativer Zusammenhang zwischen physikalischen Größen, der mindestens für einen bestimmten Teil der materiellen Welt gültig ist. Viele Naturgesetze wurden ursprünglich aus experimentellen Ergebnissen abgeleitet. Sie lassen sich aber heute im Rahmen einer als grundlegend betrachteten Theorie herleiten oder verstehen. Beispiele: Gravitationsgesetz, Coulomb-Gesetz, Ohm’sches Gesetz, Hauptsätze der Wärmelehre

  • Naturkonstanten

    Zahlen oder physikalische Größen, die in den Naturgesetzen vorkommen und von denen man annimmt, dass sie durch die Natur vorgegeben sind und überall im Universum denselben Wert haben – und auch zu allen Zeiten hatten bzw. haben werden. Beispiele: Gravitationskonstante, Lichtgeschwindigkeit, Elektronenmasse, Elementarladung Für den inneren Zusammenhang der Physik ist es wichtig, die Werte der Naturkonstanten möglichst genau zu messen. Da sich die meisten Naturkonstanten auf völlig verschiedenen Wegen bestimmen lassen, aber auch aufgrund der Fortschritte der Messtechnik ist es notwendig, die...

  • Natürliche Zahlen

    Die natürliche Zahlen sind der einfachste und grundlegendste Zahlenbereich, den man in der Schulmathematik behandelt. Beginnend mit der Null, die „nichts von irgendetwas“ bedeutet, fügt man jeweils genau ein „Element von irgendetwas“ hinzu: 0 + 1 = 1 1 + 1 = 2 2 + 1 = 3 usw. Die natürlichen Zahlen sind also genau das, was dem Zählen zugrunde liegt. Da man im Prinzip immer weiter Zählen, also immer eine Zahl finden kann, die noch eins größer ist als die vorige, gibt es unendlich viele natürliche Zahlen. Für die Menge \(\mathbb N\) der natürlichen Zahlen schreibt man auch \(\mathbb N = \{0; 1; 2...

  • Naturlyrik

    Bei der Naturlyrik spielt, wie der Name bereits verrät, die Natur eine bestimmende Rolle. Zentrale Motive sind Naturgegenstände oder Stimmungen, die durch das Erlebnis der Natur entstanden sind. Beispiele: Goethe "Maifest" (1775), Theodor Storm "Meeresstrand" (1853)

  • Naturrecht

    Naturrecht, bereits in der Antike existierende Vorstellung, dass es ein übergeordnetes, für jeden Menschen und jede staatliche Einrichtung verbindliches Recht gebe. Das Naturrecht begründete in der frühen Neuzeit die Forderung nach einem Widerstandsrecht gegen eine ungerechte Obrigkeit. Im Laufe der Zeit entwickelte sich aus dem Naturrechtsgedanken die Überlegung, dass jedem Menschen angeborene Rechte zustehen, die zu allen Zeiten ihre Gültigkeit behalten. Diese Idee schlug sich maßgeblich bei der Formulierung der Menschenrechte (Grundrechte) nieder.

  • NCI

    „NCI“ ist eine Abkürzung für „Nominativus cum infinitivo“.

  • Neandertaler

    Neandertaler, ein ausgestorbener Verwandter des heutigen Menschen (Homo sapiens sapiens), der vor etwa 130.000 bis 30.000 Jahren in Europa und dem vorderen Orient lebte. Vom Neandertaler (Homo neanderthalensis) stammen die ersten Funde von Gräbern mit Grabbeigaben, z. B. Ketten aus Muscheln oder Tierzähnen, aber auch Nahrung und Werkzeuge. Die Grabfunde zeigen, dass die Neandertaler schon an eine Daseinsform nach dem Tod dachten.

  • Nebel

    Nebel ist ein sog. Aerosol, d. h. ein Gemisch aus feinstverteilten Partikeln und einem Gas, wobei in diesem Fall die Partikel kleine Wassertröpfchen und das Gas die Atmosphärenluft ist. Bei bodennahem Nebel kann die Sichtweite unter einem 1 km, manchmal sogar unter 30 m liegen. Nebel entsteht, wenn sich Luft bei Anwesenheit einer ausreichenden Zahl von Kondensationskeimen unter den Taupunkt abkühlt.

  • Nebel

    Gemenge, in dem Flüssigkeitströpfchen in einem Gas oder Gasgemisch feinstverteilt (dispergiert) sind. Je nach der Größe der Flüssigkeitströpfchen handelt es sich bei einem Nebel um ein grob- oder kolloiddisperses System.

  • Nebenformen der Konjugation

    Neben den regelmäßigen Konjugationsendungen gibt es in einigen Fällen gleichbedeutende Varianten, die aus der älteren Sprache übrig geblieben oder neu gebildet worden sind. Präsensstamm (1) Infinitiv Passiv: Statt der Standardkennzeichen -rī und -ī stehen -rier bzw. -ier bei Dichtern gelegentlich, bei Cicero nur in Zitaten aus Dichtern und alten Gesetzen; z.B.: ÷ vocā-rier = vocā-rī gerufen werden; ÷ da-rier = da-rī gegeben werden; ÷ monē-rier = monē-rī gemahnt werden; ÷ ag-ier = ag-ī getrieben werden; ÷ audī-rier = audī-rī gehört werden; ÷ cap-ier = cap-ī gefangen werden; ÷ fer-rier = fer-rī...

  • Nebenniere

    Nebenniere: ein kappenartiges, beim Menschen ca. 10 g schweres Organ, das jeder Niere aufsitzt. Die Nebennieren sind Hormondrüsen, die aus der lebensnotwendigen, gelbbraunen breiteren Rinde (etwa 80 % der Nebenniere) und dem grauweißen Mark bestehen. Rinde und Mark sind unterschiedlichen Ursprungs. Die Nebennieren produzieren eine Gruppe von Hormonen, die eine große Bedeutung für das Stoffwechselgeschehen und die Reaktion des Organismus auf besondere Belastungen seelischer und körperlicher Art (Stress), auf Infektionen, Verletzungen u. a. besitzen. Man unterscheidet die Hormone des...

  • Nebensatz

    Andere Bezeichnung: Gliedsatz Über die Bezeichnungen „Nebensatz“ und „Gliedsatz“ • Die Bezeichnung „Nebensatz“ drückt aus, dass diese Art von Satz einem anderen Satz untergeordnet ist. • Die Bezeichnung „Gliedsatz“ drückt aus, dass es sich um einen Satz handelt, der die Funktion eines Satzglieds in einem übergeordneten Satz hat. Daraus ergibt sich, dass beide Wörter streng genommen nicht die gleiche Bedeutung haben. Da ein Gliedsatz als Satzglied einem anderen Satz untergeordnet ist, sind alle Gliedsätze auch Nebensätze. Umgekehrt sind aber nicht alle Nebensätze Gliedsätze. Nebensätze können...

  • Nebensatz (Gliedsatz)

    Als Nebensatz bezeichnet man einen Satz, der nicht für sich allein stehen kann, sondern von einem anderen Satz abhängt. Er ist einem Hauptsatz oder Trägersatz angegliedert und wird durch unterordnende Konjunktionen (als, nachdem, weil, wenn) an einen übergeordneten Satz gebunden. Einen Nebensatz kann man in der Regel daran erkennen, dass die Personalform des Verbs am Schluss steht. Beispiel: Ich esse ein Brötchen mit Marmelade, weil ich Marmelade mag. Nebensätze sind dem Hauptsatz nachgestellt Beispiel: Sie kam nach Bonn zurück (Hauptsatz), nachdem sie ein Jahr im Ausland gelebt hatte...

  • Negative Zahlen

    Die negativen Zahlen sind die Gegenzahlen der positiven Zahlen. Alle negativen Zahlen sind kleiner als 0. Die negativen reellen Zahlen bilden die Menge \(\mathbb R^-\), die negativen rationalen Zahlen die Menge \(\mathbb Q^-\) und die negativen ganzen Zahlen die Menge \(\mathbb Z^-\). Jede negative ganze Zahl ist somit Gegenzahl einer natürlichen Zahl. Für den Betrag einer negativen Zahl z gilt |z| = –z. Aus negativen Zahlen darf weder eine Wurzel gezogen werden noch darf man den Logarithmus einer negativen Zahl bilden.

  • Negativpronomen

    Andere Bezeichnung: verneinendes Fürwort Über das Wort „Negativpronomen“ Genus, Betonung: das Negativpronomen Plural: die Negativpronomen oder die Negativpronomina Abkürzung: Neg.-Pron. Herkunft: moderne Bezeichnung, gebildet wie von lat. *prōnōmen negātīvum verneinendes Pronomen (von negāre verneinen) Definition „Negativpronomen“ ist eine Unterart der Wortart Pronomen, die wiederum zur Wortartengruppe Nomen gehört. Unter Negativpronomen versteht man ein Pronomen, das angibt, dass die Aussage nicht für einen Gegenstand gilt, der eine oder mehrere genannte Eigenschaften besitzt. Da also eine...

  • Nektar

    Nektar: ein zuckerhaltiger Saft, der in den Nektarien vieler Blüten abgeschieden wird und vielen Tieren (v.a. Insekten) als Nahrung dient. Gewöhnlich wird beim Aufnehmen des Nektars durch das Insekt die Blüte bestäubt.

  • Neolithische Revolution

    Neolithische Revolution, in der Frühgeschichte der Wechsel vom Nomadentum der Jäger, Sammler und Fischer (aneignende Wirtschaft) zur Sesshaftigkeit der Bauern und Viehzüchter in der Jungsteinzeit (erzeugende Wirtschaft).

  • Neon

    [griech. »das Neue«]: Chemisches Element der VIII. Hauptgruppe, Zeichen Ne, OZ 10, relative Atommasse 20,18; Mischelement. Physikalische Eigenschaften: Farb- und geruchloses Gas, Dichte 0,9 g/l, Fp. -248,59 °C, Sp. -246,08 °C. Chemische Eigenschaften: Edelgas, äußerst reaktionsträge; es sind keine Verbindungen bekannt. Gewinnung: Bei der fraktionierten Destillation der verflüssigten Luft. Verwendung: Als Füllgas für Leuchtstoffröhren (scharlachrote Färbung) und Glimmlampen

  • Nervensystem

    Nervensystem: das Netzwerk der Nervenzellen bzw. das System der Nervenzellkomplexe eines Organismus. Aus einfachsten Nervensystemen haben sich im Laufe der Evolution komplizierte, äußerst leistungsfähige Strukturen entwickelt.

  • Nestflüchter

    Nestflüchter: Tiere, die gut entwickelt zur Welt kommen und daher fähig sind, das »Nest« fast sofort zu verlassen. Oft können sie sich schon selbstständig ernähren. Extreme Nestflüchter bekommen ihre Eltern nie zu Gesicht (die meisten Reptilien). Alle Nestflüchter brauchen kaum Brutpflege, z. B. Hühnervögel, Huftiere, Hasen. Gegensatz: Nesthocker

  • Nesthocker

    Nesthocker: Tiere, die unvollkommen entwickelt und hilflos zur Welt kommen. Sie müssen für eine längere Entwicklungszeit unter der Obhut ihrer Eltern bleiben. Bei diesen Tieren (z. B. Singvögel, Raubtiere, Nager) wird eine intensive Brutpflege betrieben. Gegensatz: Nestflüchter

  • Netze

    Netze oder Körpernetze sind Darstellungen von geometrischen Körpern, bei denen diese gewissermaßen aufgefaltet werden, so dass alle Seitenflächen nebeneinander in einer Ebene liegen. Alle Polyeder lassen sich als Netze darstellen, ebenso Zylinder und Kegel. Eine Kugel dagegen lässt sich nicht in die Ebene ausfalten – gleichgültig, wie geschnitten wird. Beispiele: Netz eines Quaders Netz eines Hauses Das Netz eines Zylinders besteht aus einem Rechteck und zwei Kreisen:

  • Neue Subjektivität - Literatur der 1970er-Jahre

    Kennzeichen der literarischen Bewegung Die Politisierung des Lebens wird etwa Mitte der 1970er-Jahre von einer Tendenzwende abgelöst. Die neue Subjektivität oder neue Innerlichkeit (von Kritikern auch als Selbstbeobachtungsliteratur abgestempelt bzw. als Narzissmus, Egozentrik, Nabelschau ohne gesellschaftliche Bedeutung abgelehnt) lässt sich unter anderem auch als eine Reaktion auf den politischen Aktionismus Ende der 1960er- und Anfang der 1970er-Jahre deuten. Es geht dabei insbesondere um die Verarbeitung individueller Erfahrungen. In der Lyrik ist das kommunikative Gedicht gefragt, das dem...

  • Neuer Kurs

    Neuer Kurs, Bezeichnung für die Abkehr Kaiser Wilhelms II. (*1859, †1941, deutscher Kaiser und König von Preußen von 1888 bis 1918) von der Außenpolitik Otto von Bismarcks nach dessen Entlassung 1890. Zerfall des Bündnissystems In der Außenpolitik wurde auf das komplizierte bismarcksche Bündnissystem verzichtet. Der Rückversicherungsvertrag mit Russland wurde 1890 nicht erneuert. Als Gegenreaktion folgte ein russisch-französisches Militärbündnis (1892). Diese katastrophale Politik führte zu einer wachsenden Isolierung Deutschlands in Europa und zu verschärften Konfrontationen mit den meisten...

  • Neugrad

    Ein unübliches Gradmaß für Winkel, bei dem ein Vollwinkel nicht wie gewöhnlich in 360° geteilt wird, sondern in 400 Neugrad bzw. Gon (g).

  • Neuronen

    Neuronen (Nervenzellen) sind die Bauelemente und Schalteinheiten des Nervensystems bei allen vielzelligen Tieren. Neuronen entstehen aus den Neuroblasten, die sich aus dem Neuroektoderm entwickeln. Die Neuroblasten bilden sich in der epithelialen Wandung des Neuralrohrs (Medullarrohr), indem einige Zellen birnenförmige Gestalt annehmen und Zellfortsätze ausbilden.

  • Neutrale Erzählsituation

    Das Geschehen wird bei der neutralen Erzählsituation weder aus der Sicht einer Person erzählt noch gibt es einen kommentierenden Erzähler. Fakten und Vorgänge werden sachlich wiedergegeben.

  • Neutrales Element

    Wenn es bei einer Rechenoperation eine Zahl (oder sonstige mathematische Sache) gibt, die jede andere Zahl (Sache) bei Anwendung der Operation unverändert lässt, nennt man sie das neutrale Element dieser Operation. Beispiele: Bei der Addition ist die 0 das neutrale Element, denn 0 + x = x (\(x \in \mathbb R\)). Bei der Multiplikation ist die 1 das neutrale Element, denn 1 · x = x (\(x \in \mathbb R\)). Bei der Vektoraddition ist der Nullvektor das neutrale Element, denn es ist \(\vec 0 + \vec x = \vec x\) für alle Vektoren \(\vec x\) im betrachteten Vektorraum. Wenn es zu einer Zahl (Sache)...

  • Neutralisationsindikatoren

    Organische Farbstoffe, die in Abhängigkeit vom pH-Wert, d. h. von der Hydroniumionen-Konzentration, unterschiedliche Farben zeigen. Die meisten Neutralisationsindikatoren gehören in die Gruppe der Azofarbstoffe (z. B. Methylrot), der Phthalsäurefarbstoffe (z. B. Phenolphthalein) und der Nitrophenole. Der Farbumschlag, z. B. beim Nitrophenol (Umschlagsbereich pH 5,4–7,5), wird heute meist dadurch erklärt, dass im basischen Bereich die tautomere farblose Säureform des Nitrophenols (»aci«-Form) unter Abgabe eines Protons in ein gelb gefärbtes Anion übergeht.

  • Neutrinos

    Ein Neutrino (ital. »kleines Neutron«) ist ein sehr leichtes, elektrisch und farbneutrales Elementarteilchen aus der Gruppe der Leptonen. Wie bei den geladenen Leptonen gibt es genau drei Arten von Neutrinos sowie deren Antiteilchen. Sie sind nach den zugehörigen geladenen Leptonen benannt: Elektron-Neutrino \(\nu_\text e\), Myon-Neutrino \(\nu_\mu\) und Tauon-Neutrino \(\nu_\tau\) bzw. Antielektron-Neutrino usw. ( \(\bar\nu_\text e\), \(\bar\nu_\mu\), \(\bar\nu_\tau\)). Der Spin der Neutrinos beträgt s = 1/2, sie sind also Fermionen. Ihre Masse ist sehr klein, aber größer als null. Die...

  • Neutron

    Symbol n: Elementarteilchen, das zusammen mit dem Proton Baustein aller zusammengesetzten Atomkerne ist. Das Neutron ist elektrisch neutral. Seine Ruhemasse beträgt 1,674927 • 10–27 kg und ist nur wenig größer als die des Protons, aber nahezu 2000-mal so groß wie die des Elektrons.

  • Neutron

    Das Neutron n ist ein elektrisch neutrales, relativ langlebiges Elementarteilchen mit der Ruhemasse mn = 1,0087 u = \(1,675 \cdot 10^{-27}\,\text{kg}\) bzw. einer Ruheenergie von 939,565 MeV. Die Ruheenergie ist damit um rund 1,3 MeV größer als die des Protons, weswegen freie Neutronen mit einer Halbwertszeit von 880 s (knapp 15 min) sich per Betazerfall in Protonen verwandeln. Das Neutron wurde 1932 von James Chadwick entdeckt. Neutron und Proton nennt man zusammen auch Nukleonen (Kernbausteine). Sie haben viele Eigenschaften gemeinsam: sie bestehen beide aus drei Quarks (Neutron: udd, Proton...

  • Neutrum

    „Neutrum“ bedeutet so viel wie „sächliches grammatisches Geschlecht“. Alle Informationen zum Neutrum findest du unter Genus.

  • Neuzeit

    Neuzeit, Bezeichnung für die an das Mittelalter anschließende geschichtliche Epoche. Frühe Neuzeit Lange Zeit galten die Entdeckung Amerikas 1492 und der Beginn der Reformation durch Martin Luther 1517 als Anfang der Neuzeit. Inzwischen werden jedoch die Jahre zwischen 1450 und 1500 als »Schwellenzeit«, als Übergangszeit vom Mittelalter zur Neuzeit, angesehen. Kennzeichen dieser frühen Neuzeit sind das Ende der Einheit der christlichen Kirche, die Säkularisierung des politischen und kulturellen Lebens, die Gedanken des Humanismus und der Aufklärung. Die mittelalterlichen universalen...

  • News report / Zeitungsbericht

    Allgemein Ein news report (Zeitungsbericht) zählt zu den factual articles und gibt die wesentlichen Fakten und Hintergründe eines Ereignisses aus der Perspektive des außenstehenden Betrachters sachlich und objektiv wieder. Im Unterricht besteht eine Möglichkeit des creative writing darin, ein besonderes Ereignis aus einem Erzähltext oder Drama herauszugreifen (z. B. die Ermordung King Duncans aus Macbeth). Dieses wird dann entweder in einem sachlichen (Schwerpunkt auf den politischen Konsequenzen) oder in einem sensationell aufgemachten Bericht präsentiert. Merkmale Der Aufbau eines...

  • Newspaper articles / Zeitungsartikel

    Allgemein Zeitungen und Zeitschriften sind media (Medien) der mass communication (Massenkommunikation). Artikel in Tages- und Wochenzeitungen (dailies, weeklies) befriedigen in erster Linie das Informationsbedürfnis der Leser und berichten über aktuelle Ereignisse des öffentlichen Lebens. Typen von Zeitungsartikeln Es gibt verschiedene Typen von Zeitungsartikeln, die sich in zwei Gruppen einteilen lassen: factual articles (Artikel zur Tatsachenvermittlung): Sie sind vorwiegend informativ und sachlich ausgerichtet; das aktuelle Ereignis steht im Vordergrund. Dennoch sind anhand der Auswahl...

  • Newton (Einheit)

    Das Newton (nach Isaac Newton), Einheitenzeichen N, ist die SI-Einheit der Kraft. Es ist definiert über die Einheitengleichung: \(1\,\text N = 1\,\dfrac{\text{kg} \cdot \text m}{\text s^2}\) Multipliziert man das Newton mit der Einheit Meter, erhält man gemäß dem Merkspruch „Arbeit ist Kraft mal Weg“ eine Energieeinheit, es ist demnach \(1\,\text J = 1\,\text N \cdot \text m\) (Das Joule, Einheitenzeichen J, ist die SI-Einheit der Energie). Gleichzeitig ist ein 1 Nm (Newtonmeter) aber auch die Einheit des Drehimpulses. Achtung: In der Alltagssprache sagt man oft Sätze wie: „Ich wiege 65 kg“...

  • Newton-Verfahren

    Das Newton-Verfahren (nach Isaac Newton) ermöglicht die näherungsweise Berechnung von Nullstellen einer Funktion. Die Grundidee bei dieser Methode ist es, die gegebene Funktion in einem Intervall [a; b], in dem sicher eine Nullstelle liegt, durch ihre Tangente in einem „Startpunkt“ P1(x1|f(x1)) (mit a < x1 < b) anzunähern. Die Nullstelle x2 dieser Tangente ist eine erste Näherung für die gesuchte Nullstelle der Funktion. Der Trick ist dann einfach, den Punkt P2(x2|f(x2)) als Ausgangspunkt für den nächsten Berechnungsschritt zu verwenden usw. Das Newton-Verfahren ist damit ein iteratives...

  • Newton’sche Axiome

    Als Newton’sche Axiome oder Gesetze bezeichnet man die drei von Isaac Newton formulierten Grundgesetze der klassischen Mechanik: Trägheitsgesetz: Jeder Körper verharrt im Zustand der Ruhe oder gleichförmigen geradlinigen Bewegung, sofern er nicht durch eine Kraft gezwungen wird, seinen Bewegungszustand zu ändern. Dynamisches Grundgesetz: Die Beschleunigung \(\vec a\) eines Körpers ist proportional zu seine (trägen) Masse m und zur einwirkenden Kraft \(\vec F\) und sie erfolgt in Richtung der Kraft: \(\vec F = m \cdot \vec a\) Kurzform: „Kraft ist Masse mal Beschleunigung“. Ist die Masse nicht...

  • Nibelungenlied

    Nibelungenlied, mittelalterliches Heldengedicht, das um 1200 ein unbekannter süddeutscher Dichter aufschrieb und in singbaren vierzeiligen Strophen gedichtet wurde. Ein Teil des Lieds reicht bis in die Zeit der Völkerwanderung zurück und thematisiert die Vernichtung des Burgundenreichs am Rhein durch die Hunnen 436/437. Das Epos gibt einen Einblick in das ritterliche Leben, vor allem in das Denken und Fühlen im Mittelalter.

  • Nichtmetalle

    Chemische Elemente, die nicht die charakteristischen Eigenschaften der Metalle aufweisen und insbesondere den elektrischen Strom nicht leiten. Die Nichtmetalle treten ausschließlich in den Hauptgruppen des Periodensystems der Elemente auf. Zu ihnen zählen neben dem Wasserstoff die Elemente Kohlenstoff, Stickstoff, Phosphor, Sauerstoff, Schwefel, die Halogene und die Edelgase. Einige Nichtmetalle existieren auch in Modifikationen mit metallischem Charakter. So weist z. B. der schwarze Phosphor metallische Eigenschaften auf.

  • nichtvokalische Konjugation

    Andere Bezeichnung mit ähnlicher Bedeutung: unregelmäßige Konjugation Definition Unter „nichtvokalische Konjugation“ verstehen wir den Konjugationstyp, der an einen nichtvokalischen, d.h. konsonantischen, Präsensstamm-Auslaut antritt. Beachte: • Die „nichtvokalische Konjugation“ darf nicht mit der sogenannten „konsonantischen Konjugation“ verwechselt werden. Deren Name ist eigentlich unpassend, da sie nicht an konsonantische Präsensstamm-Auslaute antritt, sondern an kurzvokalische (nämlich Stämme auf ĕ, das in den meisten Formen in der Variante ĭ erscheint, z.B. agĕ-re, agĭ-mus). • Unter der...

  • Nickel

    [nach Kupfernickel »Kupferkobold« (Mineral)]: Chemisches Element aus der VIII. Nebengruppe, Zeichen Ni, OZ 28, relative Atommasse 58,69; Mischelement. Physikalische Eigenschaften: Silberweißes, gut verformbares Metall, Dichte 8,90 g/cm³, Fp. 1455 °C, Sp. 2913 °C. Chemische Eigenschaften: Sehr resistent gegenüber Sauerstoff, Wasser, nicht oxidierenden Säuren, Alkalien; in Verbindungen meist zweiwertig. Gewinnung: Aus nickelhaltigen Erzen nach der Anreicherung durch Reduktion des Oxids mit Kohle. Reinstes Nickel wird über das flüchtige, thermisch zersetzbare Nickeltetracarbonyl, Ni(CO)4...

  • Nickel-Cadmium-Akkumulator

    Alkalischer Akkumulator, bei dem in geladenem Zustand Nickel(III)-oxidhydrat als Anodenmaterial, Cadmiumpulver oder -schwamm als Kathodenmaterial und eine 20 %ige Kalilauge als Elektrolyt dient. Die Gesamtreaktion verläuft gemäß: Cd + 2 NiO(OH) + 2 H2O ⇌ Cd(OH)2 + 2 NiO(OH)2 . Die elektromotorische Kraft beträgt pro Zelle etwa 1,2 V. Nickel-Cadmium-Akkumulatoren zeigen bei vorzeitigem Aufladen den Memory-Effekt. Der Nickel-Cadmium-Akkumulator wurde weitgehend vom Nickel-Metallhydrid-Akkumulator.

  • Niedersächsisch-Dänischer Krieg

    Niedersächsisch-Dänischer Krieg, die zweite Phase des Dreißigjährigen Kriegs von 1625 bis 1629. Das Eingreifen Dänemarks Unterstützt von England, den Niederlanden und norddeutschen protestantischen Fürsten griff Christian IV. (*1577, †1648, König von Dänemark und Norwegen, Herzog von Schleswig und Holstein seit 1588) zur Sicherung und Erweiterung seiner Besitzungen in den Krieg ein. Er übernahm die Führung des protestantischen Heeres im Niedersächsisch-Dänischen Krieg. Siege Tillys und Wallensteins Der katholische Adlige Albrecht von Wallenstein stellte sein Söldnerheer in den Dienst des...

  • Niederschlag

    Amorpher oder kristalliner Feststoff, der aus einer Lösung durch Temperaturerniedrigung oder Konzentrationserhöhung (Einengen) oder nach einer chemischen Reaktion ausfällt.

  • Niere

    Die Niere ist das paarige Ausscheidungsorgan (Exkretionsorgane) der Wirbeltiere. Die bohnenförmigen Nieren des Menschen liegen beiderseits der Wirbelsäule in der Lendengegend, z. T. von den Rippen verdeckt. Sie sind etwa 12 cm lang, 6 cm breit, 3 cm dick und wiegen (jede für sich) rund 150 g. Von ihrer eingedellten Seite her (Nierenhilus) erfolgt die Versorgung der Nieren mit Blut und Nerven. Hier liegt auch das Nierenbecken. Durch peristaltische Bewegungen des bleistiftstarken Harnleiters wird der Harn aus dem Nierenbecken in die Harnblase weitergeleitet. In der Nierenrinde liegen als die...

  • Nil

    Nil, längster Fluss der Welt (6.671 km). Vor etwa 7000 Jahren ließen sich Menschen am Nil nieder. Er bildete eine mehrere Hundert Kilometer lange und bis zu 20 km breite Oase. Die alljährlichen Überschwemmungen brachten fruchtbaren Schlamm, der sich als Ackerboden eignete. Die Menschen bauten Dämme, gruben Kanäle und erfanden Schöpfgeräte. So konnten sie Schäden durch starke Überschwemmungen und Trockenheit nach wenig Regen vermeiden (April bis Juni: Dürre; Juli bis September: Hochwasser; Oktober bis Dezember: Wachstum; Januar bis März: Ernte). Dadurch konnte mit der ägyptischen Hochkultur...

  • Nitrate

    [zu ägyptisch ntry bzw. griech. nitron »Laugensalz«]: Salze der Salpetersäure, HNO3, allgemeine Formel z. B. MINO3. Sie wirken als Oxidationsmittel. Beim Erhitzen über ihren Schmelzpunkt hinaus spalten die Nitrate Sauerstoff ab: Alkalinitrate gehen dabei in -nitrite über, während die Nitrate der anderen Metalle in die entsprechenden Oxide, Stickstoffdioxid und Sauerstoff zerfallen. Sämtliche Nitrate lösen sich in Wasser. Ihre Darstellung erfolgt durch Umsetzen von Salpetersäure mit Metallen bzw. Metalloxiden, -hydroxiden oder -carbonaten. In großen Mengen wird Ammoniumnitrat NH4NO3...

  • Nomadentum

    Nomadentum, Lebensform der Menschen in der Altsteinzeit. Die Menschen zogen als Jäger und Sammler umher (aneignende Wirtschaft) und lebten als Horden zusammen. In der Altsteinzeit lebten an Kälte gewöhnte Tiere, z. B. Mammut, Wisent, Ren und Schneehase. Die Menschen in Mitteleuropa verfügten dank dieser Tiere über Fleischnahrung. Die Menschen mussten den wandernden Tieren nachziehen und Gebiete aufsuchen, in denen auch ausreichend pflanzliche Nahrung zu finden war. Diese Lebensform änderte sich mit der Sesshaftigkeit in der Jungsteinzeit (neolithische Revolution).

  • Nomen

    Über das Wort „Nomen“ Genus, Betonung: das Nomen Plural: die Nomen oder die Nomina Abkürzung: — Herkunft: von lat. nōmen Name, Benennung Definition „Nomen“ ist eine der Wortartengruppen. Unter „Nomen“ versteht man ein Wort, das dekliniert werden kann. Die Kardinalzahlen werden als Zahladjektive ebenfalls zu den Nomen gerechnet, obwohl viele von ihnen nicht deklinierbar sind. Beachte: Im Unterschied zum Lateinischen wird in der deutschen Grammatik die Bezeichnung „Nomen“ meist in der gleichen Bedeutung wie „Substantiv“ gebraucht. Bestand Zu den Nomen gehören alle deklinierbaren Wortarten: •...

  • Nomenklatur

    Nomenklatur ist die Kennzeichnung und Benennung der Vertreter der systematischen Gruppen. In der biologischen Terminologie gibt es außer der für die Anatomie des Menschen festgelegten anatomischen Nomenklatur noch die systematische Nomenklatur (taxonomische Nomenklatur). Von der Unterart aufwärts regelt diese Nomenklatur die internationale Einheitlichkeit der wissenschaftlichen Namen der einzelnen Kategorien. Dabei gilt i. d. R. das Prioritätsprinzip: In der zoologischen Nomenklatur gilt jeweils der erste, einem Tier ab dem 1. Jan. 1758 gegebene wissenschaftliche Name. Die botanische...

  • Nominalskala

    Eine Einteilung von Messdaten oder Stichprobenwerten, bei der die einzelnen Merkmalsausprägungen nicht in einer Rangfolge angeordnet werden können. Man kann die Werte in solch einem Fall von qualitativen Messdaten lediglich in Kategorien bzw. Datenklassen zusammenfassen. Beispiel: Merkmal: Religionszugehörigkeit Ausprägungen: {evangelisch, katholisch, sunnitisch, schiitisch} Datenklassen: {christlich, muslimisch} Wenn ein Merkmal nominalskaliert ist, kann man relative und absolute Häufigkeiten sowie den Modalwert (Modus) bestimmen, aber weder Median noch kumulative Häufigkeiten oder...

  • Nominativ

    Im Deutschen gibt es vier verschiedene Kasus (Plural: Kasus = Fall): Nominativ, Genitiv, Dativ und Akkusativ. Mithilfe von verschiedenen Fragewörtern kannst du herausfinden, in welchem Kasus z. B. ein Substantiv steht. Der Nominativ stellt den 1. Fall dar und man fragt nach ihm mit wer oder was? Beispiel: Das Mädchen besucht seine Freundin. Wer oder was besucht seine Freundin? Das Mädchen.

  • Nominativ

    Andere Bezeichnungen: Werfall, Cāsus rēctus Über das Wort „Nominativ“ Genus, Betonung: der Nominativ Plural: die Nominative Abkürzung: Nom. Herkunft: von lat. cāsus nōminātīvus Nennfall (zu nōmināre nennen) Definition Unter „Nominativ“ versteht man den Kasus, der das Subjekt einer finiten Verbform kennzeichnet. Beachte: Die Definition gibt nur die Funktion an, die den Nominativ zum Nominativ macht! Eine Zusammenstellung aller seiner Funktionen findest du unten. FUNKTIONEN (A) Syntaktisch isoliert (1) Nennform Der Nominativ bildet die Nennform, d.h. er kennzeichnet einen Gegenstand, der...

  • Nominativus cum infinitivo

    Über das Wort „Nominativus cum infinitivo“ Genus, Betonung: der Nominativus cum infinitivo Plural: die Nominativi cum infinitivis Abkürzung: NCI Herkunft: von lat. nōminātīvus cum īnfīnītīvō Nominativ mit Infinitiv Definition Der „Nominativus cum infinitivo“ (= NCI) ist ein Nebensatz, dessen Verb ein Infinitiv ist und dessen Subjekt ein Substantiv oder Pronomen im Nominativ ist, wobei das Subjekt des NCI bedeutungsmäßig keine Funktion im übergeordneten Satz hat. Der NCI als Ganzes ist Subjekt des übergeordneten Satzes und zeigt dies dadurch an, dass das Subjekt des NCI formal Subjekt des...

  • Non-defining relative clause / Nicht notwendiger Relativsatz

    Definition Nicht notwendige (nicht bestimmenden) Relativsätze (non-defining relative clauses) liefern zusätzliche Informationen, die auch weggelassen werden können, ohne dass sich dadurch die Aussage des Hauptsatzes ändert. Im Gegensatz zu den notwendigen Relativsätzen (defining relative clauses) werden diese Relativsätze durch ein Komma vom Hauptsatz getrennt. Das Relativpronomen kann nie weggelassen werden. Es können alle Relativpronomen (relative pronouns) außer that verwendet werden. Nicht bestimmende Relativsätze werden häufiger im schriftlichen als im gesprochenen Englisch verwendet...

  • Non-fictional texts / Sachtexte

    Definition Non-fictional texts (Sach- oder Gebrauchstexte) werden zu verschiedenen Mitteilungszwecken hergestellt und informieren über Personen, Tatsachen und Ereignisse aus der Wirklichkeit. Im Gegensatz dazu stellen fictional texts (literarische Texte) eine erdachte Wirklichkeit dar. Wenn du dich allgemein über Zeitungsartikel oder die britische Presse informieren willst, dann klicke hier. Textfunktionen Sachtexte sind mit einer bestimmten intention (Absicht) verfasst, die maßgeblich für den Aufbau und die Sprache des Textes ist. In der Regel weisen Texte mehrere Funktionen auf. Je nachdem...

  • Nonius

    Ein Nonius (nach Pedro Nunes) ist eine Vorrichtung zum Ablesen von Zwischenwerten auf einer Skala, z. B. auf der Längenskala einer Schieblehre. Die Nonius-Skala hat meist zehn Teile, die zusammen so lang sind wie neun Teile auf der Hauptskala. Der Messwert, bestimmt durch den Nullpunkt des Nonius, wird dann auf eine Stelle nach dem Komma abgelesen, indem man denjenigen Strich auf dem Nonius sucht, der genau mit einem Strich auf der Hauptskala übereinstimmt (Abb.).

  • Nord-Süd-Konflikt

    Nord-Süd-Konflikt, die Kluft zwischen den reichen Industrieländern „im Norden“ und den armen Entwicklungsländern „im Süden“ der Erde und die sich daraus ergebenden Probleme. Das Nord-Süd-Gefälle Als Erste Welt bezeichnete man zur Zeit des Ost-West-Konflikts wirtschaftlich gut entwickelte westliche Staaten mit hohem Lebensstandard. Das sind die westlichen Industriestaaten bzw. Industrieländer mit hohem Bildungsstand, guter materielle und medizinische Versorgung, gut entwickelter Wirtschaft im Norden (einschließlich Australien und Neuseeland). Zur Zweiten Welt gehörten kommunistische...

  • Norddeutscher Bund

    Norddeutscher Bund, unter Führung Preußens mit den Bundesgenossen von 1866, Sachsen und den nördlichen Teilen des Großherzogtums Hessen 1866 gegründeter Staatenbund. Er erhielt 1867 eine Verfassung, die 1871 weitgehend als Verfassung des Deutschen Reichs übernommen wurde. Sie schrieb die Vormachtstellung Preußens fest. Der Norddeutsche Bund stellte im Prozess der deutschen Einigung eine Zwischenstufe dar. Preußens Kriege Vor der Gründung des Norddeutschen Bundes musste 1864 im Preußisch-Österreichischen Krieg Dänemark Schleswig und Holstein abtreten und aus dem Deutschen Bund ausscheiden. 1866...

  • Nordrhein-Westfalen: Ablauf der Abiturprüfung

    Prüfungsteile Die Prüfung besteht aus der Aufgabengruppe 1 und der Aufgabengruppe 2. Grundkurs Leistungskurs Inhaltliche Schwerpunkte Grundkurs Auf der Grundlage der Obligatorik des Lehrplans Mathematik werden in den Aufgaben der schriftlichen Abiturprüfung im Jahr 2015 die folgenden Unterrichtsinhalte vorausgesetzt: AnalysisFortführung der Differenzialrechnung: Untersuchung von ganzrationalen Funktionen einschließlich Funktionenscharen und Exponentialfunktionen in Sachzusammenhängen, notwendige Ableitungsregeln (Produkt- und Kettenregel) Integralrechung: Untersuchung von Wirkungen (Integral...

  • Normalbedingungen

    Veraltete Bezeichnung für die Druck- und Temperaturverhältnisse, die den sog. Normzustand kennzeichnen (z. B. Atmosphärendruck und Raumtemperatur oder 0 °C).

  • Normalenvektor und Normale

    Ein Normalenvektor \(\vec n\) ist dadurch definiert, dass er auf einer gegebenen Ebene, Fläche oder Gerade senkrecht steht. Wenn der Normalenvektor den Betrag 1 hat (normiert ist), nennt man ihn Normaleneinheitsvektor und schreibt \(\vec n_0\) oder \(\hat n\). Eine Gerade in Richtung des Normalenvektors heißt Normale. Der senkrechte Abstand eines Punkts von einer Ebene oder Geraden ist die Distanz des Punkts auf der Normalen vom Schnittpunkt mit der Ebene bzw. Geraden, also dem Lotfußpunkt. Am einfachsten berechnet man einen Normalenvektor einer Ebene mit dem Kreuzprodukt der beiden...

  • Normalform

    Die Normalform (auch Normalenform) ist eine Möglichkeit, Geraden oder Ebenen durch eine Vektorgleichung darzustellen. Sie bietet sich dann an, wenn bereits ein Normalenvektor bekannt ist. Hat eine Gerade oder Ebene den Normalenvektor \(\vec n\), dann gilt für alle Punkte der Gerade bzw. der Ebene \(\vec n \circ \vec x = k\) denn der Normalenvektor steht definitionsgemäß auf allen Punkten der Geraden bzw. Ebene gleichermaßen senkrecht, also ist das Skalarprodukt mit ihm für alle Punkte bzw. deren Ortsvektoren gleich groß. Eine alternative Form verwendet einen Aufpunkt (Stützvektor) \(\vec a\)...

  • Normalverteilung

    Die Normalverteilung oder Gauß-Verteilung ist die wichtigste stetige Wahrscheinlichkeitsverteilung. Im Fall der Standardnormalverteilung (siehe unten) wird Ihre Dichte durch die sog. Gauß-Funktion \(\displaystyle \varphi(x) = \frac{1}{\sqrt{2\pi}}\cdot \text{e}^{-\frac 1 2 x^2};\ x \in \mathbb R\) beschrieben, den glockenförmigen Funktionsgraph nennt man Gauß-Kurve (nach dem berühmten Mathematiker Carl Friedrich Gauß, 1777–1855). Die Verteilungsfunktion (kumulierte Verteilung, Summenverteilung) ist das uneigentliche Integral \(\displaystyle \Phi(x) = \frac{1}{\sqrt{2\pi}}\cdot \int_{-\infty}^x...

  • Normannen

    Normannen, Bezeichnung für die Wikinger, die sich im Mittelalter auch in der Normandie (Frankreich) ausbreiteten.

  • Normzustand

    Zustand eines festen, flüssigen oder gasförmigen Körpers bei bestimmten, allgemein festgelegten physikalischen Bedingungen. In der Regel wird der Normzustand durch eine bestimmte Temperatur (Normtemperatur) und einen bestimmten Druck (Normdruck) gekennzeichnet. Als physikalischen Normzustand bezeichnet man den Zustand eines festen, flüssigen oder gasförmigen Körpers bei einer Temperatur von 0 °C bzw. 273,15 K und einem Druck von 101325 Pa (= 1013,25 hPa).

  • Notverordnung

    Notverordnung, in Artikel 48 der Weimarer Reichsverfassung vorgesehene Regelung, nach der der Reichspräsident, um die öffentliche Sicherheit und Ordnung wiederherzustellen, das ordentliche Gesetzgebungsverfahren durch das Parlament fast vollständig verdrängen und die Grundrechte vorübergehend außer Kraft setzen konnte. Neue Gesetze wurden per Notverordnung erlassen, nicht vom Parlament beschlossen. Die Unfähigkeit oder Unwilligkeit der Parteien zu politischen Kompromissen kennzeichnete besonders die Endphase der Weimarer Republik. Nach den Reichstagswahlen vom 14.9.1930 – die NSDAP wurde...

  • Notwendige und hinreichende Kriterien

    Vor allem bei der Kurvendiskussion, aber auch in anderen mathematischen Bereichen unterscheidet man zwischen notwendigen und hinreichenden Bedingungen (oder Kriterien) für einen Sachverhalt oder das Eintreten eines Ereignisses. Letztlich handelt es sich um ein rein logisches Problem. Eine notwendige Bedingung A muss eintreten, damit das Ereignis B geschieht, es ist aber nicht gesagt, dass das dann auch tatsächlich so ist. Beispielsweise muss ein Schüler in die Schule gehen, um dem Unterricht zu folgen. Er könnte aber auch hingehen und aus dem Fenster sehen … Formal kann man sagen: „ohne A kein...

  • Noun phrase / Nominalphrase

    Definition Eine noun phrase (Nominalphrase) beschreibt den Kern eines Satzes, wenn es sich dabei um ein Substantiv bzw. Nomen handelt. Eine noun phrase kann zum Beispiel durch Adjektive ergänzt werden. Den Kern der noun phrase erkennst du daran, dass du sie durch ein Personalpronomen (personal pronoun) austauschen kannst, ohne dass der Satz seine Aussage verliert. Beispiele The tree is old. The young boy is very polite. The shiny pears are so tasteful and delicious. → They are so tasteful and delicious. My old and lovely grandmother does lots of sports. → She does lots of sports.

  • Novalis

    Eigentlich Georg Philip Friedrich Freiherr von Hardenberg, geboren in Oberwiesenstedt (Kreis Mansfelder Land) am 2.5.1772, gestorben in Weißenfels am 25.3.1801: Novalis stammte aus einem pietistischen Elternhaus und studierte 1790-94 Jurisprudenz, Mathematik und Philosophie in Jena, Leipzig und Wittenberg. Er pflegte ein freundschaftliches Verhältnis u.a. zu Friedrich Schiller, August Wilhelm Schlegel und Ludwig Tieck. 1795 verlobte er sich mit der zwölfjährigen Sophie von Kühn, die bereits 1797 verstarb. Ihr früher Tod verstärkte seine mystischen Neigungen und spielte eine zentrale Rolle in...

  • Novel / Roman

    Allgemein Die novel (Roman) gehört zu den epischen Langformen. Von den epischen Kurzformen unterscheidet er sich durch einen größeren Umfang, eine mehrsträngige und oft komplexe Handlung mit einer Haupthandlung (main plot) und mehreren Nebenhandlungen (subplots) sowie das reiche Figurenensemble. Der Roman gilt als Nachfolger des Epos. Im Gegensatz zu diesem ist er nicht in Versen abgefasst, sondern in Prosa. Merkmale Normalerweise beschäftigt sich ein Roman in einem längeren Zeitraum mit mehreren Hauptpersonen, ihrem sozialen Umfeld (social environment oder milieu), ihren Handlungen und ihren...

  • Novelle

    Allgemein Die Novelle (italienisch: novella "kleine Neuigkeit") entstand im 13. Jahrhundert in Italien. Sie ist eine Prosaerzählung (seltener in Versform) mittlerer Länge. Die erste mustergültige Sammlung schuf Giovanni Boccaccio mit "Das Dekameron" (1348-1353). Oft sind Novellen zu einem Zyklus zusammengefasst oder in eine Rahmenerzählung eingebettet, die einen historischen oder gesellschaftlichen Bezug herstellt. Merkmale Inhaltliche Merkmale im Mittelpunkt der Handlung steht ein krisenhaftes Ereignis oder eine "unerhörte Begebenheit" (Goethe) in diesem enthüllt sich schlagartig das...

  • Novemberrevolution 1918/19, Deutsche Revolution 1918/19

    Novemberrevolution 1918/19, Deutsche Revolution 1918/19, der Umbruch vom Deutschen Kaiserreich zur parlamentarischen Demokratie der Weimarer Republik nach dem Ende des Ersten Weltkriegs. Das Kriegsende Kurz vor der militärischen Niederlage bot die Regierung unter Prinz Max von Baden (*1867, †1929, Reichskanzler 1918) am 3./4.10.1918 entsprechend der Forderung der Obersten Heeresleitung (OHL) den Alliierten einen Waffenstillstand an. Die Deutschen hofften, gleichberechtigte Verhandlungspartner bei den Waffenstillstandsverhandlungen zu sein. Als am 29.10.1918 die Marineführung ohne Auftrag der...

  • NSDAP

    NSDAP, Abkürzung für Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei, die parteipolitische Basis des Nationalsozialismus. Die NSDAP geht zurück auf die 1919 gegründete Deutsche Arbeiterpartei (DAP), eine antimarxistische, antisemitische und nationalistische politische Partei. Sie wurde 1920 in NSDAP umbenannt. Ab 1921 gewann Adolf Hitler als Parteivorsitzender eine beherrschende Stellung. Er verfasste auch das Parteiprogramm. In der Weimarer Republik betrieb die NSDAP mit ihrer paramilitärischen SA die Schwächung der Demokratie und die „Eroberung der Straße“ mit Straßenkämpfen und...

  • Nucleinsäuren

    Nucleinsäuren: Polynucleotide, die über den Phosphorsäurerest und die Hydroxygruppe der Pentose in 3,5-Bindung esterartig verknüpft sind. Die Nucleinsäuren DNA und RNA sind Bestandteile aller Zellen, auch der Bakterien und Viren.

  • Nuklid

    Atomart (Atom) mit einer ganz bestimmten Anzahl von Protonen und Neutronen. Ein Nuklid wird eindeutig gekennzeichnet durch das entsprechende chemische Elementsymbol sowie die Massenzahl (Nukleonenzahl). Diese wird links oben neben das Elementsymbol gesetzt, z. B. 12C, 14C, 81Br. Zusätzlich kann links unten vor das Elementsymbol noch die Ordnungszahl Z geschrieben werden, z. B. \(\ce{_12^6C,\; _6^14C,\; _35^81Br}\). Nuklide gleicher Ordnungszahl gehören zum selben chemischen Element und stehen deshalb im Periodensystem der Elemente an derselben Stelle. Die zum selben Element zählenden Nuklide...

  • Nullfolgen

    Eine Zahlenfolge mit dem Grenzwert 0 nennt man eine Nullfolge. Beispiele: Rationale Terme, bei den das Nennerpolynom von höherem Grad ist als das Zählerpolynom: \(\displaystyle \left( \frac{1}{n^2} \right)\), \(\displaystyle \left( \frac{2-n}{n^3} \right)\) usw. Auch alternierende Folgen können Nullfolgen sein, z. B. \(\displaystyle \left( \frac{ (-1)^n}{n} \right)\). (e–n), vgl. die Exponentialfunktion. Wenn eine Folge (an) den Grenzwert g hat, dann ist die Folge (an – g) eine Nullfolge.

  • Nullhypothese

    Bei einem Hypothesentest ist die Nullhypothese H0 diejenige Annahme, die für das erwartete Ergebnis steht, z. B. „der Würfel ist fair“. Für diesen Fall ist in der Regel die Wahrscheinlichkeitsverteilung der untersuchten Zufallsvariable bekannt, meist ist es eine Binomial- oder eine Normalverteilung. Dann kann man die Wahrscheinlichkeit für den Fehler 1. Art berechnen, also dafür, dass H0 abgelehnt wird, obwohl die Hypothese tatsächlich zutrifft. Es ist wichtig zu betonen, dass die Nichtablehnung von H0 aufgrund eines Testergebnisses keinen „Beweis“ für die Richtigkeit von H0 darstellt. Es...

  • Nullleiter

    Der Nullleiter oder Neutralleiter ist der geerdete Mittelleiter im Dreileitersystem, z. B. bei Drehstrom. Der entsprechende Draht ist in Europa blau. Der Nullleiter ist zu unterscheiden vom grün-gelben Schutzleiter, der im Fall von Kurzschlüssen überschüssige Ströme ableitet.

  • Nullmessung

    Eine Nullmessung isteine auch Nullmethode genannte Messmethode, bei der man den Versuchsaufbau so konzipiert, dass die zu messende Größe gerade den Wert null anzeigt. Ein einfaches Beispiel ist eine Balkenwaage, bei der so viele Gegengewichte auf die eine Waagschale gelegt werden, dass sie das zu messende Massenstück auf der anderen Waagschale genau „aufwiegen“. Der Vorteil dieser Methode liegt darin, dass man sehr empfindliche Messinstrumente einsetzen kann und es außerdem in der Regel besonders gut möglich ist festzustellen, ob ein Effekt vorliegt oder nicht (im Gegensatz zu kleinen...

  • Nullstellen

    Unter einer Nullstelle versteht man bei einer Funktion f einen x-Wert \(x_0 \in D_f\), dessen Funktionswert f(x0) = 0 ist. Der Punkt (0|x0) ist damit ein Schnitt- oder Berührpunkt des Funktionsgraphen von f mit der x-Achse. Man findet die Nullstellen einer Funktion durch Lösen der Gleichung f(x0) = 0. Dabei kann es, etwa bei rationalen oder Potenzfunktionen, dazu kommen, dass eine bestimmte Stelle mehrfach als Lösung ermittelt wird. Beispielsweise ist bei der Normalparabel y = x2 der Ursprung einer sog. doppelte Nullstelle. Allgemein gilt: Wenn ein x-Wert eine doppelte, vierfache, sechsfache...

  • Numeralia (Zahlwörter)

    Allgemein (Plural: die Numeralia, die Numeralien, lat.: Zahlwort) Als Numeralia werden alle Wörter bezeichnet, die eine bestimmte oder unbestimmte Zahl oder Menge angeben. Als Begleiter des Nomens wird das Numerale auch Zahladjektiv genannt. Beispiele: viele Leute, die zwei Mädchen Als Vertreter eines Nomens wird es auch Numeralpronomen bzw. Indefinitpronomen genannt. Beispiele: Einer wird gewinnen. Wenige kamen durch. Es gibt verschiedene Arten von Numeralia. Man unterscheidet zum Beispiel folgende: Kardinalzahlen (Grundzahlen): eins, zwei, drei Ordinalzahlen (Ordnungszahlen): der Erste, der...

  • Numerus

    Andere Bezeichnung: (grammatische) Zahl Über das Wort „Numerus“ Genus: der Numerus Plural: die Numeri Abkürzung: Num. Herkunft: von lat. numerus Zahl, Anzahl Definition „Numerus“ ist eine Dimension der Deklination (= der Flexion der Nomen) und der Konjugation (= der Flexion der Verben). Unter „Numerus“ versteht man eine grammatische Eigenschaft eines Wortes, die • durch Deklinationsendungen oder Konjugationsendungen ausgedrückt wird und daher veränderlich ist und • anzeigt, in wie vielen Exemplaren der mit dem Wort beschriebene Gegenstand im Satz auftritt. Erläuterung: Da in den Sprachen...

  • Numerus (Algebra)

    Beim Logarithmus ist der Numerus x diejenige Zahl, die man erhält, wenn man die Basis a mit dem Logarithmus r potenziert: \(\displaystyle \log_a x = r \ \ \Leftrightarrow \ \ a^r = x\) Anders ausgedrückt ist der Numerus das Argument der Logarithmusfunktion. Natürlich braucht der Numerus nicht unbedingt eine Zahl zu sein, sondern kann auch ein im Prinzip beliebig komplizierter Term sein.

  • Nürnberger Gesetze

    Nürnberger Gesetze, juristische Grundlage für die Judenverfolgung in der Zeit des Nationalsozialismus, auch als Nürnberger Rassengesetze bezeichnet. Durch die Nürnberger Gesetze vom 15.9.1935 wurden Heirat und Geschlechtsverkehr zwischen Nichtjuden und Juden unter Strafe gestellt. Juden wurden politisch rechtlose Staatsbürger. Am 14.11.1935 wurde den Juden zudem das Wahlrecht aberkannt. Die Nationalsozialisten versuchten so, der Diskriminierung der Juden eine weitere juristische Legitimation zu geben. Die Gesetzgebung wurde Mittel des nationalsozialistischen Antisemitismus. Bereits im April...

  • Nürnberger Prozesse

    Nürnberger Prozesse, die Kriegsverbrecherprozesse gegen überlebende Kriegsverbrecher des nationalsozialistischen Deutschland aus NS-Staat, NSDAP und Militär wegen Verbrechen gegen den Frieden, gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen vor dem Internationalen Militärgerichtshof oder amerikanischen Militärgerichten von 1945 bis 1949. Die Kriegsverbrecherprozesse waren wie die Entnazifizierung auf der Potsdamer Konferenz beschlossen worden. Der Hauptprozess Im Hauptprozess vor dem Internationalen Militärgerichtshof vom 20.11.1945 bis 1.10.1946 waren 24 Hauptkriegsverbrecher angeklagt. Einige...