Direkt zum Inhalt
  • Ableitungen

    Allgemein Die Ableitung (Derivation) ist eine Möglichkeit der Wortbildung. Jedes Wort enthält mindestens einen Wortstamm. Bei der Ableitung wird dieser Wortstamm durch das Anhängen einer Vorsilbe (Präfix) oder Nachsilbe (Suffix) zu einem neuen Wort.

  • Absurdes Theater

    Das in den 1950er- und 1960er-Jahren entstandene absurde Theater ist eine moderne Form des Theaters, die bewusst mit den klassischen Regeln bricht. Die auf ein Minimum reduzierte, oftmals zusammenhanglose Handlung wird in der Regel auf einer kargen Bühne dargestellt und dreht sich um Existenzängste und Orientierungslosigkeit.

  • Adjektive

    Allgemein Das Adjektiv gibt Eigenschaften von Lebewesen, Dingen, Tätigkeiten, Vorgängen und Zuständen an. Die Eigenschaften lassen sich mit der Frage „Wie ist es?“ ermitteln. Das Adjektiv tritt im Satz vor allem in folgender Weise auf:

  • Adverbiale Bestimmung der Art und Weise

    Die adverbiale Bestimmung der Art und Weise gibt Auskunft über die Beschaffenheit, die Quantität, die Intensität, die Unterschiedlichkeit oder das Material eines Satzgegenstandes.

  • Adverbiale Bestimmung der Bedingung

    Adverbiale Bestimmungen der Bedingung (Konditionaladverbiale), die mit unter welcher Bedingung oder in welchem Fall erfragt werden können, geben Auskunft über die näheren Umstände oder Bedingungen eines Geschehens oder Sachverhalts. Sie stehen mit Präpositionen wie bei oder unter.

  • Adverbiale Bestimmung der Zeit

    Die adverbiale Bestimmung der Zeit gibt Auskunft über den Zeitpunkt, die Wiederholung oder die Dauer eines Geschehens oder Sachverhalts. 

  • Adverbiale Bestimmung des Gegengrundes

    Adverbiale Bestimmungen des Gegengrundes (Konzessivadverbiale), die mit den Fragewörtern trotz wessen?, trotz welchen Umstands? erfragt werden können, geben Auskunft über den (wirkungslosen) Gegengrund eines Geschehens. Sie können mit einer Präposition wie trotz stehen.

  • Adverbiale Bestimmung des Grundes

    Die adverbiale Bestimmung des Grundes gibt Auskunft über den Grund oder die Ursache eines Geschehens oder Sachverhalts. Beispiele:Wegen der Überstunden ist der Vater müde. → GrundAus Rücksicht sind die anderen leise. → Ursache Sie wird mit den Fragewörtern warum, weshalb,aus welchem Grund erfragt.

  • Adverbiale Bestimmung des Ortes

    Die adverbiale Bestimmung des Ortes gibt Auskunft über den Ort, die Richtung, die Herkunft oder die räumliche Ausdehnung eines Geschehens oder Sachverhalts. 

  • Adverbiale Bestimmungen

    Allgemein (Umstandsbestimmung; lat.: zum Verb hinzutretend) Das Adverbiale ist ein Satzglied, das die Umstände eines Geschehens näher bestimmt. Es ist nicht zwingend vom Prädikat gefordert, es lassen sich damit aber genauere Angaben machen.

  • Adverbialsatz

    Man spricht von Adverbialsätzen, wenn der Teilsatz an die Stelle einer adverbialen Bestimmung tritt. Ein Adverbialsatz antwortet auf die Fragen wo, wann, wie, warum usw.

  • Adversativsatz

    Der Adversativsatz gehört zu den Unterarten des Adverbialsatzes, in ihm werden Aussagen einander gegenübergestellt. Er wird häufig eingeleitet durch die Konjunktionen während

  • Aichinger, Ilse

    Geboren in Wien am 7.3.1921, gestorben in Wien am 11.11.2016 Aichinger konnte aufgrund ihrer halbjüdischen Herkunft erst nach dem Krieg ein Medizinstudium beginnen, das sie aber nach zweieinhalb Jahren abbrach, um ab 1949/50 für den S. Fischer Verlag als Lektorin und später an der Hochschule für Gestaltung in Ulm zu arbeiten.

  • Akkusativ

    Im Deutschen gibt es vier verschiedene Kasus (Plural: Kasus = Fall): Nominativ,

  • Akkusativobjekt

    Das Akkusativobjekt gibt das Ziel einer Handlung an und beantwortet die Frage wen oder was. Alle Verben mit Akkusativobjekt sind transitiv. Wie das Subjekt kann es aus verschiedenen Wörtern oder Wortgruppen bestehen:

  • Aktiv

    Allgemein Aktiv und Passiv sind zwei Handlungsarten bzw. Sehrichtungen des Verbs, wobei zwischen "Tatform" (Aktiv) und "Leideform" (Passiv) unterschieden wird.

  • Aktiv und Passiv

    (Handlungsarten; Plural: Genera, lat.: Geschlecht des Verbs) In der deutschen Sprache wird zwischen zwei Handlungsarten oder Sehrichtungen für das Verb unterschieden:

  • Alliteration

    Die Alliteration (Stabreim) ist ein lautliches Gestaltungsmittel. Mit diesem Begriff bezeichnet man aufeinanderfolgende Wörter mit gleichem Anfangsbuchstaben. Beispiele: Kind und Kegel, drückt die Dächer  

  • Alltagslyrik

    Der Begriff „Lyrik“ geht auf antike griechische Gesänge zurück, die zur Leier (Lyra) vorgetragen wurden. Seit dem 18. Jh. gilt die Lyrik als eine der drei literarischen Grundgattungen. Sie ist vor allem durch die Elemente Rhythmus, Vers und Metrum, teilweise durch Reim und Strophe gekennzeichnet. Die Alltagslyrik ist eine Lyrikart. Sie verarbeitet Erfahrungen und persönliche Impressionen aus dem Alltag. Beispiele: Friederike Mayrbröker Der Aufruf (1974), Ulla Hahn Ich bin die Frau (1983).

  • Analysevorbereitung: Texterschließung

    Lesekompetenz Bei der Lesekompetenz geht es nicht in erster Linie um das flüssige Ablesen vom Blatt (als Lesetechnik), sondern vor allem um das Verstehen von Sinn und Bedeutung. Es geht also um folgende Kompetenzen:

  • Anapäst

    In jeder sprachlichen Äußerung gibt es eine Verteilung von betonten Silben (Hebung) und unbetonten Silben (Senkung). Die regelmäßige Abfolge von betonten und unbetonten Silben nennt man Metrum. Vor allem in der geformten Sprache der Lyrik  ist der Rhythmus oft durch ein regelmäßiges Metrum festgelegt. Der Versfuß ist die kleinste Einheit des Metrums.

  • Anapher

    Die Anapher ist eine Wiederholung desselben Wortes oder derselben Wortgruppe am Anfang von Sätzen oder aufeinanderfolgenden Versen. Sie zählt zu den rhetorischen Figuren. Beispiel: Und schweigend umarmt ihn der treue Freund / Und liefert sich aus dem Tyrannen (Schiller „Die Bürgschaft“)  

  • Anekdote

    Eine Anekdote ist eine kurze Erzählung, in der es häufig um eine geschichtliche Persönlichkeit oder um ein geschichtliches Ereignis geht. Schlaglichtartig werden in Form einer Pointe Begebenheiten dargestellt, die die Person oder das Ereignis kennzeichnen.

  • Anforderungsbereiche I-III

    Für mündliche und schriftliche Leistungen in der Oberstufe werden drei Anforderungsbereiche unterschieden; eine scharfe Trennung dieser Bereiche ist nicht immer möglich. Bei der Aufgabenstellung weisen bestimmte Verben („Operatoren“) auf das jeweilige Anforderungsniveau hin.

  • Anglizismen

    In die Sprache des Sports, der Musik, der Wirtschaft und Technik haben sogenannte Anglizismen, d.h. Ausdrucksweisen oder Bedeutungen aus dem Englischen und Amerikanischen, längst Eingang gefunden. So kommen etwa die meisten Internetbegriffe aus dem Englischen, welche wiederum auch die Umgangs- und Schriftsprache beeinflussen.  Beispiele: E-Mail, Provider, Account, log-in, Homepage, Browser  Häufig wird versucht, solche Begriffe einzudeutschen, indem sie

  • Antonyme

    Antonyme nennt man Wörter mit einer gegensätzlichen Bedeutung. Beispiele: links - rechts, ankommen - abfahren, oben - unten  

  • Argumentieren

    Beim Argumentieren wird zunächst eine Behauptung bzw. These aufgestellt, die durch ein oder mehrere Argumente (Aussagen, die die eigene Meinung stützen) näher begründet wird, um jemanden zu überzeugen. 

  • Artikel

    Allgemein Der Artikel (Geschlechtswort/Begleiter; Plural: die Artikel, lat.: Gelenk) begleitet das Nomen, zeigt dessen grammatisches Geschlecht an (Geschlechtswort) und wird mit dem Nomen zusammen dekliniert (gebeugt). Bestimmter und unbestimmter Artikel Man unterscheidet

  • Attribute

    Attribute erläutern besondere Merkmale einer Person oder einer Sache. Sie sind also Beifügungen zu Substantiven und stellen somit einen Satzgliedteil dar.

  • Attributsatz

    Der Attributsatz tritt an die Stelle eines Attributs. Man fragt nach ihm mit dem Fragepronomen welcher, welches oder welche. Der Attributsatz tritt fast immer in Form eines 

  • Auktoriale Erzählsituation

    In der auktorialen Erzählsituation steht der Erzähler außerhalb der Handlung. Er ist allwissend und blickt aus der Distanz von außen auf die Figuren (Außenperspektive).

  • Aussageweise des Verbs (Modus)

    Allgemein Das Verb weist in der deutschen Sprache von allen Wortarten die meisten Formveränderungen auf. Man nennt sie die veränderlichen (finiten) Verbformen. Jedes konjugierte (gebeugte) Verb weist fünf Eigenschaften auf. Es gibt Hinweise