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Groß- und Kleinschreibung

5. ‐ 6. Klasse Dauer: 75 Minuten

Was ist Groß- und Kleinschreibung?

In der deutschen Sprache werden die meisten Wörter kleingeschrieben. Manche Wörter allerdings müssen großgeschrieben werden und die Regeln dafür sollte man sich gut einprägen. Dann gibt es auch noch Wortgruppen, beispielsweise Zeitangaben, da wird mal groß- und mal kleingeschrieben …

Damit die Groß- und Kleinschreibung problemlos und ohne Nachdenken richtig angewendet wird, ist es sinnvoll, immer wieder zu üben. Das geht überall: zu Hause, unterwegs oder beim Lesen der Lieblingszeitschriften.

Was zu beachten ist und welche Regeln es gibt, erfährst du hier. Zum Üben kannst du mit Übungen oder Klassenarbeiten zur Groß- und Kleinschreibung dein Wissen testen und dich verbessern.

Wie du Eigennamen erkennst und richtig schreibst

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Eigennamen richtig schreiben

Eigennamen richtig schreiben

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Wie du Substantivierungen verschiedener Wortarten erkennst

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Substantivierungen erkennen

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Wann du Zahlwörter groß- bzw. kleinschreibst

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Zahlwörter richtig schreiben

Zahlwörter richtig schreiben

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Wann du Zeitangaben klein- bzw. großschreibst

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Zeitangaben richtig schreiben

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Schlussrunde: Groß- und Kleinschreibung

Schlussrunde: Groß- und Kleinschreibung

Schlussrunde: Groß- und Kleinschreibung

Was du wissen musst

  • Wie lernt man die Regeln der Groß- und Kleinschreibung?

    Da die meisten Wörter im Deutschen kleingeschrieben werden, ist es am einfachsten die Regeln für die Großschreibung zu lernen. Denn wenn du die verinnerlicht hast, ist immer klar: Alles außerhalb der Regeln wird kleingeschrieben!

    Grundsätzlich gibt es in der deutschen Sprache vier Wortgruppen, die immer großgeschrieben werden:

    Satzanfänge und Überschriften

    In der Groß- und Kleinschreibung werden die Anfänge von Sätzen und die Anfänge von Überschriften immer großgeschrieben.

    Substantive, Nomen und Substantivierungen

    Substantive werden immer großgeschrieben. Sie bezeichnen Lebewesen oder Gegenstände. Besonders gut kann man sie an folgenden Merkmalen erkennen: Man kann einen Artikel vor das Nomen setzen. 

    Es gibt auch Substantive mit typischen Endungen, die kennzeichnen, dass dies ein Nomen ist und großgeschrieben wird.

     -ung, -keit, -lein, -chen, -sel, -nis, -schaft, -tion, -ling, -tum, -sal (Beispiele: Gemeinschaft, Schicksal, Weichen).

    Weitere Wortarten können mit Nomen in Verbindung stehen:

    ⇒ Zahlwörter:

    Zahlwörter sind zählbar → zwei Männer, drei Katzen, neun Autos 

    Hier gibt es eine Besonderheit: Zahlwörter, die eine genaue Menge zählen, werden kleingeschrieben. Hier wird nur das Wort großgeschrieben, welches gezählt wird.

    Beispiele von Zahlwörtern, die kleingeschrieben werden:
    → Seit er fünf ist, spielt er Blockflöte.
    → Der Schal war reduziert und hat nur sechs Euro gekostet.

    Zahlwörter jedoch, die eine Ziffer explizit bezeichnen, werden großgeschrieben.

    Beispiel von Zahlwörtern, die großgeschrieben werden:
    → Sie war die Zwölfte im Ziel und freute sich riesig!
    → Biologie ist sein bestes Fach: Er hat schon wieder eine Eins geschrieben!

    Adjektive:

    Nomen und Substantive können durch Adjektive näher beschrieben werden und hier werden die Adjektive kleingeschrieben. 

    → der kleine Mann, die niedliche Katze, das große Auto 

    Pronomen:

    Ein Pronomen kann vor dem Nomen stehen und wird kleingeschrieben.

    ihr Mann, meine Katze, euer Auto

    Nominalisierte oder substantivierte Verben:

    Verben werden zwar in der Regel kleingeschrieben, doch wie bei den meisten Regeln gibt es auch Ausnahmen.

    Verben können nominalisiert oder substantiviert werden. Das erkennst du an folgenden Signalwörtern vor den Verben:

    1. Artikel ⇒ Das Essen von Zucker schadet den Zähnen.

    2. Versteckte Artikel:

    • bei Präpositionen ⇒ Seine guten Noten hat er durchs (durch das) Lernen geschrieben.
    • bei Adjektiven ⇒ Undeutliches (das undeutliche) Reden führt oft zu Missverständnissen.
    • bei Pronomen ⇒ Dem Baby gefällt euer (das) Spielen.

    Namen

    Namen, auch Eigennamen, werden wie Substantive großgeschrieben. Besteht ein Name aus mehreren Wörtern (beispielsweise mit Bindestrich), werden auch die anderen Wörter großgeschrieben.

    Anredepronomen

    Anredepronomen unterscheiden sich in zwei Formen: Die Du-Form und die Sie-Form. Die Du-Form → du, dein, euch, euer usw. wird in der Regel kleingeschrieben. In Briefen können die Anredepronomen auch großgeschrieben werden.

    Die Sie-Form → Sie, Ihre, Ihr, Ihnen usw., auch Höflichkeitsform genannt, wird immer großgeschrieben. 

  • Wie ist die Groß- und Kleinschreibung nach einem Doppelpunkt?

    Für die Groß- und Kleinschreibung nach einem Doppelpunkt gibt es eine besondere Regel: Wenn nach dem Doppelpunkt ein ganzer Satz folgt, wird dieser am Satzanfang großgeschrieben.

    ⇒ Beispiel: Im Kochbuch kann man es nachlesen: Um die Nudeln zu kochen, müssen sie acht Minuten in kochendes Wasser.

    Wenn nach dem Doppelpunkt ein Satzteil folgt, wird dieser am Anfang kleingeschrieben.

    ⇒ Beispiel: Was sie zu Hause vergessen hatte, fiel ihr erst auf dem Weg zur Arbeit ein: der Schlüssel.

  • Warum ist Groß- und Kleinschreibung wichtig?

    Die korrekte Verwendung von Groß- und Kleinschreibung ist nicht nur für die Schulnote gut. Generell ist es eine Voraussetzung für alle Berufe, in denen man auch nur eine E-Mail schreiben muss.

    Auch ist es beispielsweise für Brieffreundschaften schöner, wenn die Erzählungen grammatikalisch richtig, und damit verständlicher, geschrieben sind. Manchmal können aber auch Missverständnisse entstehen, wenn Wörter nicht mit den Regeln der Groß- und Kleinschreibung geschrieben werden.

    Angenommen, die Polizei schreibt einen Bericht und darin steht: „Der gefangene Floh.“ anstatt „Der Gefangene floh.“. Vielleicht fallen dir sogar noch mehr Beispiele ein, die zu solchen Missverständnissen führen könnten.