Direkt zum Inhalt

nichtvokalische Konjugation

1. Lernjahr ‐ Abitur

Andere Bezeichnung mit ähnlicher Bedeutung:  unregelmäßige Konjugation

 

Definition

Unter „nichtvokalische Konjugation“ verstehen wir den Konjugationstyp, der an einen nichtvokalischen, d.h. konsonantischen, Präsensstamm-Auslaut antritt.

Beachte: 

• Die „nichtvokalische Konjugation“ darf nicht mit der sogenannten „konsonantischen Konjugation“ verwechselt werden. Deren Name ist eigentlich unpassend, da sie nicht an konsonantische Präsensstamm-Auslaute antritt, sondern an kurzvokalische (nämlich Stämme auf ĕ, das in den meisten Formen in der Variante ĭ erscheint, z.B. agĕ-re, agĭ-mus).

• Unter der traditionellen Bezeichnung „unregelmäßige Konjugation“ versteht man eine Gruppe verschiedenartiger „unregelmäßiger“ Konjugationstypen. Diese umfasst die Präsensstamm-Konjugation der Verben der „nichtvokalischen Konjugation“ (siehe unten) sowie der Verben fierī werden und īre gehen.

 

Wortbestand

Zur nichtvokalischen Konjugation zählen nur wenige Verben, die wir in eigenen Lexikonartikeln beschreiben:

ferre tragen, mit seinen Ableitungen;
esse sein, mit seinen Ableitungen posse können, prōdesse nützen, adesse anwesend sein und anderen;
ēsse essen, mit seinen Ableitungen;
velle wollen, mit seinen Ableitungen nōlle nicht wollen, mālle lieber wollen.

 

Weitere Informationen findest du unter Konjugationen des Präsensstamms.