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FDP, Abkürzung für Freie Demokratische Partei, 1948 durch den Zusammenschluss verschiedener nationalliberaler und linksliberaler Strömungen gegründete Partei in der Bundesrepublik Deutschland.

Die FDP war von 1949 bis 1966 an verschiedenen Koalitionsregierungen mit der CDU beteiligt und stellte von 1949 bis 1959 mit Theodor Heuss (*1884, †1963) den ersten Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland.

Von 1969 bis 1982 bildete die FDP Koalitionsregierungen mit der SPD und war mit den Bundesaußenministern Walter Scheel (*1919, †2016, 1969 bis 1974 Außenminister, 1974 bis 1979 Bundespräsident) und Hans-Dietrich Genscher (*1927, †2016, 1969 bis 1974 Bundesinnenminister, 1974 bis 1992 Bundesaußenminister, 1974 bis 1985 FDP-Vorsitzender) wesentlich an der neuen Ostpolitik unter Willy Brandt (*1913, †1992) beteiligt.

Die sozialliberale Koalition zerbrach 1982 an wirtschafts- und finanzpolitischen Differenzen. Die FDP unterstütze im Bundestag das konstruktive Misstrauensvotum gegen Helmut Schmidt (*1918, †2015), wählte Helmut Kohl (*1930) zum Bundeskanzler und bildete mit der CDU Koalitionsregierungen bis 1998.

Nach der Wiedervereinigung 1990 vereinigte sich die FDP mit liberalen Organisationen der DDR zu einer gesamtdeutschen Partei unter dem Bundesvorsitzenden Otto Graf Lambsdorff (*1926, †2009, von 1977 bis 1984 Bundeswirtschaftsminister). Wichtigste liberale Partei in der DDR war die Liberal-Demokratische Partei Deutschland (LDP), die als Blockpartei mit der SED zusammenarbeitete.

Nach Verlust der Regierungsbeteiligung 1998 ging die FDP in die Opposition und konnte erst wieder 2009 eine Koalition mit der CDU unter Bundeskanzlerin Angela Merkel (*1954) bilden. Diese Koalition wurde 2013 von einer Großen Koalition aus CDU und SPD abgelöst. Die FDP verfehlte den Einzug in den Bundestag.