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Zinsrechnung einfach erklärt

Klassenstufe:

Was ist die Zinsrechnung?

Die Zinsrechnung ist, einfach erklärt, Prozentrechnung für Geld auf Kredit, also für Zinsen. Prozent- und Zinsrechnung stehen daher im engen Zusammenhang, wenngleich die Berechnung der Zinsen finanzbezogener und damit spezifischer ist. Man unterscheidet zwischen der einfachen Zinsrechnung und der Berechnung von Zinseszinsen – Zinsen also, die du auf deine Zinsen erhältst.

Hier findest du alles, was du über Zinsrechnung wissen musst, und kannst online Übungen zur Zinsrechnung lösen. Wenn du dich sicher fühlst, kannst du die Klassenarbeiten machen.

Wann benutzt man welche Zinsrechnung?

Wann du welche Form der Zinsrechnung benutzt, hängt von den Arten der Zinsen ab und wie die vertraglichen Bedingungen sind. Im Allgemeinen kann man die Zinsrechnung aber in zwei Bereiche einteilen.

  • Allgemeine Zinsrechnung
    Wenn es um einen Kredit bei einer Bank geht, muss man Zinsen zahlen und du kannst die allgemeine Zinsrechnung verwenden, um zu berechnen, wie viel Zinsen die Bank für das Verleihen des Geldes bekommt.
  • Berechnung von Zinseszinsen
    Bei einer Kapitalanlage, wie zum Beispiel einem Sparbuch, bekommt man von der Bank Zinsen, die dann zum Kapital dazugerechnet werden. Hier kannst du mit den Zinseszinsen berechnen, um wie viel die Kapitalanlage wächst.

Welche Regeln für die Zinsrechnung gibt es?

Grundlegend gelten für die Zinsrechnung ähnliche Regeln wie für die Prozentrechnung. Da du diese bereits kennst, ist es einfacher, die Formel für die Zinsrechnung zu verstehen. Es werden nur die Begriffe Kapital, Zinssatz und Zinsen verwendet.

  • Der Grundwert G aus der Prozentrechnung wird in der Zinsrechnung als „Guthaben“ oder Kapital K und manchmal auch als „Kredit“ bezeichnet. Da sich das Kapital im Laufe der Zeit verändert, spricht man auch von Anfangskapital \(K_0\) und Endkapital \(K_{n}\).
  • Der Prozentsatz entspricht dem Zinssatz p. Er wird in Prozent (%) angegeben und bezieht sich meist auf einen bestimmten Zeitraum.
  • Der Prozentwert ist das, was man in der Zinsrechnung als Zinsen Z bezeichnet. 

Achte immer darauf, für welchen Zeitraum du die Werte berechnen sollst. Es gibt Jahres-, Monats- oder Tageszinsen, die unterschiedlich berechnet werden müssen. Dabei sind die Definitionen der Zeiträume vereinheitlicht, um das Rechnen zu vereinfachen.

  • 1 Jahr = 12 Monate = 360 Tage
  • 1 Monat = 30 Tage

Das ist die sogenannte Eurozinsmethode und sie wird im europäischen Wirtschaftsraum angewendet

Wozu braucht man Zinsrechnung?

Die Zinsrechnung braucht man nicht nur für Mathe, sondern für viele Bereiche im Leben, besonders, wenn es um Geld geht. Für die meisten finanzwirtschaftlichen Berechnungen wirst du die Zinsrechnung brauchen und zwar nicht nur, wenn du einen Beruf im Bank- und Finanzwesen ergreifst.

Jeder, der einen Kredit beantragen oder einen Ratenkauf abschließen möchte, muss Zinsrechnung können. Ratenkäufe sind mittlerweile bei vielen Einzelhändlern, wie Möbelhäuser oder Elektromärkte, üblich. Zudem sollte man Zinsen berechnen können, wenn man eine gute Kapitalanlage sucht, um entscheiden zu können, mit welchem Angebot man mehr Zinsen bekommt.