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  • Fabel

    Die Fabel zählt zu den Gattungsformen der Epik. Ein wesentliches Merkmal ist das Auftreten von Tieren und anderen Wesen, denen bestimmte menschliche Eigenschaften zugeordnet sind, zum Beispiel dass sie sprechen können. Eine Fabel will auf unterhaltsame Weise eine Lehre vermitteln. Sie zielt auf moralische oder praktische Kritik ab und war daher besonders für die Vermittlung aufklärerischer Ideen geeignet. Beispiel: Ein Elefant und eine Maus besprachen sich von ihrer Größe. „Ha!“, sprach der Elefant, „ich messe Dich ja so leicht mit meinem Rüssel aus!“ „Und ich“, antwortete die Maus, „hab einen...

  • Figurenrede

    In epischen Texten kann Gesagtes oder Gedachtes unterschiedlich wiedergegeben werden. Zu den möglichen Formen zählen: Direkte Rede: Sie gibt die Äußerungen einer Figur wörtlich wieder. Indirekte Rede: In ihr werden Äußerungen und Gedanken einer Figur referiert. Innerer Monolog Stream of Consciousness Erlebte Rede

  • Figurenrede im Drama

    Monolog und Dialog Die Handlung des Dramas wird in der Figurenrede vermittelt. Diese besteht aus Monologen und Dialogen. Daneben gibt es weitere Möglichkeiten der Figurenrede: Monolog Als Monolog bezeichnet man die Rede einer einzelnen Person. Diese ist entweder allein oder registriert beim Sprechen andere Anwesende nicht (Beiseitesprechen). Die Hauptfunktion des Monologs liegt darin, Reflexionen, innere Zwiespälte und Entscheidungsprozese darzustellen; er kann auch Ausdruck von Leere und Isoliertheit sein. Dialog Dialog nennt man die Rede und Gegenrede zwischen zwei oder mehreren Figuren...

  • Figurenskizze

    Figuren sind die Handlungsträger in einem Erzähltext. Die Figurenskizze bzw. auch Figurenkonstellation genannt, bezeichnet die Beziehungen der Figuren oder auch einzelner Figurengruppen zueinander. Man unterscheidet zwischen zwei Arten von Beziehung: Korrespondenzbeziehung: Die Figuren stehen auf der gleichen Seite. Kontrastbeziehung: Die Figuren stehen auf entgegengesetzten Seiten in der Konstellation Protagonist – Antagonist. Dieses Beziehungsgefüge kann sich im Laufe der Handlung mehrfach ändern.

  • Finalsatz

    Der Finalsatz gehört zu den Unterarten des Adverbialsatzes. Er gibt das Ziel, die Absicht oder den Zweck einer Handlung an und wird häufig durch die Konjunktionen damit und dass oder als Infinitivsatz mit der Infinitivkonjunktion um eingeleitet. Nach dem Finalsatz fragt man mit wozu, in welcher Absicht oder zu welchem Zweck. Beispiele: Beeil dich, damit wir pünktlich losgehen können. Pass auf, dass du nichts vergisst. Er trainiert hart, um in die Landesauswahl zu kommen.

  • Flexion

    Allgemein Wörter lassen sich anhand bestimmter Merkmale in Klassen einteilen, die man Wortarten nennt. Es gibt flektierbare und nicht flektierbare Wortarten, also Wortarten, die gebeugt und die nicht gebeugt werden können. Flektierbare Wortarten Verben Substantive Adjektive Artikel Pronomen Nichtflektierbare Wortarten Adverbien Präpositionen Konjunktionen Interjektionen Flexion bzw. flektieren ist der Oberbegriff zu Konjugation bzw. konjugieren und Deklination bzw. deklinieren.

  • Fontane, Theodor

    Geboren in Neuruppin am 30.12.1819, gestorben in Berlin am 20.9.1898: Auf Wunsch seines Vaters absolvierte Fontane eine Apothekerlehre (1836-40) in Berlin. Bis 1849 arbeitete er in verschiedenen Städten als Apothekengehilfe und nach bestandenem Pharmazeutikexamen als Apotheker. Schließlich gab er seinen Beruf auf und war als Journalist tätig. 1852-59 arbeitete Fontane als Korrespondent in London. In den folgenden Jahren schrieb er für die preußische Kreuzzeitung und verfasste neben Literatur- und Kunstkritiken auch Reisebücher und Kriegsberichte, z.B. Wanderungen durch die Mark Brandenburg...

  • Fremdwörter

    Allgemein Der Wortschatz einer Sprache ist in ständiger Bewegung: Aus anderen (fremden) Sprachen werden Wörter in die deutsche Sprache übernommen. Man nennt diese Wörter Fremdwörter. Fremdwörtern merkt man ihre Herkunft noch an, und zwar an fremdartigen Lauten (Computer, Psyche, Montage) an anderer Betonung (Telefon, Frisör) an der fremdartigen Schreibweise (Psyche, nicht Psüche; Jeans, nicht Dschiens). ​Bei vollständigen Wörtern und bei den einzelnen Silben fon/phon, fot/phot und graf/graph kann man zwischen zwei Schreibungen wählen. Beispiele: Cousine – Kusine, Spaghetti – Spagetti, Megafon...

  • Frisch, Max

    Geboren in Zürich am 15.5.1911, gestorben in Zürich am 4.4.1991: Der Sohn eines Architekten studierte 1931-33 Germanistik und arbeitete nach dem Abbruch seines Studiums als freier Journalist. Nach dem Studium der Architektur 1936-41 war Frisch als Architekt tätig. Im Anschluss an Reisen innerhalb Europas und nach Amerika entschied sich Frisch für eine Existenz als freier Schriftsteller. Frisch gilt neben Friedrich Dürrenmatt als wichtigster Vertreter der deutschsprachigen Literatur in der Schweiz nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Tagebücher und das Gesamtwerk Aufschlussreich für das Verstehen...

  • Fünf-Schritt-Lesemethode

    Allgemein Unterschiedliche Verfahrensweisen des Lesens oder Lesestrategien ergeben sich aufgrund der jeweiligen persönlichen Situation, der Erwartungen, des Vorwissens und der Erfahrungen des Lesers. Beim Erschließen von Sachtexten geht es vor allem darum, den Inhalt zu entschlüsseln, die jeweilige Textsorte (informierend, argumentierend, appellativ, normierend, Gefühle ausdrückend) zu erkennen und entsprechend die Absicht des Verfassers zu kennzeichnen. Zur Erschließung von Sachtexten hat sich als Lesestrategie die Fünf-Schritt-Lesemethode bewährt. Fünf-Schritt-Lesemethode 1. Textüberschrift...

  • Funktion von Werbung - Die AIDA-Formel

    Allgemein Werbetexte zählen zu den appellativen Texten. Das bedeutet, dass sie den Leser zum Handeln auffordern wollen. AIDA-Formel Damit appellative Texte Erfolg bringen, orientieren sie sich an der sogenannten AIDA-Formel. Dies bedeutet: A (Attention): Der Text soll durch einen Blickfang wie ungewöhnliche Bilder Aufmerksamkeit erregen. I (Interest): Der Text soll so gestaltet sein, dass der Leser sich für das Produkt interessiert und sich damit auseinandersetzt. D (Desire): Der Text soll Begierde nach dem Produkt auslösen. A (Action): Der Text soll zum Handeln bewegen, z. B. den Leser zum...

  • Futur I

    Gebrauch Mit dem Futur (Zukunftsform) drückt man aus, dass ein Geschehen in der Zukunft liegt, also in der Gegenwart noch nicht eingetroffen ist. Das Futur I bezeichnet: ein Geschehen, das noch nicht stattgefunden hat Beispiel: Ich werde dich nächste Woche besuchen. eine Vermutung Beispiel: Das wird nicht gut gehen. eine nachdrückliche Aufforderung Beispiel: Du wirst jetzt damit aufhören! Bildung Das Futur I wird gebildet mit der konjugierten Form des Hilfsverbs werden und dem Infinitiv des Vollverbs. Die Formen des Futurs I sind zusammengesetzte Formen. Beispiele: ich werde schlafen wir...

  • Futur II

    Gebrauch Das Futur II (vollendete Zukunftsform) bezeichnet ein Geschehen, das in der Zukunft als bereits abgeschlossen angesehen wird. Es kann auch eine Vermutung oder Annahme über das spätere Geschehen oder über Vergangenes ausdrücken. Es wird allerdings nur selten verwendet und häufig durch das Perfekt ersetzt. Beispiele: Wenn du wieder da bist, werden wir schon umgezogen sein. Wenn du wieder da bist, sind wir schon umgezogen. Bildung Das Futur II wird gebildet mit den Futurformen der Hilfsverben haben oder sein und dem Partizip II. Es handelt sich also um eine zusammengesetzte Verbform, die...