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  • Lasker-Schüler, Else

    Geboren in Elberfeld (heute zu Wuppertal) am 11.2.1869, gestorben in Jerusalem am 22.1.1945: Lasker-Schüler stammte aus einer großbürgerlich-jüdischen Familie und gehörte zur Berliner Boheme des frühen 20.Jh. Zu ihren Freunden zählten neben ihrem dichterischen Vorbild Peter Hille zahlreiche Künstler, u.a. Franz Marc, Oskar Kokoschka und ihr Förderer Karl Kraus. Nach der Ehe mit dem Arzt Berthold Lasker war sie von 1903 bis 1912 mit dem expressionistischen Autor und Herausgeber des Sturm, Herwarth Walden, verheiratet. 1933 emigrierte Lasker-Schüler in die Schweiz. Seit 1934 reiste sie oft nach...

  • Lautmalerei

    Die Lautmalerei ist eine Klanggestalt der Lyrik und zählt damit zu den rhetorischen Figuren. Sie ist eine Häufung von Vokalen oder Konsonanten zum Hervorheben bestimmter Stimmungen. Beispiele: plätschern, zischen, summen

  • Legende

    Die Legende ist eine Gattungsform der Epik. Sie ist eine religiöse Form der Sage. In ihrem Mittelpunkt steht eine heilige Person, ihre Taten und ihre Beziehung zu Gott.

  • Lehnwörter

    Viele Fremdwörter sind im Laufe der Zeit der deutschen Sprache so angepasst worden, dass man ihren Fremdwortcharakter nicht mehr wahrnimmt. Diese Wörter nennt man Lehnwörter. Beispiele: Das Wort Kloster stammt von dem lateinischen claustrum, das Wort Mauer von murus, das Wort Kreuz von crux.

  • Leserbrief

    Allgemein In einem Leserbrief kann der Absender seine Meinung zu einem Thema oder einem Artikel, zum Beispiel in der Zeitung, formulieren. Der Schreiber bewertet das Thema oder den Artikel, indem er ablehnt, unterstützt, korrigiert, ergänzt, kommentiert oder neue Fragen aufwirft. Folgende Bedingungen sind für den Leserbrief besonders wichtig: eine einfache und klare Sprache, knapper Platz, daher sollte der Absender sofort auf das Hauptanliegen eingehen, allgemeine Leserschaft als Ziegruppe, sachliches Vertreten des eigenen Anliegens, persönliche Polemik oder Beleidigungen unterlassen. Aufbau...

  • Lessing, Gotthold Ephraim

    Geboren in in Kamenz (Sachsen) am 22.1.1729, gestorben in Braunschweig am 15.2.1781: Gotthold Ephraim Lessing, Sohn eines protestantischen Pfarrers, studierte in Meißen von 1746-48 Theologie, anschließend Medizin in Leipzig. Mit Interesse wandte er sich dem Theaterleben zu, v.a. der Truppe um Caroline Neuber, die Lessings erste Lustspiele aufführte (z. B. Der junge Gelehrte, 1747). 1748 ging Lessing nach Berlin, wo er bei der Berlinischen Privilegierten Zeitung arbeitete und Kritiken sowie Lust- und Trauerspiele verfasste. In Berlin begann die lebenslange Freundschaft mit dem Philosophen Moses...

  • Liebeslyrik

    Die Liebeslyrik ist eine Form der Lyrik und behandelt die Liebe als eines der menschlichen Grunderlebnisse in seinen gefühlhaften und seelisch geistigen Aspekten. Beispiele: Goethe "Keine Blumen" (1775)

  • Literatur der Aufklärung (um 1700-1800)

    Historische Zusammenhänge Wichtigstes Ereignis dieser Epoche war die Französische Revolution (1789). Das absolutistische Herrschaftssystem wurde entscheidend infrage gestellt; ein neues bürgerliches Bewusstsein griff Platz, der Aufbruch in eine bürgerliche und demokratische Gesellschaft bereitete sich vor. Mutterland der Aufklärung war England. Der bahnbrechende Theoretiker John Locke (1632-1704) ließ als Erkenntnisquelle nur die Erfahrung gelten; dies bedeutete eine Absage an Theologie und Metaphysik. In England war die Aufklärung besonders erfolgreich: Durch den Sieg des Bürgertums und eine...

  • Literatur der DDR (1949-1990)

    Historische Zusammenhänge Nicht wenige prominente Exilautoren sahen in der sowjetischen Besatzungszone und ab 1949 in der DDR jenen Teil Deutschlands, in dem durch einen konsequenten Antifaschismus jedes Aufleben nationalsozialistischer Denkweisen und Aktivitäten verhindert wurde. Sie hegten die Hoffnung, am Aufbau eines neuen Deutschland mitwirken zu können und wurden mit offenen Armen aufgenommen und großzügig gefördert, z. B. Alfred Döblin, Heinrich Mann, Lion Feuchtwanger, Bertolt Brecht, Anna Seghers. Literatur als Instrument der gesellschaftlichen Entwicklung Mit der Gründung der DDR im...

  • Literatur der Nachkriegszeit (1945-1960)

    Historische Zusammenhänge Prägende Merkmale für die Zeit unmittelbar nach dem Krieg waren insbesondere die wirtschaftliche und politische Situation des Neuanfangs und die materiellen Schwierigkeiten: Viele Druckereien waren ausgebombt, das Papier war knapp und wurde kontingentiert, die Besatzungsmächte hatten ein Zensurrecht. Die Reaktionen auf die schrecklichen Nachrichten von Völkermord und NS-Vernichtungslagern sowie das Bekanntwerden der Bilanzen des Elends (Tote, Kriegsversehrte, Vertriebene, Evakuierte) waren vielfältig: Fassungslosigkeit über das Ausmaß des NS-Terrors und Einsicht in...

  • Literatur des Exils und der inneren Emigration (1933-1945)

    Nationalsozialismus und Exil Der Zusammenbruch der New Yorker Börse (1929) löste eine Weltwirtschaftskrise aus, die für Deutschland verheerende Konsequenzen hatte. Die Machtergreifung der Nationalsozialisten im Jahre 1933 hatte auch für die Literatur weitreichende Folgen: Es bildete sich eine spezifische nationalsozialistische Kunstproduktion heraus, die stark durch völkisch-vaterländische Vorstellungen, durch Irrationalismus, Führerideologie, Blut-und-Boden-Romantik und sozialdarwinistische Vorstellungen geprägt war; diese Tendenz entwickelte sich aus einer Gesinnung heraus, die lange vor...

  • Lokalsatz

    Der Lokalsatz gehört zu den Unterarten des Adverbialsatzes. Er gibt den Ort und die Richtung an und wird durch Adverbien wie wo, wohin oder woher eingeleitet. Man fragt nach ihnen mit wo, wohin, woher. Beispiele: Die Jugendherberge liegt dort, wo die drei großen Bäume stehen. Du kannst gehen, wohin du willst.

  • Lügengeschichte

    Allgemein Eine Lügengeschichte gehört zur Gattung der Epik. Der Autor erzählt eine besonders unwahrscheinliche Handlung und tut dabei so, als wäre es die Wahrheit. Dabei geht es aber nicht darum den Leser zu täuschen, sondern ihn zu unterhalten. In einer solchen Geschichte werden Ereignisse und Schauplätze eingearbeitet, die wirklich existieren, jedoch angereichert mit Übertreibungen und Unwahrheiten. Merkmale Eine Lügengeschichte erkennst du an folgenden Merkmalen: Um näheren Bezug zum Leser oder Publikum zu schaffen, verwenden Lügengeschichten oftmals den Ich-Erzähler. Zudem werden viele...

  • Lyrik

    Kennzeichen lyrischer Texte (Lyrik von griech.: lyra = Leier; diese ist das Attribut Apolls, des Gottes der Dichtkunst) Lyrik zeichnet sich im Vergleich zu epischen und dramatischen Texten vor allem durch Konzentration und Intensität aus. Lyrische Texte, also Gedichte sind aus Versen oder Verszeilen aufgebaut. Mehrere Verse bilden eine Strophe. Ein Mittel zur klanglichen Gestaltung eines Gedichts ist der Reim. Von einem Reim spricht man, wenn zwei oder mehr Wörter vom letzten betonten Vokal an gleich klingen. Man unterscheidet verschiedene Reimformen und Reimschemata. Die Gliederung des...

  • Lyrische Klangfiguren

    Gedichte sind stark verdichtete sprachliche Kunstwerke, die mit den Mitteln der Symbolik und Bildlichkeit arbeiten. Daher bedarf ein Gedicht in ganz besonderer Weise der Deutung. Zu den lyrischen Mitteln gehören Klangfiguren, ungewöhnliche Satzstellungen, sprachliche Bilder und Sinnbilder. Klangfiguren Klangfiguren auf der Basis von Lauten Assonanz (Halbreim): Gleichklang der Vokale ab der letzten betonten Silbe (schweifen / leise) Alliteration: Gleichklang der betonten Anfangslaute von zwei oder mehr Wörtern (Wechsel weniger Wörter) Onomatopöie (Lautmalerei): sprachliche Nachahmung...