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  • Raum

    Der Raum ist der Ort der Handlung in der Literatur und hat innerhalb der Darstellung des Geschehens verschiedene Funktionen: Raum als Handlungsort: Der Raum ist der konkrete Schauplatz, an dem das Geschehen stattfindet. Raum als Gefühlsraum: Die Figur hat zu dem Ort eine besondere Beziehung entwickelt. Raum als Symbol: Ein Ort der erzählten Welt gewinnt eine eigene Bedeutung. Beispiel: In Franz Kafkas Erzählung Die Verwandlung steht die Verwandlung des Zimmers in eine Höhle symbolisch für die psychsiche Veränderung des in einen Käfer verwandelten Gregor.

  • Rechtschreibung

    Grundprinzipien Unter Grundprinzipien sind allgemeine Grundlagen des Schreibens zu verstehen, die sich mit der Zeit herausgebildet haben. Jedes der folgenden Prinzipien gilt nicht absolut, sondern ist im Zusammenhang der anderen zu sehen; sie sind „grobe Handlungsanweisungen“ für das Schreiben. Lautprinzip: Schreiben, wie man spricht BEISPIELE Dem lang gesprochenen Vokal o entsprechen drei unterschiedliche Schreibungen: Ton, Sohn, Boot. Bei der Trennung werden die Silben von Wörtern berücksichtigt: spie - len, Pä - da - go - gik. Stammprinzip: Gleiches möglichst gleich schreiben BEISPIELE...

  • Rede

    Merkmale Die Rede ist die gebräuchlichste Form des öffentlichen Sprechens. Im Vergleich zur dialogischen Gesprächssituation ist die Redesituation eher monologisch. Die Redekunst (Rhetorik) hat eine lange Tradition. In der Antike wurde der rhetorischen Ausbildung ein bedeutender Stellenwert zugemessen. Diese Tradition gilt in ihren wesentlichen Merkmalen noch heute und hat sogar im angelsächsischen Bereich eine lebhafte Erneuerung erfahren. Man kann heute noch (grob) die folgenden drei Arten der öffentlichen Rede unterscheiden: die Feier- oder Festrede (genus demonstrativum, von lat...

  • Redebegleitsatz

    Ein Redebegleitsatz kann hinter, zwischen oder vor eine wörtliche Rede gesetzt werden. Wird ein Redebegleitsatz benutzt, wird dieser durch ein Komma oder einen Doppelpunkt von der wörtlichen Rede getrennt. Beispiele: "Ich fahre nach London", sagte er. Er sagte: "Ich fahre nach London." "Morgen", sagte er, "werde ich nach London fahren." Achtung: Auch bei einem Frage- oder Ausrufezeichen hinter der wörtlichen Rede steht ein Komma vor dem Redebegleitsatz. Beispiel: "Lauf weg!", rief er.

  • Redewendungen

    Eine Redewendung, auch Redensart, ist eine durch den alltäglichen Gebrauch zu einer festen Formel erstarrte Verbindung mehrerer Wörter. Die Bedeutung erschließt sich nicht unmittelbar aus der Bedeutung der einzelnen Wörter, stattdessen haben Redewendungen meist eine übertragene Bedeutung und verwenden Metaphern und andere rhetorische Figuren. Im Unterschied zum Sprichwort drückt die Redewendung keine allgemeingültige Erkenntnis oder Weisheit aus. Beispiele: von Kindesbeinen an; über den Berg sein; sich wie ein Elefant im Porzellanladen benehmen; ins Fettnäpfchen treten

  • Reflexivpronomen

    Allgemein Das Reflexivpronomen drückt aus, dass sich ein Geschehen oder eine Handlung auf den Handelnden (das Subjekt) selbst zurückbezieht. Das Reflexivpronomen hat in der 3. Person Singular und Plural im Dativ und im Akkusativ die gleiche Form: sich. Die übrigen Formen entsprechen den Formen des Personalpronomens. Beispiele: Ich schäme mich. Er schämt sich. Zur Verstärkung kann selbst hinzugesetzt werden. Beispiel: Er bedankte sich selbst bei seinen Freunden. Deklination

  • Regeln der Kommasetzung

    Das Komma trennt Wörter, Wortgruppen oder Teilsätze voneinander oder vom übrigen Text des Satzes ab. Das Komma bei Aufzählungen Das Komma in Satzreihen Das Komma in Satzgefügen Das Komma bei Infinitiv- und Partizipialgruppen Das Komma bei Anrede und Ausruf Die Kann-Regel

  • Regieanweisung

    Die Regieanweisung zählt zu den Strukturelementen dramatischer Texte und ist ein Nebentext. Sie gibt Hinweise zu Ort, Zeit und den äußeren Bedingungen des Geschehens bzw. Anweisungen zur Umsetzung des Stücks. Jeder Akt im Drama wird in der Regel durch genaue Regieanweisungen eingeleitet, um Milieu und Atmosphäre so authentisch wie möglich darzustellen.

  • Reim

    Häufig werden die einzelnen Verse in einem Gedicht durch einen Reim zu einer Strophe verbunden. Ein Reim ist der Gleichklang zweier oder mehrerer Silben vom letzten betonten Vokal an. Nach der Position des Reims in der Zeile unterscheidet man Endreim: Gleichklang am Versende Binnenreim: Gleichklang innerhalb eines Verses Anfangsreim: Gleichklang am Anfang eines Verses. Nach der lautlichen Qualität unterscheidet man reiner Reim: hat trotz unterschiedlicher Schreibweise das gleiche Klangbild (Geld / fällt) unreiner Reim: stimmt im Klang nicht überein (Gemüt / Lied). Kadenz nennt man die...

  • Reimschema

    Das Reimschema ist die schematische Darstellung einer Folge von Reimen in einer Strophe oder eines Gedichtes. Man unterscheidet folgende Reimschemata: Paarreim (aabbcc) Kreuzreim (abab) umarmender Reim (abba) Schweifreim (aabccb) Eine Verszeile, die sich mit keiner anderen Verszeile reimt, nennt man Waise.

  • Relativpronomen

    Allgemein Die Relativpronomen der, die, das, welcher, welche, welches und wer, was leiten Relativsätze ein. Sie stellen eine Beziehung zwischen einem Satzteil des Hauptsatzes und dem Nebensatz her. Beispiel: Ich aß von dem Kuchen, der auf dem Tisch stand. Deklination Das Relativpronomen stimmt in Genus und Numerus mit seinem Bezugswort überein. Der Kasus des Relativpronomens hängt davon ab,welches Satzglied das Relativpronomen innerhalb des Relativsatzes darstellt.

  • Relativsatz

    Relativsätze werden durch ein Relativpronomen, also durch der, die, das, welcher, welche, welches, wer, was oder ein Relativadverb, also durch wo, wie, wohin, woher, wodurch eingeleitet. Dabei bezieht sich das Relativpronomen auf ein Wort aus dem Hauptsatz und stimmt mit diesem Bezugswort im Genus und Numerus überein. Der Kasus (Fall) des Relativpronomens hängt davon ab, welches Satzglied des Hauptsatzes das Relativpronomen innerhalb des Relativsatzes darstellt. Relativsätze nehmen in Hinsicht auf das Bezugswort die Stelle eines Attributes ein. Aufgepasst: Vor dem Relativpronomen im Nebensatz...

  • Reportage

    Allgemein Eine Reportage vermittelt neben Sachinformationen auch persönliche Eindrücke und Stimmungen. Dem Leser soll das Gefühl gegeben werden, selbst am Geschehen beteiligt gewesen zu sein. Die Reportage vermittelt die wesentlichen Informationen auf die Fragen wer, wo, was, wann, wie und welche Folgen. Diese Sachinformationen liefern aber nur das Grundgerüst für die Reportage, sie werden ergänzt durch die Darstellung von persönlichen Eindrücken und Empfindungen. Achtung: Im Gegensatz zum Bericht werden die Sachinformationen jedoch nicht direkt am Anfang präsentiert, sondern so verteilt, dass...

  • Rhetorische Figuren

    Allgemein Rhetorische Figuren, auch rhetorische oder sprachliche Mittel genannt, werden insbesondere in der Literatur verwendet. Sie werden nicht nur aufgelistet, sondern haben eine bestimmte Wirkung im gesamten Kontext, zum Beispiel Nachdruck ausüben, etwas veranschaulichen oder Spannung aufbauen. Bereits in der Antike wurden rhetorische Muster und Ausdruckselemente entwickelt, welche die Wirkung einer Rede verstärken sollten. Diese vom Redner zum Zwecke der Einwirkung auf seine Zuhörer verwendeten Abweichungen von der üblichen grammatischen Form nennt man Figuren. Auch in der Werbung spielen...

  • Rhetorische Mittel in Rede und Sachtext

    Rhetorische Mittel in Rede und Sachtext Bereits in der Antike werden rhetorische Muster und Ausdruckselemente entwickelt, die die Wirkung der Rede verstärken sollen. Diese vom Redner zum Zwecke der Einwirkung auf seine Zuhörer verwendeten Abweichungen von der üblichen grammatischen Form nennt man Figuren. Man unterscheidet folgende Abweichungsmöglichkeiten, deren Anzahl durch Kombination erhöht werden kann: Erweiterung Verkürzung Umstellung Veränderung eines Einzelwortes. Der Grad der Abweichung reicht vom Einzelwort bis zu ganzen Wortgruppen und Sinnzusammenhängen. Figuren aus dem Wortbereich...

  • Rilke, Rainer Maria

    Geboren in Prag am 4.12.1875, gestorben in Val-Mont (heute zu Montreux, Schweiz) am 29.12.1926: Nach einer als schmerzhaft erfahrenen Schulzeit an Militärerziehungsanstalten schlug Rilke nicht, wie sein Vater, die militärische Laufbahn ein, sondern studierte in Prag, München und Berlin Kunst und Literatur. Als freier Künstler begann er zu reisen: nach Russland (mit Lou Andreas-Salomé), Italien, Paris und Kopenhagen. 1900 lernte er in der Malerkolonie Worpswede seine spätere Frau, die Bildhauerin Clara Westhoff, kennen, die er schon 1902 wieder verließ. Zurück in Paris war er kurze Zeit...

  • Roman

    Allgemein Der Roman zählt zu den Gattungsformen der Epik und ist eine epische Großform. Im Gegensatz zu den anderen, kürzeren Formen ist er von größerem Umfang, hat eine mehrsträngige und komplexe Handlung sowie zahlreiche Figurenensembles. Zudem ist er im Gegensatz zum umfangreichen Versepos in Prosa abgefasst. Der Begriff stammt von der im 12. Jahrhundert entstandenen altfranzösischen "romanz" ab und bedeutete zunächst alles Volkssprachliche, nicht in lateinischer Sprache Geschriebene. Ende des 13. Jahrhunderts verengte sich die Bedeutung auf die Erzählung in Vers und Prosa. Als...

  • Romantik (um 1795-1830)

    Einführung Die Romantik als Epoche ist gekennzeichnet durch ihre relativ lange Dauer, ihre Vielfalt und ihre Widersprüchlichkeit. Man unterscheidet: die Frühromantik (1795-1805), im Zeichen der Französischen Revolution die Hochromantik (1806-1815), im Zeichen der Befreiungskriege die Spätromantik (1815-1830 ), im Zeichen der Restauration Geistesgeschichtlich stellt die Epoche die letzte Stufe des Idealismus dar. Die romantische Poetologie lehnte das im 19. Jh. noch weithin bestimmende Prinzip der Naturnachahmung in der Kunst ab. Typisch für diese Zeit war, dass sich Dichter zu Freundeskreisen...