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Passiv bilden

7. Klasse Dauer: 75 Minuten

Was ist das Passiv im Deutschen?

Die Klassenarbeit wird ausgeteilt. In diesem Satz wird ein Vorgang beschrieben; dazu wird im Deutschen das Passiv verwendet. Was man allerdings nicht erkennen kann, ist, wer diesen Vorgang ausführt, sozusagen wer der Täter ist. Im Beispielsatz könnte der Lehrer oder vielleicht auch eine Vertretung die Klassenarbeit austeilen. Das erfährt man hier aber nicht, sondern das könnte durch einen Zusatz deutlich gemacht werden – und schon wieder siehst du eine Passivform. Der Beispielsatz könnte diesen Zusatz haben: Die Klassenarbeit wird vom Lehrer ausgeteilt.

Es gibt eine zweite Form des Passivs. Auch hierbei ist die Frage nach dem, der etwas tut, nicht so wichtig, sondern es geht um das Ergebnis einer Handlung oder auch um die Beschreibung eines Zustands. Zum Beispiel: Die Klassenarbeit ist schon geplant.

Wie du die beiden unterscheidest, kannst du gut mit unseren Lernwegen üben. Darin erfährst du auch, wie du die richtigen Formen des Passivs bildest. Das ist zum Beispiel wichtig, wenn du Informationen für andere zusammenfasst. Ob du das gut beherrschst, kannst du direkt mit den Klassenarbeiten zum Konjunktiv testen.

Wie du das Passiv bildest

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Passiv bilden

Passiv bilden

Passiv bilden

Wie du zwischen Vorgangs- und Zustandspassiv unterscheidest

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Zwischen Vorgangs- und Zustandspassiv unterscheiden

Zwischen Vorgangs- und Zustandspassiv unterscheiden

Zwischen Vorgangs- und Zustandspassiv unterscheiden

Wie du das täterlose Passiv vom täterabgewandten Passiv unterscheidest

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Zwischen täterlosem und täterabgewandtem Passiv unterscheiden

Zwischen täterlosem und täterabgewandtem Passiv unterscheiden

Zwischen täterlosem und täterabgewandtem Passiv unterscheiden

Wie du die Passivform vermeidest

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Passivformen vermeiden

Passivformen vermeiden

Passivformen vermeiden

Schlussrunde: Passiv bilden

Schlussrunde: Passiv bilden

Schlussrunde: Passiv bilden

Was du wissen musst

  • Wie bildet man im Deutschen das Passiv?

    Für die Bildung des Passivs im Deutschen benötigt man zwei Dinge:

    • eine konjugierte Form von sein oder werden
    • ein Partizip II

    Das Partizip II brauchst du zum Beispiel auch bei zusammengesetzten Zeitformen wie Perfekt oder Futur. Es hat eine Vorsilbe ge- und endet auf -t oder -en (zum Beispiel: gearbeitet, gelaufen). Die Partizipgruppen spielen auch in anderen Zusammenhängen eine Rolle. Wie du sie findest, kannst du in unseren Übungen zu Kommas bei Partizipialsätzen wiederholen.

    Das Passiv kannst du in allen Zeitformen bilden. Die jeweilige Zeitform erkennst du an der konjugierten Form von sein oder werden.

    Zeitform

    Beispielsatz

    Präsens

    Das Blatt wird beschrieben.

    Präteritum

    Das Blatt wurde beschrieben.

    Perfekt

    Das Blatt ist beschrieben worden.

    Plusquamperfekt

    Das Blatt war beschrieben worden.

    Futur I

    Das Blatt wird beschrieben werden.

    Futur II

    Das Blatt wird beschrieben worden sein

    Einige Verben können kein Passiv bilden, zum Beispiel wenn man kein Akkusativobjekt ergänzen kann, sogenannte intransitive Verben. „Ich wurde getanzt.“ ist beispielsweise eine Aussage, die keinen Sinn ergibt. Auch mit einigen anderen Verben kann man nicht sinnvoll eine Passivform bilden, zum Beispiel bekommen, wissen, enthalten.

  • Wie löst man Übungen zum Passiv in Deutsch?

    Bei Übungen zum Bilden des Passivs begegnen dir meistens das Umformen in die grammatikalisch richtige Form und die Umformung von Aktiv- in Passivsätze.

    Die grammatikalisch richtige Form hängt davon ab,

    • ob das Passiv mit werden (Vorgang) oder sein (Zustand) gebildet wird und
    • in welcher Zeitform es stehen soll.

    Bei der Umformung von Aktiv- in Passivsätze hältst du dich am besten auch an den Inhalt.

    ⇒ Aktivsatz: Die Popband spielt das Lied.

    ⇒ Passivsatz: Das Lied wird von der Popband gespielt.

    Als Richtschnur gilt für dich, dass aus dem Akkusativobjekt im Aktivsatz (im Beispiel: das Lied) ein Subjekt im Passivsatz wird. Wie du Satzglieder bestimmst, kannst du in unseren passenden Übungen wiederholen.

  • Warum ist die Bildung des Passivs im Deutschen von Bedeutung?

    Wenn ein Schülersprecher gewählt wird, so wird das in einem Protokoll festgehalten. Hierbei interessiert vor allem das Ergebnis der Wahl, deshalb würde in einem Protokoll auch stehen: Marlies Mustermann ist zur Schülersprecherin gewählt worden. – also das Ergebnis des Vorgangs bzw. der Endzustand wird im Passiv ausgedrückt werden.

    Auch in einem Bericht geht es oft darum, vor allem die Handlung zu beschreiben oder eben das Ergebnis einer Handlung, deshalb wird hier oft das Passiv verwendet.

    Je öfter du das Passiv-Bilden anwendest, desto öfter wirst du es auch entdecken, wenn es dir in anderen Texten begegnet. Vielleicht wird es dort auch einmal genutzt, um das Handeln bestimmter Personen zu verschleiern. Je besser du die Formen beherrschst, desto genauer kannst du solche Absichten entdecken.