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  • Ich-Erzähler

    Der Ich-Erzähler ist Teil der Handlung. Er scheint das Erzählte selbst erlebt oder aus erster Hand erfahren zu haben. Bei der Ich-Form wird nochmals unterschieden zwischen auktorialem und personalem Ich-Erzähler. Der auktoriale Ich-Erzähler organisiert als erinnerndes Ich im Rückblick das Geschehen. Der personale Ich-Erzähler vermittelt unmittelbar das Geschehen. Erzählendes und erlebendes Ich sind eins.

  • Imperativ

    Der Imperativ kann eine Bitte, eine Aufforderung oder einen Befehl ausdrücken und ist eine Aussageweise des Verbs (Modus). Er wendet sich direkt an eine oder mehrere Personen und wird im Singular mit dem Präsensstamm des Verbs und der Endung -e und im Plural mit der Endung -t gebildet. Aber: Das Endungs-e der 2. Person Singular entfällt meistens. Bespiele: Geh!, Lauf!, Beeilt euch!

  • Indefinitpronomen

    Allgemein Es gibt viele Indefinitpronomen: einige, etliche, etwas, irgendjemand, jeder, jemand, kein, man, mancher, mehrere, niemand. Das Indefinitpronomen wird verwendet, wenn über Personen, Sachverhalte, Mengen oder Größen keine näheren Angaben gemacht werden. Beispiel: Irgendjemand spielt Klavier. Indefinitpronomen werden sowohl als Stellvertreter für ein Substantiv als auch als Begleiter verwendet. Begleiter: Gerade hat irgendein Hund gebellt. Stellvertreter: Endlich Ferien! Darüber freut sich jeder. Sie richten sich nach dem Adjektiv oder Substantiv, das sie begleiten oder ersetzen...

  • Indikativ

    Der Indikativ (Wirklichkeitsform) ist als neutraler Modus des Verbs die Grund- oder Normalform einer sprachlichen Äußerung. Der Indikativ wird verwendet, um tatsächliche Begebenheiten und Sachverhalte darzustellen. Diese Sachverhalte können aber auch wie im Märchen »nur« ausgedacht oder allgemeingültig sein. Beispiele: Die Kinder spielen im Garten. Sie werfen sich gegenseitig den Ball zu und sitzen später zusammen im Sandkasten. Vom Himmel scheint die warme Frühlingssonne auf sie herab. Sie haben ihre dicken Jacken ausgezogen. Rumpelstilzchen sprang um das Feuer und sang dabei sein Lied.

  • Indirekte Rede

    Mit der indirekten Rede werden Äußerungen eines anderen Sprechers wiedergegeben. Man berichtet aus der eigenen Perspektive und übernimmt die Aussage eines anderen so genau wie möglich, passt aber alle Hinweise auf Personen, Ort und Zeit an die eigene Perspektive an. Man verwendet in der indirekten Rede die Formen des Konjunktivs. Grundsätzlich werden dabei die Formen des Konjunktiv I verwendet. direkte Rede indirekte Rede Er sagt: »Sina trinkt am liebsten Milch.« Er sagt, Sina trinke am liebsten Milch. Indirekte Rede mit dem Konjunktiv II Wenn die Formen des Indikativs und des Konjunktivs I...

  • Indirekter Fragesatz (Interrogativsatz)

    Ein indirekter Fragesatz ist ein Nebensatz und wird durch die gleichen Fragepronomen (Interrogativpronomen) eingeleitet wie der direkte Fragesatz. Zu den Fragepronomen gehören was, wann, wer, warum. Der indirekte Fragesatz kann eine Entscheidungsfrage oder eine Ergänzungsfrage sein. Eine indirekte Entscheidungsfrage wird durch die unterordnende Konjunktion ob eingeleitet. Indirekte Fragesätze, die mit ob eingeleitet werden, sind Konjunktionalsätze, werden sie mit einem Interrogativpronomen eingeleitet, handelt es sich um Pronominalsätze. Nach indirekten Fragesätzen steht kein Fragezeichen. Der...

  • Infinitiv

    Allgemein Der Infinitiv ist die Grundform oder Nennform des Verbs und gibt dessen Bedeutung an. Er besteht aus dem Wortstamm und der Endung -en. Einige Verben enden jedoch auch auf -eln oder -ern. Ausnahmen sind zum Beispiel die Infinitive sein und tun. Beispiele: lieben, schwimmen, gehen, laufen, schreiben Gebrauch Der Infinitiv wird zur Bildung des Futur I verwendet. Beispiel: Wir werden morgen nach Köln fahren. Er kann auch als Substantiv verwendet werden (substantivierter Infinitiv). Er wird dann großgeschrieben. Beispiel: (Das) Lesen macht mir großen Spaß. Infinitive können auch Kern...

  • Infinitivsatz

    Der Infinitivsatz ist ein Nebensatz. Er wird mit dem erweiterten Infinitiv mit zu gebildet. Die Partikel zu trennt dabei den Infinitiv vom Verbzusatz. Der Infinitivsatz kann außerdem mit einem Objekt oder einer adverbialen Bestimmung erweitert werden. Beispiele: Die Mannschaft beschließt, nicht vorschnell aufzugeben. Wir haben das Recht, Fehler zu machen. Ich freue mich, heute hier zu sein. Der Infinitivsatz kann die Stelle eines Subjektsatzes Beispiel: Es ist schön, hier zu sein. (Was ist schön?), Objektsatzes Beispiel: Kira ist stolz, das Examen bestanden zu haben. (Worauf ist Kira stolz?)...

  • Inhaltsangabe

    Allgemein Die Inhaltsangabe ist eine wichtige Form des informierenden Schreibens: Für Leser soll der Inhalt eines Textes, eines Buches, eines Filmes knapp zusammengefasst werden. Der Leser erwartet einen Gesamtüberblick und eine möglichst objektive und neutrale Darstellung ohne persönliche Bewertung. Grundsätze für die sprachliche Gestaltung sachlich schreiben; persönliche Bewertungen und Empfindungen unterlassen; Verzicht auf ausschmückende Formulierungen, keine Orientierung am Stil der Vorlage; mit eigenen Worten wiedergeben; nur wichtige Aussagen werden wörtlich zitiert; Zitate werden in...

  • Inhaltsangabe (von literarischen Texten)

    Allgemein Im Unterschied zur Nacherzählung, die anschaulich und spannend geschrieben werden soll, informiert die Inhaltsangabe den Leser sachlich nur über das Wichtigste eines Textes. Die Inhaltsangabe unterscheidet sich deshalb in der Form und in der sprachlichen Gestaltung stark vom Ausgangstext. Inhalt Die Inhaltsangabe fasst in knapper Berichtsform und ohne persönliche Wertung die wichtigsten Stationen einer Handlung und die Hauptaspekte eines Textes zusammen. Dabei sollten die W-Fragen so ausführlich wie nötig und so knapp wie möglich beantwortet werden. Tempus Die Inhaltsangabe wird...

  • Innerer Monolog

    Der innere Monolog führt eine Figur im stummen, rein gedanklichen Gespräch mit sich selbst vor und zeigt somit ihren Bewusstseinszustand. Er steht im Präsens und in Ich-Form. Die lückenlose Darstellung der Gedanken bedingt, dass die Erzählzeit länger ist als die erzählte Zeit. Auch kann es zu einer Lockerung oder Auflösung der Syntax kommen. Beispiele: Alfred Döblin Berlin Alexanderplatz (1929); Thomas Mann Lotte in Weimar (1939)

  • Interjektionen

    Eine Interjektion ist ein Ausrufe- und Empfindungswort. Sie steht im Satz isoliert und wird deshalb oft von einem nachfolgenden Satz mit einem Komma oder Ausrufezeichen abgetrennt. Interjektionen werden vor allem in Gesprächen gebraucht und drücken unterschiedliche Empfindungen oder auch Aufforderungen aus. Auch nachgeahmte Laute sind Interjektionen. Beispiele: Ach, wäre ich doch jetzt bei dir! Brrrr! Bäh! Pssst! Aua! Miau! Peng!

  • Interrogativpronomen

    Allgemein Interrogativpronomen leiten Fragen ein. Dies können Ergänzungsfragen oder indirekte Fragesätze sein. Beispiel: Wer hat da gerufen? Die Interrogativpronomen wer und was werden in einem Fragesatz als Stellvertreter gebraucht und können das Substantiv eines Satzes ersetzen. Dabei steht wer für eine Person, während was für eine Sache steht. Beispiele: Der Museumswärter schläft. Wer schläft? Das Telefon klingelt. Was klingelt? Die Interrogativpronomen welcher, welche, welches kommen als Begleiter und als Stellvertreter des Substantivs vor. Sie bezeichnen eine Auswahl oder eine Art und...