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  • Ballade

    Die Ballade ist eine lyrische Textform und erzählt in Versen eine dramatische Geschichte. Aus der ursprünglichen Volksballade (mündlich überlieferte Tanzlieder der unteren Volksschichten) entwickelte sich im Laufe der Zeit die Kunstballade, wobei das Jahr 1797 gilt als Balladenjahr gilt: Mit der volkstümlichen Form der Ballade wollten Goethe und Schiller ihr idealistisches Kunstverständnis volkstümlich vermitteln. In der Ideenballade wird das Individuelle zur überzeitlichen „idealischen Allgemeinheit“ (Schiller) und zu einer „reinen Form“ (Goethe) geführt. Gekennzeichnet ist diese durch eine...

  • Barock (um 1600-1720)

    Begriff Das Wort Barock lässt sich herleiten von dem portugiesischen Begriff barucca (Fachausdruck für eine Perle von unregelmäßiger, schiefer Form). Im 18. und 19. Jh. wurde das Adjektiv barock oft in abwertender Bedeutung verwendet (schwülstig, grotesk, bizarr). Als Epochen- und Stilbegriff setzte sich das Wort zunächst in der Kunstgeschichte durch. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde der Begriff auch von der deutschen Literaturwissenschaft übernommen. Er bezeichnet den Zeitraum zwischen Reformationszeit/Renaissance und Aufklärung, einen Stil, der durch bestimmte Merkmale gekennzeichnet ist, z...

  • Becker, Jurek

    Geboren in Lodz (Polen) am 30.9.1937, gestorben in Sieseby (Schleswig-Holstein) am 14.3.1997: Jurek Becker verbrachte seine Kindheit im jüdischen Getto von Lodz und in den NS-Konzentrationslagern Ravensbrück und Sachsenhausen. Erst als er mit seinem Vater 1945 nach Deutschland kam, lernte er die deutsche Sprache und studierte später Philosophie in Berlin (Ost). 1976 protestierte er gegen den Ausschluss von Reiner Kunze aus dem Schriftstellerverband der DDR und gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns. 1977 trat er selbst aus dem Schriftstellerverband aus, nachdem er 1976 aus der Einheitspartei...

  • Bedeutungswandel

    Im Laufe der Geschichte können Wörter ihre Bedeutung verändern. Ein Beispiel ist das Wort hochgezit aus dem Mittelhochdeutschen, welches ein hohes, kirchliches Fest bezeichnete. Das heutige Wort Hochzeit bedeutet eine Feier zur Eheschließung.

  • Beispiel

    Das Beispiel gehört in den Bereich der Argumentation. Wenn man argumentiert, dann stellt man zunächst eine These auf, diese wird durch ein Argument näher begründet und anschließend durch ein Beispiel gestützt. Beispiel: Ihre Deutung ist sehr lückenhaft. (These/Behauptung) Sie haben den Text nicht genau genug beachtet. (Argument/Begründung) Hier haben Sie einen wichtigen Ausdruck übersehen. (Beispiel/Beleg)

  • Bericht

    Inhalt Der Bericht informiert sachlich über den Ablauf eines tatsächlichen Geschehens, indem er den zeitlichen Ablauf detailliert darstellt. Dabei werden alle wichtigen Begleitumstände angegeben. Sein Ziel ist die genaue und klare Information. Die Antworten auf die W-Fragen liefern die grundlegenden Informationen über den Vorfall. Deshalb sollten sie vor dem Verfassen des eigentlichen Berichtes geklärt werden: Wer war an dem Vorfall beteiligt? - Leah Silk, Luisa Metz, Schülerinnen der 7 d Wann ereignete er sich? - 15. März 2008, 9.45 Uhr (1. große Pause) Wo ereignete er sich? - Neubau, 2...

  • Bildbeschreibung

    Inhalt Die Bildbeschreibung gibt wieder, was auf einem Bild, einem Gemälde oder Foto zu sehen ist. Zu Beginn wird das Bild genau betrachtet und dabei werden die wesentlichen Einzelheiten auf einem Extrablatt notiert. Zunächst werden folgende Angaben gemacht, soweit sie bekannt sind: Titel des Bildes Name des Künstlers Entstehungszeit Maltechnik Hauptmotiv oder Genre (Porträt, Stillleben, Landschaftsbild, abstrakte Komposition) Gesamteindruck Beispiel: Das Bild Nighthawks von Edward Hopper wurde 1942 in Öl auf Leinwand gemalt. Dargestellt ist eine nächtliche Stadtszene. Aufbau und Form...

  • Böll, Heinrich

    Geboren in Köln am 21.12.1917, gestorben am 16.7.1985 in Langenbroich (Eifel): Krieg und Heimkehr Böll studierte ein Semester Germanistik und Altphilologie, bevor er 1939 zur Wehrmacht einberufen wurde. Nach seiner Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft 1945 schlug sich Böll als Gelegenheitsarbeiter durch. 1947 veröffentlichte er seine erste Kurzgeschichte, 1949 folgt die Erzählung Der Zug war pünktlich. 1951 gewann Böll mit der Satire Die schwarzen Schafe den Preis der Gruppe 47. Seitdem veröffentlichte er als freier Autor mit großem Erfolg vor allem Kurzgeschichten, Romane und Satiren...

  • Borchert, Wolfgang

    Geboren in Hamburg am 20.5.1921, gestorben in Basel am 20.11.1947: Borchert, gelernter Buchhändler und Schauspieler, wurde 1941 während seines ersten Engagements eingezogen und als Soldat zweimal wegen staatsfeindlicher Äußerungen zu Gefängnisstrafen verurteilt. Bei der anschließenden "Bewährung" an der Ostfront erkrankte er schwer und wurde 1943 aus Russland nach Hause geschickt, wo er nach Kriegsende in französische Gefangenschaft geriet. Er konnte zwar fliehen, allerdings brach Ende 1945 erneut seine Lebererkrankung aus, sodass er zwei Jahre später verstarb. Den Tod vor Augen Borchert, der...

  • Brainstorming

    Bei einem Brainstorming werden alle Gedanken und Ideen, die einem spontan zu einem Thema einfallen, aufgeschrieben. Sie können in Stichpunkten oder auch mithilfe einer Mindmap festgehalten werden. Beispiel: Sommer Sonne Schwimmbad Strand Palmen heiß ...

  • Brecht, Bertolt

    Geboren in Augsburg am 10.2.1898, gestorben in Berlin (Ost) am 14.8.1956: Nach dem kriegsbedingten Notabitur 1917 studierte Bertolt Brecht, Sohn eines Fabrikdirektors, einige Semester Medizin in München, konzentrierte sich aber früh auf eine Karriere als Schriftsteller. Erste literarische Versuche unternahm er 1913, erste Veröffentlichungen folgten wenig später. 1922 wurde erstmals sein Theaterstück Trommeln in der Nacht in München aufgeführt. "Der vierundzwanzigjährige Dichter Brecht hat über Nacht das dichterische Antlitz Deutschlands verändert", schrieb der Theaterkritiker Herbert Ihering...

  • Büchner, Georg

    Geboren in Goddelau (bei Darmstadt) am 17.12.1813, gestorben in Zürich am 19.2.1837: Büchner zählt trotz seines nicht sehr umfangreichen Werks zu den bedeutendsten deutschen Dramatikern und Erzählern. Der Arztsohn studierte in Straßburg und Gießen Medizin und engagierte sich in der geheimen Gesellschaft für Menschenrechte, die den Umsturz der reaktionären Verhältnisse im Großherzogtum Hessen zum Ziel hatte. Wegen seiner umstürzlerischen Flugschrift Der hessische Landbote (1834), die mit den berühmt gewordenen Worten Friede den Hütten, Krieg den Palästen beginnt, floh er 1835 von Hessen nach...