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In jeder sprachlichen Äußerung gibt es eine Verteilung von betonten Silben (Hebung) und unbetonten Silben (Senkung). Die regelmäßige Abfolge von betonten und unbetonten Silben nennt man Metrum. Vor allem in der geformten Sprache der Lyrik  ist der Rhythmus oft durch ein regelmäßiges Metrum festgelegt. Der Versfuß ist die kleinste Einheit des Metrums. Er besteht aus einer festgelegten Anzahl und bestimmten Reihenfolge von betonten und unbetonten Silben, wozu auch die Anapäst zählt.

Anapäst ist ein dreisilbiger Versfuß, wobei die ersten zwei Silben unbetont und die letzte Silbe betont ist. Sie dient einer feierlich-gewichtigen Bewegung im Vers.
Beispiel: Wie mein Glück, ist mein Lied (Friedrich Hölderlin „Die Kürze“). Glück und Lied sind in diesen Fällen betont, die einsilbigen Wörter wie mein und ist mein sind unbetont.

 


Weitere Versfüße

Ein weiterer dreisilbiger Versfuß ist Daktylus. Weitere zweisilbige Versfüße sind Jambus und Trochäus.


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