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  • Saccharide

    [lat. saccharum »Zuckerrohr«]: Gruppe der Kohlenhydrate, die sich in Monosaccharide, Disaccharide und Polysaccharide gliedert. Der Begriff Saccharide wird oft synonym mit Zucker gebraucht.

  • Saccharose

    (Rohrzucker, Rübenzucker, Sucrose): Kohlenhydrat aus der Gruppe der Disaccharide, das aus Zuckerrohr oder Zuckerrüben gewonnen wird. In der Saccharose sind ein Molekül α-D-Glucopyranose und ein Molekül β-D-Fructofuranose über die Hydroxylgruppen in 1- und 2-Stellung miteinander verbunden (Disaccharide). Saccharose wirkt nicht reduzierend; dreht die Polarisationsebene des Lichts nach rechts; das durch Hydrolyse in Glucose und Fructose zerlegte Gemisch (Invertzucker) ist linksdrehend. Beim Erhitzen von Saccharose über den Schmelzpunkt (185–186 °C) tritt Zersetzung ein, wobei der typische...

  • Salmiak

    [zu lat. sal Ammoniacum »Salz aus Ammon (in Ägypten)«]: Veraltet für Ammoniumchlorid.

  • Salpeter

    [zu lat. sal »Salz« und griech. petra »Fels«]: Trivialname für Nitrate, speziell Natrium- und Kaliumnitrat. Kaliumnitrat, KNO3, (Kalisalpeter) blüht mancherorts auf kaliumhaltigen Felsböden in auf Regen folgenden Trockenzeiten aus. Natriumnitrat (NaNO3, Natronsalpeter) kommt als Mineral hauptsächlich in Chile vor; es wird deshalb auch Chilesalpeter genannt. Mauer- oder Kalksalpeter sind Trivialnamen für Calciumnitrat, Ca(NO3)2.

  • Salpetersäure

    HNO3: Sauerstoffsäure des Stickstoffs, in der der Stickstoff die Oxidationszahl 5 hat; sie kommt in der Natur nur in Form ihrer Salze, der Nitrate, vor. Reine Salpetersäure ist eine farblose Flüssigkeit, die bei 87 °C azeotrop siedet (konzentrierte Salpetersäure, maximal 68,4 % HNO3). Am Licht zersetzt sich Salpetersäure unter Bildung von Sauerstoff und Stickstoffdioxid, das die Salpetersäure rotbraun färbt; rauchende Salpetersäure enthält Stickstoffoxide in größerer Menge. Die meisten unedlen Metalle sowie Silber werden von Salpetersäure gelöst (Scheidewasser). Hergestellt wird die...

  • Salze

    Nach S. Arrhenius Verbindungen, die in wässrigen Lösungen oder Schmelzen in Kationen und Anionen zerfallen. Sie entstehen nach folgendem Schema: Arrhenius-Säure + Arrhenius-Base → Salz + Wasser. Beispiel: HCl + NaOH → NaCl + H2O. Nach neuerer Auffassung sind Salze alle Verbindungen, die im festen Zustand ein Ionengitter bilden. Darunter versteht man eine regelmäßige räumliche Struktur, zu der sich Kationen und Anionen anordnen, äußerlich tritt das Salz dann als Kristall in Erscheinung. Einfache Salze entstehen, wenn eine (Arrhenius-) Säure nur mit einer (Arrhenius-) Base reagiert. Dagegen...

  • Salzsäure

    (Chlorwasserstoffsäure), HCl: Die wässrige, in reinem Zustand farblose, häufig aber durch Verunreinigungen gelb gefärbte Lösung des Chlorwasserstoffs. Salzsäure siedet azeotrop bei 108,6 °C mit 20,4 Gewichts-% HCl. Salzsäure löst alle Metalle mit negativem Normalpotenzial. Aus konzentrierter Salzsäure entweicht ständig Chlorwasserstoff (hoher Partialdruck), der mit dem in der Luft enthaltenen Wasserdampf Salzsäurenebel bildet (»rauchende« Salzsäure). Salzsäure wird durch Einleiten von Chlorwasserstoffgas in Wasser hergestellt. Sie wird u. a. zur Herstellung von Metallchloriden und als...

  • Sauerstoff

    Chemisches Element der VI. Hauptgruppe, Zeichen O, OZ 8, relative Atommasse 16,0; Mischelement. Physikalische Eigenschaften: Farb-, geruchs- und geschmackloses, in Wasser mäßig lösliches Gas mit einer Dichte von 1,43 g/l (bei physikalischen Normalbedingungen), Fp. -218,79 °C, Sp. -182,95 °C. Chemische Eigenschaften: Sauerstoff tritt normalerweise molekular als Disauerstoff, O2, auf. Daneben können z. B. durch elektrische Entladungen sowohl kurzlebiger einatomiger Sauerstoff als auch Ozon (Trisauerstoff, O3) gebildet werden. Sauerstoff ist chemisch sehr reaktionsfähig und bildet mit fast allen...

  • saure Reaktion

    Eine chemische Reaktion, die auf der Anwesenheit von Hydronium-Ionen, H3O+, beruht. Die Hydronium-Ionen sind dabei in einer höheren Konzentration vorhanden als die Hydroxid-Ionen, OH–. Der pH-Wert einer sauer reagierenden Lösung liegt also immer unter 7. Sauer reagierende Lösungen entfärben eine rote Phenolphthaleinlösung und färben blaues Lackmuspapier rot.

  • Säuren und Basen

    Viele Säuren und Basen waren bereits im Altertum bekannt. Sie wurden zuerst nach ihren geschmacklichen und stofflichen Eigenschaften benannt: Säuren (wie beispielsweise die Essigsäure, die Citronensäure, die Oxalsäure usw.) schmecken sauer, und Laugen schmecken seifig und fühlen sich auch so an. Ihre wässrigen Lösungen werden auch Laugen genannt. Die heutige Definition der (normalen) Säuren und Basen stammt von J. N. Brønsted und Thomas Martin Lowry (*1874, †1936): Säuren sind Moleküle oder Ionen, die Protonen abgeben können, also Protonendonatoren, Basen sind Moleküle oder Ionen, die Protonen...

  • saurer Regen

    Säurehaltige atmosphärische Niederschläge, die hauptsächlich durch Schwefeldioxid, SO2, und Stickoxide (v. a. Stickstoffdioxid, NO2) aus Verbrennungsprozessen (Rauchgase, Abgase aus Dieselkraftfahrzeugen) hervorgerufen werden. Die Gase werden in der Atmosphäre oxidiert und bilden mit Wasser Schwefelsäure und Salpetersäure: \(\ce{SO2 + H2O + 1/2 O2 -> H2SO4}\) \(\ce{2 NO2 + H2O + 1/2 O2 -> 2 HNO3}\) Säurehaltige Niederschläge führen zu erheblichen Umweltschäden, wie Versauern der Gewässer und Böden, Absterben von Mikroorganismen im Boden, Schäden an Pflanzen und Tieren.

  • Schaum

    Gemenge, bei dem gasgefüllte Blasen in einer Flüssigkeit oder einem Feststoff verteilt sind. Ein Schaum ist ein disperses System. Beispiele für flüssigen Schaum sind Bier- und Seifenschaum, Beispiele für festen Schaum sind Bimsstein und Schaumstoffe.

  • Scheidetrichter

    Trichterförmiges, oben mit einem Stopfen und unten mit einem Hahn verschließbares Glasgerät, das im Labor zum Ausschütteln verwendet wird. Durch Ablassen der unteren Phase kann man nach Entmischung die beiden flüssigen Phasen trennen.

  • Scheidewasser

    Veraltet für Salpetersäure, HNO3. Der Name beruht auf der Fähigkeit von Scheidewasser, Gold und Silber voneinander zu trennen. Durch die oxidierende Wirkung der konzentrierten Salpetersäure wird das Silber zu Silber-Ionen oxidiert: \(\ce{Ag + 2 HNO3 -> AgNO3 +NO2 + H2O}\) Gold und auch Platin werden durch Scheidewasser nicht angegriffen.

  • Schmelze

    Ein meist durch Wärmezufuhr verflüssigter Stoff, der unter Normalbedingungen fest ist, z. B. Metallschmelze, Salzschmelze.

  • Schmelzen

    Übergang eines Körpers aus dem festen in den flüssigen Aggregatzustand. Die Temperatur, bei der sich dieser Übergang vollzieht, wird als Schmelztemperatur, Schmelzpunkt oder Fusionspunkt bezeichnet (Abk. Fp.). Sie ist außer vom Material auch vom Druck abhängig.

  • Schmelzflusselektrolyse

    Abscheidung eines Metalls aus einem schmelzflüssigen Gemisch von Salzen bei hoher Stromstärke (bis 150 000 A), aber geringer Spannung (1 bis 6 V). Die Schmelzflusselektrolyse dient v. a. zur Gewinnung von Metallen, die wegen ihrer großen Affinität zu Sauerstoff auf normalem chemischem Wege nur schwer oder überhaupt nicht aus den Oxiden zum Metall reduziert werden können. Man gewinnt damit z. B. Alkalimetalle, Erdalkalimetalle und Titan. Besondere Bedeutung hat die Schmelzflusselektrolyse für die Gewinnung von Aluminium erlangt: Da Aluminiumoxid, Al2O3, einen sehr hohen Schmelzpunkt hat (2050...

  • Schutzgas

    Inertes Gas, meist Stickstoff, N2, oder Argon, Ar, das empfindliche Stoffe vor der Einwirkung von (Luft)Sauerstoff oder anderen aggressiven Gasen schützt.

  • Schwarzpulver

    Aus Schwefel, Holzkohle und Kalium- oder Natriumnitrat hergestelltes, fein gepulvertes Gemenge, das früher als Schießpulver verwendet wurde.

  • Schwefel

    Chemisches Element der VI. Hauptgruppe, Zeichen S, OZ 16, relative Atommasse 32,07; Mischelement. Physikalische Eigenschaften: Schwefel tritt in mehreren allotropen Modifikationen auf: Bei Normaltemperatur in leuchtend gelben, rhombischen Kristallen (α-Schwefel, Dichte 2,07 g/cm³, Fp. 112,8 °C), oberhalb 95,6 °C als monokliner hellgelber β-Schwefel (Dichte 1,96 g/cm³); oberhalb des Schmelzpunkts von 119 °C bildet Schwefel eine leicht bewegliche gelbe Flüssigkeit (λ-Schwefel), die ab 160 °C in eine rotbraune viskose Masse (µ-Schwefel) übergeht. Ab 200 °C wird die Schmelze dünnflüssig, bei 444,6...

  • Schwefeldioxid

    SO2: Ein farbloses, stechend riechendes Gas; es entsteht beim Verbrennen von Schwefel oder Rösten von Sulfiden; seine wässrige Lösung ist die schweflige Säure, H2SO3, eine schwache Säure, von der sich die Sulfite ableiten. Das durch katalytische Oxidation von Schwefeldioxid gewonnene Schwefeltrioxid, SO3, dient vor allem zur Herstellung von Schwefelsäure, H2SO4. Schwefeldioxid findet sich in allen aus schwefelhaltigen Brennstoffen entstehenden Abgasen und ist ein luftverunreinigender Schadstoff (saurer Regen).

  • Schwefelsäure

    H2SO4: Sauerstoffsäure des positiv sechswertigen Schwefels. Wasserfreie Schwefelsäure ist eine farblose, ölige Flüssigkeit, Dichte 1,84 g/cm³ bei 20 °C, Fp. 10 °C, Sp. 338 °C. Konzentrierte Schwefelsäure ist meist 98 %ig, die Akkumulatorsäure etwa 30 %ig, verdünnte Schwefelsäure 16 %ig. Konzentrierte Schwefelsäure, die zusätzlich Schwefeltrioxid gelöst enthält, wird Oleum genannt. Konzentrierte Schwefelsäure ist außerordentlich hygroskopisch: Sie entzieht Wasser sogar organischen Substanzen (z. B. Zucker), wobei diese verkohlen. In Wasser löst sie sich unter starker Wärmeentwicklung und darf...

  • Schweißen

    Schaffung einer festen mechanischen Verbindung zweier Metall-, Metalllegierungs- oder Kunststoffteile, wobei Grundmaterial und Schweißstelle ein weitgehend gleichartiges Ganzes bilden. Das Metallschweißen ist das Vereinigen metallischer Werkstoffe unter Anwendung von Wärme und/oder Druck, und zwar mit oder ohne Zusetzen von gleichartigen Werkstoffen, die den gleichen oder nahezu gleichen Schmelzbereich haben. Beim Kunststoffschweißen werden die thermoplastischen Werkstoffe mithilfe von Hochfrequenzstrom oder Heißluft bis zum Schmelzbeginn erwärmt und mit oder ohne Druckeinwirkung bzw. unter...

  • schweres Wasser

    D2O: Wasser, bei dem die Moleküle statt des gewöhnlichen Wasserstoffs mit der Massenzahl 1 den schweren Wasserstoff (Deuterium, chemisches Symbol D oder 2H) enthalten, dessen Massenzahl 2 beträgt. Physikalisch unterscheidet sich schweres Wasser von normalem Wasser, H2O, erheblich. Unter Normalbedingungen erstarrt es bei 3,82 °C und siedet bei 101,42 °C. Seine größte Dichte (1,107 g/cm³) erreicht es bei 11,6 °C. Schweres Wasser wird durch Elektrolyse aus natürlichem Wasser gewonnen; es reichert sich bis über 98 % im Rückstand an. Verwendet wird schweres Wasser vorwiegend als Moderator in...

  • Schwermetalle

    Metalle, deren Dichte größer als 4,5 ist. Es gibt mehr als 60 Schwermetalle. Zu ihnen zählen ausnahmslos alle Edelmetalle mit einer Dichte von mehr als 9,5 g/cm³. Die hohe Dichte der Schwermetalle ist auf den verhältnismäßig kleinen Atomdurchmesser zurückzuführen. Die wichtigsten Schwermetalle sind Eisen, Kupfer, Blei, Zink, Zinn, Nickel, Chrom, Uran, Silber, Gold und Platin. Die größten Dichten haben Iridium mit 22,65 g/cm³ und Osmium mit 22,61 g/cm³. Viele Schwermetalle sind toxisch (besonders Cadmium, Quecksilber, Blei); sie können sich in der Nahrungskette anreichern, da einige ihrer...

  • Selbstentzündung

    Entflammung bestimmter Stoffe ohne äußere Einwirkung. Da die Entzündungstemperatur dieser Stoffe sehr niedrig liegt, genügt die durch spontane chemische Reaktionen (z. B. Oxidation) oder durch physikalische Vorgänge (z. B. Reibung) im Inneren oder an der Oberfläche frei werdende Energie, die Entzündung herbeizuführen. Selbstentzündlich sind z. B. Stoffe wie weißer Phosphor, frisch geglühte Holzkohle, feuchtes Heu und manche feinen Metallpulver.

  • Sieden

    (Verdampfen): Übergang eines flüssigen Körpers in den gasförmigen Aggregatzustand beim Erreichen der (druckabhängigen) Siedetemperatur. Im Gegensatz dazu erfolgt das Verdunsten unterhalb der Siedetemperatur. Beim Sieden vollzieht sich der Übergang in den gasförmigen Aggregatzustand in allen Teilen der Flüssigkeit, beim Verdunsten dagegen nur an der Oberfläche. Deshalb ist der Siedevorgang am Aufsteigen von (Dampf-)Blasen erkennbar (Verdampfen).

  • Siedepunktserhöhung

    Phänomen, dass gelöste Stoffe, abhängig von ihrer Konzentration, den Siedepunkt des Lösungsmittels erhöhen. Anhand dieses Effekts kann wie mit der Gefrierpunktserniedrigung die Molmasse eines löslichen Stoffs bestimmt werden (ebullioskopische Methode). Die Siedepunktserhöhung ist der Molarität des gelösten Stoffs proportional. Die Molmasse errechnet sich nach der Beziehung \(M=\frac{m}{\Delta t_Sm_L }\) (m Masse des gelösten Stoffes, M Molmasse des gelösten Stoffes, ΔtS Siedepunktserhöhung, mL Masse des Lösungsmittels).

  • Siedetemperatur

    (Siedepunkt): Diejenige Temperatur, bei der ein flüssiger Körper in allen seinen Teilen (also nicht nur an der Oberfläche) bei Zufuhr von (Wärme-)Energie ohne Temperaturerhöhung in den gasförmigen Aggregatzustand übergeht. Die Siedetemperatur ist nicht nur vom Material, sondern auch in starkem Maße vom Druck über der Flüssigkeitsoberfläche abhängig.

  • Silber

    Chemisches Element der I. Nebengruppe, Zeichen Ag (lat. argentum), OZ 47, relative Atommasse 107,87; Mischelement. Physikalische Eigenschaften: Weiß glänzendes, polierbares Schwermetall. Silber ist der beste Strom- und Wärmeleiter und nach Gold das dehnbarste Metall; Fp. 961,78 °C, Sp. 2162 °C, Dichte 10,5 g/cm³. Chemische Eigenschaften: Gegen Luft und nicht oxidierende Säuren beständiges Edelmetall. Silber wird in schwefelwasserstoffhaltiger Luft schwarz (Bildung von Silbersulfid, Ag2S). Darstellung: Silber wird aus seinen Erzen, in denen es gediegen oder häufiger sulfidisch vorliegt, durch...

  • Silicium

    [lat. silex »(Quarz-)Kiesel«]: Chemisches Element der IV. Hauptgruppe, Zeichen Si, OZ 14, relative Atommasse 28,09; Mischelement. Physikalische Eigenschaften: Silicium bildet kubische, metallisch glänzende, dunkelgraue bis schwarze Kristalle (die Gitterstruktur ist die gleiche wie die des Diamanten); sehr spröde, härter als Glas; leitet den elektrischen Strom (Leitfähigkeit nimmt mit steigender Temperatur zu, Halbleiter); Dichte 2,33 g/cm³, Fp. 1414 °C, Sp. 3265 °C. Chemische Eigenschaften: Silicium verbrennt bei großer Hitze zu Siliciumdioxid, SiO2, mit Fluor reagiert es schon bei...

  • Siliciumdioxid

    SiO2: In der Natur weit verbreiteter, sehr harter, kristalliner oder amorpher Feststoff. In ihm ist jedes Siliciumatom tetraedrisch von vier Sauerstoffatomen umgeben. Jedes Sauerstoffatom ist wiederum mit zwei Siliciumatomen so verbunden, dass ein dreidimensionales Atomgitter entsteht, ähnlich wie in Kieselsäuren. Die Silicium-Sauerstoff-Einfachbindungen sind stark polar. Das ist einer der Gründe für ihre große Stabilität. Siliciumdioxid kommt in der Natur in mehreren Modifikationen vor, deren weitaus wichtigste und beständigste der Quarz ist.Sämtliche Erscheinungsformen des Siliciumdioxids...

  • Spannungsreihe

    Einordnung der chemischen Elemente, insbesondere der Metalle, nach der Größe der Potenzialdifferenz, die sich an der Phasengrenze bei jedem dieser Elemente ergibt, wenn sie in einen Elektrolyten eintauchen. Dieses elektrolytische Potenzial kann man nicht direkt messen, sondern nur relativ zu einem Referenzpotenzial. Dazu misst man die Spannung eines galvanischen Elements, dessen einer Pol das einzuordnende Element und dessen anderer Pol eine Normalwasserstoffelektrode ist. Das Element taucht hierbei als Elektrode in eine Lösung, die 1 mol Ionen des Metalls pro Liter enthält. Die nun...

  • Spiritus

    [lat. »Hauch«, »Geist«]: Durch Vergällungsmittel denaturierter Alkohol (Ethylalkohol).

  • Stickstoff

    Chemisches Element, V. Hauptgruppe; Zeichen N, OZ 7, relative Atommasse 14,01, Mischelement. Physikalische Eigenschaften: Farb- und geruchloses, geschmackfreies, unbrennbares Gas mit einer Dichte von 1,25 g/l; Fp. -210 °C, Sp. -195,8 °C. Chemische Eigenschaften: Stickstoff existiert in Form sehr stabiler Moleküle, N2; er ist daher chemisch sehr reaktionsträge und wenig wasserlöslich. Mit Lithium und mit den Metallen der Erdalkaligruppe verbindet er sich leicht zu Nitriden. Mit anderen Elementen reagiert er nur bei höheren Temperaturen oder unter dem Einfluss von Katalysatoren. Gewinnung: Durch...

  • Stickstoffgruppe

    Die V. Hauptgruppe des Periodensystems der Elemente: Stickstoff, N, Phosphor, P, Arsen, As, Antimon, Sb, und Bismut, Bi.

  • Stöchiometrische Formeln

    (Verhältnisformeln, Substanzformeln) geben an, welche Arten von Atomen in der betreffenden Verbindung vorliegen und in welchem Zahlenverhältnis sie zueinander stehen. So sagt z. B. die Formel Al2O3 aus, dass die betreffende Verbindung (Aluminiumoxid) aus den Elementen Aluminium und Sauerstoff besteht und dass Aluminiumatome und Sauerstoffatome im Mengenverhältnis 2:3 vorliegen. Stöchiometrische Formeln werden hauptsächlich für Ionenverbindungen verwendet, die in Form eines ausgedehnten, dreidimensionalen Gitters vorliegen.

  • Stoff

    (Substanz): Diejenige Materie, die in Form von festen, flüssigen oder gasförmigen Atom-, Ionen- oder Molekülverbänden oder Mischungen daraus in Erscheinung tritt. Erst wenn Atome, Ionen oder Moleküle in genügend großer Anzahl zusammengelagert sind, kann von einem Stoff gesprochen werden. Es gibt unzählig viele solcher aus Atom-, Ionen- oder Molekülverbänden bestehender, raumerfüllender, greif barer, mechanisch bearbeitbarer Stoff. Jeder einzelne von ihnen ist unabhängig von Größe und Gestalt gekennzeichnet durch gleichbleibende charakteristische, also spezifische Eigenschaften, z. B. Dichte...

  • Stoffmenge

    (Teilchenzahl): Eine Basisgröße, mit der die Quantität einer Stoffportion auf der Grundlage der Anzahl der darin enthaltenen Teilchen bestimmter Art angegeben wird. SI-Einheit der Stoffmenge ist das Mol.

  • Stoßtheorie

    Modell zur Interpretation von Reaktionsgeschwindigkeiten auf molekularer Ebene. Man geht dabei von folgenden Vorstellungen aus: Die an der Reaktion beteiligten Teilchen (Atome, Moleküle) werden als starre Kugeln betrachtet, die sich mit steigender Temperatur immer schneller bewegen. Voraussetzung für den Ablauf einer (makroskopisch beobachtbaren) Reaktion ist ein Zusammenstoßen der beteiligten Teilchen. Es gibt nichtreaktive und reaktive Stöße. Damit ein Stoß reaktiv ist, müssen die Teilchen eine bestimmte Mindestenergie und eine gewisse räumliche Orientierung zueinander haben. Je größer die...

  • Streusalz

    (Tausalz): Gemahlenes Steinsalz (Natriumchlorid), das als Auftaumittel zum Entfernen von Schnee und Eis v. a. auf Verkehrswegen verwendet wird. Streusalz ist meist eingefärbt und durch Zusatz von Eisenoxiden ungenießbar gemacht. Es wird wegen seiner für Pflanzen schädlichen und in Bezug auf Materialien korrodierenden Wirkung heute z. T. durch andere Salzgemische (z. B. mit Calciumchlorid, Magnesiumchlorid, Ammoniumsalze) ersetzt. Funktionsweise: Siehe Kältemischung.

  • Strontium

    [nach dem Ort Strontian im Nordwesten Schottlands]: Chemisches Element der II. Hauptgruppe, Zeichen Sr, OZ 38, relative Atommasse 87,62; Mischelement. Physikalische Eigenschaften: Strontium ist ein silberweißes, sehr unedles Leichtmetall (Erdalkalimetall), Dichte 2,64 g/cm³, Fp. 777 °C, Sp. 1382 °C. Chemische Eigenschaften: Sehr reaktionsfähig, geht an feuchter Luft schnell in Strontiumhydroxid, Sr(OH)2, über; die Strontiumverbindungen sind denen des Calciums und Bariums sehr ähnlich. Darstellung: Strontium wird durch Schmelzflusselektrolyse aus Strontiumchlorid gewonnen. Verwendung: in der...

  • Sulfate

    [zu lat. sulfur »Schwefel«]: Die Salze der Schwefelsäure, H2SO4. Die neutralen (normalen, sekundären) Sulfate haben die allgemeine Formel \(\ce {M}_2^I\ce {SO_4} \), als Anion (Säurerest) enthalten sie also das Sulfat-Ion, \(\ce{SO4^2}\). Sulfate sind von nahezu sämtlichen Metallen bekannt. Bis auf die von Calcium, Strontium, Barium und Blei gehen sie in Wasser leicht in Lösung. Viele dieser Salze kristallisieren aus ihren wässrigen Lösungen mit Kristallwasser aus.

  • Sulfide

    Verbindungen des Schwefels mit stärker elektropositiven Elementen (meist Metallen). Die Sulfide können als Salze der Säure Hydrogensulfid (Schwefelwasserstoff, H2S) aufgefasst werden; allerdings sind nur die Alkali- und Erdalkalisulfide (z. B. Natriumsulfid, Na2S, oder Magnesiumsulfid, MgS) reine Ionenverbindungen. Bei allen anderen Metallsulfiden liegen Übergänge zwischen Ionen- und Atomgittern bzw. zwischen Ionen- und Metallgittern vor. Deshalb lösen sich auch nur die Alkali- und Erdalkalisulfide als echte Salze leicht in Wasser.

  • Suspension

    [lat. suspensio »Unterbrechung «] (Aufschwemmung): Gemenge aus unlöslichen Feststoffteilchen und einer Flüssigkeit, z. B. Lehm oder Sand in Wasser. Die Teilchen, die in der Flüssigkeit feinst verteilt (dispergiert) sind (disperses System), haben dabei einen Durchmesser von 10–5 cm (100 nm) und mehr und setzen sich im Laufe der Zeit am Boden ab, was durch Zentrifugieren noch beschleunigt werden kann.

  • Synthese

    [griech. synthesis »Zusammensetzung«]: In der Chemie Bezeichnung für die Herstellung von anorganischen und organischen chemischen Verbindungen. Man unterscheidet die Totalsynthese, bei der man von den Elementen oder einfach gebauten Verbindungen ausgeht und diese in mehr oder weniger zahlreichen Reaktionsstufen umsetzt, und die Partialsynthese (Teilsynthese), bei der man von Substanzen ausgeht, in denen das Molekülgerüst des herzustellenden Stoffs bereits vorgebildet ist. Synthesen werden in chemischen Laboratorien sowie in der Großtechnik durchgeführt. Der Aufbau organischer Substanzen im...