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  • Magnesium

    [zu griech. magnetis lithos »Stein aus Magnesia«, »Magnet«]: Chemisches Element der II. Hauptgruppe, Zeichen Mg, OZ 12, relative Atommasse 24,31, Mischelement. Physikalische Eigenschaften: Silberglänzendes, relativ weiches Metall, Dichte 1,74 g/cm³, Fp. 650 °C, Sp. 1090 °C. Chemische Eigenschaften: Erdalkalimetall, unedel, wird schon von verdünnten Säuren unter Wasserstoffentwicklung aufgelöst. Es überzieht sich an der Luft mit einer dichten, mattweißen Oxidschicht und verbrennt bei über 500 °C grell weiß leuchtend zu Magnesiumoxid, MgO. Darstellung: Durch Schmelzflusselektrolyse aus...

  • MAK

    Abk. für maximale Arbeitsplatzkonzentration: Die höchste zulässige Konzentration eines Stoffes in der Luft am Arbeitsplatz. Sie ist diejenige Konzentration, die nach dem gegenwärtigen Stand der Kenntnisse auch bei langfristiger Exposition die Gesundheit des Beschäftigten nicht beeinträchtigt. Die MAK-Werte werden von einer Kommission der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) alljährlich festgelegt.

  • Mangan

    [zu ital. manganese bzw. lat. magnes »Magnet«]: Chemisches Element aus der VII. Nebengruppe, Zeichen Mn, OZ 25, relative Atommasse 54,94, Reinelement. Physikalische Eigenschaften: In reinem Zustand ist Mangan ein silberweißes Metall, Dichte 7,44 g/cm³, Fp. 1246 °C, Sp. 2061 °C, hart und spröde. Chemische Eigenschaften: Unedles Metall, löst sich leicht in verdünnten Säuren unter Bildung von Mangan(II)-Salzlösungen und Wasserstoff; wird schon von Wasser bei Raumtemperatur langsam angegriffen; an offener Luft verbrennt es zu Mangan(II,III)- Oxid, Mn3O4. Gewinnung: Im Hochofen zusammen mit Eisen...

  • Maßanalyse

    (Titrimetrie, Volumetrie): Verfahren zur Ermittlung einer gelösten Stoffmenge durch Messung eines geeigneten Reagenzumsatzes. Für die Bestimmung (Titration) benötigt man eine Reagenzlösung (Maßlösung) bekannter Konzentration (Titer) sowie auf Auslauf geeichte Gefäße (Büretten, Pipetten usw.). Als Maßlösungen werden meist Normallösungen (z. B. 1 N, 0,1 N oder 0,01 N) verwendet. Zur Maßanalyse eignen sich Fällungsreaktionen (Fällungstitration) und Farbreaktionen. Bei den Fällungsreaktionen ist der Titrationsendpunkt erreicht, wenn bei weiterem Reagenzzusatz kein Reaktionsprodukt mehr ausfällt...

  • Messzylinder

    Glasgerät zur Abschätzung einer umzufüllenden Flüssigkeitsmenge. Die Teilstriche nennt man Graduierung. Abgelesen wird am untersten Punkt des Meniskus.

  • Metallbindung

    Die Atome der typischen Metalle besitzen nur wenige (meist 1 bis 3) Außenelektronen. Eine Atombindung zwischen Metallatomen eines (hypothetischen) Metallmoleküls würde im Unterschied zu Nichtmetallatomen nicht zu einer Edelgaskonfiguration der Atome führen. Lediglich von den Alkalimetallen existieren zweiatomige Moleküle, und zwar im gasförmigen Zustand. Nach dem klassischen Modell der Metallbindung (auch metallische Bindung genannt) werden bei Metallen und ihren Legierungen die Atome zu einem Metallgitter zusammengelagert, in dem leicht bewegliche Elektronen vorhanden sind. Auf diese ist die...

  • Metalle

    Sammelbezeichnung für solche chemischen Elemente und ihre Legierungen, die eine mit steigender Temperatur abnehmende, bei Raumtemperatur jedoch noch verhältnismäßig große Leitfähigkeit für elektrischen Strom besitzen, die auf der freien Beweglichkeit von Elektronen beruht. Die Metalle sind mit Ausnahme des Quecksilbers bei Raumtemperatur fest; sie glänzen stark und lassen sich durch Krafteinwirkung mechanisch verformen. Die Atome eines Metalls werden durch die Metallbindung zusammengehalten. Von den bis heute bekannten 118 chemischen Elementen zählen mindestens 80 zu den Metalle, nämlich alle...

  • Methanol

    (Methylalkohol), CH3OH: Einfachster Alkohol, farblose, sehr giftige, mit Wasser und organischen Lösungsmitteln mischbare Flüssigkeit, Sp. 64,5 °C. Methanol wird technisch aus Kohlenstoffmonooxid oder -dioxid und Wasserstoff unter Einwirkung von Druck und Katalysatoren hergestellt. Es ist ein wichtiges Lösungsmittel sowie Zwischenprodukt u. a. bei der Herstellung von Formaldehyd (Methanal) und Methylaminen.

  • Minuspol

    [zu lat. minus »weniger« und griech. polos »Drehpunkt«]: Der Pol einer elektrochemischen Zelle, aus dem Elektronen austreten. Beim Entladen wirkt die mit dem Minuspol verbundene Elektrode als Anode (galvanisches Element). Beim Laden werden die Pole des Elements gleichnamig mit der äußeren Stromquelle verbunden und Polung und Stromrichtung kehren sich um.

  • Mol

    [abgeleitet von Molekül]: Einheitenzeichen Mol, SI-Einheit der Stoffmenge (Teilchenmenge). Festlegung: Ein Mol ist die Stoffmenge eines Systems bestimmter Zusammensetzung, das aus ebenso vielen Teilchen besteht, wie Atome in 0,012 Kilogramm des Kohlenstoffnuklids 12C enthalten sind. Die in dieser Definition des Mols implizit enthaltene Teilchenzahl ist die Avogadro-Konstante NA: NA = 6,022142 • 1023 Mol–1 . Das Mol hängt eng mit der atomaren Masseneinheit u zusammen, denn es gilt: 1 g = 6,022 • 1023 u.

  • Molalität

    Konzentrationsangabe für Lösungen. Die Molalität wird gewöhnlich in der Einheit 1 Mol/kg gemessen und ist dann zahlenmäßig gleich der Anzahl der Mole, die in 1 kg Lösungsmittel gelöst sind. Beispiel: Eine 1-molale wässrige Lösung von Schwefelsäure, H2SO4, wird hergestellt, indem man 1 Mol H2SO4 (98,08 g) zu 1000 g Wasser gibt. Das Volumen spielt dabei (im Gegensatz zur Molarität) keine Rolle. Die Molalität einer Lösung ist daher temperaturunabhängig.

  • molare Masse

    Eine stoffspezifische Größe in der Einheit 1 g/Mol, deren Zahlenwert mit dem der Molekülmasse übereinstimmt.

  • Molarität

    (Stoffmengenkonzentration): Konzentrationsangabe für Lösungen; SI-Einheit: 1 Mol/m³ (gebräuchlicher: 1 Mol/l); Quotient aus der gelösten Stoffmenge (in Mol) des gelösten Stoffes und des Volumens (in m³ bzw. l) der Lösung (nicht des Lösungsmittels!). Eine einmolare Salzsäure (1 M Salzsäure) z. B. besitzt die Konzentration c = 1 Mol/l. Da die Molarität einer Lösung temperaturabhängig ist, bezieht man die Angabe der molaren Konzentration üblicherweise auf eine Temperatur von 20 °C.

  • Molekül

    [zu lat. molesculus »kleine Masse«] (Molekel): In sich abgeschlossenes, aus einer charakteristischen Anzahl gleichartiger oder verschiedenartiger Atome aufgebautes neutrales, seltener geladenes Masseteilchen, das als individuelle Einheit existieren kann. Der Zusammenhalt der Atome in einem Molekül erfolgt durch Atombindungen. Moleküle aus gleichartigen Atomen liegen z. B. in den elementaren Gasen wie Wasserstoff, H2, oder Chlor, Cl2, vor, aber auch bei anderen Stoffen, z. B. bei Phosphor P4 oder Schwefel S8. Aus verschiedenartigen Atomen sind die Molekül von Verbindungen aufgebaut. Die Art und...

  • Molekülformeln

    (Bruttoformeln, Summenformeln), sind Formeln, die neben dem Zahlenverhältnis auch angeben, wie viele Atome jeder Art am Aufbau des Moleküls tatsächlich vorhanden sind. So besitzt z. B. Ethin (Acetylen) die Verhältnisformel CH, da es Kohlenstoffatome und Wasserstoffatome im Verhältnis 1:1 enthält. Dagegen lautet die Molekülformel C2H2, da jedes Ethinmolekül zwei Kohlenstoffatome und zwei Wasserstoffatome enthält. Phosphorpentoxid hat die Verhältnisformel P2O5, aber die Molekülformel P4O10.

  • Molekülmasse

    Masse eines Moleküls, ausgedrückt in atomaren Masseneinheiten (u). Die Molekülmasse ist die Summe der Atommassen der Atome eines Moleküls. Die relative Molekülmasse ist eine Verhältnisgröße und gleicht dem Zahlenwert der in atomaren Masseneinheiten gemessenen Molekülmasse. Beispielsweise hat das Wassermolekül H2O die Molekülmasse (1 + 1 + 16) u = 18 u und die relative Molekülmasse 18.

  • Molekülverbindung

    Substanz, die aus einzelnen Molekülen zusammengesetzt ist. Dies trifft für alle gasförmigen und für viele flüssige und feste Verbindungen zu. Der Begriff dient zur Abgrenzung von Ionenverbindungen.

  • Molvolumen

    (molares Volumen), Formelzeichen Vm: Quotient aus dem Volumen V und der Anzahl n der Mole eines Stoffes (Vm = V/n). SI-Einheit: 1 m³/Mol (gebräuchlicher: 1 l/Mol). Das Molvolumen des idealen Gases bei einer Temperatur von 0 °C und einem Druck von 1013,25 hPa beträgt 22,414 l/Mol.

  • Mörser

    (Reibeschale): Gerät, das zusammen mit dem stempelförmigen Pistill zur Zerreibung und Durchmischung grobkörniger Substanzen dient.

  • Münzmetalle

    Die Metalle der ersten Nebengruppe des Periodensystems: Kupfer, Silber, Gold. Aus diesen wurden früher Münzen hergestellt. Heute verwendet man dazu Legierungen oder Verbundstoffe aus Kupfer, Nickel, Zink und Eisen.