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  • Calcium

    [zu lat. calx, calcis »Kalkstein«, »Kalk«]: Chemisches Element der II. Hauptgruppe, Zeichen Ca, OZ 20, relative Atommasse 40,08, Mischelement. Physikalische Eigenschaften: Silberweißes, weiches, glänzendes, an der Luft jedoch schnell anlaufendes Metall von guter elektrischer Leitfähigkeit, Dichte 1,55 g/cm³; Fp. 842 °C, Sp. 1484 °C. Chemische Eigenschaften: Erdalkalimetall, verbrennt an der Luft zu Calciumoxid, CaO, und Calciumnitrid, Ca3N2 (rote Flammenfärbung), mit Wasser wird unter Wasserstoffentwicklung Ca(OH)2 gebildet. Beim Erhitzen mit Chlor, Brom oder Iod reagiert Calcium heftig...

  • Carbonsäuren

    Organische Verbindungen, die eine oder mehrere Carboxylgruppen enthalten. Dementsprechend unterscheidet man zwischen Monocarbonsäuren, Dicarbonsäuren usw. Die Säurewirkung der Carboxylgruppe, d. h. die Fähigkeit, ein Proton abzuspalten, wird durch Elektronendelokalisierung (Mesomerie) im Anion der Carbonsäure, dem Carboxylat-Ion, begünstigt. Die Carboxylgruppe kann an einen Alkyl-, Cycloalkyl- oder Arylrest gebunden sein. Die Benennung der Carbonsäuren erfolgt, indem an den Namen des zugrunde liegenden Kohlenwasserstoffs die Endung „-säure“ angehängt wird. Bei cyclischen Carbonsäuren wird das...

  • Celsius-Skala

    [nach Anders Celsius; * 1701, † 1744]: Eine Temperaturskala, bei der der Abstand zwischen dem Gefrierpunkt und dem Siedepunkt des Wassers in 100 gleiche Teile (Celsius-Grade, °C) unterteilt ist.

  • Chalkogene

    [zu griech. chalkos »Erz«, »Metall«, »Kupfer«, gennan »erzeugen«]: Die VI. Hauptgruppe im Periodensystem der Elemente. Sie enthält die Elemente Sauerstoff (O), Schwefel (S), Selen (Se) und Tellur (Te). Sauerstoff und Schwefel sind Nichtmetalle, Selen und Tellur Halbmetalle. Alle Chalkogene bilden Wasserstoffverbindungen und setzen sich leicht mit Metallen um.

  • Chemische Bindung

    Chemische Bindungen sorgen für den Zusammenhalt der Atome in Molekülen, Salzen und Metallen. Im weiteren Sinn zählen hierzu auch die zwischenmolekularen Wechselwirkungen. Die Stärke einer Bindung spiegelt sich in ihrer Bindungsenergie wider. Im Wesentlichen unterscheidet man fünf Arten der chemischen Bindung: die Atombindung, die Ionenbindung, die Metallbindung sowie die Wasserstoffbrückenbindung und die Van-der-Waals-Bindung (zwischenmolekulare Wechselwirkungen). Die relativen Bindungsstärken der Atom-, Ionen- und Metallbindungen sind in etwa vergleichbar, die Wasserstoffbrückenbindungen sind...

  • chemische Elemente

    Chemische Elemente sind Grundstoffe, die sich mit chemischen Methoden nicht in einfachere Stoffe zerlegen lassen. Die kleinsten Teilchen eines chemische Elements sind die Atome. Ein chemisches Element ist dadurch gekennzeichnet, dass es ausschließlich Atome derselben Ordnungszahl (Protonenzahl) enthält. So wird z. B. das chemisch Element Schwefel ausschließlich von Atomen der Ordnungszahl 16 gebildet. Bis heute sind 118 Elemente bekannt, das schwerste von ihnen hat die Ordnungszahl 118. Mit der Ordnungszahl ändern sich die Eigenschaften der Elemente periodisch. Die meisten Elemente sind...

  • Chemische Formeln

    International festgelegte Schreibweise der chemischen Verbindungen mithilfe von Symbolen. Chemische Formeln beschreiben die Zusammensetzung der Substanzen, teilweise auch die räumliche Anordnung der Atome bzw. Atomgruppen im Molekül. Je nach Informationsgehalt unterscheidet man verschiedene Arten von chemischen Formeln: 1. Stöchiometrische Formeln (Verhältnisformeln, Substanzformeln) 2. Molekülformeln (Bruttoformeln, Summenformeln) 3. Konstitutionsformeln (Strukturformeln) 4. Elektronenformeln (Valenzstrichformeln)

  • Chemische Reaktionen

    Vorgänge, bei denen sich Stoffe in andere Stoffe mit völlig anderen Eigenschaften umwandeln. Bei den chemischen Reaktionen erfolgen Veränderungen in den Elektronenhüllen der Atome der Reaktionspartner (Atommodell). Diejenigen Stoffe, die zu Beginn der Reaktion vorliegen, werden Ausgangsstoffe oder Edukte genannt, die bei der Reaktion neu gebildeten Stoffe heißen Endstoffe oder (Reaktions-) Produkte. Alle chemischen Reaktionen sind von einem Energieumsatz begleitet. Die Reaktionswärme ΔH (Enthalpie) einer Reaktion ergibt sich aus der Differenz zwischen den Energieinhalten der Reaktionsprodukte...

  • Chemische Verbindung

    Reine Stoffe, die aus zwei oder mehr Elementen in einem bestimmten Verhältnis zusammengesetzt sind, z. B. Bornitrid, BN, Wasser, H2O, oder Calciumcarbonat, CaCO3. Entsprechend der Anzahl der beteiligten Atomarten wird unterschieden zwischen binären (aus zwei Bestandteilen bestehenden) Verbindungen, ternären (aus drei Bestandteilen bestehenden) Verbindungen, quaternären (aus vier Bestandteilen bestehenden) Verbindungen usw. Nach Art der chemischen Bindung zwischen den Atomen lassen sich polare, unpolare und intermetallische Verbindungen und Ionenverbindungen unterscheiden. Zurzeit sind über 27...

  • Chlor

    [zu griech. chloros »gelbgrün«]: Chemisches Element der VII. Hauptgruppe, Zeichen Cl, OZ 17, relative Atommasse 35,45, Mischelement. Physikalische Eigenschaften: Gelbgrünes Gas, das in Form von Chlormolekülen, Cl2, vorliegt; Dichte (bei 0 °C) 3,21 g/l, Fp. -101,5 °C, Sp. -34,04 °C; in Wasser ist Chlor mäßig löslich (Chlorwasser). Chemische Eigenschaften: Sehr reaktionsfähiges Halogen, das sich mit fast allen Elementen, am heftigsten mit Alkalimetallen, verbindet. Chlor riecht stechend und ist sehr giftig. Es tritt in Verbindungen in den Wertigkeitsstufen -1, +1, +3, +5 und +7 auf. Gewinnung...

  • Chloralkalielektrolyse

    Ein technisches Verfahren zur Gewinnung von Chlor, Alkalilaugen (v. a. Natronlauge) und Wasserstoff aus Alkalichloriden (v. a. Natriumchlorid) in wässriger Lösung durch Elektrolyse. Dabei scheidet sich an der Anode Chlor ab, an der Kathode entsteht zunächst Natrium, das mit dem vorhandenen Wasser zu Natriumhydroxid und Wasserstoff reagiert.

  • Chlorate

    Salze der Chlorsäure, HClO3. Gemische aus Chloraten und oxidierbaren Stoffen, z. B. Schwefel, Phosphor oder Zucker, sind explosiv und sehr reibungs- und stoßempfindlich. Verwendung: Als Oxidationsmittel in der Feuerwerkerei und in der Zündmasse von Zündhölzern, als Antiseptikum und zur Unkrautvernichtung.

  • Chloride

    Salze, in denen das Chlor mit negativer Ladung auftritt. In erster Linie zählen dazu die Salze der Salzsäure, HCl, z. B. Calciumchlorid, CaCl2. Früher wurden auch chlorsubstituierte organische Verbindungen, bei denen das Chloratom kovalent gebunden ist, als Chloride bezeichnet (Halogenkohlenwasserstoffe). Ein Beispiel ist das Methylchlorid, CH3Cl, das korrekt als Monochlormethan bezeichnet werden muss.

  • Chlorwasser

    Lösung von Chlor in Wasser; ein Teil der Chlormoleküle, Cl2, reagiert in Wasser unter Disproportionierung: Cl2 + 2 H2O ⇌ HOCl + H3O+ + Cl– Das Gleichgewicht liegt auf der rechten Seite. Die gebildete hypochlorige Säure (unterchlorige Säure), HOCl, zerfällt in Chlorwasserstoff und Sauerstoff. Der entstehende Sauerstoff verursacht auch die stark oxidierende Wirkung von feuchtem Chlor.

  • Chlorwasserstoff

    HCl: Farbloses, stechend riechendes, unbrennbares Gas. Die wässrige Lösung des Chlorwasserstoff ist die technisch äußerst wichtige Salzsäure (Chlorwasserstoffsäure).

  • Chrom

    [von griech. chroma »Farbe«]: Chemisches Element der VI. Nebengruppe, Zeichen Cr, OZ 24, relative Atommasse 51,99, Mischelement. Physikalische Eigenschaften: Silberglänzendes, zähes Metall, Dichte 7,18 g/cm³, Fp. 1907 °C, Sp. 2671 °C. Chemische Eigenschaften: Chrom ist bei normalen Temperaturen beständig gegen Luft und Wasser, mit oxidierenden Säuren bildet es eine sehr widerstandsfähige Oxidhaut. Herstellung: Durch Reduktion von Chromit, FeCr2O4, mit Kohle in Form der Legierung Ferrochrom oder nach Überführung des Chromit in Chrom(III)-Oxid durch Reduktion mit Aluminium. In seinen...

  • Chromatografie

    [zu griech. chroma »Farbe«, grafein »schreiben«]: Verfahren zur Trennung eines Stoffgemisches in seine Einzelbestandteile. Das zu trennende Gemisch wird dabei über zwei Phasen verteilt. Die eine Phase ist unbeweglich (stationäre Phase), die andere ist beweglich (mobile Phase) und durchwandert die stationäre Phase. Die stationäre Phase kann ein fein verteilter Feststoff oder eine durch ein festes Trägermaterial stationär gehaltene Flüssigkeit sein. Bei der mobilen Phase handelt es sich entweder um eine mit der stationären Phase nicht mischbare Flüssigkeit oder um ein in der unbeweglichen Phase...

  • Citronensäure

    (Zitronensäure, 2-Hydroxypropantricarbonsäure): In reiner Form farblose, kristalline Substanz, die in Zitronen und anderen Früchten, wie z. B. Johannisbeeren, enthalten ist. Citronensäure ist ein wichtiges Zwischenprodukt im Stoffwechsel, wo im Citronensäurezyklus Acetyl-Coenzym A (aktivierte Essigsäure) als Spaltprodukt aller Nährstoffe unter Energiegewinn abgebaut wird zu Kohlenstoffdioxid und Wasserstoff unter Rückbildung des Coenzyms A.