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  • Temperatur

    [zu lat. temperatura »gehörige Mischung«]: Ein Maß für den Wärmezustand eines Körpers und damit eine der Größen, durch die der Zustand eines Körpers oder eines physikalischen Systems beschrieben wird (Zustandsgrößen). SI-Einheit der Temperatur ist das Kelvin. Daneben wird zur Temperaturangabe auch das Grad Celsius (°C; Celsius-Skala) verwendet. Da einerseits die Temperaturintervalle 1 K und 1 °C gleich sind, andererseits die Kelvin-Skala beim absoluten Nullpunkt (-273,15 °C), die Celsius-Skala jedoch beim Eispunkt des Wassers (273,15 K) beginnt, unterscheidet sich die Celsius-Temperatur t von...

  • tertiär

    In der Chemie zur Kennzeichnung von Verbindungen verwendeter Begriff, der in mehrfacher Bedeutung gebraucht wird: Als tertiäre Kohlenstoffatome bezeichnet man solche, die mit drei weiteren Kohlenstoffatomen verbunden sind; ein tertiäres Stickstoffatom ist an drei Kohlenstoffatome gebunden. Bei tertiären Alkoholen ist die Hydroxylgruppe an ein tertiäres Kohlenstoffatom gebunden. Tertiäre Amine tragen drei Alkyl- oder Arylreste am Stickstoffatom.

  • Thermitverfahren

    [zu griech. thermos »warm«, »heiß«]: Verfahren zum Schweißen von Eisenteilen (z. B. Eisenbahn- und Straßenbahnschienen, gebrochene Wellen). Hierzu wird ein Gemisch von Eisen(II,III)-Oxid, Fe3O4 und Aluminiumgrieß (Thermit) zur Reaktion gebracht. Es liefert in wenigen Sekunden unter äußerst starker Wärmeentwicklung (Temperaturen bis 2400 °C) reines Eisen in weißglühend flüssiger Form, das die Verbindung der Eisenteile herstellt, gemäß folgender Gleichung: 3 Fe3O4 + 8 Al → 4 Al2O3 + 9 Fe.

  • Titration

    [zu Titer]: Verfahren zur Durchführung maßanalytischer Bestimmungen, bei dem eine Reagenzlösung mit bekanntem Gehalt (Titer) langsam zu der zu bestimmenden Flüssigkeit zugetropft wird, bis die Reaktion beendet ist. Dieser Umschlagspunkt wird häufig durch geeignete Indikatoren angezeigt. Bei der Leitfähigkeitstitration wird der Umschlagspunkt an einer sprunghaften Änderung der elektrischen Leitfähigkeit erkannt. Aus dem Verbrauch der Titerlösung lässt sich der Gehalt der untersuchten Lösung an bestimmten Stoffen berechnen (Maßanalyse).

  • trans-

    [lat. trans »jenseits«] (trans-): Vorsilbe im Namen chemischer Verbindungen, die anzeigt, dass sich zwei Substituenten in einem starren Molekül räumlich diametral gegenüber stehen. Dabei kann es sich um eine Verbindung mit einer Kohlenstoff-Doppelbindung, um einen aromatischen Kern oder um Komplexverbindungen handeln.

  • Trennverfahren

    Verfahren zum Zerlegen von Stoffgemengen. Dabei sind die unterschiedlichen chemischen und vor allem physikalischen Eigenschaften der Komponenten von Bedeutung. Trennverfahren sind z. B.: Sieben, Flotieren, Dekantieren, Zentrifugieren, Filtrieren, Dialyse, Abdampfen, Destillation, Sublimation, Extraktion, Kristallisation, Adsorption, Absorption, Elektrophorese, Magnetabscheidung, elektrostatische Entstaubung und Chromatografie.

  • Tripelpunkt

    [zu lat. triplus »dreifach«] (Dreiphasenpunkt): Der bezüglich Druck und Temperatur eindeutig bestimmte Punkt im Zustandsdiagramm (p,T-Diagramm) einer chemisch einheitlichen Substanz, in dem ihr fester, flüssiger und gasförmiger Aggregatzustand gleichzeitig nebeneinander bestehen und in dem alle drei Phasen in stabilem Gleichgewicht sind. Der Tripelpunkt ist gemeinsamer Schnittpunkt der jeweils zwei Phasen trennenden Dampfdruck-, Schmelz- und Sublimationskurve. Der Tripelpunkt des Wassers bei 0,01 °C (= 273,16 K) dient als Fixpunkt der Temperaturskala. Stoffe mit mehreren Modifikationen (z. B...

  • Tritium

    [zu griech. tritos »Dritter«]: Überschwerer Wasserstoff, chemisches Symbol 3H oder T, Isotop des Wasserstoffs mit der Massenzahl 3. Im Gegensatz zu dem aus nur einem Proton bestehenden Atomkern des gewöhnlichen Wasserstoffs (Massenzahl 1) besteht der Tritiumkern (Triton) aus einem Proton und zwei Neutronen. Das Tritium ist radioaktiv und zerfällt mit einer Halbwertszeit von 12,3 Jahren unter Aussendung von Betastrahlen in das Heliumisotop 3He. Da es in der Natur insbesondere durch die Höhenstrahlung ständig nachgebildet wird, ist die Häufigkeit seines Vorkommens konstant; sie beträgt etwa 1...

  • Trockeneis

    Kohlenstoffdioxid (CO2) in fester Form bei Atmosphärendruck. Da der Tripelpunkt (Dreiphasenpunkt) von Kohlenstoffdioxid bei 0,53 MPa und -56,6 °C liegt, sublimiert Kohlenstoffdioxid bei Atmosphärendruck, d. h., es geht unmittelbar aus dem festen in den gasförmigen Aggregatzustand über, ohne zwischendurch den flüssigen Aggregatzustand anzunehmen. Die Temperatur von Trockeneis beträgt bei 0,1 MPa -78 °C, die Sublimationswärme beträgt 575 kJ/kg. Bezogen auf das Volumen liefert Trockeneis eine 3,3-mal höhere Kälteleistung als »Wassereis«. In der präparativen Chemie wird Trockeneis meist in...