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  • Zentrifugieren

    [zu lat. fugere »fliehen« (Schleudern)]: Verfahren zum Trennen von Stoffen unterschiedlich großer Dichte durch Anwendung der Zentrifugalkraft in einer Zentrifuge. Diese besteht aus Behältern, die sich mit hoher Geschwindigkeit drehen. Da die auf einen Körper wirkende Zentrifugalkraft mit der Masse des Körpers zunimmt, sammeln sich die Gemischbestandteile mit der größten Dichte am äußeren Rande des rotierenden Gefäßes an. Zur Mitte hin schließen sich dann die übrigen Bestandteile des Gemisches an, und zwar in der Reihenfolge abnehmender Dichte.

  • Zersetzungsspannung

    (Abscheidungspotenzial): Diejenige elektrische Spannung, die mindestens aufgebracht werden muss, damit eine Elektrolyse ablaufen kann. Die Zersetzungsspannung muss mindestens gleich der Differenz der Abscheidungspotenziale des abzuscheidenden Anions EA und des abzuscheidenden Kations EK sein. Die Abscheidungspotenziale entsprechen unter Normalbedingungen den Normalpotenzialen (Standardpotenzialen; Spannungsreihe). Die Zersetzungsspannung für eine Natriumchloridlösung berechnet sich demnach aus dem Normalpotenzial von Natrium (-2,71 V) und dem von Chlor (+1,36 V) wie folgt: (+1,36 V) – (-2,71 V...

  • Zink

    Chemisches Element, Zeichen Zn, OZ 30, mittlere relative Atommasse 65,39, Mischelement. Physikalische Eigenschaften: Bläulich weißes, weiches Metall; Fp. 419,53 °C, Sp. 907 °C, Dichte 7,14 g/cm³. Chemische Eigenschaften: Zink ist unbeständig gegen Säuren und Salzlösungen; an feuchter Luft bildet es einen Schutzüberzug von basischem Zinkcarbonat. In seinen stets farblosen Salzen ist Zink zweiwertig. In geringen Mengen ist es für viele Organismen unentbehrlich, in größeren Mengen wirken Zinkverbindungen giftig. Darstellung und Verwendung: Zink wird aus sulfidischen Erzen (besonders Zinkblende...

  • Zinn

    Chemisches Element der IV. Hauptgruppe, Zeichen Sn (von lat. stannum), OZ 50, mittlere relative Atommasse 118,71, Mischelement. Physikalische Eigenschaften: Silberweißes, glänzendes, sehr weiches Schwermetall, das in mehreren Modifikationen (als α-, β- und γ-Zinn) auftritt: Dichte (β-Zinn) 7,31 g/cm³. Fp. 231,93 °C, Sp. 2602 °C. Die Umwandlung von β- in α-Zinn geschieht in Form sich langsam auf dem Metall ausbreitender dunkler Flecken (sog. Zinnpest) und verläuft umso rascher, je tiefer man abkühlt. Durch Zulegieren von geeigneten Inhibitoren (u. a. Blei, Antimon) lässt sich die Bildung von α...

  • Zündhölzer

    (Streichhölzer): Zur Entfachung und Übertragung von Feuer dienende Stäbchen aus Holz, Streifen aus Pappe oder anderem Material, die mit einer durch Reiben entflammbaren Zündmasse (Zündkopf) versehen sind. Für die Herstellung von Sicherheitszündhölzern werden die Holzstäbchen mit Natriumphosphatlösung imprägniert, um nach dem Verlöschen der Flamme ein Weiterglimmen zu verhindern. Zum besseren Entflammen wird das Ende des Stäbchens vor dem Aufbringen der Zündmasse mit Paraffin überzogen. Die Zündmasse besteht aus einem Sauerstoffträger (z. B. Kaliumchlorat), dem Flammenbildner (Schwefel u. a.)...

  • Zustandsgleichungen

    Vor allem für Gase entwickelte Gleichungen, die den Zusammenhang zwischen den Zustandsgrößen Druck, Volumen und Temperatur beschreiben und die die Grundlage der Gasgesetze bilden. Befindet sich ein Gas nicht zu nahe an seinem Kondensationspunkt, ist also seine Temperatur hinreichend hoch und sein Druck hinreichend niedrig, dann gilt angenähert die allgemeine Zustandsgleichung oder allgemeine Gasgleichung, eine Beziehung zwischen Druck p, Volumen V, Temperatur T und Anzahl der Mole n eines Gases mit der universellen Gaskonstante R = 8,314472 J/(Mol • K) als Proportionalitätsfaktor: p • V = n •...