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  • Papier

    [zu griech. papyros »Papier«]: Ein aus Fasern, vornehmlich Pflanzenfasern (Cellulosefasern), durch Verfilzen, Verleimen und Pressen hergestellter Werkstoff. Die wichtigsten Rohstoffe dazu sind Altpapier, Hadern und Holz, das chemisch zu Zellstoff aufgeschlossen oder mechanisch zu Holzschliff gemahlen wird. Diese Rohstoffe werden zu einem wässrigen Brei angerührt und anschließend zu ungeleimtem Papier getrocknet und gepresst. Zur Herstellung hochwertiger Papiere kommen noch Füllstoffe wie Kaolin, Bariumsulfat, Gips, Talkum u. a. dazu, mit denen eine glattere Oberfläche erzielt und der Farbton...

  • Papierchromatografie

    Trennung von Stoffgemischen durch Chromatografie an Filterpapier durch unterschiedliche, durch zwei Lösungsmittelphasen bewirkte Verteilung der Substanzen. Als Träger der wässrigen Phase (stationäre Phase) verwendet man ein wasserdampfgesättigtes Filterpapier. Auf dem Papier wird ein Tropfen der gelösten, zu untersuchenden Substanzprobe aufgetragen. Ist der Startfleck eingetrocknet, so lässt man als mobile Phase Butanol oder ein anderes mit Wasser begrenzt mischbares, wassergesättigtes organisches Lösungsmittel durch die Papierkapillaren strömen. Die einzelnen Substanzen des Gemisches...

  • Paraffine

    [zu lat. parum affinis »wenig beteiligt«]: Trivialname für Alkane, die i. A. sehr reaktionsträge sind; Aus Gemischen von höhermolekularen gerad- oder verzweigtkettigen Kohlenwasserstoffen bestehende farblose bis weiße, salben- bis wachsartige Produkte, die z. B. aus Rückständen der Erdöldestillation gewonnen werden und u. a. als Rohstoffe zur Herstellung von Kerzen und Polituren, zum Beschichten von Papier und Pappe sowie zum Tränken von Zündhölzern dienen.

  • Partialdruck

    [zu lat. pars, partis »Teil«] (Teildruck): In einem Gemisch verschiedener Gase der Druck, der von einem der Bestandteile des Gemisches ausgeübt wird. Den Zusammenhang zwischen Partialdruck und Gesamtdruck beschreibt das Daltonsche Gesetz.

  • Pauli-Prinzip

    (Pauli-Verbot): Nach Wolfgang Pauli (* 1900, † 1958) benanntes, grundlegendes Prinzip der Quantenmechanik. Es besagt, dass in einem Atom niemals zwei Elektronen im selben Energiezustand sein können; sie müssen sich wenigstens in einer der vier Quantenzahlen unterscheiden. Das Pauli-Prinzip ist ein Spezialfall eines Naturgesetzes, das für alle Fermionen (Elementarteilchen mit halbzahligem Spin) in einem Quantensystem gilt und das verbietet, dass zwei Fermionen in ihren Quantenzahlen übereinstimmen.

  • Periodensystem

    Das Periodensystem der Elemente ist ein grundlegendes Hilfsmittel des Chemikers. Im Periodensystem sind alle bekannten chemischen Elemente tabellenartig aufgelistet, aufgeteilt in Zeilen (Reihen oder Perioden) und Spalten (Gruppen) und geordnet nach der Kernladungszahl (Ordnungszahl). Elemente mit ähnlichen chemischen Eigenschaften werden in den Gruppen untereinander angeordnet, Elemente mit gleicher Zahl von Elektronenschalen nebeneinander in den Perioden. Es gibt achtzehn Elementgruppen, für die sich im Lauf der Zeit verschiedene Nummerierungsweisen etabliert haben. Die acht Hauptgruppen...

  • Petrolether

    Irreführender Name für ein etherartig riechendes Gemisch niedrig siedender Alkane, das aus Leichtbenzin gewonnen und als Lösungsmittel verwendet wird.

  • Petroleum

    International übliche Bezeichnung für Erdöl. Die bei der Erdöldestillation zwischen 180 und 250 °C übergehende Kohlenwasserstofffraktion; sie diente früher v. a. als Leuchtöl und wird heute als Heizöl und für Turbinentreibstoffe (Kerosin) verwendet.

  • pH-Wert

    [Abk. für lat. potentia hydrogenii »Stärke (Konzentration) des Wasserstoffs«]: Der negative dekadische Logarithmus der (dimensionslosen) Wasserstoff-Ionen-Konzentration: \(\ce {[H+]}= \ce {\frac{C_{H^+}}{Mol/l}}\) ; pH = -log [H+] Reines Wasser enthält gleiche Konzentrationen an Protonen und Hydroxid-Ionen: [H+] = [OH–]. Das Ionenprodukt des Wassers beträgt bei normalen Bedingungen ungefähr 10–14, d. h. [H+] = [OH–] = 10–7; der pH-Wert des reinen Wassers beträgt damit 7. Diesen pH-Wert nennt man »neutral«. Der pH-Bereich unter 7 wird als sauer, der über 7 als alkalisch bezeichnet. Lösungen mit...

  • Phosphor

    [zu griech. phosphoros »Licht tragend«]: Chemisches Element der V. Hauptgruppe, Zeichen P, OZ 15, relative Atommasse 30,97, Reinelement, Nichtmetall. Physikalische Eigenschaften: Phosphor kommt in mehreren Modifikationen vor: als wachsartiger gelblich weißer Phosphor mit tetraedrischen P4-Molekülen, der instabilen Ausgangsform der weiteren Modifikationen; als roter amorpher Phosphor; als violetter Phosphor und als metallisch glänzender schwarzer Phosphor; Fp. (des weißen P.) 44,1 °C, Sp. 280 °C. Chemische Eigenschaften: Der giftige weiße Phosphor entflammt bei etwa 45 °C von selbst an der Luft...

  • physikalische Chemie

    (Physikochemie): Grenzgebiet zwischen Chemie und Physik, das chemische Vorgänge vorwiegend mittels physikalischer Methoden untersucht und mittels physikalischer Theorien beschreibt und erklärt.

  • Pipette

    [frz. »Röhrchen«; auch "Saugheber" genannt]: Gerät, das in Laboratorien zum genauen Abmessen, Entnehmen und Übertragen geringer Mengen Flüssigkeiten verwendet wird; früher meist eine dünne Röhre aus Borosilikatglas oder Kunststoff mit sich verengender Spitze und bauchiger oder zylindrischer Erweiterung in der Mitte. Vollpipetten haben eine Eichmarke, die den Volumeninhalt angibt, Messpipetten sind mit einer volumenunterteilenden Graduierung versehen. Eine Messpipette ist auf Auslauf geeicht, d. h., an den Pipettenwänden haftende Flüssigkeit darf zurückbleiben. Tropfpipetten sind nicht geeicht...

  • Platin

    [zu span. plata de argento »Silberplatte«]: Chemisches Element der VIII. Nebengruppe, Zeichen Pt, OZ 78, relative Atommasse 195,08, Mischelement. Physikalische Eigenschaften: Grauweißes, nicht sehr hartes, gut verformbares Edelmetall, Dichte: 21,45 g/cm³, Fp. 1768,4 °C, Sp. 3825 °C. Chemische Eigenschaften: Platin ist ein außerordentlich beständiges Platinmetall. Es widersteht bei Raumtemperatur Salzsäure, Salpetersäure, Chlor, Brom und Iod, löst sich aber in Königswasser. In der Hitze wird es von Schwefel angegriffen. Es löst sich in einer Schmelze von Alkalihydroxiden teilweise auf. Platin...

  • Platinmetalle

    Die chemisch nahe verwandten, in der Natur meist gemeinsam vorkommenden Edelmetalle der VIII. Nebengruppe des Periodensystems der Elemente: Ruthenium (Ru), Rhodium (Rh), Palladium (Pd), Osmium (Os), Iridium (Ir) und Platin (Pt). Sie sind sehr selten und kostbar.

  • Pluspol

    Der Pol eines elektrochemischen Elements, zu dem die Elektronen hingeführt werden. Beim Entladen wirkt die mit dem Pluspol verbundene innere Elektrode als Kathode. Beim Laden werden die Pole des Elements gleichnamig mit einer äußeren Stromquelle verbunden, sodass sich die Polung und die Stromflussrichtung umkehren.

  • Pottasche

    Alte Bezeichnung für Kaliumcarbonat, K2CO3. Pottasche gewann man früher durch Auslaugen von Pflanzenasche in »Pötten«.

  • ppm

    Abk. für engl. parts per million (»Teile auf eine Million«): Eigentlich auf die Stoffmenge bezogene Konzentrationsangabe, die besagt, dass in 1 000 000 Mol des Lösungsmittels 1 Mol gelöste Substanz enthalten ist. Üblich, aber inkorrekt ist der Bezug auf die Masse, wobei dann ein ppm einem Gramm pro Tonne entspricht. Entsprechend verwendet man ppb (Abk. für engl. parts per billion »Teile auf eine Milliarde«) und ppt (Abk. für engl. parts per trillion »Teile auf eine Billion«).

  • Proton

    Symbol p oder H+: Elementarteilchen, das mit dem Kern des Wasserstoffatoms 1H identisch ist. Das Proton, das zusammen mit dem Neutron Baustein aller zusammengesetzten Atomkerne ist, trägt eine positive Elementarladung mit dem Betrag e = 1,60217649 • 10–19 Coulomb. Es hat eine Ruhemasse von mp = 1,007276 u, das sind 1,672621 • 10–27 kg, was einer Ruheenergie von 938,259 MeV (Megaelektronenvolt) entspricht. Die Ruhemasse des Protons ist fast so groß wie die des Neutrons, aber nahezu 2000-mal größer als die des Elektrons. Im Gegensatz zu freien Neutronen sind freie Protonen (also Proton außerhalb...