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Zeitformen | Aufgaben und Übungen

Lernstufe:

Das Prädikat liefert in einem lateinischen Satz viele wichtige Informationen zur Handlung. Eine Information ist die Zeitform, durch die du erfahren kannst, wann etwas stattfindet, also in der Gegenwart, Zukunft oder Vergangenheit. Der lateinische Begriff für Zeitformen ist tempora. Den Singular dieses lateinischen Wortes im Neutrum kennst du vielleicht aus dem Deutschen: das Tempus. Auf dieser Seite erfährst du, wie du die Zeitformen in Latein erkennen und Aufgaben zu den Zeitformen sicher lösen kannst.

Wenn du dich erst einmal informieren willst, welche Zeitformen es in Latein überhaupt gibt, lies dir zuerst die Übersichtsseite zu lateinischen Zeitformen durch.

Zeitformen – Klassenarbeiten

Wie erkennt man in Latein Zeitformen?

Ein lateinisches Verb setzt sich aus verschiedenen Bausteinen zusammen: aus einem Stamm, einem Tempuskennzeichen und einer Personalendung.

Das Tempuskennzeichen gibt dir Auskunft über die Zeitform, das Tempus. Allerdings enthält nicht jede lateinische Verbform ein Tempuskennzeichen, wie du etwa im Verb intro (ich gehe hinein) erkennen kannst: Es besteht nur aus Verbstamm und Personalendung: intro. Ist das Ganze in der Vergangenheit geschehen, würde der Römer sagen: intravi (ich bin hineingegangen). Wenn man intr-o und intrav-i vergleicht, fällt auf, dass der Verbstamm unterschiedlich aussieht. Es gibt nämlich zwei Verbstämme im Lateinischen, mit denen jeweils unterschiedliche Zeiten gebildet werden: Präsensstamm und Perfektstamm.

Weitere Erklärungen und die Nutzung der Verben im Lateinischen haben wir auf der Übersichtsseite Verben zusammengestellt.

Wie erkennt man die Zeitformen des Präsensstamms?

Den Präsensstamm benötigst du für die Zeiten Präsens und Imperfekt im Indikativ und Konjunktiv und für das Futur I.

Unterschiedliche Tempuskennzeichen zeigen an, in welcher Zeitform das Verb steht. Wenn du etwa in einem Text auf die Verbform delectabat stößt, erkennst du zwischen Verbstamm und Personalendung die Buchstaben -ba-, die anzeigen, dass das Verb im Imperfekt steht.

Weitere hilfreiche Hinweise und Erklärungen zum Präsensstamm findest du auf der Übersichtsseite Präsensstamm.

Wie erkennt man die Zeitformen des Perfektstamms?

Den Perfektstamm benötigst du für die Zeitformen Indikativ und Konjunktiv Perfekt und Plusquamperfekt sowie Futur II. Du bildest mit ihm nur aktive Zeitformen.

Auch für die Zeiten des Perfektstamms gibt es jeweils eigene Tempuskennzeichen, die du gut lernen solltest, um die Verbform richtig zu übersetzen. Das Verb delectaveram zum Beispiel erkennst du mit ein bisschen Übung leicht als Form im Plusquamperfekt, weil es das Tempuszeichen -era- enthält.

Wenn du die Zeitformen Perfekt, Plusquamperfekt und Futur II im Passiv bilden möchtest, benötigst du das Partizip Perfekt Passiv (PPP) eines Verbs und eine Form von esse.

Wie genau die Verben des Perfektstamms aufgebaut sind, erklären wir dir auf der Übersichtsseite Perfektstamm.

Wie kann man die lateinischen Zeitformen üben?

Du kannst die Zeitformen üben, indem du gezielt die Prädikate in einem Text markierst, sie in ihre Bestandteile zerlegst und ihre Zeitform bestimmst.

Oder du gehst andersherum vor: Wähle ein Verb aus deinem Vokabelverzeichnis aus und bestimme, zu welcher Konjugation es gehört. Dann kannst du es in verschiedene Zeitformen setzen und es konjugieren. Arbeite dabei sehr sorgfältig, denn manche Zeiten eines Verbs unterscheiden sich in nur wenigen Buchstaben: audiam, audiem, audirem 

Lateinische Zeitformen | Beispiele und Übungen

In Tests und Klassenarbeiten geht es im Grammatikteil oft darum, Zeitformen zu bestimmen. Manchmal soll man sogar selbst in verschiedenen Zeiten Verbformen bilden. Dafür ist es wichtig, die verschiedenen Bildungen der Zeiten zu wiederholen und zu üben. Wichtig ist es, regelmäßig zu üben Zeitformen zu erkennen. Suche dir am besten jetzt schon eine Zeit aus, die du lernen und trainieren möchtest, dann wirst du schon bald sicher Aufgaben zu den Zeitformen lösen und zwischen den Zeitformen hin und her springen können.