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Imperfekt

1. Lernjahr Dauer: 35 Minuten

Was ist das Imperfekt in Latein?

Das Imperfekt ist eine lateinische Zeitform der Vergangenheit. Imperfekt heißt wörtlich übersetzt „unvollendete Zeit“, weil in dieser Zeit Handlungen geschildert werden, die kein klares Ende haben, also Verläufe und Zustände. Du kennst schon zwei weitere Vergangenheitszeiten: Perfekt und Plusquamperfekt. Daher ist es wichtig, diese Zeiten auseinanderzuhalten und erkennen zu können.

In diesem Lernweg geben wir dir zu alledem eine Erklärung: woran du das Imperfekt in Latein erkennen und wie du das Imperfekt übersetzen kannst. Mithilfe unserer Lernvideos, interaktiven Übungen und Klassenarbeiten zum Imperfekt wirst du schon bald zum Profi im Verwenden des Latein-Imperfekts.

Wie du das Imperfekt bildest

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Imperfekt bilden

Imperfekt bilden

Imperfekt bilden

Wie du Imperfekt und Perfekt übersetzt

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Imperfekt und Perfekt übersetzen

Imperfekt und Perfekt übersetzen

Imperfekt und Perfekt übersetzen

Was du wissen musst

  • Wie erkennt man das Imperfekt? 

    Das Imperfekt erkennst du an dem Tempuskennzeichen -ba- oder -eba-, z. B. laudabat, agebas. Zur Bildung des Imperfekts musst du wissen: Das Imperfekt wird mit dem Präsensstamm gebildet, also z. B. von laudare ist das lauda-. Dem Präsensstamm folgt das Tempuskennzeichen -ba- oder -eba- und dahinter die Personalendungen, die du schon vom Präsens kennst: -m/-s/-t/-mus/-tis/-nt. 
    Merke dir besonders gut, dass die 1. Person Singular auf -m endet, nicht auf -o.

    Beachte beim Bilden und Schreiben von Imperfektformen: In der i- und der konsonantischen Konjugation enthält das Tempuskennzeichen ein zusätzliches -e-: -eba-. So kann man die Verbform besser aussprechen, z. B. audiebat.

    Merke dir für die Bildung des Imperfekts Aktiv also diese Formel: Präsensstamm + -ba- / -eba- + Personalendung.

  • Wie übersetzt man das Imperfekt?

    Das lateinische Imperfekt ist ein Vergangenheits-Tempus. Im Deutschen gibst du es mit dem Präteritum wieder, also ich lobte, du hörtest, er spielte usw. Das lateinische Imperfekt beschreibt nämlich in der Vergangenheit 

    1. wiederholte Handlungen oder
    2. Zustände oder Hintergrundinformationen.

    Im Gegensatz dazu drückt das lateinische Perfekt (wörtlich übersetzt heißt es: „vollendete Zeit“) einmalige oder plötzlich eintretende Handlungen aus. Beide lateinischen Vergangenheitszeiten übersetzt du im Deutschen meist mit der Erzählzeit Präteritum:
    Saepe Germani bella gerebant. Oft führten die Germanen Kriege. oder 
    Marcus servos adiuvabat. Tum filius accessit. Marcus half seinen Sklaven. Dann kam sein Sohn hinzu.

    Du weißt nicht mehr, wie du im Lateinischen das Perfekt erkennst? Kein Problem. Wiederhole alles zum Perfekt in unseren Lernweg Perfekt Aktiv.  

  • Wie können Übungen zum Imperfekt aussehen? 

    Bei Aufgaben zum Imperfekt geht es oft darum, Formen aus anderen Zeiten ins Imperfekt zu setzen. Dafür musst du also die Bildung des Imperfekts gut kennen. Um das zu üben, kannst du dir Verben aus einem Text oder deinem Vokabelverzeichnis heraussuchen und sie gezielt in bestimmte Personalformen setzen. Nehmen wir als Beispiel die Präsens-Form claudit. Nachdem du dieses Verb als 3. Person Singular Präsens Aktiv bestimmt hast, kannst du sie ins Imperfekt setzen, indem du -eba- einschiebst: claudebat. Dafür musst du natürlich zuerst bestimmen, zu welcher Konjugation das Verb zählt. Zu Beginn kann es hilfreich sein, wenn du alle Personalformen nacheinander in einer Reihe bildest, also laudabam, laudabas, laudabat usw. So prägen sich die Formen und Endungen gut ein und hören sich bald nicht mehr fremd an. Manchmal gibt es die Aufgabe, alle Imperfekt-Formen aus einem Text herauszusuchen und diese dann zu bestimmen.