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Steigerung | Aufgaben und Übungen

Lernjahr:

Bei Steigerung denkt man im Deutschen meist an Adjektive, zum Beispiel schön, schöner, am schönsten. Auch manche Adverbien können gesteigert werden: gern, lieber, am liebsten. Und genauso kannten auch die Römer schon die Steigerung. Allgemeine Erklärungen dazu, was Steigerung ist und welche Steigerungsstufen es gibt, findest du auf der Übersichtsseite Steigerung.

Auf dieser Seite findest du Erklärungen, wie lateinische Adjektive und Adverbien gesteigert werden. Übungen und Aufgaben kannst du dann im Lernweg bearbeiten.

Steigerung – Klassenarbeiten

Wie funktioniert die Steigerung von Adjektiven?

Adjektive haben neben ihrer Grundform (schön), die man auch Positiv nennt, zwei Steigerungsformen: Den Komparativ (schöner) und den Superlativ als Höchststufe (am schönsten).

Den Komparativ von Adjektiven bildest du, indem du -ior und -ius an den Wortstamm des Adjektivs anfügst. Das hängt vom Genus des Adjektivs ab. Dekliniert werden die Steigerungsformen nach der konsonantischen Deklination.
Für die Bildung des Superlativs fügst du in der Regel die Endung -issimus, -issima, -issimum an den Wortstamm an. Das ergibt zum Beispiel laetissimus, -a, -um. Die Formen des Superlativs folgen der o- und a-Deklination.

Einige häufig gebrauchte Adjektive haben unregelmäßige Steigerungsformen. Diese solltest du dir gut merken, um sie im Text sicher erkennen zu können.

Alles zur Bildung der Steigerung von Adjektiven und Adverbien, viele hilfreiche Tipps und interaktive Übungen mit Lösungen findest du im Lernweg Adjektive und Adverbien steigern.

Wie kann man Adverbien steigern?

Neben Adjektiven werden im Lateinischen oft auch Adverbien gesteigert. Adjektive beschreiben ein Substantiv (der schnelle Hund), während Adverbien z. B. ein Verb oder einen ganzen Satz näher bestimmen (Der Hund rennt schnell). Ein lateinisches Adverb ist zum Beispiel celeriterschnell.

Der Komparativ eines Adverbs wird mit der Endung -ius gebildet und ist unveränderlich. Ein Adverb kann übrigens auch dann gesteigert werden, wenn es kein entsprechendes Adjektiv gibt, wie bei dem Wort saepe → saepius (oft → öfter). Der Superlativ wird meist mit der Endung -issime gebildet, also laetissime.

Es gibt auch unregelmäßig gesteigerte Adverbien, wie multum, plus, plurimum. Diese Formen musst du wie Vokabeln auswendig lernen.

Wie übersetzt man Komparativ und Superlativ?

Den Komparativ findest du bei Vergleichen: Canis maior est quam rana. Ein Hund ist größer als ein Frosch. Manchmal wird der Komparativ auch verwendet, ohne dass ein Vergleich stattfindet. Dann kannst du ihn mit (all-)zu oder ziemlich übersetzen: Canis maior est. Der Hund ist ziemlich groß.

Der Superlativ kann je nach Sinnzusammenhang neben der Höchststufe am schönsten auch eine Hervorhebung ausdrücken, den sogenannten Elativ. In diesem Falle fügst du sehr zum Adjektiv hinzu: Canis maximus est. Der Hund ist sehr groß.

Eine kleine Ausnahme gibt es bei den Adverbien: Wenn vor dem Superlativ eines Adverbs quam steht, übersetzt du es mit möglichst: Quam celerrime bedeutet also möglichst schnell.

Steigerung in Latein – Beispiele und Übungen

Auch wenn ein Adjektiv gesteigert wird, muss es kongruent zu seinem Bezugswort sein. Wenn du also den Ausdruck clari domini steigerst, wird daraus clariores domini im Komparativ. Für die Steigerung musst du dich also gut mit Genus und Kasus auskennen.
Erkennst du eine Steigerungsform in einem Satz, ist es hilfreich, zunächst die Grundform des Adjektivs zu bestimmen. Nehmen wir als Beispiel Fabula maestissima. Das gesteigerte Adjektiv maestissima kommt von der Grundform maestus, -a, -um (traurig), also heißt der Ausdruck übersetzt die sehr traurige Geschichte oder die traurigste Geschichte.