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Textarbeit | Aufgaben und Übungen

Unter Textarbeit versteht man das Lesen und Verstehen eines Textes und die Weiterarbeit mit diesem. Zur Weiterarbeit gehören die Textanalyse und die Textinterpretation. Dabei gibt es verschiedene Textarten, die dir in der Schule begegnen können, wie zum Beispiel Drama, Erzähltexte, Lyrik oder Sachtexte. Für jede Textsorte ist die Herangehensweise ein wenig anders, dennoch gibt es Tipps und Tricks, die für jede Art von Textarbeit relevant sind.

Mit unseren Klassenarbeiten kannst du direkt dein Wissen in der praktischen Anwendung testen.

Textarbeit – Klassenarbeiten

Wie übt man in Deutsch für die Textarbeit?

Die Arbeit mit Texten ist etwas, was du deine ganze Schulzeit lang lernen und üben wirst. Neben der bewussten Reflexion und Stellungnahme zu Texten gehört auch die Textanalyse zur Textarbeit. Folgende Schritte können dir helfen, die Textarbeit im Deutschunterricht strukturiert zu üben:

  • Texte lesen und verstehen
  • Textsortenmerkmale kennen
  • Texte untersuchen und interpretieren
  • eigene Texte schreiben

Geht es um das Schreiben, dann hast du im Deutschunterricht auch oft die Möglichkeit, kreativ zu werden. So kann die Aufgabenstellung beispielsweise lauten:

  • einen Schluss für eine Geschichte verfassen
  • eine Vorgeschichte erfinden
  • die Gedanken einer Figur niederschreiben
  • die Handlung aus einer anderen Perspektive wiedergeben

Notizen sind hierbei das A und O, um so strukturiert an die Textarbeit heranzugehen. Ein Ablaufdiagramm zum Textinhalt kann dafür sehr nützlich sein. Auch Frage-Antwort-Karten stellen eine gute Methode dar.

Wie löst man Aufgaben in Deutsch zur Textarbeit?

Die Aufgabenstellung zur Textarbeit im Deutschunterricht kann unterschiedlich aussehen. Deshalb ist es sehr wichtig, die Aufgabenstellung gründlich und mehrmals zu lesen. Markiere die Stichwörter, welche dir sagen, worauf du achten musst. Meistens geht es darum, einen Text zusammenzufassen und zu analysieren.

  • Hebe beim Textlesen die wichtigsten Aspekte durch Unterstreichen, Markieren usw. hervor. Arbeite, falls es dir hilft, auch mit verschiedenen Farben.
  • Finde Teilüberschriften für die Absätze, wenn es beispielsweise um eine Zusammenfassung eines Sachtextes geht.
  • Bei Textanalyseaufgaben solltest du auf strukturiertes Arbeiten achten, sodass du nichts vergisst.
  • Überprüfe, wenn du fertig bist, ob du alle Punkte, die in der Aufgabenstellung gefordert werden, abgearbeitet hast.

Wie geht man an die Analyse der verschiedenen Textsorten heran?

Ganz gleich, ob es sich um eine Analyse eines epischen Textes oder die Analyse eines dramatischen oder lyrischen Werkes handelt, folgendes Raster von Arbeitsschritten kannst du für die Analyse aller Textsorten nutzen:

1. Der wichtigste Schritt, bevor du überhaupt loslegen kannst, ist das gründliche Lesen der Aufgabenstellung. Was sollst du eigentlich machen? Sollst du den gesamten Text analysieren? Oder nur bestimmte Aspekte bearbeiten?

Wenn das geklärt ist, kannst du beginnen, den Text zunächst grob, dann ein weiteres Mal etwas vertiefter zu lesen. Markiere wichtige Stellen, notiere deine ersten Eindrücke und beantworte die Frage: Was sagt mir der Text?

2. Danach geht es darum, den Text genau zu beschreiben:

  • Was ist das Thema? Schreibe eine kurze Inhaltsangabe.
  • Welche sprachlichen Besonderheiten gibt es? Was sind die Funktionen und Wirkungen dieser sprachlichen Auffälligkeit?

3. Im nächsten Schritt erschließt du den Sinn des Textes. Dabei solltest du deine Deutungshypothesen durch Kontextualisierung absichern. Das kannst du zum Beispiel durch Abgleichen mit der Biografie des Autors oder mit der Literaturgeschichte machen. Versuche auch den Bezug zu aktuellen lebensnahen Begebenheiten herzustellen.

4. Daraufhin erstellst du einen Schreibplan und eine Gliederung deiner Ergebnisse. Hierbei ist die Herangehensweise für jede Textsorte anders.

Die Grobgliederung in:

  1. Einleitung
  2. Hauptteil
  3. Schluss

ist jedoch immer gleich. Nur die Inhalte variieren von Textgattung zu Textgattung ein wenig, besonders im Hauptteil.

5. Dann kannst du mit der Ausformulierung deiner Ideen beginnen. Denke daran Textnähe zu bewahren, indem du Zitate einbaust. Damit deine Analyse flüssiger wirkt, baue sprachliche Konnektoren und Lesehilfen ein.

Der letzte – und oft vernachlässigte Schritt – ist das Korrekturlesen und die Überarbeitung deiner Analyse. Versuche dir immer ausreichend Zeit am Schluss einzuplanen, um dein Geschriebenes ein- bis zweimal lesen zu können!

Wie findet man beim Texteschreiben die richtigen Worte?

 Übung macht den Meister! Aber natürlich gibt es auch ein paar Tricks, um die richtigen Worte beim Texteschreiben zu finden:

  • Versuche abwechslungsreich zu schreiben, vermeide also Wortwiederholungen.
  • Verwende spezifische anstatt generelle Wörter, wie zum Beispiel statt sagen lieber genauer:

⇒ mitteilen, flüstern, betonen, berichten, verkünden 

  •   oder statt gehen andere Synonyme verwenden, die das Gehen spezieller beschreiben: 

⇒ rasen, marschieren, rennen, schreiten, bummeln, schlendern

  • Gestalte die Satzanfänge abwechslungsreich, beispielsweise mit: Anschließend …, Darüber hinaus …, Im Anschluss …, Nicht zu vergessen …
  • Variiere in deiner Satzstruktur. So kannst du zum Beispiel anstatt der Struktur Hauptsatz + Nebensatz auch einmal Nebensatz + Hauptsatz verwenden.
  • Wenn du schon ein bisschen Übung im Formulieren hast, kannst du dich auch an Fremdwörter heranwagen, denn so hast du noch mehr Synonyme. Beispiele sind hier artikulieren für sagen oder ambivalent für widersprüchlich.

In diesem Sinne: Leg los und probier dich sprachlich aus!