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Konsonantische Deklination einfach erklärt

Lernstufe:

Die konsonantische Deklination in Latein

Die konsonantische Deklination ist eine lateinische Deklinationsklasse. Eine Deklinationsklasse ist ein Muster, nach dem sich die Endungen eines Nomen verändern. Die unterschiedlichen Endungen sorgen dafür, dass man erkennt, in welchem Kasus das Wort steht. Das kennst du vermutlich schon aus der o- und a-Deklination.

Die konsonantische Deklination wird als Untergruppe der sogenannten 3. Deklination betrachtet. Einige Schulbücher setzen die konsonantische und die 3. Deklination gleich.

Konsonantische Deklination – ein Überblick

Meistens werden die Wortarten innerhalb der Deklinationsklasse getrennt behandelt:

  • Substantive der konsonantischen Deklination
  • Adjektive der konsonantischen Deklination

Woher hat die konsonantische Deklination ihren Namen?

Die konsonantische Deklination heißt so, weil der Wortstamm dieser Nomen immer auf einem Konsonanten (Mitlaut) endet. Den Wortstamm erkennt man im Genitiv Singular: Das ist nämlich das, was übrig bleibt, wenn man die Kasusendung abtrennt. Zum Beispiel: nox (Nacht) hat im Genitiv Singular die Form noctis. Wenn du die Kasus-Endung -is abtrennst, erhältst du den Wortstamm noct-, der auf dem Buchstaben -t, also auf einem Konsonanten endet.

Welche Substantive sind konsonantisch?

Beim Vokabellernen lernst du immer die komplette Grundform der Substantive: den Nominativ Singular, den Genitiv Singular und das grammatikalische Geschlecht. Im Wortverzeichnis ist zwar nicht wörtlich der Zusatz „konsonantische Deklination“ vermerkt, aber man kann die Deklinationsklasse gut an der angegebenen Genitivendung -is erkennen.

Es gibt zudem einige spezielle Nominativ-Endungen, an denen man in der Regel sofort erkennt, dass diese Substantive zur konsonantischen Deklination gehören:

  • -tio (ratio, rationis – die Vernunft)
  • -or (amor, amoris – die Liebe)
  • -tas (libertas, libertatis – die Freiheit)

Alles, was du rund um die konsonantisch deklinierten Substantive wissen musst, erfährst du im Lernweg Substantive der konsonantischen Deklination.

Welche Adjektive zählen zur konsonantischen Deklination?

Streng genommen gibt es nur ganz wenige Adjektive, die sich exakt nach der konsonantischen Deklination richten. Dazu zählt zum Beispiel vetus, veteris (alt).

Die meisten Adjektive, deren Grundform auf -is, -is, -e endet (z. B. fortis, fortis, forte – tapfer), folgen einem sehr ähnlichen – aber nicht identischen – Deklinationsmuster, der Mischdeklination.

Was genau die Besonderheiten der konsonantisch deklinierten Adjektive sind, erklären wir dir im Lernweg Adjektive der konsonantischen Deklination.

Was ist die dritte Deklination?

Die 3. Deklination umfasst neben der konsonantischen Deklination auch noch die Mischdeklination. Da diese Deklinationen einander stark ähneln, werden sie meist zu einer gemeinsamen Gruppe zusammengefasst.

Warum die konsonantische Deklination lernen?

Zur konsonantischen Deklination zählt eine Gruppe von Substantiven und Adjektiven. An ihren Endungen kann man die verschiedenen Kasus ablesen und so die Funktion des Wortes im Satz bestimmen. So mühselig das auch erscheinen mag, ist es sehr wichtig, alle Deklinationen zu beherrschen.
Ohne die konsonantische Deklination ist es nicht möglich einen Satz richtig zu übersetzen oder einen lateinischen Text zu verstehen. Denn nur am Kasus eines Wortes kann man erkennen, welche Funktion das Wort im Satz hat. Nur, wenn du erkennst, in welchem Kasus ein Nomen steht, kannst du bestimmen, ob eine KNG-Kongruenz mit anderen Wörtern vorliegt. Kasusendungen sind der Preis, den eine Sprache zahlen muss, wenn sie eine vollkommen freie Wortstellung beibehalten will.