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Lexikon

Risse und Schnittzeichnungen

9. ‐ 8. Klasse

Risse bzw. Schnittzeichnungen dienen zur exakten und maßtreuen Darstellung von dreidimensionalen Körpern, etwa in Architektur oder Maschinenbau. Dabei wird gezielt nur die Ansicht in zwei der drei Dimensionen gewählt, man sieht das gesamte Objekt also nur, wenn man drei Risse bzw. Schnitte sieht. Dabei benutzt man die Bezeichnungen

  • Grundriss für den Blick vertikal von oben (meistens die z-Richtung)
  • Aufriss für den Blick von vorne (eine der beiden horizontalen Richtungen)
  • Seitriss für den Blick von links bzw. rechts (die andere horizontale Richtung)

Mathematisch gesehen ist ein Riss eine Projektion. Werden beispielsweise zwei zueinander senkrechte Risse kombiniert, in der Regel Grund- und Aufriss, spricht man von einer Zweitafelprojektion.

Beispiel:

Das hier schematisch im Schrägbild dargestellte Haus, dessen Giebel parallel zur Straße ausgerichtet ist, soll in drei Rissen dargestellt weden:

  • Der Grundriss zeigt, wie der Gegenstand von oben aussieht. Am Beispiel des Hauses sieht man zwei Rechtecke, nämlich die beiden Dachhälften.

  • Der Aufriss zeigt den Gegenstand von vorne (von der Straße). Am Beispiel des Hauses sieht man auch hier zwei Rechtecke: die Vorderfront und eine Dachhälfte .

  • Der Seitenriss zeigt, wie das Haus von der Seite aussieht (also den Giebel). Hier ist das ein Rechteck mit aufgesetztem Dreieck, dem Giebel.

 

Schnittzeichnungen können auch mehr als nur Umrisse zeigen, so enthalten Grundrisse von Häusern in der Regel auch die Begrenzung der Innenräume, Mauerdicken, Fenster etc.