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Sage

6. Klasse Dauer: 65 Minuten

Was ist eine Sage?

Eine Sage ist eine fantastische Erzählung, die an eine wahre Begebenheit anknüpft. In der Regel wurden Sagen zunächst mündlich überliefert und erst später schriftlich festgehalten.

Sie enthalten fantastische, übernatürliche Elemente. Anders als das Märchen nimmt die Sage Bezug auf ein wahres Ereignis. Mit den interaktiven Übungen lassen sich Aufbau, Merkmale und Hintergründe der Sage übrigens doppelt so schnell lernen. Wenn du dein Wissen überprüfen willst, teste dich selbst mit einer Klassenarbeit zum Thema Erzählungen schreiben.

Was du beim Schreiben einer Sage beachten musst

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Sage

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Wie du einen Schreibplan erstellst

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Schreibplan zur Sage

Schreibplan zur Sage

Schreibplan zur Sage

Wie du die Einleitung einer Sage schreibst

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Einleitung einer Sage

Einleitung einer Sage

Einleitung einer Sage

Wie du den Hauptteil einer Sage schreibst

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Hauptteil einer Sage

Hauptteil einer Sage

Hauptteil einer Sage

Wie du den Schluss einer Sage schreibst

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Schluss einer Sage

Schluss einer Sage

Schluss einer Sage

Wie du einen Text überprüfst

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Text prüfen – Sage

Text prüfen – Sage

Text prüfen – Sage

Schlussrunde: Sage

Schlussrunde: Sage

Schlussrunde: Sage

Was du wissen musst

  • Wie erkennt man die Merkmale einer Sage?

    Woher die Sage stammt

    Die Sage basiert auf einer wahren Begebenheit. Dies kann eine Person oder ein Vorkommnis in der Vergangenheit sein. Obwohl man Sagen lesen kann, stammen sie zunächst aus der mündlichen Überlieferung. Sie werden auch nach ihrer Verschriftlichung oft noch aufgegriffen und leicht verändert weitergegeben. Die Ursprünge der Erzählungen sowie die eigentlichen Verfasser der Sage sind nicht bekannt.

    Handlungen der Sage

    Die Handlungsverläufe von Sagen sind sich sehr ähnlich. In der Regel steht eine Person im Mittelpunkt der Sage, die sich durch das Bestehen eines Abenteuers beweisen muss. Das kann ein Kampf sein, eine gefährliche Reise oder das Zusammentreffen mit übernatürlichen Gestalten.

    Eine Sage hat oftmals ihren Ursprung zu Beginn unserer Zeitrechnung oder spielt sich in der Welt und Zeit der Götter ab.

    Sagenhafte Bewohner

    Die Gestalten, die sich in der Sage tummeln, sind übernatürliche Wesen mit übernatürlichen Kräften. Sie sind frei erfunden, genauso wie ihre zauberhaften Fähigkeiten: Feen, Riesen, Elfen, Zwerge, sprechende Tiere oder auch Meerjungfrauen. Diese Sorte Wesen findet sich auch in Märchen und Fabeln, dennoch machen sie eines der Merkmale einer Sage aus, indem sie selbst oder aber ihre Fähigkeiten einen bestimmten Ort, dessen Entstehen oder ein Vorkommnis dort begründen.

    Wahrheit der Sage

    Auch wenn die Wesen übernatürlich, die Vorkommnisse zauberhaft und die Zeiten unwirklich erscheinen, beruhen Sagen auf einer wahren Begebenheit. Das unterscheidet sie von allen anderen frei erfundenen Geschichten und Volksmärchen, die zwar oft eine (be)lehrende Funktion haben, nicht aber wahre Geschehnisse erklären.

  • Wie ist der Aufbau einer Sage?

    Die Sage hat einen klaren Aufbau, bestehend aus Überschrift, Einleitung, Hauptteil und Schluss. Unabhängig davon, ob die Sage in mündlicher oder schriftlicher Form weitergegeben wird, lässt die Überschrift der Sage bereits das inhaltliche Thema erkennen.

    Einleitung

    Die Einleitung bildet den Anfang der Sage und steht in der Regel im Präsens. Hier geht es oft um Ereignisse vor der eigentlichen Handlung der Sage. Aufgrund dieser Vorgeschichte entsteht die Begebenheit der Sage erst.

    Hauptteil

    Der Hauptteil der Sage erzählt die Begebenheit und erklärt damit das Geschehen an einem bestimmten Ort oder um eine bestimme Person. Spätestens im Hauptteil wird dem Adressat der Sage auch ein Ort genannt. Der Hauptteil der Sage steht in der Regel im Präteritum.

    Schluss

    Der Schluss der Sage zieht eine Verbindung zur Gegenwart. Er soll darauf hinweisen, inwieweit die Inhalte der Sage noch heute Auswirkungen auf den Ort der Handlung haben. Da der Schluss einen Sprung in die Gegenwart macht, wird auch er in der Regel im Präsens verfasst.

  • Warum beschäftigt man sich in Deutsch mit Sagen?

    Seit vielen Jahren versuchten Menschen an den unterschiedlichsten Orten mithilfe von Sagen, Erklärungen für Unerklärliches zu finden. Dabei entstanden die drei verschiedenen Gattungen der Sagen:

    • Göttersagen: Sie erklärten die Entstehung von Welt und Menschheit. Oft wurden hier persönliche Beziehungen zwischen den Menschen und ihren Göttern kreiert.
    • Heldensagen: Sie handeln von einzelnen Personen, oft auch mächtigen Herrschergeschlechter. Sie versuchen, das Handeln und die Macht dieser Personen zu erklären.
    • Volkssagen: Sie erklären oft ortsgebundene Vorkommnisse, die Menschen, die dort leben, oder ihre Weltansicht direkt betreffen / betrafen. Diese Sagen spielen meist inmitten des Alltagslebens.

    Sagen waren lange Zeit eine wichtige Art und Weise, Geschehnisse zu begründen und entwickelten sich im Volksglauben bestimmter Regionen weiter. Um also heute bestimmte Erzählungen zu verstehen und richtig verorten zu können, ist es wichtig, Sagen anhand ihrer Merkmale und ihres Aufbaus erkennen zu können.

    Würde man sie mit anderen frei erfunden Erzählungen, wie beispielsweise Märchen verwechseln, würde der wahre Kern der Sage verloren gehen.