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Was ist bei Diktaten zu Dehnungswörtern zu beachten?

Kurz oder lang? Das ist die erste Frage, die du bei Diktaten zu Dehnungswörtern schon beim ersten Zuhören mitdenken kannst. Bei den Dehnungswörtern geht es um die Vokale, die Selbstlaute, nämlich a, e, i, o und u.

Mit Dehnung ist gemeint, dass die Wörter lang, also gedehnt, gesprochen werden – so wie das schon beim Wort dehnen oder Dehnung der Fall ist. Das h in der Schreibung ist ein Hinweis darauf, dass der Vokal an dieser Stelle lang gesprochen wird. 
Abwechslungsreiche Übungen und Wiederholungen zu Dehnungswörtern findest du im Lernweg dazu. Bist du längst Profi bei diesem Thema, kannst du dich an der Klassenarbeit zu Diktaten probieren.

Was du beim Schreiben von Diktaten beachten solltest

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Diktate schreiben

Wie Wörter gedehnt werden

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Diktate Dehnung

Diktat Dehnung

Was du wissen musst

  • Wie kann man sich Wörter mit Dehnungs-h merken?

    Am einfachsten ist es, wenn du beim Vorlesen der Diktate mit Dehnungs-h genau zuhörst, damit du die Stellen mit einem lang gesprochenen Vokal mitbekommst. Zum Beispiel ist die Länge der Vokale beim lauten Vorlesen bei diesem Satz gut zu hören: „Es ist mal Zeit für unser Mahl!“ 

    Aber wie gehst du vor, um die Wörter mit Dehnungs-h zu finden?
    Die gute Nachricht ist, dass bei den meisten lang gesprochenen Vokalen kein h notwendig ist. Falls aber doch, dann kannst du dich an zwei Tests orientieren. 

    1. Test: Das h hörbar machen und das Wort verlängern

    Du unterscheidest zwischen

    • dem hörbaren h wie bei Schuhe, Kühe, drehen, bemühen,
    • dem stummen h wie bei Schuh, Kuh, Zahn, nehmen.

    Das hörbare h ist ein silbentrennendes h,  das heißt, beim Zerlegen in die Silben zeigt es den Beginn einer neuen Silbe, zum Beispiel: dre-hen, bemü-hen. Es steht zwischen zwei Vokalen.
    Wenn du zum Beispiel den Plural von Wörtern wie Schuh oder Kuh bildest, dann hörst du dort, ob ein h gebraucht wird. Es gibt auch andere Verlängerungsmöglichkeiten wie nah – nä-hern oder froh – fro-he.

    2. Test: Vokal plus l, m, n, r

    Bei manchen Wörtern bleibt das h stumm, auch wenn du das Wort verlängerst. Dann kannst du eine weitere Überprüfung mit diesem Test vornehmen: Folgt im Wort nach dem betonten langen Vokal ein l, m, n, r, so fügst du im Diktat zur Dehnung oft auch ein h ein. Beispiele hierfür sind: kühl, Lehm, Zahn, Bohne, Gefahr.

    Ausnahmen gibt es allerdings einige, zum Beispiel: spüren, Qual, Kran, Schal. Wenn du viele Übungen zum Thema machst, lernst du sie mit der Zeit auswendig. 

    Tipp: Bei Fremdwörtern kannst du ziemlich sicher sein, dass sie ohne Dehnungs-h geschrieben werden, zum Beispiel: Portal, Harpune, Kalkül.

    Tipp: Pronomen wie ihr, ihre, ihm werden immer mit einem h gedehnt.

  • Wie bereitet man sich auf Diktate zum Thema Dehnung vor?

    Wenn du das Thema Dehnung für Klassenarbeiten übst, dann kommt fast automatisch das Thema Schärfung mit ins Spiel. Dabei geht es darum, ob Vokale bzw. Selbstlaute kurz (geschärft) oder lang (gedehnt) gesprochen werden. 
    Eine gute Vorbereitung ist es also, genaues Zuhören zu üben, damit dir diese Unterscheidung nicht entgeht, wenn das Diktat zur Dehnung vorgelesen wird. 

    Gut zu wissen ist auch, dass es noch andere Möglichkeiten der Dehnung im Deutschen gibt, nämlich:  

    • indem der Vokal verdoppelt wird wie bei Waal, 
    • indem beim i ein e angehängt wird wie bei Knie. 

    Die Unterscheidung zwischen gedehnten und kurzen Vokalen kann dir in Diktaten auch bei anderen Rechtschreibthemen helfen, zum Beispiel bei das und dass. Oft spricht der oder die Diktierende so, dass die Schärfung mit zwei s zu hören ist. 
    Je mehr Übungen du zu diesem Thema machst, desto sicherer wirst du. Gut ist es auch, einfach sehr viel zu lesen.

  • Warum ist es von Bedeutung, die Schreibweise der Dehnung zu kennen?

    Es ist schon ein großer Unterschied, ob die Überschrift zu einem Text „Es geht um Wahl!“ oder „Es geht um Wal!“ lautet.

    Einmal möchtest du dich vielleicht über dein Stimmrecht informieren, im anderen Fall aber willst du dich umweltpolitisch einbringen. Der Buchstabe h macht hier also einen großen Bedeutungsunterschied aus. 

    Das gilt natürlich auch umgekehrt: Wenn du etwas aufschreibst, so willst du auch richtig verstanden werden. Und wie so oft gelingt dir das besser, wenn du Diktate mit Dehnungs-h schon in der Schulzeit gut bestanden hast.