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Lexikon

Kommunismus

1. Lernjahr ‐ Abitur
Kommunismus, auf den französischen Schriftsteller und utopischen Sozialisten Étienne Cabet (*1788, †1856) um 1840 geprägter Begriff für den von radikalen politischen Bewegungen seit der Französischen Revolution angestrebten Zustand einer herrschaftsfreien klassenlosen Gesellschaft. Durch gemeinschaftliche Verwaltung der Güter und durch die Aufhebung des Privateigentums, zumindest an den Produktionsmitteln, sollen alle Mitglieder der kommunistischen Gesellschaft gleichgestellt sein. 
1847 wurde der Bund der Kommunisten gegründet, dem Karl Marx und Friedrich Engels (*1820, †1895) mit dem Kommunistischen Manifest eine Programmschrift gaben. Hierin versuchten sie, die kommunistische Utopie als Ziel der gesellschaftlichen Entwicklung der Menschheit wissenschaftlich zu begründen (historischer Materialismus, Marxismus). Das Wirken von Marx und Engels beeinflusste nachhaltig die sozialistische Arbeiterbewegung und die sich aus ihr entwickelnden Parteien und Organisationen wie die Sozialdemokratie.