Einen Tagebucheintrag schreiben
Schritt-für-Schritt-Anleitung
Was ist ein Tagebucheintrag?
Ein Tagebuch ist meistens privat. Deshalb kann man darin auch persönliche Gedanken und Gefühle aufschreiben. Bei dieser Aufgabe schreibst du einen Tagebucheintrag aus der Sicht einer Figur aus einer Geschichte. Du tust also so, als wärst du diese Figur.
Du schreibst in der Ich-Form: → Ich hatte Angst. Ich wusste nicht, was ich tun sollte.
Deine Gedanken und Gefühle dürfen erfunden sein. Sie müssen aber zur Figur und zur Geschichte passen.
Die Merkmale eines Tagebucheintrags
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Er ist persönlich und privat.
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Er wird in der Ich-Form geschrieben.
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Er erzählt von Erlebnissen, Gedanken und Gefühlen.
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Er bezieht sich auf einen bestimmten Tag oder ein bestimmtes Ereignis.
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Er enthält eine Anrede und eine Verabschiedung.
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Das Datum steht meistens oben rechts.
Bevor du schreibst, erinnere dich an eine wichtige Stelle aus der Geschichte. Frage dich:
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Was ist passiert?
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Wie hat sich die Figur gefühlt?
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Was hat sie gedacht?
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Was beschäftigt sie noch?
Der Aufbau: Einleitung, Hauptteil und Schluss
1. Einleitung
In der Einleitung beginnst du deinen Eintrag. Du schreibst, was an diesem Tag passiert ist, oder nennst dein wichtigstes Gefühl.
Liebes Tagebuch, heute ist etwas Schlimmes passiert.
Liebes Tagebuch, ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll.
Heute war ein ganz besonderer Tag.
2. Hauptteil
Im Hauptteil erzählst du genauer, was passiert ist. Du schreibst auch, was die Figur gedacht und gefühlt hat. Schreibe nicht nur, was passiert ist. Zeige auch das Innenleben der Figur. So können andere besser verstehen, was in ihr vorgeht.
Dabei helfen dir die W-Fragen:
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Was ist passiert?
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Wo und wann ist es passiert?
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Wer war dabei?
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Wie habe ich mich gefühlt?
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Warum habe ich so gehandelt?
Zuerst wollte ich weglaufen. Ich hatte Angst, dass die anderen mich auslachen. Dann dachte ich an meinen Freund und blieb doch stehen. Ich wollte ihn nicht allein lassen.
3. Schluss
Im Schluss fasst du deinen Tag oder dein Erlebnis kurz zusammen. Du kannst auch einen Wunsch oder eine Hoffnung aufschreiben.
Ich hoffe, dass morgen alles besser wird.
Ich bin froh, dass ich nicht aufgegeben habe.
Diesen Tag werde ich bestimmt nicht vergessen.
Am Ende verabschiedest du dich von deinem Tagebuch und schreibst den Namen der Figur darunter.
Bis morgen, liebes Tagebuch.
Deine Mia
Sprache und Formulierungen
Diese Satzanfänge können dir helfen:
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„Ich fühle mich …“
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„Ich habe Angst, dass …“
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„Ich bin froh, weil …“
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„Ich kann nicht verstehen, warum …“
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„Ich frage mich, ob …“
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„Ich wünschte, dass …“
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„Am liebsten würde ich …“
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„Ich hoffe, dass …“
Verwende passende Gefühlswörter, zum Beispiel: → traurig, wütend, ängstlich, froh, mutig, enttäuscht, überrascht, einsam, stolz, unsicher
- Wenn du über etwas Vergangenes schreibst, kannst du das Perfekt verwenden: → Ich bin nach Hause gegangen. Wir haben lange gesprochen.
- Wenn ein Gefühl noch jetzt da ist, kannst du im Präsens schreiben: → Ich bin immer noch traurig. Ich weiß nicht, was ich tun soll.
Einen Tagebucheintrag schreiben
Einen Brief an eine literarische Figur schreiben
Schritt-für-Schritt-Anleitung
Du hast eine Geschichte gelesen oder gehört. In dieser Geschichte gibt es eine Figur, die dich beschäftigt. Vielleicht ist die Figur traurig, mutig, wütend oder ängstlich. Vielleicht hat sie etwas Schwieriges erlebt. Oder du findest eine Entscheidung der Figur besonders spannend.
Du kannst dieser Figur einen Brief schreiben. Dabei schreibst du der Figur aus deiner eigenen Sicht. Du bist also nicht die Figur. Du wendest dich an sie und schreibst ihr, was du über ihre Geschichte denkst, fühlst, fragen oder ihr wünschen möchtest.
1. Erinnere dich an die Figur
Bevor du mit dem Schreiben beginnst, denk noch einmal über die Geschichte nach.
Frage dich:
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Was ist der Figur passiert?
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Was wollte die Figur erreichen?
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Welches Problem hatte sie?
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Wie hat die Figur gehandelt?
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Wie könnte sie sich gefühlt haben?
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Was hat mich an ihrer Geschichte beschäftigt?
Suche in deiner Erinnerung nach einer wichtigen Situation. Besonders gut eignet sich eine Stelle, an der die Figur ein Problem hatte, eine Entscheidung treffen musste oder etwas Besonderes erlebt hat.
2. Baue deinen Brief richtig auf
Ein persönlicher Brief hat eine bestimmte Struktur.
| Ort und Datum | Anrede | Einleitung | Hauptteil | Schluss | Grußformel und Unterschrift |
| Oben rechts schreibst du den Ort und das Datum. | Mit der Anrede sprichst du die Figur an. | In der Einleitung erklärst du, warum du schreibst. Du kannst auch deinen ersten Gedanken zur Geschichte nennen. | Im Hauptteil schreibst du ausführlicher, was du der Figur sagen möchtest. Wichtig ist: Dein Hauptteil soll sich auf die Geschichte beziehen.
Du kannst zum Beispiel:
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Im Schluss beendest du deinen Brief. Du kannst noch einen Wunsch, eine Hoffnung oder eine letzte Frage schreiben. | Am Ende verabschiedest du dich mit einer passenden Grußformel. |
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3. Verwende passende Wörter
Wörter für Gefühle
→ ängstlich, traurig, wütend, froh, erleichtert, mutig, enttäuscht, überrascht, einsam, stolz, unsicher, neugierig, erleichtert
Wörter für Gedanken und Meinungen
- Ich glaube, dass …
- Ich denke, dass …
- Meiner Meinung nach …
- Ich kann verstehen, dass …
- Ich fand es überraschend, dass …
- Ich habe mich gefragt, warum …
Satzanfänge für deinen Brief
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„Ich schreibe dir, weil …“
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„Deine Geschichte hat mich beschäftigt, weil …“
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„Ich glaube, dass du dich … gefühlt hast, weil …“
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„Ich fand es mutig/ schade/ ungerecht, dass …“
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„Warum hast du …?“
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„An deiner Stelle würde ich …“
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„Ich kann gut verstehen, dass …“
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„Ich hoffe, dass …“
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„Ich wünsche dir, dass …“