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Lexikon

Piezoelektrizität

5. Klasse – Abitur

Piezoelektrizität (von griech. piézein „drücken“) ist eine Ladungstrennung an der Oberfläche von bestimmten Kristallen infolge einer Verformung (Deformation).

Durch die Deformation werden in piezoelektrischen Kristallen elektrisch positive und negative Gitterbausteine so verschoben, dass ein elektrisches Dipolmoment entsteht. Dieses Dipolmoment führt zum Auftreten von elektrischer Ladung an der Oberfläche.

Wichtige piezoelektrische Kristalle sind Quarz, Turmalin, Seignettesalze und Zinkblende. Auf der Piezoelektrizität basieren verschiedene Drucksensoren.

Die Umkehrung der Piezoelektrizität ist die Formänderung eines Kristalls durch Anlegen von elektrischen Feldern. In der Technik nutzt man dies z. B. in Quarzuhren, Mikromotoren (Aktoren) und Lautsprechern für Schall und Ultraschall.


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