Allgemein ist der Flächeninhalt A der Figur, die von einem Funktionsgraphen Gf, der x-Achse und den senkrechten Verbindungslinien zwischen ihnen (an den Grenzen des Intervalls []) begrenzt wird, das bestimmte Integral
A=|b∫a|f(x)|dx| .
Für a≤b fallen die äußeren Betragsstriche weg. Ist f(x)≥0 für alle x∈[a;b], fallen die inneren Betragsstriche weg. Wenn die Funktion im Intervall das Vorzeichen wechselt, muss man die sich ergebenden Teilflächen jeweils separat berechnen.
Beispiel:
A=3∫−1|x2−2x|dx=∫0−1(x2−2x)dx+∫20−(x2−2x)dx+∫32x2−2xdx=[x33−x2]0−1−[x33−x2]20+[x33−x2]32=43+43+43=4
Wenn der Integrationsbereich symmetrisch um den Ursprung liegt und die Integrandenfunktion gerade oder ungerade (also symmetrisch zur y-Achse oder zum Ursprung) ist, genügt es, das Integral für nur eine Hälfte des Intervalls zu lösen und dann das Ergebnis mit 2 zu multiplizieren:
A=∫a−a|f(x)|dx=2⋅∫a0|f(x)|dx (a≥0)
Beispiel:
A=∫2−2|x3|dx=2⋅∫20|x3|dx=2⋅[x44]20=2⋅4=8
Die Fläche zwischen zwei Graphen ist das Integral über die Differenzfunktion zwischen den Schnittpunkten der Funktionsgraphen.
A=|∫ba|f(x)dx|−|∫bag(x)|dx|=|∫ba|f(x)−g(x)|dx|
Beispiel:
Fläche zwischen Parabel und Gerade mit f:x↦−0,5x2+1 und g:x↦0,5x (x∈R). Die Schnittpunkte sind S1(–2|–1) und S2(1|0,5).
A=∫1−2(f(x)−g(x))dx=∫1−2((−0,5x2+1)−0,5x)dx=2,25