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Lexikon

Warschauer Pakt

1. Lernjahr ‐ Abitur

Warschauer Pakt, im Gegenzug zur Gründung der NATO am 14.5.1955 geschlossenes Militärbündnis der Ostblockstaaten auf der Grundlage des »Vertrags über Freundschaft, Zusammenarbeit und gegenseitigen Beistand« (Warschauer Vertrag). Dieser Vertrag wurde durch zweiseitige Verträge und Truppenstationierungsverträge der Sowjetunion mit den Mitgliedsstaaten ergänzt.

Mitglieder des Warschauer Pakts waren Albanien (bis 1968), Bulgarien, die DDR (1956 bis 1990), Polen, Rumänien, die Tschechoslowakei, die UdSSR und Ungarn. Der Warschauer Pakt unter Vorherrschaft der Sowjetunion bildete in den Zeiten des Kalten Kriegs und des Ost-West-Konflikts das Gegengewicht zum westlichen Verteidigungsbündnis NATO unter Führung der USA.

Mit dem Zerfall des Ostblocks löste sich das Militärbündnis durch Beschlüsse der Mitgliedsstaaten vom 25.2.1991 und durch ein Abschlussprotokoll vom 1.7.1991 wie die Wirtschaftsgemeinschaft Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe auf.