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Sozialdarwinismus

1. Lernjahr ‐ Abitur

Sozialdarwinismus, Bezeichnung für Theorien, die die naturgesetzlichen Prinzipien der biologischen Evolutionstheorie des britischen Naturforschers Charles Robert Darwin (*1809, †1882) wie Auslese, Kampf ums Dasein, Anpassung an die Umwelt, Vererbbarkeit erlernter Fähigkeiten auf den sozialen Bereich übertragen.

Die vom Sozialdarwinismus behauptete »natürliche« Ungleichheit der Menschen wurde von der Rassenideologie des Nationalsozialismus übernommen, um die Überlegenheit der »arischen Rasse« zu untermauern sowie die Ausmerzung »rassenfremder« Bevölkerungsteile und den Kampf um »Lebensraum im Osten« zu rechtfertigen. Nur angeblich starke Völker oder „Rassen“ könnten überleben, schwache gingen unter. Deutsche galten als Angehörige einer „Herrenrasse“.