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Lexikon

Gedichtinterpretation

5. Klasse – Abitur

Allgemein

Gedichte drücken meist Gedanken, Gefühle, Stimmungen und Erlebnisse aus. Dafür wählen die Autoren oft die Ich-Form sowie ausdrucksvolle sprachliche Bilder. Bei lyrischen Texten ist besonders die sprachliche Form zu analysieren und mit dem Inhalt des Gedichts in Beziehung zu setzen. Kernfrage: Inwiefern unterstützt die sprachliche Gestaltung die inhaltliche Aussage des Textes?

Vorgehensweise

Bei einer Gedichtinterpretation geht man dreischrittig vor:

  • Inhaltsangabe: Hierbei wird zunächst ein Einleitungssatz formuliert, welcher folgende Informationen enthält: die Textsorte, den Titel des Gedichts, den Autor und das Thema. Nach dem Einleitungssatz wird der Inhalt kurz zusammengefasst.
  • Textanalyse: Hierbei werden formale Merkmale des Gedichts genauer unter die Lupe genommen und analysiert. Dazu zählen:
  1. Verse und Strophen: Wie viele Verse und Strophen hat das Gedicht?
  2. Reimschema: Welches Reimschema liegt vor?
  3. Metrum: Welche Abfolge von betonten und unbetonten Silben liegt vor?
  4. rhetorische Figuren: Welche Sprachbilder hat das Gedicht?
  • Deutung: Bei der Formanalyse geht es immer darum herauszuarbeiten, inwiefern Form und Inhalt übereinstimmen bzw. miteinander verknüpft sind und inwiefern die formalen Gestaltungselemente die inhaltliche Aussage des Textes unterstreichen.