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Lexikon Geschichte

Polis

Polis, der griechische Stadtstaat. Die Polis (Plural: Poleis) war eine Gemeinschaft von jeweils mehreren Tausend Bürgern (Großgrundbesitzer, Händler, Handwerker) mit Selbstverwaltung. Zur Polis gehörte eine Siedlung und das umgebende, von Bauern bearbeitete Land. Die Poleis entwickelten sich seit dem 8. Jahrhundert v. Chr. als eigenständige Gebilde und waren bestrebt, ihre Freiheit, Selbstständigkeit und wirtschaftliche Unabhängigkeit zu wahren.

Politische Ordnung

Die Poleis bildeten den politischen Mittelpunkt des umliegenden Gebiets und waren gewöhnlich der Tagungsort von Rat und Volksversammlung. Die Begriffe „politisch“ und „Politik“ leiten sich gleichfalls von diesem Wort ab. Die größte Polis war Athen.

Die politischen Rechte und Pflichten wurden durch die Politeia, d.h. durch die „politische Ordnung“ oder „Verfassung“, festgelegt. Auf dem höchsten Punkt der Polis befand sich die Akropolis, d.h. die Stadtfestung. Als politische und juristische Versammlungsstätte diente die Agora, der zentrale Platz der antiken Stadt.

Bürger und Metöken

Nur freie und reiche Männer konnten politisch mitbestimmen. Sie wurden Bürger genannt. Das Bürgerrecht war erblich, konnte aber auch an auswärtige Personen verliehen werden. Der Familienvater war der alleinige „Herr im Haus“. Die rechtlose Frau führte den Haushalt. Angehörige unterworfener Völker arbeiteten als rechtlose Sklaven. Sie konnten jederzeit verkauft oder vermietet werden. Frei, aber ohne Bürgerrecht, waren die zugezogenen Metöken. Sie durften kein Land besitzen und waren vor allem in Handwerk und Handel tätig. Von vornherein ausgeschlossen vom politischen und öffentlichen Leben waren Frauen und Sklaven.

Poleis und Kolonien

Wichtige Stadtstaaten waren Korinth, Athen, Milet und Sparta. Die Griechen verstanden sich nicht als griechische Bürger, sondern als Bürger ihrer Stadt. Deshalb nannten sie sich nicht Hellenen, sondern „Athener“, „Spartaner“, „Korinther“ usw.

Zwischen 750 und 550 v. Chr. wanderten die Griechen aufgrund von Überbevölkerung und Hungersnöten aus den verschiedensten Stadtstaaten aus und gründeten Kolonien. Die Polis galt den Auswanderern weiterhin als eigentliche Heimat, als Mutterstadt.

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