Bessere Noten mit Duden Learnattack Jetzt kostenlos testen
 

Wie du den Hauptteil einer Reportage schreibst


Aufgabe

Schreibe den Hauptteil einer Reportage zu folgendem Ereignis:

Die 15-jährige Isabel ist mit ihrer Klasse im Lungau in Österreich im Skigebiet Fanningberg. Zusammen mit ihren Klassenkameraden wird sie von Skilehrerin Niki unterrichtet. Du sollst eine Reportage für eure Schülerzeitung schreiben und Isabels ersten Tag auf Skiern schildern.

Das musst du wissen

Die Reportage soll interessant sein und den Leser fesseln. Daher sollte sie lebendig geschrieben sein. Das erreichst du u. a.

  • mit dem Präsens.
    Die Zeitform der Reportage ist Präsens, weil das unmittelbarer wirkt. Der Leser kann fast teilhaben am Geschehen.
  • mit Zitaten in wörtlicher Rede.
    Du darfst auch umgangssprachlich gefärbte O-Töne bringen.
  • mit kurzen, syntaktisch einfachen Sätzen.
  • mit Verben und Adjektiven, die das Geschilderte anschaulich und treffend wiedergeben.
  • mit viel Abwechslung im Ausdruck.
    Vermeide also, immer die gleichen Wörter zu verwenden.
  • mit sprachlichen Bildern und Vergleichen.

Achte darauf, dass du verständlich schreibst. Der Leser muss dir folgen können. Jeder Absatz sollte sich logisch aus dem vorhergehenden ergeben. Nimm unterschiedliche Perspektiven ein, indem du ab und zu vom Einzelfall (Isabels Erlebnisse) zum Allgemeinen (Informationen über das Skifahren, das Skigebiet usw.) wechselst.

Schritt 1: Beantworte die W-Fragen

Es ist hilfreich, wenn du dir vor dem Schreiben überlegst, was du schildern möchtest. Am besten beantwortest du die W-Fragen – daraus ergibt sich automatisch ein grober Schreibplan:

Wer? Wo? Was? Wann? Wie? Welche Folgen?

Notiere dir alles auf einem separaten Blatt.

  • Wer? Isabel, 15 Jahre alt.
  • Wo? Skigebiet Fanningberg im Lungau in Österreich.
  • Was? Erster Tag als Anfänger in einem Skikurs, Liftfahren, Pflug- und Pflugbogenfahren.
  • Wann? Im Winter.
  • Wie? Mit kleineren Schwierigkeiten.
  • Welche Folgen? Keine ernsthaften Folgen.

Anders als in anderen Textarten brauchst du die W-Fragen nicht gleich in der Einleitung zu beantworten. Du kannst die Antworten über die Reportage verteilen.

Schritt 2: Notiere die Hauptpersonen

Überlege dir außerdem, welche Personen beteiligt sind. Schreibe auch sie auf.

  • Isabel, ein Mädchen von 15 Jahren
  • Anna, 14, ihre Freundin
  • Vanessa, 15, eine Klassenkameradin, ängstlich
  • Niki, 20, Abiturientin, jobbt vor dem Studium als Skilehrerin
  • Franz, älter, Liftbügelhalter, hilfsbereit

Schritt 3: Schreibe den Hauptteil deiner Reportage

„Hallo“, sagt Niki fröhlich. „Zieht euch schon mal die Ski an und dann fahren wir zum kleinen Schlepper.“ Niki zieht einen nach dem anderen zum kleinen Schlepplift. Stöcke brauchen Isabel und die anderen heute noch nicht.

60 bis 80 Kinder und Jugendliche lernen in der Wintersaison pro Woche allein in dieser Skischule am Fanningberg das Skifahren, täglich vier Stunden lang. Da stehen selbst Dreijährige schon auf den Brettern und düsen den Berg hinter dem Skilehrer hinunter.

Am Lift halten sich alle an einem Holzzaun fest. Niki gibt den Jugendlichen eine Einweisung ins Schleppliftfahren. „Also, ihr steht zu zweit in der Liftspur, die Ski parallel. Der Bügel kommt von hinten, ihr haltet euch mit der einen Hand an der Stange in der Mitte fest, mit der anderen seitlich am Liftbügel. Dann lehnt ihr euch etwas gegen den Liftbügel. Bleibt locker in den Knien, dann passt das schon!“

Ganz langsam kommt der Liftbügel angeschwebt. Franz, der Liftbügelhalter, hält ihn, Isabel und ihre Freundin Anna stehen parat, ergreifen den Bügel und halten sich fest. Es ruckt kurz und sie fahren davon – aber nur ein paar Meter, dann schert Isabels rechter Ski plötzlich aus. Es geht alles blitzschnell. Schon liegt Isabel in der Liftspur. Anna fehlt das Gegengewicht, sodass auch sie aus dem Lift purzelt. Franz stoppt den Lift. „Macht nichts, versucht‘s gleich noch mal“, lacht er. Mit den langen Skiern an den Füßen ist man so hilflos wie ein Baby! Gut, dass Niki den beiden wieder auf die Beine hilft.

Beim Schleppliftfahren passieren auch schwerere Unfälle, deshalb werden in den meisten Skigebieten heute ausschließlich Sessellifte gebaut.

Von oben sieht der Hang auf einmal gar nicht mehr so harmlos aus. Niki erklärt: „Das Wichtigste, was ihr beim Skifahren können müsst, ist das Bremsen.“ Sie macht der Klasse den Pflug vor. Isabel und die anderen fahren parallel zum Berg, ganz langsam. „Talski belasten, locker in den Knien“, ermahnt Niki. „Skispitzen zusammen, Skienden weiter auseinander, Knie in eine leichte X-Stellung, Skier auf die Innenkanten, Gewicht auf die Ski bringen.“ Und tatsächlich, sie hält an!

Jetzt kommt der erste Bogen. Isabel ist ganz rot im Gesicht, man kann ihr die Aufregung und Anstrengung ansehen. „Ihr fahrt im Pflug parallel zum Hang, Talski belasten, dann ein bisschen mehr in die Falllinie fahren, Gewicht vom Talski auf den anderen verlagern, der dann Talski wird, dann fahren die Ski fast alleine den Bogen“, meint Niki. Vanessa fährt vor Isabel, ziemlich langsam, Isabel kommt ihr näher und näher. „Pflug!“, ruft Niki ihr zu und Isabel reagiert blitzschnell. Haarscharf hinter Vanessa kommt sie zum Stehen. Das war knapp! Sie wartet, bis Vanessa die Gruppe vor ihnen erreicht hat. Dann nimmt Isabel wieder etwas Fahrt auf, fährt mehr in Richtung Tal, verlagert das Gewicht und – ist rum um die Kurve!

„Erfahrungsgemäß“, weiß Niki, „dauert es zwei bis drei Tage, bis Kinder und Jugendliche den sanften Hang am Schlepplift gut hinunterfahren können.“ Nun kommen auch die Stöcke hinzu, und wenn das alles gut klappt, erobern die Kursteilnehmer die großen Pisten.

Im Laufe des Tages werden Isabel und die anderen der Klasse 8c immer besser im Lift-, Pflug- und Bogenfahren. Nachmittags um 16 Uhr stehen sie wieder an der Skischule und steigen aus den Bindungen.

Registriere dich, um den vollen Inhalt zu sehen!

VERSTÄNDLICH

PREISWERT

ZEITSPAREND

Weitere Deutschthemen findest du hier

Wähle deine Klassenstufe

Weitere Schritt-für-Schritt-Anleitungen findest du hier