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Lexikon

Anämie

5. Klasse ‐ Abitur

Anämie (Blutarmut): die Verminderung des roten Blutfarbstoffs, die meist mit einer Abnahme der roten Blutkörperchen einhergeht. Dadurch ist der Transport von Sauerstoff im Blut  behindert. Anämie entsteht u. a. durch Blutverlust, verringerte Blutbildung im Knochenmark oder gesteigerten Abbau der roten Blutkörperchen in der Milz. Mangel an Vitaminen oder Eisen,  das in Hämoglobin eingebaut wird, führt ebenfalls zur Anämie (Extrinsic Factor).

Die Sichelzellenanämie (sichelförmige rote Blutkörperchen) beruht auf einer fehlerhaften Aminosäuresequenz des Hämoglobins, in dem eine einzige falsche Aminosäure, nämlich Valin, anstelle von Glutaminsäure eingesetzt ist. Die Krankheit wird rezessiv vererbt; der  Sauerstofftransport wird bei reinerbigen Individuen stark behindert. Sichelzellträger besitzen eine gewisse Resistenz gegen Malariainfektionen.