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Fabel (2)


Aufgabe

Schreibe die Zeitungsmeldung in eine Fabel um. Beachte dabei den dreiteiligen Aufbau und die anderen typischen Merkmale der Fabel.
Entscheide dich für eines der drei Sprichwörter und setze es als moralische Lehre an das Ende deiner Geschichte:

Wer zuletzt lacht, lacht am besten.
Gemeinsam ist man stark.
Hochmut kommt vor dem Fall. 

Aufruhr im Gänsestall

Auerbach. In den frühen Morgenstunden des gestrigen Tages gingen bei der Polizei mehrere Anrufe wegen Lärmbelästigung ein: Die Anwohnern des Gänsestalls am Burger Hof hatten sich über laute Geräusche und lautes Gänsegeschnatter beschwert. Die Polizei kontaktierte den Besitzer des Gänsestalls, der rasch selbst nach dem Rechten sah. Der Bauer berichtete von umgestürzten Futternäpfen und unzähligen verstreut liegenden Gänsefedern. Seine Gänseschar war jedoch vollzählig. Nur eine Gans zeigte leichte Verletzungen am Hals.
Den unerklärlichen nächtlichen Ereignissen auf der Spur, fand die Polizei einen Augenzeugen. Der Förster hatte von seinem nicht weit entfernten Hochsitz aus einen Fuchs beobachtet, der leise in den Stall eindrang. Nach seinen Angaben entwickelte sich plötzlich Lärm im Stall. Der Fuchs schoss schnell aus dem Stall heraus und verschwand in der Dämmerung.

  • Schwierigkeitsgrad:  3
  • Zeit:  45 Minuten
  • Punkte:  20

Lösung

Aufruhr im Gänsestall

In einer sternenklaren Nacht, der Tag begann bereits zu dämmern, schlich sich ein Fuchs vorsichtig an einen Gänsestall heran und drang durch ein Loch im Zaun ein. Die Gänse schliefen noch.
Auf einem Strohballen saß eine besonders dicke Gans. „Sieh an, was für ein Festtagsbraten“, freute sich der Fuchs, schnappte die Gans am Hals und wollte sich mit ihr aus dem Staub machen. Die arme Gans krächzte: „Du hinterhältiger Kerl, du hast unseren Schlaf ausgenutzt! Du tust mir weh, lass mich sofort los!“ Doch der Fuchs knurrte nur grimmig: „Du schreist ganz umsonst. Ich bin viel stärker und klüger als du und werde dich auf keinen Fall verschonen.“ Sein Opfer schlug so gut es ging mit den Flügeln und verursachte damit so viel Lärm, dass die anderen Stallbewohner aufwachten. Erschrocken sahen sie, was geschehen war, und drückten sich aus Furcht vor dem Eindringling in einer Ecke des Stalls zusammen. „Nun tut doch etwas und seid nicht so ängstlich“, schnatterte die Gans in höchster Not. „Wir sind viele und wenn jede etwas Mut aufbringt, können wir den Fuchs vielleicht verjagen. Los, rührt euch!“
Zunächst murmelte die Gänseschar nur leise vor sich hin, doch dann riefen zwei von ihnen: „Sie hat recht, wir sollten es wagen!“ Sie flatterten zu allem entschlossen auf den Fuchs zu und die anderen folgten ihnen. Es entstand ein wildes Handgemenge. Die Futternäpfe kippten um und einzelne Federn wirbelten durch die Luft. So heftig von allen Seiten attackiert gab der Fuchs die Gans schließlich frei und suchte blitzschnell das Weite. Die Gänse stimmten ein lautes und stolzes Geschnatter an und entschieden sich dann für ein erneutes Schläfchen.
Gemeinsam ist man stark.  

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