Direkt zum Inhalt

Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa

1. Lernjahr ‐ Abitur

Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa, Abkürzung KSZE, in Helsinki 1973 eröffnete Konferenz von 33 europäische Staaten der USA und Kanada, die stark zur Entspannungspolitik in Europa und zwischen den Militärbündnissen NATO und Warschauer Pakt beitrug. DIE KSZE tagte bis 1975 in Genf und endete am 1.8.1975 mit der Unterzeichnung der selbstverpflichtenden Schlussakte von Helsinki.

Die Schlussakte von Helsinki

Die Schlussakte behandelte in drei »Körben« die Prinzipien der zwischenstaatlichen Beziehungen (Korb I), die Zusammenarbeit unter anderem in Wirtschaft, Wissenschaft und Umwelt (Korb II) sowie die Pflege menschlicher Kontakte zwischen den Staaten und freien Informationszugang (Korb III). Besonders Korb III hatte starken Einfluss auf die Entwicklung der Bürgerrechtsbewegungen in den Ostblockstaaten. Die KSZE-Schlussakte trug nicht unwesentlich zu den demokratischen Revolutionen in Osteuropa und in der DDR Ende der 1980er-Jahre bei.

Die zur Überprüfung der KSZE-Beschlüsse zwischen 1977 und 1994 anberaumten Folgekonferenzen beschleunigten den Entspannungsprozess zwischen Ost und West bei. In der Charta von Paris vom 21.11.1990 zur Schaffung einer neuen Friedensordnung in Europa erklärten die KSZE-Staaten und die Europäische Union den Ost­-West-­Konflikt für beendet.

Die Nachfolgeorganisation OSZE

Auf der Nachfolgekonferenz in Budapest 1995 nannte sich die KSZE in Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) um. Mittlerweile gehören 57 Staaten der OSZE an (neben den europäischen Staaten die Nachfolgestaaten der Sowjetunion, die USA und Kanada sowie die Türkei und die Mongolei).

Die OSZE hat ihren Sitz in Wien und wurde ein wesentliches Instrument der Friedenssicherung in Europa, indem sie Militärbeobachter in Krisengebiete entsendet, beim Aufbau demokratischer Institutionen berät und sich für den Schutz nationaler Minderheiten einsetzt.