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Lexikon

Hohenzollern

1. Lernjahr ‐ Abitur

Hohenzollern, eines der bedeutendsten deutschen Herrschergeschlechter. Die Geschichte Preußens ist eng mit den Hohenzollern verbunden.

Schwäbische und fränkische Linie

Ihre Stammburg liegt in Süddeutschland (Burg Hohenzollern bei Hechingen in Baden Württemberg). 1191 erhielten sie (die fränkische Linie) den Titel des Nürnberger Burggrafen. Im Jahr 1415 ging die Mark Brandenburg als Lehen an die Herrscherfamilie, 1423 erlangten sie die Kurfürstenwürde.

1618 erbten die Hohenzollern (als brandenburgische Linie) das Herzogtum Preußen. Sie verfügten damit über ein völlig unzusammenhängendes Gebiet. Das damalige Herzogtum Preußen lag in der Gegend von Königsberg und war bis 1660 polnisches Lehen. Der bekannteste Kurfürst war Friedrich Wilhelm (*1620, †1688, Kurfürst von Brandenburg seit 1640), der auch als der Große Kurfürst bezeichnet wurde.

Die schwäbische Linie (Grafschaft Hohenzollern-Hechingen und Hohenzollern-Sigmaringen) erhielt 1623 die Reichsfürstenwürde. Mit der Abdankung der Fürsten zugunsten Preußens 1849 gelangten beide Fürstentümer an Preußen.

Preußische Könige

Nach der Erhebung Preußens zum Königtum 1701 stellten die Hohenzollern die preußischen Könige. Dazu zählen Friedrich I. (*1657, †1713, als Friedrich III. Kurfürst von Brandenburg seit 1688, preußischer König seit 1701), Friedrich Wilhelm I. (*1688, †1740, preußischer König seit 1713, der Soldatenkönig), Friedrich II., der Große sowie Friedrich Wilhelm II. (*1744, †1797, preußischer König seit 1786), Friedrich Wilhelm III. (*1770, †1840, preußischer König seit 1797) und Friedrich Wilhelm IV. (*1795, †1861, preußischer König seit 1840).

Unter Wilhelm I. (*1797, †1888, preußischer König seit 1861) wird ein Vertreter der Hohenzollern 1871 Kaiser des Deutschen Kaiserreichs. Mit der Niederlage Deutschlands im Ersten Weltkrieg erlischt mit Wilhelm II. (*1859, †1941, Deutscher Kaiser und König von Preußen von 1888 bis 1918) das preußische Königtum.