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Sprachmittlung

Oberstufe Dauer: 50 Minuten

Wie du eine Textvorlage für eine Mediation-Aufgabe bearbeitest

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Schritt-für-Schritt-Anleitung

Schritt 1: Verschaffe dir einen inhaltlichen Überblick

Lies den gesamten Originaltext inklusive der Überschrift ein erstes Mal aufmerksam durch. Wende dabei die Lesetechnik skimming an. Dabei verschaffst du dir einen ersten groben Überblick über den Text.

  • Worum geht es thematisch?
  • Was sind die Kernaussagen?

Schritt 2: Wende Lesetechniken an

Gehe nun den Text Abschnitt für Abschnitt durch. Wende dabei die Lesetechniken intensive reading und scanning an.

  • Schlage unbekannte Wörter nur dann nach, wenn sie für das Verständnis unbedingt notwendig sind. Oft ist es nicht wichtig, jedes Wort zu kennen, um den Sinn eines Textes zu verstehen.
  • Finde Überschriften bzw. Oberbegriffe für die entsprechenden Textabschnitte. Worum geht es in den einzelnen Absätzen? Wie wird argumentiert? Was ist der rote Faden?
  • Notiere oder markiere key words zu den einzelnen Absätzen.
  • Suche nach Informationen, die für die Aufgabenstellung relevant sind. Irrelevante Passagen kannst du durchstreichen, so bekommst du einen besseren Überblick.
  • Fasse die wichtigsten Aussagen und Fakten des Textes knapp in Englisch zusammen, wenn du einen deutschen Ausgangstext bearbeitest.
  • Markierungen, die du während des Lesens machst, helfen dir später, Wichtiges wiederzufinden. Markiere sparsam und gezielt, damit es nicht unübersichtlich wird. Hebe nur die Kernbegriffe hervor, nicht ganze Zeilen. Wenn du mehrere Zeilen kennzeichnen willst, mache lieber eine zusammenfassende Randnotiz.
Die wichtigsten Lesetechniken
  • Skimming (orientierendes Lesen): Das oberflächliche Lesen bzw. Überfliegen eines Textes liefert einen Überblick und einen ersten Eindruck vom Text. Wenn du einen Text überflogen hast, solltest du in der Lage sein, Fragen nach dem Thema (What is the text about?) knapp beantworten zu können.
  • Intensive reading (detailliertes Lesen): Das gründliche, intensive Lesen eines Textes ist Voraussetzung dafür, Fragen zum Inhalt, zum Aufbau und zur Struktur eines Textes sinnvoll und richtig beantworten zu können. In der Phase des intensive reading ist es sinnvoll, im Text Unterstreichungen und Randnotizen anzubringen.
  • Scanning (suchendes Lesen): Die Suche nach spezifischen, detaillierten Informationen erfordert ein suchendes Lesen, das dem Auffinden bestimmter Schlüsselbegriffe dient. Auf diese Technik wirst du etwa im Laufe einer Textanalyse immer wieder zurückgreifen, um z. B. Textbelege zu finden, die deine Aussagen stützen bzw. widerlegen können.

Schritt 3: Ordne die Informationen

Vergleiche deine Stichpunkte noch einmal mit der Aufgabenstellung. Bündele zusammengehörige Aussagen und streiche Punkte, die unwesentlich für die Aufgabenstellung sind. Ordne die einzelnen Inhaltspunkte sinnvoll und logisch an, z. B. analog zur Auflistung im Originaltext oder chronologisch oder nach der Argumentationsstruktur (These – Argument – Beispiel). Orientiere dich beim Schreiben an dieser Struktur.

Textvorlage bearbeiten

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Wie du die Bedeutung eines Textes erschließt

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Schritt-für-Schritt-Anleitung

Aufgabe

Find out the meaning of the words you are not familiar with by using your word recognition skills.

The Lost War on Poverty
In 1963 Martin Luther King published an impassioned essay called “Why We Can’t Wait”. The subject was segregation, but even at that early date King understood that his real mission was broader social and economic change. ‘In the separate culture of poverty in which the half-educated Negro lives, an economic depression rages today,’ he said. The solution for that, King realized, would be very complicated.
Twenty years after his death, millions of Americans, black and white, have given up waiting altogether. The war on poverty – one aim of the civil rights movement – has almost been lost. Worse, the moral energy to continue the battle has been weakened by complacency and an appalling game of fingerpointing. Year after year, the agony of the underclass has been seen as the blacks’ problem, the government’s problem, but not everyone’s. The long road back to commitment will not be easy. Ronald Reagan, who owes his two electoral victories almost exclusively to white voters, was determined to leave the issue alone when he came to office.

Schritt 1: Erschließe die Bedeutung „problematischer" Wörter

Versuche nun, die Bedeutung der „problematischen“ Wörter und Satzstrukturen zu erkennen. Notiere dir die entsprechende Bedeutung am Rand, um während des Übersetzens nicht noch einmal nachschlagen bzw. nachdenken zu müssen und keine wertvolle Zeit zu verlieren.

Techniken der Worterschließung

Manchmal gibt es Wortangaben am Ende des zu übersetzenden Textes, die unbekannte Wörter erklären oder übersetzen. Beachte stets diese Angaben. Wende zum Verständnis der übrigen dir unbekannten Wörter deine Worterkennungsfertigkeiten (word recognition skills) an.

Schritt 2: Schlage im Wörterbuch nach

Wörter, die du nicht erschließen kannst, schlägst du im Wörterbuch nach. Beachte, dass viele Wörter mehrere Bedeutungen haben und du die richtige Bedeutung meist nur aus dem Sinnzusammenhang (context) heraus erschließen kannst. Die Beispielsätze und idiomatischen Redewendungen helfen dir dabei.
Ziehe das Wörterbuch vor allem in der Klausur nicht zu häufig zurate, da dies recht zeitaufwendig ist. Zuerst kommt der Kopf, dann das Wörterbuch!

Lösung

  • impassioned: kann über das Nomen passion erschlossen werden.
  • complacency and an appalling game of fingerpointing: ein idiomatischer Ausdruck. Complacency ist schwer zu erschließen. Hier hilft ein einsprachiges Wörterbuch mit der Erklärung self-satisfaction. Die Bedeutung von a game of fingerpointing kann zwar aus dem Zusammenhang erschlossen werden, trotzdem ist es nicht einfach, eine deutsche Entsprechung zu finden; hier ist es sinnvoll, sich völlig von der wörtlichen Bedeutung des Originals zu „befreien“.
  • commitment: Die Grundbedeutung kann über das Verb to commit erschlossen werden. Es ist allerdings nicht einfach, eine passende deutsche Entsprechung zu finden.
  • electoral victories: Erschließung über election.

Bedeutung eines Textes erschließen

Bedeutung eines Textes erschließen

Wie du einen Mediationstext verfasst

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Schritt-für-Schritt-Anleitung

Schritt 1: Verfasse die Einleitung

Finde eine Überschrift für deinen Text. Sie muss das Thema des Textes treffend zusammenfassen. Formuliere den einleitenden Satz (umbrella sentence) für deinen Text. Er enthält

  • die Grundinformationen des Ausgangstextes wie Titel, Autor, Angaben zur Veröffentlichung (bei Zeitungstexten und literarischen Texten) sowie das Thema,
  • Angaben zum Adressat deines Textes (außer er wurde in der Anrede, etwa beim Brief, bereits genannt) und den Grund des Schreibens.

Schritt 2: Schreibe den Hauptteil

Formuliere den Mediationstext sprachlich korrekt und knapp. Verwende eine angemessene Sprachebene. In der Regel bietet sich das „neutrale“ Register an. Vermeide Slang (gonna, wanna etc.) oder übertriebene Umgangssprache, aber auch zu formelle Wörter. Behandle die in der Aufgabenstellung geforderten Inhaltspunkte jeweils in einem eigenen Absatz. Der erste Satz jedes Absatzes (topic sentence) fasst den Inhalt des Absatzes in allgemeiner Form zusammen. Schreibe deinen Text in der Zeit, in der auch der Ausgangstext verfasst ist. Auf keinen Fall darfst du deinen Text z. B. in einer past-Zeit verfassen, obwohl der Ausgangstext in der Gegenwart geschrieben ist. Verwende Oberbegriffe, wenn der Ausgangstext zu detailliert ist. Enthält der Text etwa Aussagen von verschiedenen Wissenschaftlern wie Professoren, Ingenieuren, Physikern etc., fasse diese Personen einfach als experts zusammen. Behalte Distanz zu dem Ausgangstext. Wertungen oder emotionale Aussagen des Textes kannst du reflektiert wiedergeben, das heißt kennzeichnen, dass der Autor an einer bestimmten Stelle wertet usw. Ergreife jedoch keinesfalls Partei oder äußere deine Meinung, sondern bleibe neutral. Verwende keine beleidigenden oder wertenden Begriffe oder Schimpfwörter aus dem Ausgangstext, sondern mildere sie ab (downgrading), z. B. „Er ist ein totaler Schwachkopf.“ – “He is a clumsy person.” Gib ggf. Erklärungen zum geschichtlichen, kulturellen etc. Hintergrund eines Sachverhalts. Wenn dein Adressat z. B. a 16 year old teenager in San Francisco ist, musst du bedenken, dass er möglicherweise nichts über Deutschland weiß und du bestimmte Sachverhalte ergänzend erklären musst. Erläutere fachsprachliche Begriffe oder Slangbegriffe bzw. versuche normalsprachliche Entsprechungen zu finden. Z. B. „Die Wirtschaft geht den Bach runter.“ – “The economic situation is getting worse.

Schritt 3: Formuliere den Schluss

Bei einer Mediation gibt es keine Zusammenfassung oder persönliche Stellungnahme. Je nachdem, welche Textsorte du für die Mediation wählen sollst, musst du die Texte jedoch entsprechend abrunden, z. B. mit einer Grußformel bei Brief oder E-Mail.

Mediationstext verfassen

Mediationstext verfassen

Wie du einen Mediationstext überarbeitest

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Schritt-für-Schritt-Anleitung

Schritt 1: Vergleiche deinen Text mit der Aufgabenstellung 

Nachdem du deinen Mediationstext verfasst hast, gleichst du ihn noch einmal mit der Aufgabenstellung ab und prüfst, ob alle in der Aufgabe genannten Aspekte abgedeckt sind.

  • Entspricht der Text der vorgegebenen Situation?
  • Wendet er sich klar an den oder die genannten Adressaten?
  • Entspricht die Form den textsortenspezifischen Anforderungen?
  • Sind Sprachniveau und Stil der Textsorte angemessen?

Schritt 2: Korrigiere den Text

Zum Schluss liest du deinen Mediationstext als eigenständigen Text sorgfältig durch, kontrollierst seinen Aufbau, korrigierst ihn und gibst ihm sprachlich den letzten Schliff. Achte auf folgende Aspekte:

  • Enthält der Text Rechtschreib- oder Grammatikfehler? Sind die Eigennamen korrekt geschrieben?
  • Stimmen die grammatischen Zeiten, Pronomen, Präpositionen etc.?
  • Ist der Text klar aufgebaut und sinnvoll strukturiert?
  • Ist der Text zusammenhängend und flüssig formuliert? Ist das Vokabular abwechslungsreich?
  • Sind die Sätze logisch miteinander verknüpft?

Schritt 3: Prüfe die Textlänge

Prüfe die Textlänge. Die Länge deines Mediationstexts sollte etwa ein Drittel des Ausgangstexts betragen, wenn in der Aufgabenstellung nichts angegeben ist, bzw. nicht mehr als zehn Prozent von der in der Aufgabenstellung angegebenen Wörterzahl abweichen. Ist dein Text zu lang, musst du kürzen. Kürzungen bieten sich an folgenden Stellen an:

  • Lass überflüssige Beispiele weg und formuliere stattdessen allgemeiner.
  • Prüfe, ob es Passagen des Ausgangstexts gibt, die für die verlangte Textübertragung gar nicht relevant sind.
  • Verkürze Satzgefüge durch Partizipialkonstruktionen.
  • Ersetze umständliche Formulierungen durch kürzere Synonyme.
  • Streiche überflüssige Adjektive und Adverbien.

Mediationstext überarbeiten

Mediationstext überarbeiten

Wie du einen Text übersetzt

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Schritt-für-Schritt-Anleitung

Aufgabe

Translate “The Lost War on Poverty” into a correct German text.​

The Lost War on Poverty In 1963 Martin Luther King published an impassioned essay called “Why We Can’t Wait”. The subject was segregation, but even at that early date King understood that his real mission was broader social and economic change. ‘In the separate culture of poverty in which the half-educated Negro lives, an economic depression rages today,’ he said. The solution for that, King realized, would be very complicated. Twenty years after his death, millions of Americans, black and white, have given up waiting altogether. The war on poverty – one aim of the civil rights movement – has almost been lost. Worse, the moral energy to continue the battle has been weakened by complacency and an appalling game of fingerpointing. Year after year, the agony of the underclass has been seen as the blacks’ problem, the government’s problem, but not everyone’s. The long road back to commitment will not be easy. Ronald Reagan, who owes his two electoral victories almost exclusively to white voters, was determined to leave the issue alone when he came to office.

Schritt 1: Übersetze den Text

Besondere Satzstrukturen

Im Englischen gibt es eine Reihe grammatischer Strukturen, die du nicht wörtlich ins Deutsche übersetzen kannst. Für viele gibt es jedoch feststehende Umschreibungen. Die -ing-Form wird in der Regel mit einem Nebensatz übersetzt. Die häufigsten verwendeten Nebensätze sind:

  • Temporalsatz: Having done the dishes, he watched TV. Nachdem er abgewaschen hatte, sah er fern.
  • Kausalsatz: Being too exhausted, he did not come to his friend’s party. Da er zu erschöpft war, kam er nicht zu der Party seines Freundes.
  • Relativsatz: The woman shaking her head is my mother. Die Frau, die gerade den Kopf schüttelt, ist meine Mutter.
  • Nebensatz der Art und Weise: They watched TV, eating Pizza. Sie sahen fern und aßen dabei Pizza.
  • Passive (Passiv): Das englische Passiv entspricht häufig einer deutschen Übersetzung mit dem unpersönlichen „man“ oder „sollen“.
  • Reported speech (indirekte Rede): Achte bei der Übersetzung vom Englischen ins Deutsche darauf, den Konjunktiv richtig anzuwenden.
  • Contact clauses: Englische Relativsätze ohne Relativpronomen, werden im Deutschen in einen Nebensatz aufgelöst.

Redewendungen

Idiomatische Redewendungen (idioms) darfst du in der Regel nicht wörtlich ins Deutsche übersetzen.

  • Redewendungen erkennst du in der Regel daran, dass sie wörtlich ins Deutsche übersetzt keinen Sinn ergeben.
  • Erfasse zunächst den Inhalt bzw. Sinn der Redewendung.
  • Suche anschließend eine entsprechende deutsche Redewendung. Die deutsche Entsprechung hat meist nichts mit dem englischen Original zu tun, z. B. it’s raining cats and dogs wird etwa mit „es gießt in Strömen“ übersetzt.

Confusables

Achte beim Übersetzen auf Wörter, die ähnlich aussehen oder klingen und die man daher leicht verwechseln kann.

False friends

Achte beim Übersetzen auf englische Wörter, die deutschen Wörtern ähnlich sind, aber eine ganz andere Bedeutung haben, sogenannte false friends.

Eigennamen und Fremdwörter

Achte bei der Übersetzung auf Eigennamen. Manchmal gibt es eine deutsche Entsprechung, manchmal nicht.

  • Aus dem Begriff amnesty international wird beispielsweise auf keinen Fall „Internationale Amnestie“, sondern der Name der Organisation wird genauso in die Übersetzung übernommen. Aus dem Ausdruck United Nations wird jedoch die „Vereinten Nationen“.
  • Ländernamen werden immer übersetzt, z. B. Great Britain – „Großbritannien“. Abkürzungen von Ländernamen, die im Deutschen nicht gebräuchlich sind, werden aufgelöst, z. B. UK – „Vereinigtes Königreich“ oder „Großbritannien“.

Es gibt keine allgemeine Regel, wann ein Fremdwort eingedeutscht wird und wann nicht. Übersetze ein Fremdwort dann ins Deutsche, wenn es eine in der Alltagssprache akzeptierte deutsche Entsprechung gibt. Für globalization beispielsweise gibt es im Deutschen den Begriff „Globalisierung“, für e-mail hat sich jedoch kein deutsches Wort durchgesetzt.

Schritt 2: Lese Korrektur und vergleiche deinen Text mit der Vorlage

Sprachliche Überarbeitung

Lies dir deine gesamte Übersetzung als eigenständigen Text durch, um Abstand vom Original zu gewinnen.

  • Ist dein Text in verständlichem und korrektem Deutsch geschrieben?
  • Stimmen Rechtschreibung und Zeichensetzung?
  • Klingt dein Text idiomatisch und ist er flüssig zu lesen?
  • Klingt ein Satz oder ein Abschnitt merkwürdig, falsch oder unlogisch, solltest du noch einmal prüfen, ob du ihn korrekt übersetzt hast. Es kann auch sinnvoll sein, nach Synonymen einzelner Wörter zu suchen oder den kompletten Satz zu paraphrasieren, z. B.: Unless there is any other business, we can end the meeting. Falls nichts Wichtiges mehr ansteht, können wir die Besprechung abschließen.

Vergleich mit der Vorlage

Vergleiche deine Übersetzung abschließend unbedingt mit der englischen Vorlage.

  • Stimmen die Zeiten, der Gebrauch der Pronomen etc.?
  • Ist deine Übersetzung vollständig? Hast du den ganzen Text einschließlich Überschrift übersetzt? Hast du keins der Füllwörter übersehen?

Lösung

Der verlorene Kampf gegen die Armut 1963 veröffentlichte Martin Luther King einen leidenschaftlichen Aufsatz mit dem Titel „Warum wir nicht warten können“. Das Thema war die Rassentrennung, aber schon zu diesem frühen Zeitpunkt verstand King, dass sein eigentlicher Auftrag eine weiter gehende soziale und wirtschaftliche Veränderung war. Er sagte: „In jener eigenständigen Kultur der Armut, in der der wenig gebildete Neger lebt, wütet heute eine wirtschaftliche Krise.“ Es war King klar, dass die Lösung dieses Problems schwierig sein würde. Zwanzig Jahre nach seinem Tod haben Millionen schwarze und weiße Amerikaner das Warten aufgegeben. Der Kampf gegen die Armut – ein Ziel der Bürgerrechtsbewegung – ist fast verloren. Schlimmer noch – die moralische Kraft, den Kampf weiterzuführen, ist durch Selbstzufriedenheit und ein widerwärtiges Spiel gegenseitiger Schuldzuweisung geschwächt worden. Jahr für Jahr ist das Leiden der Unterschicht als das Problem der Schwarzen, das Problem der Regierung angesehen worden, nicht aber als das Problem jedes Einzelnen. Der lange Weg zurück zu engagiertem Handeln wird nicht leicht sein. Ronald Reagan, der seine beiden Wahlsiege fast ausschließlich weißen Wählern verdankte, war entschlossen, das Problem nicht anzugehen, als er sein Amt antrat.

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