Bessere Noten mit Duden Learnattack Jetzt kostenlos testen
 

Textinterpretation (Romanauszug) und Textvergleich: H. Hesse: „Peter Camenzind“


Aufgabe

  1. Interpretieren Sie den Auszug aus Hermann Hesses Roman Peter Camenzind.
  2. Vergleichen Sie – ausgehend von Ihren Interpretationsergebnissen – den Auszug aus Hesses Roman mit Christian Krachts Roman Faserland im Hinblick auf den Inhalt, die Erzählweise und die Gestaltung der Hauptfigur.

Material:

hermann_hesse_peter_camenzind.pdf

Quelle:
Hermann Hesse: Sämtliche Werke in 20 Bänden und einem Registerband. Hrsg. von Volker Michels. Bd. 2: Die Romane. Frankfurt/Main: Suhrkamp 2001, S. 66–67

Lösung

a)

Der Roman „Peter Camenzind“, aus dem der zu interpretierende Auszug stammt, ist ein Werk von Hermann Hesse, das im Jahr 1904 veröffentlicht wurde. Im Romanauszug wird Hesses Begeisterung für die Natur deutlich, die für ihn kennzeichnend ist. Denn in der italienischen Natur findet Peter Camenzind gemeinsam mit seinem Freund Richard eine neue Heimat. Der Natur wird aber auch eine gewaltsame und zerstörerische Seite zugewiesen, da durch sie Peters guter Freund ums Leben kommt, wodurch sich Peters Leben grundlegend verändert.

Im Folgenden soll ein Auszug aus dem vierten Kapitel interpretiert werden und mit Blick auf Inhalt, Erzählweise und Gestaltung der Hauptfigur mit Christian Krachts zeitgenössischem Roman „Faserland“ aus dem Jahr 1995 verglichen werden.

Der Romanauszug beschreibt rückblickend eine Italienreise, die der Protagonist zum Abschluss seiner Studienzeit mit seinem Freund Richard unternimmt. Geschildert werden sowohl die innige Freundschaft der beiden als auch die Schönheit der italienischen Natur und Lebensart. Der darauf folgende Abschied der beiden stellt eine Zäsur in der Handlung dar, die sich vertieft, als Peter vom Tod des lieb gewonnenen Freundes erfährt. Der Protagonist stürzt in eine tiefe Sinnkrise; er fühlt sich hoffnungslos, orientierungslos und verzweifelt und sieht einer ungewissen Zukunft entgegen.

Der Textauszug des Romans ist im Hinblick auf den Stil und die Schreibweise sehr aussagekräftig. Die akribische Darstellung der Natur in all ihrer Schönheit während der Italienreise gelingt Hesse mithilfe der durchgehenden Verwendung von Aussagesätzen, die meist hypotaktisch aufgebaut sind, um noch mehr Informationen und Beschreibungen in einen Satz aufzunehmen. Die bezaubernde Natur Italiens und die Freundschaft zwischen Richard und Peter werden außerdem durch den gezielten Einsatz von positiv konnotierten Adjektiven („festlich[]“ Z. 3, „sonnig[en]“ Z. 23) unterstrichen. Mehr Nachdruck wird der Schönheit der Natur überdies mithilfe von adjektivisch gebrauchten Partizipien wie zum Beispiel „adelnd“ (Z. 15) oder „glänzend“ (Z. 17) gegeben. Aus der Verwendung der beschreibenden Adjektive und Partizipien sowie der darstellenden Aussagesätze lässt sich für den Stil ableiten, dass es sich ausschließlich um Erzählerrede handelt, die jedoch in gewisser Weise mit der Figurenrede deckungsgleich ist, da es sich um einen Icherzähler handelt, der auf die Reise zurückblickt. Die Form, wie er die Reise und auch den Tod seines Freundes darstellt, lässt darauf schließen, dass er der mittleren oder oberen Bildungsschicht angehört, was auch durch den dem Auszug vorgeschalteten Vorspann bestätigt werden kann, denn dort wird berichtet, dass sich die Reise an das Ende der Studienzeit anschließt. Über die Verwendung der Adjektive drückt sich Peters Stimmung und psychische Verfassung aus. Deutlich fällt die Verwendung negativer und düsterer Adjektive an den Stellen ins Auge, an denen Peter die Umstände und die Folgen von Richards Tod schildert (vgl. „gemein, scheußlich“, Z. 44, und „lächerlich kleinen süddeutschen Flüßchen“, Z. 40 f.). Bei genauerer Betrachtung fällt auf, dass der Auszug diverse Stilfiguren enthält, die die gewünschte Wirkung des Textes noch verstärken sollen. Um die Schönheit der Natur zu unterstreichen, nutzt Hesse gezielt Vergleiche („[...] ich sah in die [...] Frühlingslandschaft wie in Gottes gütige Augen.“ Z. 3 f.).
Betont werden Inhalte auch, indem der Autor gezielt die Stellung der Satzglieder in Form der Inversion verändert, um so das Augenmerk von demjenigen, der etwas macht, hin zu dem, was konkret gemacht wird, zu lenken (vgl. Z. 17 f.). Neben der Inversion zählen auch die hier zum Einsatz gekommene Anapher (vgl. Z. 41 f.) und der damit eng verbundene Parallelismus (vgl. Z. 41 f.) zu den Satzfiguren. Durch sie werden die Textstellen besonders betont und der Eindruck von Eindringlichkeit erweckt.
Des Weiteren werden die Orte bzw. Stationen der Reise durch den gezielten Einsatz der Präposition „in“ (Z. 5, 6 und 8) am Satzanfang betont.

Da sich aus dem Stil des Textes erste Merkmale über den Erzähler ableiten lassen, soll im Folgenden genauer auf die Erzählerfigur eingegangen werden.

An dem Personalpronomen „ich“ (Z. 3), seiner Flexionsform „mir“ (Z. 1) und dem Possessivpronomen „meiner“ (Z. 2) kann man den Icherzähler eindeutig erkennen. Dass es sich dabei um Peter Camenzind handelt, lässt sich aus dem Vorspann erschließen, der erklärt, dass jener in einer Rückschau seinen Werdegang erzählt. Da der Icherzähler die Erlebnisse aus seiner Perspektive erzählt, kann er seine eigenen Gefühle sehr glaubhaft und genau wiedergeben. Außerdem kann er die gemeinsame Reise mit seinem Freund Richard auf diese Weise detailliert schildern. Daraus lässt sich auch ableiten, dass es sich um einen personalen Erzähler handelt, der die Reise und die damit verbundenen Gefühle lediglich aus seinem Blickwinkel schildert. Damit geht einher, dass der Stoff und auch die Haltung gegenüber dem Geschehen sehr subjektiv wirken, da er die Gedanken und Gefühle der anderen Personen nur erahnen kann.

Insgesamt berichtet der Erzähler trotz detaillierter Schilderungen raffend von den Ereignissen während seiner Reise (vgl. „Glänzend und beglückend rannen uns die schönen Wochen dahin“, Z. 17). Auffällig ist, dass die zwei Wochen zwischen dem Abschied der beiden Freunde und dem Erfahren vom Tod des Freundes ausgespart werden.

Da die Analyse der Erzählerfigur bereits einige Inhalte anführt, wird nun der Schwerpunkt auf die Handlung, den Spannungsaufbau und die Leitmotive gelegt.

Der Romanauszug lässt sich in drei Handlungsschritte einteilen. Zunächst wird ein Resümee der Reise gezogen (vgl. Z. 1–4) und dem eigentlichen Rückblick vorangestellt. Diese Passage erzeugt in erster Linie die Spannung, da man mehr über die Reise und die beiden Personen erfahren möchte. Der eigentliche Rückblick beschreibt die Schönheit der Natur Italiens, die einzelnen Stationen der Reise und die dort gefundene Heimat. Der Abschied in Zürich fällt beiden sichtlich schwer, da Richard mehrfach aus dem Zug aussteigt, um sich von seinem Freund zu verabschieden (vgl. Z. 5–39). Diese mehrmalige Verabschiedung verzögert die Spannung. Darauf folgt ein abrupter Wendepunkt in der Erzählung, denn der Icherzähler berichtet plötzlich und unerwartet vom Tod Richards, der in einem Fluss in Süddeutschland ertrunken ist. Der Erzähler ist darüber sehr betrübt, insbesondere weil er erst einige Tage nach der Beerdigung davon erfahren hat. Daraufhin überlegt er, wie es ohne seinen wohl besten Freund weitergehen soll, denn dieser hat ihn immer glücklich gemacht und ihm gezeigt, was wahre Freundschaft bedeutet. Der Auszug endet damit, dass der Erzähler darüber sinniert, wie wohl seine Zukunft aussehen wird, und zu dem Schluss kommt, dass alles Grübeln in Trostlosigkeit und Trauer endet (vgl. Z. 40–59). Das Ende bleibt offen, da man nichts Genaueres darüber erfährt, ob Peter die Stadt verlässt und ob er die Trauer und den Verlust überwindet. Diese Passage, in der er seine Gefühle nach dem Tod des Freundes beschreibt, dient der Spannungslösung. Bei genauerer Betrachtung fällt auf, dass sich Peter Camenzinds innere Entwicklung als Icherzähler analog zu den äußeren Vorgängen entwickelt. Er wirkt während der Italienreise ausgelassen, fröhlich, beschwingt und voller Lebenslust, während sich nach der Todesnachricht seine innere Verfassung ins Gegenteil wendet, d. h., er verspürt Trauer, Einsamkeit, Nutzlosigkeit und hinterfragt den Sinn des Lebens.

Als Leitmotive dieses Romanauszugs lassen sich deshalb eindeutig die Reise, die Natur, aber auch die innige Freundschaft zwischen zwei jungen Erwachsenen herausstellen. Die Reise bildet das verbindende Moment, da während der Reise die enge Freundschaft gefestigt und gleichzeitig die Natur sehr intensiv erlebt werden kann.

Da es sich bei dem Textauszug um einen subjektiven Rückblick handelt, werden die Figuren nur indirekt durch ihre Verhaltensweisen und Gefühle charakterisiert. Richard lässt sich aus diesem Textauszug heraus nur sehr schwer charakterisieren, da wir kaum Angaben über sein Wesen und Aussehen finden. Richard muss in etwa so alt sein wie Peter, da sie sich während ihrer Studienzeit kennengelernt haben. Es handelt sich bei beiden also vermutlich um junge Erwachsene. Richard wird als lebenslustig, willensstark, eifrig und naturverbunden beschrieben. Diese Naturverbundenheit zeichnet auch den Icherzähler aus, der während der Reise sehr ausgelassen, beschwingt und kontaktfreudig wirkt und sich in Italien sehr wohl und geborgen fühlt. Angedeutet wird aber auch, dass sein Verhalten sehr von der Schönheit der Umgebung und der südlichen Lebensart beeinflusst wird, denn er fühlt, dass er in seiner Gesellschaft, das heißt dort, wo er eigentlich zu Hause ist, „ewig ein Fremdling sein würde“ (Z. 10 f.). Er möchte „der schäbigen Lächerlichkeit der modernen Kultur“ (Z. 9) entfliehen. Daraus lässt sich schließen, dass Peter eigentlich ein Außenseiter in der Gesellschaft ist; diese Position wird durch die tiefe Freundschaft und die Reiseerfahrung ins Positive verkehrt. Folglich verändert ihn der unerwartete Tod des geliebten Freundes sehr stark. Danach lebt der Protagonist zurückgezogen in seiner Stube; er fühlt sich heimatlos. Die Stadt, die er einst so faszinierend fand, raubt ihm nun die Luft zum Atmen, da er seinen Erinnerungen hier nicht entfliehen kann. Er ist traurig, ängstlich und ohne Zuversicht und sieht keinen Ausweg aus seinem Schicksal. Die Veränderung seiner inneren Verfassung deutet auf ein dynamisches Figurenkonzept hin, wobei der Tod des Freundes das einschneidende Erlebnis darstellt. Weiterhin ist Peter ein geschlossener Charakter, dessen Wesenszüge eindeutig vor dem jeweils Erlebten gedeutet und erklärt werden können. Auch hier spielt Richards Tod die zentrale Rolle und bildet die Schnittstelle zwischen dem positiv eingestellten Peter hin zur verzweifelten Hauptfigur.

Zur Figurenkonstellation lässt sich sagen, dass Richard und Peter eine tiefe und innige Freundschaft verbindet. Richard scheint einen führenden Part zu übernehmen, von dem sich der Protagonist mitreißen lässt. Folglich fühlt er sich nach dessen Tod hilflos und orientierungslos, ja sogar „im Kern der Seele krank“ (Z. 50). Er ist der Überzeugung, dass „[s]ein einzig sicherer Besitz in diesen Jahren [s]eine Freundschaft gewesen war“ (Z. 45 f.).

Wie aus der Figurenanalyse hervorgeht, verändert sich der Protagonist im Romanauszug sehr deutlich. Das wird unter anderem durch eine Veränderung der Handlungsräume verdeutlicht, auf die im Folgenden genauer eingegangen werden soll.

Den Räumen wird im Textauszug aus „Peter Camenzind“ eine ganz besondere Bedeutung zuteil, da sie zum einen Geschehen ermöglichen, Figuren indirekt charakterisieren sowie Stimmungen und Erlebnisse widerspiegeln und zum anderen Symbolcharakter haben. Im konkreten Fall stehen sich zwei Räume diametral gegenüber: Auf der einen Seite steht die Italienreise, die das fröhliche Miteinander der beiden Figuren ermöglicht und die für den Einklang mit der Natur, Freiheit und Tatendrang steht. Dem gegenüber steht die Stube, die Peters Gemütslage entsprechend düster wirkt und in der Peter nach Richards Tod über seine Zukunft nachdenkt. Damit spiegelt der Raum die ungewisse Zukunft wider, der Peter sich ausgesetzt fühlt. Es muss noch hinzugefügt werden, dass sich der Raum „Natur“ als zweischneidiges Schwert darstellt. Er ermöglicht zum einen eine innige Freundschaft und deren Vertiefung, löst aber die Freundschaft mit dem Ertrinken des Freundes in einem Fluss auch wieder auf.

Der Auszug aus Hermann Hesses „Peter Camenzind“ stellt die Krise eines jungen Menschen zum Ende seiner Jugendzeit dar. Geprägt ist dieser Textauszug von schwärmerischer Naturbetrachtung und intensiv erlebten Gefühlen wie inniger Verbundenheit und Schmerz über einen erlittenen Verlust. Die am Ende des Auszugs dargestellte Hoffnungslosigkeit lässt sich dahingehend relativieren, dass der Auszug sich in der Mitte des Romans befindet und es der Icherzähler wohl irgendwie geschafft hat, sich aus ihr zu befreien, da er rückblickend die Ereignisse zwar immer noch sehr emotional schildert, aber auch durch die vergangene Zeit eine gewisse Distanz zum Geschehen einnehmen kann (vgl. Z. 51 ff.).

b)

Im Folgenden wird der zeitgenössische Roman „Faserland“ von Christian Kracht aus dem Jahr 1995 dem interpretierten Romanauszug vergleichend gegenübergestellt. Besondere Berücksichtigung finden dabei der Inhalt, die Erzählweise und die Gestaltung der Hauptfigur.

Auch der namenlose Icherzähler in „Faserland“ unternimmt eine Reise und erlebt den Tod eines Freundes und Weggefährten durch Ertrinken. Deutliche Differenzen ergeben sich jedoch bei der Gestaltung der Reiseziele und in der Reisebegleitung. Während in „Peter Camenzind“ der gleichnamige Protagonist mit seinem engen Freund Richard eine Reise nach Italien unternimmt, reist der namenlose Icherzähler in „Faserland“ quer durch Deutschland bis in die Schweiz und trifft auf seinen Stationen auf unterschiedliche Personen, zu denen er mehr oder weniger Kontakt hat bzw. nur eine oberflächliche Freundschaft pflegt.

Beide Protagonisten erfahren vom Tod des Freundes nur durch Hörensagen bzw. durch einen Zeitungsbericht. Der Grund für Richards Ertrinken bleibt ungeklärt – fest steht nur, dass er beim Baden ertrunken ist, was auf den Einfluss einer Naturgewalt schließen lässt. Rollo im Roman „Faserland“ stirbt, weil er mit Drogen vollgepumpt nach einer Partynacht ertrinkt. Auffällig ist, dass in beiden Romanen einem See nach dem Ertrinken des Freundes eine besondere Bedeutung zugemessen wird. In der letzten Szene des Romans „Faserland“ lässt sich der Protagonist von einem Ruderboot in die Mitte des Zürichsees fahren – ein Selbstmord wird angedeutet, aber das Ende bleibt offen. In „Peter Camenzind“ steht der See symbolisch für die aktuelle Stimmungslage des Icherzählers nach dem Tod des Freundes – steuerlos fährt er von nun an „auf plötzlich verdunkelten Wassern umher“ (Z. 58 f.).

Auch im Hinblick auf die Erzählweise ergeben sich Gemeinsamkeiten und Unterschiede. Beide Romane weisen einen personalen Icherzähler auf, wobei er in „Faserland“ namenlos ist, während Peter Camenzind der Protagonist im gleichnamigen Roman ist. Die Handlung wird in beiden Fällen nicht kommentiert und die Gedanken und Gefühle anderer Personen können durch den Icherzähler nur erahnt werden. Deutliche Unterschiede finden sich in der Erzählhaltung. Während Peter Camenzind seine Gefühle – die positiven wie die negativen – ausdrücklich und ausschweifend schildert und vor allem seine Betroffenheit nach dem Tod des Freundes zum Ausdruck bringt, bleibt der Erzähler in „Faserland“ unbeteiligt und emotionslos. Nichts berührt ihn, alles zieht bloß an ihm vorüber. Ein weiterer elementarer Unterschied ergibt sich bei der Form der Erzählerrede, die in „Faserland“ kaum gerafft ist, sondern chronologisch und zeitlich fast deckungsgleich erzählt und nur an manchen Stellen – insbesondere dort, wo der namenlose Icherzähler reflektiert – szenisch ausgeschmückt wird.

Damit unterscheidet sich der namenlose Icherzähler hinsichtlich seines Charakters und seiner Beziehungen zu anderen Menschen sehr deutlich von Peter Camenzind. Zwar scheinen beide eine Außenseiterposition in der Gesellschaft einzunehmen, doch während Peter Camenzind in der Natur und der innigen Freundschaft zu Richard Halt findet, kann der Icherzähler in „Faserland“ keinen wirklichen Kontakt zu seinen Mitmenschen oder seiner Umwelt aufbauen. Er lässt sich ziellos durch die Gegend treiben, betäubt von Drogen und Alkohol. Jeder seiner Aufbrüche ist mit einer Flucht vergleichbar. Auffallend ist vor allem seine bereits erwähnte völlige Emotionslosigkeit. Seinen Freund Rollo lässt er im Stich, weil er dessen Emotionalität und Weinen nicht erträgt.

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass beide Romane das Motiv der Reise gemeinsam haben. Völlig unterschiedlich sind die Romane im Hinblick auf die Wahrnehmung dieser Reise, der Beziehungen, die die Protagonisten zu anderen Menschen pflegen, und hinsichtlich der Charaktereigenschaften und der emotionalen Verfassung der Protagonisten. Peter Camenzind erzählt von Glück, inniger Freundschaft sowie tiefer Trauer und dem Gefühl der Verlorenheit nach dem Verlust eines geliebten Freundes; in Krachts „Faserland“ dominieren von Anfang an Emotionslosigkeit, Resignation und Hoffnungslosigkeit.

Registriere dich, um den vollen Inhalt zu sehen!

VERSTÄNDLICH

PREISWERT

ZEITSPAREND

Weitere Deutschthemen findest du hier

Wähle deine Klassenstufe

Weitere Musterlösungen findest du hier