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Lexikon

Amerikanische Revolution

1. Lernjahr ‐ Abitur

Amerikanische Revolution, die Unabhängigkeitsbewegung nordamerikanischen Siedler, die zum Unabhängigkeitskrieg führte. Die Unabhängigkeitserklärung der 13 britischen Kolonien vom Mutterland am 4.7.1776 gilt als „Geburtsstunde“ der Vereinigten Staaten von Amerika.

Vorläufer

1664 endete die niederländische Kolonialzeit in Nordamerika. Aus Neu-Amsterdam wird New York. Noch vor dem Siebenjährigen Krieg zwischen verschiedenen europäischen Mächten 1754 begannen die britisch-französischen Auseinandersetzungen in Nordamerika und Indien. Der Frieden von Paris beendete 1763 den Siebenjährigen Krieg und damit auch den britisch-französischen Kolonialkrieg. Frankreich musste seine nordamerikanischen Kolonien und Stützpunkte an England abgeben. Kanada wurde britisch.

Die Kolonisten unterstanden britischem Recht und waren zu Steuern an Großbritannien verpflichtet, durften jedoch keine Repräsentanten ins britische Parlament entsenden. Die Kosten aus dem Krieg der Briten gegen die Franzosen um die Vorherrschaft in Nordamerika von 1756 bis 1763 sollten über Steuern aus den Kolonien beglichen werden.

Die Unabhängigkeitsbewegung

Der Stempelsteuerkongress 1765 mit Vertretern aus neun britischen Kolonien protestierte gegen die von der Londoner Regierung verfügte Stempelsteuer. Die Forderung „No taxation without representation“ (keine Steuer ohne Mitwirkung) machte die Runde, denn die Kolonien hatten keine Sitze im britischen Parlament. Die Kolonisten boykottierten britische Waren.

Aus Protest gegen die Besteuerung durch das englische Mutterland warfen als Indianer verkleidete Kolonisten 1773 eine Ladung Tee im Bostoner Hafen über Bord (Boston Tea Party). England verhängte über die Kolonien den Ausnahmezustand.

Der Unabhängigkeitskrieg

1775 begann der Unabhängigkeitskrieg. Im Unabhängigkeitskrieg standen sich die britische Kolonialarmee und die Siedlerarmee unter George Washington (*1732, †1799, amerikanischer General und 1. Präsident der USA von 1789 bis 1797) gegenüber. Am 4.7.1776 erklärten Delegierte aus allen 13 englischen Kolonien in Philadelphia die Unabhängigkeit von der englischen Krone (bis heute der Nationalfeiertag der USA, der Independence Day). Erstmals in der Geschichte wurden in der amerikanischen Verfassung Menschenrechte verkündet, die jedoch Frauen, Sklaven und Indianer nicht einschlossen.

Frankreich erkannte 1778 als erstes Land die Unabhängigkeit der USA an. 1781 kapitulierten die britischen Truppen. Die Siedler erhielten nach einigen Niederlagen militärische Unterstützung aus Frankreich, Spanien und den Niederlanden. 1783 erkannte Großbritannien nach dem Krieg mit den Siedlern die Unabhängigkeit der 13 Kolonien an (Frieden von Versailles). 1789 wurde George Washington erster Präsident der USA.